zurück Aktuelle Gerüchte aus der Branche

Erfahren Sie was in der DIY-Branche gemunkelt wird und was es Neues gibt.

Porträtfoto Holger Externbrink
Holger Externbrink

➡ OBI: Der deutsche Baumarktmarkt-führer bastelt offenbar an einem neuen Auftritt für seine Märkte. Sehr lange haben die Wermelskirchener gewartet, um das bisherige Layout zu überarbeiten. Die Konkurrenz hat in vielen Bereich schon vorgelegt. Die Zulieferer werden bereits informiert.

➡ EMV Profi/Baustoffring: Die Fusion ist längst beschlossene Sache. Jetzt wird eifrig an der Umsetzung gebastelt. Wie zu hören ist, werden sich die beiden Kooperationen komplett neu aufstellen: neuer Name, neues CI. Es soll ein mutiger, großer Wurf werden, so ist zu hören. Wenn alles klappt, soll die neue Identität Ende Oktober auf dem Handelsforum enthüllt werden.

➡ Sanitop-Wingenroth: Der Großhändler für Sanitärprodukte scheint den Verlust des Kunden Hellweg inzwischen mehr als kompensiert zu haben. Mit OBI, trotz anderslautender Gerüchte weiterhin Kunde von Sanitop-Wingenroth, machen die Warendorfer dabei sogar mehr Geschäft als vorher, so die Information. Zudem seien weitere neue Kunden hinzugekommen.

➡ Emsa: Der Hersteller von Haushaltswaren plant offenbar eine stärkere Ausrichtung nach Europa. Nach der Übernahme durch den französischen Konzern SEB, zu dem auch Moulinex, Rowenta oder Tefal gehören, soll Emsa wohl deutlich mehr Produkte in Frankreich absetzen. Wie in Deutschland sollen die Umsatzanteile sich aber etwa gleich auf Gartencenter und Baumärkte verteilen.

➡ toolineo.de: Das Sortiment auf der Werkzeuginternetplattform toolineo.de wird ausgeweitet und zwar mithilfe von sogenannten Händlerlägern. Bestellungen auf dem Onlinemarktplatz sollen nicht mehr ausschließlich über das Zentrallager des E/D/E in Wuppertal abgewickelt, sondern direkt von den regionalen Pilothändlern verpackt und an die Kunden versendet werden.

➡ Kingfisher: Véronique Laury, CEO von Kingfisher, soll mit den Ergebnissen ihres Unternehmens zum Halbjahr nicht zufrieden gewesen sein. Zwar konnte konzernweit ein positives Ergebnis erzielt werden, jedoch schwächelte Primus B&Q mit einer negativen Umsatzentwicklung. Außerdem ist Laury sauer wegen der Entscheidung der Briten zum Brexit. Dadurch werde das Geschäfts deutlich geschwächt, heißt es.

➡ Contorion: Unter dem Slogan „Anfassen, ausprobieren, mitnehmen“ hat Contorion, der digitale Fach­-
händler für Handwerk und Industrie, im Berliner Stadtteil Steglitz einen stationären Profistore eröffnet.
Das im Internet offerierte Sortiment umfasst Arbeitsschutzprodukte, Befestigungstechnik sowie Werk­-
zeuge. Und das alles eben nun auch stationär.

➡ Toom: Im Rahmen von umfangreichen Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen wird der Toom Baumarkt mit Gartencenter in Jüterbog geschlossen. Im Zuge von Umbauarbeiten wird das Dach saniert. Zudem werden die Sortimente im 1.700 qm umfassenden Gartencenter sowie in den Fachabteilungen Bodenbeläge, Farben, Maschinen und Werkzeuge neu gestaltet. Die Wiedereröffnung wird wahrscheinlich Anfang Februar 2017 erfolgen.

➡ Bauhaus: Genau wie Hornbach fährt Bauhaus auch Werbekampagnen über das TV und sonstige Kanäle. Ähnlich wie bei den Hornbach-Videos gelingt es den Machern der Bauhaus-Clips zu emotionalisieren. Anders als bei den Pfälzern steht bei den Mannheimern die Qualität der Produkte und der Umfang des Sortiments im Vordergrund und nicht etwa ein Projekt. Interessant wird es sein, wenn gemessen wird, welche Videoclips beim Kunden einen stärkeren Eindruck hinterlassen haben.

➡ Bosch: Der Elektrowerkzeughersteller Bosch ist gerade dabei, seine Billigmarke Skil an ein chinesisches Partnerunternehmen zu verkaufen. Im Zuge der aktuellen Markenpositionierung von Bosch, vor allem was die grünen und blauen Produktlinien angeht, soll die Konzernleitung erwogen haben, als Nächstes die Marke Dremel zu veräußern. Seit einige Wochen vertreibt Bosch auch seine blauen Profigeräte in den Baumärkten.

