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BHB: Baumarkthandel mit gutem Jahresstart

Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) hat die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. In den ersten drei Monaten erwirtschaftete der deutsche Baumarkthandel einen Gesamtbruttoumsatz von 4,04 Mrd. Euro, ein Plus von 5,4 Prozent.

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Dr. Peter Wüst: „Wir sind zuversichtlich, unsere selbstgesteckten Jahresziele zu erreichen.“
Foto: bmm

Auch auf bereinigter Verkaufsfläche erreichte die Branche einen Umsatzzuwachs von 5,3 Prozent. Dabei zeichneten besonders die guten Umsatzzahlen im März für das Umsatzplus zum Quartalsende verantwortlich. „Die Umsatzentwicklung im 1. Quartal lässt uns insgesamt zufrieden auf die ersten drei Monate zurückblicken“, kommentiert BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst die aktuelle Marktentwicklung. „Nach einem ruhigen Jahresstart in den ersten beiden Monaten hat im März das attraktive Angebot des Baumarkthandels im Wechselspiel mit einer guten Wetterlage unsere Kunden in die Märkte gezogen und sie dazu animiert, ihre Heimwerkerprojekte im Haus und insbesondere im Garten tatkräftig anzugehen. Das zeigt, dass unsere Kunden die Marktperformance des Baumarkthandels in Deutschland schätzen und seine Produktangebote und Services in den Märkten vor Ort und zunehmend auch im Bereich Online zahlreich annehmen. Trotz der wetterbedingt eher verhaltenen Kundennachfrage im April und den ersten Mai-Wochen sind wir zuversichtlich, unsere selbstgesteckten Jahresziele zu erreichen“, so Wüst. Hier hatte der BHB zu Jahresbeginn für das Geschäftsjahr 2017 ein Umsatzwachstum von 1,3 Prozent, bei flächenbereinigter Betrachtung ein Umsatzwachstum von rund 1,0 Prozent prognostiziert. Damit liegt der Branchenverband auf einer Linie mit den Konjunkturprognosen führender deutscher Wirtschaftsinstitute für das laufende Jahr, die von Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts in einer Spanne von 1,2 bis 1,9 Prozent ausgehen.Entscheidenden Anteil am guten Ergebnis hatte insbesondere die Geschäftsentwicklung im März. Hier erwirtschafteten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte mit einem Gesamtbruttoumsatz von 1,81 Milliarden Euro einen Zuwachs von 15,4 Prozent im Vorjahresvergleich, nachdem die Monate Januar (1,11 Milliarden Euro/+0,0 Prozent) und Februar (1,13 Milliarden/-3,1 Prozent) eher hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Dabei zeigte sich der März dem Deutschen Wetterdienst zufolge als der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 mit durchschnittlichen Regenmengen, aber vielen Sonnenstunden. Außerdem wurde das Branchenergebnis des 1. Quartals 2017 durch ein wenig umsatzstarkes Vorjahresvergleichsquartal 2016 beeinflusst.

Gartensortimente sind stärkste Wachstumstreiber

Beim Blick auf die Sortimentsentwicklungen im 1. Quartal erzielten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte die höchsten Umsätze mit Sanitär- und Heizungswaren (465,0 Mio. Euro), Bauchemie/Baumaterial (353,0 Mio. Euro), Elektro inklusive Beleuchtung (316,6 Mio. Euro), Werkzeugen/Maschinen/ Werkstattausstattung (291,9 Mio. Euro) und Anstrichmitteln/Malerzubehör (275,9 Mio. Euro). Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigen sich die Gartensortimente mit überwiegend deutlich zweistelligen Zuwachsraten als die stärksten Wachstumstreiber: Die Warengruppen Gartenchemie/ Erden/Saatgut (+36,3 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (+30,6 Prozent), Gartenausstattung (+22,7 Prozent), Lebend Grün (+21,6 Prozent) und Gartenmöbel (+8,1 Prozent) legten deutlich zu, wobei die Umsatzzuwächse zum Teil auch dem seinerzeitigen Branchenergebnis des Vorjahresvergleichsquartals 2016 geschuldet sind: Hier hatten sich im 1. Quartal 2016 noch deutliche Umsatzrückgänge bei den Gartensortimenten gezeigt. Neben den Gartensortimenten konnten auch die Warengruppen Automotive (+7,9 Prozent), Bauelemente (+7,7 Prozent) und Bauchemie/Baumaterial (+7,5 Prozent) jeweils einen Umsatzzuwachs erzielen. Die deutlichsten Umsatzrückgänge im 1. Quartal 2017 gab es in den Warengruppen Haushaltswaren (-7,5 Prozent),Wohnen/Deko (-7,1 Prozent) und Elektro (-5,3 Prozent).

19.05.2017