➡ Kingfisher sucht Firmensitz: Der britische Handelskonzern Kingfisher sucht angeblich einen neuen Firmensitz. Wie der englische Telegraph berichtet, sollen die Immobilienmakler von Cushman & Wakefield beauftragt sein, sich in London nach einem neuen Hauptquartier umzusehen. Als Stadteile sollen wohl vor allem das West End oder die City in Betracht kommen. Der bisherige Standort steht in Paddington. Was aus den Standorten in Eastleigh und Southampton wird, ist noch unklar.

Branchengeflüster aus dem September

➡ Werkzeug und Bier – passt das eigentlich zusammen? Berufsgenossenschaftler werden sagen Nein, der Bierbrauer Bitburger sieht darin allerdings kein Problem. Im Herbst dieses Jahres werden die Eifeler voraussichtlich den Werkzeughersteller Wera übernehmen. Die Bitburger-Holding verfolgt seit einigen Jahren die Strategie, sich durch Zukäufe außerhalb des heiß umkämpften Getränkemarktes breiter aufzustellen. Vielleicht streckt man ja inzwischen seine Fühler in Richtung Handel. Manch einer Baumarktkette stünde eine Sortimentserweiterung (Bier,
Getränke) sogar gut zu Gesicht.

➡ ZEB: Der Zentraleinkauf Baubedarf GmbH & Co. KG will künftig den Einzelhandel, sprich die DIY-Sortimente, stärker forcieren. Gerüchten zufolge soll das Team um Neugeschäftsführer Marcel Göllner bereits mehr als 300 Vertragslieferanten aus diesem Bereich an die Kooperation gebunden haben. Anfang nächsten Jahres werden die Mitglieder aus dem neuen System versorgt.

➡ Hornbach: Es gibt ein paar Spekulationen in der Branche, ob die Hornbach-Compact-Märkte nun gut performen oder eben nicht. Auffällig ist, dass die Baumarktkette nach den Eröffnungen in Bad Bergzabern, Alzey und Neunkirchen nun offenbar keine weiteren Standorte eröffnet. Die Compact-Linie befinde sich noch immer in der Pilotphase, wird aus Lan­dau erklärt. Befeuert werden diese Spekulationen durch einen Zeitungsartikel in der Rhein Main Presse. Der Oppenheimer Stadtbürgermeister erklärte gegenüber der Zeitung, Hornbach wolle in seiner Stadt keinen Compact-Markt eröffnen, weil die Vertriebslinie von Hornbach vorerst nicht weitergeführt werde. Ein Unternehmenssprecher von Hornbach verneinte diese Begründung gegenüber dem Blatt.

➡ Eurobaustoff-GV: Sichtlich bewegt bat Michael Hölker, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), um Erlaubnis, die Eurobaustoff-Gesellschafterversammlung schon am Freitagmittag verlassen zu dürfen, um die Abiturfeier seiner Tochter nicht zu verpassen. Gerüchten zufolge hätten Verantwortliche der Eurobaustoff dem BDB-Mann zuvor deutlich nahegelegt, der Gesellschafterversammlung „gefälligst bis zum Ende beizuwohnen“.

➡ Leroy Merlin: Der französische Händler für Baumarktwaren und Gartenbedarf liebäugelt wohl mit einem Eintritt in den südafrikanischen Markt. In der Diskussion ist ein Start im Jahr 2018. Bislang betreibt der Retailer in mehr als zwölf Ländern mehr als 400 Märkte.

➡ Ladendiebstahl: Mitarbeiter eines Hellweg-Baumarkts in Wolfenbüttel sind von mindestens einem Ladendieb mit einem Messer bedroht worden. Die Fachverkäufer in dem Baumarkt hätten zunächst zwei Männer beim Ladendiebstahl beobachtet. Diese sollen Elektrowerkzeug in einem Rucksack verstaut und anschließend den Kassenbereich passiert haben, ohne die Ware zu bezahlen. Danach sind sie von den beiden Mitarbeitern angesprochen worden. Dabei habe sie einer der Männer mit dem Messer bedroht, was den Tätern die Gelegenheit verschafft haben muss zu fliehen.

➡ OBI: Spekulationen gibt es in den letzten Monaten um die Performance des deutschen Marktführers im Nachbarland Österreich. Zunächst hieß es, die Märkte, die vom Konkurrenten Baumax übernommen worden sind, „liefen nicht wie gewünscht“. Dem widerspricht ein Lieferant aus Deutschland: „In den Märkten dort haben wir im Schnitt bessere Abverkäufe als in den übrigen Märkten.“

➡ Keine Drohne, sondern ein Roboter, der mit bis zu fünf Stundenkilometern selbstständig in der Stadt umherfährt und Kunden beliefert. Die Elektronikkette Media Markt soll das System demnächst in Düsseldorf testen.

➡ Ikea: Der schwedische Möbler soll sich weigern, Beleuchtungskörper über seinen Onlinehandel zurückzunehmen. Dies schreibt eigentlich das Elektrogesetz vor. Die Deutsche Umwelthilfe e. V. will wohl nun gegen den Händler klagen.

Branchengeflüster aus dem August

➡ Hellweg: Mal wieder ranken sich Gerüchte um den Einkauf bei Hellweg. Seit die letzte Einkaufskooperation mit Baumax durch den Verkauf der ­österreichischen Baumarktkette platzte, kümmern sich die Dortmunder wieder allein um die Beschaffung. Die Lieferanten sind, wie man aus der Branche hört, damit nicht wirklich zufrieden.

➡ Globus: Das saarländische Baumarktunternehmen muss wohl länger ­ohne­ seinen Chef Erich Huwer auskommen. Selbst bei seinem eigenen Golfturnier war er nicht anwesend. Und das will etwas heißen. Ihn plagt das Leiden vieler Deutschen: Rücken­schmerzen. Oder wie man neudeutsch sagt: Huwer hat Rücken. Wir wünschen gute Besserung.

➡ Obi: Der deutsche Marktführer ist offensichtlich um ein besseres Verhältnis zu den Herstellern bemüht. Anders ist es kaum zu erklären, dass Jochen Ludwig bei der Mitgliederversammlung des HHG in Berlin dabei war und eine lange Rede gehalten hat. Darin: das Angebot zu besseren Zusammenarbeit. Ein Schelm, der dabei denkt, dass Obi die Lieferanten auszugehen drohen.

➡ Meda: Der Name wird so manchem aus der Baumarktbranche erst geläufig sein, seit dem Nektarios Bakakis dort Geschäftsführer ist. Beim Händler für höherwertige Küchen mit Sitz in Neukirchen-Vluyn widmet er sich dem Händlernetz. Hier kann er endlich das tun, was ihm bei Knauber nicht vergönnt war: die Expansion des Handelsunternehmens voranzutreiben. In den kommenden Jahren will Meda sein Filialnetz in ganz Deutschland ausbauen. Dabei hätte auch die Knauber-Idee in ganz Deutschland Potenzial.

➡ Hagebau: Dem scheidenden Aufsichtsrat Hartmut Richter war es offensichtlich wichtig, auf seiner letzten ­Mitgliederversammlung in Berlin seinen Kollegen ein paar Dinge mit auf den weiteren Weg zu geben. Dazu schrieb er ihnen nicht nur interne Aufgaben (Strukturreform der Kooperation) ins Stammbuch, er adressierte auch Branchenthemen. Zum Thema E-Commerce merkte er an, dass scheinbar weder Obi noch Hornbach eine echte Gewinnerzielungsabsicht beim Thema Onlinehandel hätten. Optimierungspotenzial haben gleichwohl ­alle DIY-Händler beim Internetverkauf.

➡ E-Commerce: Und jetzt auch noch das. Als ob die Baumärkte nicht schon genug damit zu tun hätten, dass ­ihnen Amazon und Ebay das Onlinegeschäft vermiesen, jetzt mischen sich auch noch die Stahlkonzerne mit eigenen Webshops ins Baumarktgeschäft ein. Seit März ist etwa Klöckner mit einem Onlineportal am Markt. Noch können die Kunden dort vorgefertigte Stahlrohre, Winkelprofile oder Bleche kaufen. Doch bald, so ist zu hören, sollen alle Arten von Eisenwaren hinzukommen.

➡ Hagebau II: Die Kooperation aus Soltau hat großen Erfolg mit ihrem Kleinflächenkonzept Werkers Welt. Gerade erst ist der 107. Standort ans Netz gegangen. Mittelfristiges Ziel sind 200. Bislang sind die Werkers-Welt-Märkte eher in der Provinz zu finden. Das könnte sich indes bald ändern. Wie viele andere liebäugelt wohl auch Hagebau mit einem Cityformat für sein Kleinflächenkonzept. Mal sehen, wer am Ende die Nase vorn hat.

➡ Lowes: Die US-amerikanische Baumarktkette soll neue Weg in Sachen Werbung gehen wollen. Erstmals, so Branchenauguren, wird der Big-Box-Spezialist Apple-TV nutzen, um seine neue ­Kampagne zu launchen. Die etablierten amerikanischen Sender hätten damit das Nachsehen.

➡ Pokemon go: Das neue Computerspiel, das erstmals Augmented Reality einsetzt, ist ein Riesenhype. Jetzt denken die ersten Player in der Baumarktbranche über die Nutzung von Augmented Reality in ihren Apps nach.

➡ Edin: Der neue europäischen Datendienstleister für den Baustoffhandel, den der ­ehemalige Euromat-Geschäftsführer ­Lucien Hardt aufbaut, soll die ersten größeren ­Partner gewonnen haben.

Branchengeflüster aus dem Juli

➡ OBI steht offenbar mehr auf Click and Collect als auf puren E-Commerce. Wie es aus für gewöhnlich gut informierten Kreisen heißt, soll Unternehmenschef Sergio Giroldi
Dr. Matthias Bauer, als Geschäftsführer verantwortlich für den Onlineshop, angewiesen haben, durch geschickte Kundenführung im Netz das Click-and-Collect-Geschäft gegenüber den reinen Onlineverkäufen zu steigern.

➡ Die Gesellschafterversammlung der Eurobaustoff in Frankfurt war die vorletzte, an der Geschäftsführer Ulrich Wolf teilgenommen hat. Der Vertrag des 63-Jährigen läuft Ende 2017 aus. Bei der Gesellschafterversammlung in Wolfs Heimatstadt Dortmund im nächsten Jahr heißt es Abschied zu nehmen. Das dürfte dann für einige auch ein emotionaler Moment werden.

➡ Bauhaus: Die Branche rätselt, wie es mit Bauhaus nach dem Tode von Heinz-Georg Baus weitergeht. Die Gerüchteküche fördert so manches zutage. Die einen erwarten einen Verkauf an Home Depot. Andere glauben, dass sich Bauhaus endlich wieder beim BHB engagiert. Dr. Peter Wüst wäre darüber jedenfalls glücklich.

➡ Do it for me: Der Trend, dass Kunden weniger selbst werkeln, sondern lieber andere – Handwerker und mobile Generalisten (Danke, Hagebau, ich mag den Begriff.) – machen lassen, soll gar keiner sein. Das wurde in Stockholm kolportiert. Vielmehr sei der Trend zum DIY europaweit ungebrochen, nur die Baumärkte kriegten nicht mehr alles mit, weil die Umsätze in Discount und E-Commerce wanderten. Zwar verfüge die jüngere Generation nicht mehr über das Heimwerkerwissen wie früher, doch Selbermachen steht auch bei ihr hoch im Kurs.

➡ Ciret: Der Malerwerkzeuganbieter gibt mächtig Gas. Wie zu hören ist, jagen die Wuppertaler mit ihrem komplett überarbeitetem Sortiment der Konkurrenz von Nespoli mehr und mehr Marktanteile ab. Eine große Kölner Baumarktkette setzt fortan auf Ciret-Pinsel, ebenso füllt eine große österreichische Handelskette ihre Lager mit Color Expert. Gleiches gilt für einen großen deutschen Heimtextilfachmarkt, der künftig das Malerwerkzeug von Ciret vertreiben wird.

➡ Screwfix: Die Tochter des Kingfisher-Ableger wird sich wohl bald einen neuen Deutschlandchef suchen müssen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören war, wird der aktuelle Geschäftsführer das Haus nach erfolgreicher Aufbauarbeit verlassen. Das bremst den Expansionsdrang der Briten keineswegs. Interne Marktabschätzungen von Kingfisher gehen scheinbar davon aus, dass in Deutschland – gemessen am Marktvolumen – für bis zu 900 Screwfix-Märkte Platz sei.

➡ An dieser Stelle wurde bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die Fusion der beiden Würth-Tochterunternehmen Conmetall (Celle) und Meister Werkzeuge (Wuppertal) ansteht. Zumindest im Hintergrund scheint sich eine Front gegen dieses Bündnis zu formieren. Es entstehe ein Unternehmen mit „marktbeherrschender Stellung“, so einige Wettbewerber. Dass sich Würth bereits in marktbeherrschender Position befindet, scheint dabei außer Acht gelassen zu sein.

➡ Der italienische Profilanbieter Arcansas befindet sich auf extremem Wachstumskurs. Eine Umsatzsteigerung von 25% soll das Unternehmen im letzten Jahr verzeichnet haben. Ein Grund könnte sein: Arcansas hat bei OBI den Anbieter Schlüter nahezu komplett ersetzt.

➡ Der Farbhersteller PPG hat eine exklusive Zusammenarbeit mit der niederländischen Baumarktkette Gamma vereinbart. Ein besonderes Angebot sieht vor, dass die Kunden Farbe des Herstellers im Gamma-Markt kaufen, die Farbe daheim auftragen und bei Nichtgefallen des Farbtons die Farbe retourniern und das Geld erstattet bekommen.

➡ Nicht alle freuen sich über den Zusammenschluss von Baustoffring und EMV. Vor allem bei der Doppelmitgliedschaft von einem
Dutzend EMV-Mitgliedern sieht die Eurobaustoff eine unglückliche Vermischung von Lieferantenkonditione...

Branchengeflüster aus dem Juni

➡ Mit dem Verhältnis zwischen Hellweg und einigen seiner Lieferanten scheint es nicht zum Besten zu stehen. Der Händler verzichte beispielsweise darauf, Saisonware nachzubestellen, obwohl die entsprechenden Regalplätze leer seien. Ein anderer Lieferant beklagt, Hellweg übernehme keinerlei Risiko für Ware, die in bestimmter Frist nicht abverkauft werde. Diese habe man dann zum vollen Preis von Hellweg zurückkaufen müssen, wobei für verkaufte Ware bereits Boni gezahlt worden wären. Ein Ziel von Hellweg sei es, Kapitalbindung im Markt möglichst gering zu halten.

➡ Lichthersteller Philips will sich künftig auf das Geschäft mit Medizintechnik sowie kleineren Elektrogeräten konzen­trieren. Die Lichtsparte wird abgespalten und soll an die Börse gebracht werden. Ob durch den Börsengang die ­erforderliche Geldsumme generiert wird, ist unter Experten fraglich. Immerhin wird die Lichtsparte wird mit etwa 5 Mrd. Euro bewertet. Im ersten Quartal fiel der Umsatz um 2% auf 1,7 Mrd. Euro, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) stieg jedoch um 20% auf 102 Mrd. Euro.

➡ Ein ähnliches Szenario beim Konkurrenten Osram. Auch dort steht das Geschäft mit herkömmlichen Glühbirnen zum Verkauf, stattdessen setzt Vorstandschef Olaf Berlien auf LED-Technik und will dafür künftig in Malaysia produzieren lassen. Für diesen Kurs hagelte es Kritik, u. a. vom Großaktionär und einstigen Mutterkonzern Siemens. Zudem kündigte Finanzchef Klaus Patzak wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Strategie seinen Abschied an.

➡ Hornbach oder Jumbo – wer ist der Günstigste im ganzen Land? Offenbar balgen sich die beiden Baumarktketten vor einem Schweizer Gericht, wo es insbesondere um die Formulierung von Werbeslogans geht. Die Kette Hornbach, die im Netz ihr Angebot mit einer „Dauertiefpreisphilosophie“ bewirbt, verklagte den Konkurrenten Jumbo, der mit den „stärksten Aktionen der Schweiz“ ins Werbefeld zog. Das Handelsgericht gab zunächst Hornbach Recht und verbot Jumbo, mit den umstrittenen Begriffen zu werben. Das Bundesgericht revidierte offenbar zuletzt diese Entscheidung: Dem Urteil der Erstinstanz sei nicht zu entnehmen, „für welches Angebot sie mit den Begriffen ‚Tiefstpreisgarantie‘, ‚Best Price‘ oder ‚garantierter Dauertiefstpreis‘ wirbt“. Der Streit ist offenbar noch nicht zu Ende.

➡ Ein Leser von baumarktmanager fragt die Redaktion, warum in der Globus-Titelstory (Maiausgabe) die von Globus bundesweit durchgeführten 20-&-Rabattaktionen unerwähnt blieben. Da werde Umsatz mit Rabatten gekauft, und das nicht nur einmal im Jahr. Das erinnere ihn stark an die Praktiker-Rabattaktionen, so der Leser. Hat Globus diesen gekauften Umsatz nötig, Herr Huwer?

➡ Baumärkte in Ferienregionen verdienen eine besondere Betrachtung. Brancheninsidern zufolge wird bei der Standortanalyse in den touristisch erschlossenen Urlaubsregionen die Gruppe derer unterschätzt, die dort nur ein kleines Ferienhaus besitzen oder gar nur ein paar Wochen im Jahr einen Camper beziehen. Natürlich muss man als Marktbetreiber sein Sortiment auf diese Zielgruppe ausrichten.

➡ Hornbach plant wohl eigene Gesellschaft für Datenstandardisierung. Diese Firma setzt künftig Hornbach-eigene Standards für die Stammdaten, die die Hersteller zu liefern haben. Damit will Hornbach sich insbesondere im Onlinegeschäft stärker von der Konkurrenz absetzen. Man darf bezweifeln, dass dies GS1, die gerade mit Obi und Toom die Stammdatenharmonisierung vorantreiben, gefällt. Pikant: Auch der BHB hat sich unter der Riege von Toom-Chef Detlef Riesche das Thema Standardisierung in der Branche auf die Fahnen geschrieben. Mit Susanne Jäger sitzt auch ein Hornbach- Vorstand im BHB-Board.

➡ Tesa: Das Hamburger Unternehmen weitet sein Produktangebot deutlich aus. Jetzt steigt es mit „smart mounting“ in den Eisenwarenbereich ein. Mit im neuen Sortiment: Baukleber. MEM und Co are not amused, wie man hört .

➡ Oliver Trappmann, bis dato Marketingchef bei Compo, ist nicht wie vermutet in die Geschäftsleitung des Unternehmens aufgestiegen, sondern bekleidet nun die Position des „Regional Director Central Europe“.

Branchengeflüster aus dem Mai

➡ Lowe‘s: Ecke Broadway/W 68th Street hat Lowe‘s seinen ersten City-Store an der Upper West Side in Manhattan New York eröffnet. Derzeit soll die Besucherdichte an deutschen Herstellern und Händlern besonders hoch sein. Besonders beeindruckend finden sie die Lieferungen binnen vier Stunden. Besuch lohnt!

➡ Smart Home: Das Thema wächst und wächst. Nach umfangreichen Präsentationen auf der Eisenwarenmesse und der Light + Building sollen angeblich Baumarkthändler darüber nachdenken, diese neuen Produkte zu einer eigenen Kategorie zusammenzufassen.

➡ Smart Home II: In der Branche geht derzeit das Gerücht, dass der deutsche Marktführer OBI dem Thema Smart Home gleich eine ganzen Markt widmet. Arbeitstitel: OBI Elektromarkt. Zumindest deckt Tengelmann das Segment Elektrofachmarkt noch nicht ab.

➡ Kingfisher: Wie Lieferanten berichten, wird im Juni in Bristol der erste Kingfisher-Markt nach dem neuen von Veronique Laury initiierten One-World-Konzept eröffnet. Dort soll erstmals das um sage und schreibe rund 80% reduzierte Sortiment zu sehen sein.

➡ Bricomart: Leben und arbeiten auf Mallorca? Der spanische Baumarktbetreiber eröffnet bald einen neuen Markt auf der Insel (Nähe Ikea) und sucht noch mindestens 100 Mitarbeiter. Angeblich liegen schon mehrere Bewerbungen von Mitarbeitern deutscher Baumärkte vor.

➡ Bauhaus: Seit mehr als 15 Jahren (!) versucht Bauhaus, im Norden von Düsseldorf ein Fachcentrum aufzubauen. Jetzt hatten die Mannheimer sich sogar schon ein Grundstück an der Theodorstraße gesichert, doch die Düsseldorfer Stadtverwaltung soll sich immer noch querstellen. Vielleicht guckt Bauhaus doch lieber noch mal beim rheinischen Nachbarn Köln nach Arealen.

➡ Das ist kaum zu glauben: Da ruft eine Kundin einer Garten-E-Commerce-Plattform in der Redaktion von baumarktmanager an und versichert, sie habe ebendort Ware bestellt, auch bezahlt, aber die Lieferung ließe auf sich warten. Für Rückfragen stehe ihr auch keine Hotline oder dergleichen zur Verfügung. Vielleicht gibt es in diesem Onlineshop noch ein paar Anlaufschwierigkeiten, weil er noch nicht sooo lange am Start ist.

➡ Dass der Hersteller Vorwerk mit seinem Werkzeugkoffer „Twercs“ beim BHB Kundenservicepreis einen Sonderpreis erhalten hat, ist noch allzu gut in Erinnerung. Wurde von der Branche ja überaus kritisch gesehen. Insiderinformationen zufolge soll das in Twercs enthaltene Werkzeug von Bosch produziert bzw. geliefert werden. Die Heißklebepistole soll beispielsweise von Steinel hergestellt sein.

➡ Der Discounter Lidl ist soeben dabei, seinen Baumarktonlineshop zu erweitern. Neben Elektrowerkzeugen, Arbeitskleidung und Malerzubehör sind dort inzwischen Carports und ganze Terrassensysteme erhältlich. Aus der Industrie hört man, Lidl sei derzeit sehr stark an dem Thema Smart Home interessiert. Eine eigene App soll die Basis für verschiedene Anwendungen sein.

➡ Der Verkauf der Lichtsparte Ledvance von Osram soll so bald wie möglich abgeschlossen werden. Noch seien die Interessenten, die vornehmlich in Asien vermutet werden, jedoch sehr zurückhaltend. Die „rein organisatorische Verselbstständigung“ soll bereits ab Anfang April erfolgt sein.

➡ Ottmar Kandler, Head of Marketing bei Stanley Black & Decker, soll das Unternehmen verlassen haben. Unbestätigten Informationen zufolge soll er zum Konkurrenten TTI wechseln.

➡ Schöner Wohnen steckt in fortschreitender Entwicklung. Gruner + Jahr denkt nach der Aufnahme von Amorim offenbar darüber nach, weitere Produktgruppen in das System zu integrieren.

Branchengeflüster aus dem April

➡ Amazon: Der Marktführer in Sachen E-Commerce soll sein Angebot an DIY-Produkten kräftig ausweiten wollen. Dies wurde am Rand der Eisen- warenmesse diskutiert.

➡ Tox: Einer der selbsternannten Category Captains für das neue Sortiment Smart Home hat so seine Erfahrungen mit dem Verkauf der Produkte gemacht. Weil Kunden einige der wertvollen Stücke ohne Bezahlung mitnahmen, räumten Obi-Mitarbeiter kurzerhand das gesamte Regal leer.

➡ Fitt: Der italienische Anbieter von Gartenschläuchen aller Art kommt mit der Lieferung seiner neuesten Kreation, dem Yoyo, kaum nach. Der leichte, flexible Schlauch ist seit März auf der Fläche zuerst bei Obi, dann Bauhaus, Globus, Hagebau und zuletzt bei Toom.

➡ Edin: Lucien Hardt, ehemaliger Geschäftsführer der Euromat, baut eine neue Kooperation auf. Das Projekt heißt Edin. Es soll eine europaweite Plattform werden, die den Kunden Produktdaten der Hersteller digital zur Verfügung stellt. Die Partnersuche läuft.

➡ Globus: Die DIY-Branche bewegt nach wie vor das Thema des angekündigten Austritts von Globus aus dem BHB. Die meisten Branchenakteure bedauern diese Entwicklung und machen klar, dass dies eine Schwächung von Verband und Branche bedeute. Bauhaus arbeitet auch nicht im BHB mit. Bei der nachgeholten Mitgliederversammlung des BHB am Rand der Eisenwarenmesse war kein Vertreter von Globus anwesend.

➡ Bosch: Der Anbieter für Elektrowerkzeuge soll angeblich in Italien einen eigenen Shop eröffnet haben, um ein paar Erfahrungen in Sachen Direktvertrieb zu sammeln, so munkelt die Branche. Über Ergebnisse und gar Auswirkungen für Deutschland ist noch nichts bekannt.

➡ Beim Knauber Innovation Store „scheint die Luft raus zu sein“, wie verschiedene Brancheninsider vermuten. Die Innovationen, die von Seiten der Hersteller insbesondere am POS hervorgebracht wurden, seien „überschaubar“. Und seit dem Weggang von Dr. Nektarios Bakakis von Knauber bewege sich auf dieser Seite auch nicht mehr viel.

➡ Bosch blau war nur der Anfang. Oder anders ausgedrückt: Profiware auf der Großfläche ist ein Thema, das künftig immer häufiger betrachtet werden kann. Wie bereits beobachtet wurde, soll der Hersteller Hazet in zehn Bauhaus-Märkten testen dürfen, inwieweit sein Profiwerkzeug beim Endkunden ankommt.

➡ Beleidigt zeigten sich einige Hersteller bei den Preisverleihungen anlässlich der Eisenwarenmesse. Da hätte doch ein Unternehmen einen Eisen-Award gewonnen, das noch nicht mal einen Stand auf der Eisenwarenmesse habe. Die Kritik am BHB-Kundenservicepreis können Sie auf Seite 56 lesen.

➡ „Sogar des Essen ist genau das gleiche wie das, was sie uns gestern gegeben haben“, machte ein Gast bei der Verleihung des Kundenservicepreises seinem Ärger Luft. Tatsächlich stellte die Koelnmesse etwa 50 Euro pro Person für die Eisen- Party in Rechnung, der BHB verlangte etwa das Dreifache für den Besuch bei der Verleihung des Kundenservicepreises. Das kam nicht gut an.

➡Noch mal Eisenwarenmesse: Parallel zur Verleihung des Kundenservicepreises fand eine „Konkurrenz­veranstaltung“ in den Lokalitäten eines Kölner ­Brauhauses statt. „Unsinn, das ist keine Konkurrenzveranstaltung“, betonten die Macher der Konkurr…

➡Der französische Hersteller von Schweiß­geräten Gys soll demnächst von Bauhaus eine Listung erhalten, zunächst ­auch „nur“ für einige Testmärkte. Von Heimwerker- und Profigeräten soll Insidern zufolge die Rede gewesen sein.

Branchengeflüster aus dem März

➡ Würth: Der Schraubenhersteller, so munkelt die Branche, will seine beiden Tochterfirmen Meister und Conmetall fusionieren. Grund sei die Hebung von Synergieffekten.
➡ Gardinia: Die Baumarktbranche machte sich schon Sorgen. Ende des Jahres schloss der Rollohersteller sein Werk in Isny im Allgäu. Auf der Zeusmesse gibt Sven Heidemann Entwarnung. Alles nur Produktions­optimierung.
➡ Bauhaus: Wie anderen DIY-Händlern auch ist den Wiesbadenern Profiware wichtig. Doch handelt es sich bei den Makitaprodukten von Bauhaus um Reimporte aus Österreich, sagen Insider. Und deren Akkus seien nicht unbedingt mit den deutschen Akkus kompatibel.
➡ Henkel: Mitarbeiter und Branche hoffen auf ein Ende der Sparmaßnahmen beim Marketing. Dies sei ein Ukas vom Chefchef Kasper Rorstedt gewesen. Dessen Plan ist aufgegangen: Die Rendite stimmt und er geht (mit höherem Gehalt) zu Adidas.
➡ Hagebau: Der Deal ist klasse. Im Februar schloss sich die BMN Bouwmaterialen B. V. mit 80 Standorten in den gesamten Niederlanden als Gesellschafter der Hagebau an. Direkt munkelten die ersten, die Fachhandelsstandorte seien ja perfekt, um das ganze Nachbarland auch mit Einzelhandel zu versorgen. Alles Nonsens, betonte die Geschäftsführung.
➡ Eurobaustoff: Die Einzelhandelssparte der Eurobaustoff hat sich im vergangenen Jahr deutlich besser entwickelt als der Fachhandel. 7,5% Zuwachs seien zentralseitig fakturiert und registriert worden. Einige Warengruppen, vor allem aus dem Gartenbereich, hätten dabei ein deutlich zweistelliges Plus zu verzeichnen.
➡ Hagebau: Mitglieder der Tierrechtsorganisation Peta haben zum Teil nur spärlich bekleidet vor einem Hagebaumarkt in Fürstenfeldbruck demonstriert. Tiere, die in Baumärkten verkauft werden, litten unter „katastrophalen Zuchtbedingungen“, so die Tierschützer.
➡ Politik: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich angeblich für die Installation von Elektroladesäulen in deutschen Baumärkten ausgesprochen. 300 Mio. Euro will sogar die Bundesregierung selbst in die Hand nehmen, um etwa 15.000 zusätzliche Ladestationen zu subventionieren.
➡ BHB: Die Demission des ehemaligen BHB-Vorstandssprechers Erich Huwer und der damit verbundene Austritt der Baumarktkette Globus aus dem Verband spaltet das Meinungsbild in der Branche. Einige sagen, „die beleidigte Leberwurst zu spielen“ sei unprofessionell. Andere wiederum zeigen Verständnis für die Reaktion des Globus-Chefs: Sein Amtsantritt sei zunächst sehr willkommen gewesen und nun habe man ihn übel abserviert.

Branchengeflüster aus dem Februar

➡ EMV: Im letzten Oktober gaben EMV Profi und Baustoffring bekannt, dass sie sich im Laufe des Jahres zusammenschließen wollen. Höhere Außenumsätze, mehr Marktmacht und mithin höhere Boni waren die Triebfedern. Inzwischen gibt es jedoch Stimmen in der Branche, dass der Zusammenschluss vielleicht doch nicht so kommt. Manche Mitglieder würden sich doch dagegen entscheiden wollen.
➡ Bauking: Der Baustoff- und Holzhändler sowie Baumarktbetreiber investiert kräftig in Marketing. Mit einem aufwendigen Video stärkt er seine Marke Bauking. Diese zur Schau getragene Selbstständigkeit gefällt indes nicht jedem in der Hagebauzentrale in Soltau. Dort würde man es lieber sehen, so In

➡ Bunnings: Die australische Baumarktkette schickt sich an, die britische Insel zu besetzen. Mit dem Kauf von Home Base – der inzwischen bestätigt ist – für umgerechnet 445 Mio. Euro werden die Australier auf einen Schlag zum zweitgrößten britischen DIY-Händler. Schon wird vermutet, dass dies nur der Brückenkopf nach Zentraleuropa ist.

➡ OBI: Die Wermelskirchener wollen verlorenes Terrain zurückholen. In Hamburg wollen sie nun kräftig Konkurrenz machen. Die Bauarbeiten im Stadtteil Eppendorf sind in vollem Gange. Entstehen soll ein großflächiger OBI Bau- und Heimwerkermarkt mit Gartenparadies. Die Eröffnung im Gewerbegebiet Nedderfeld – quasi direkt neben dem Bauhaus Fachcentrum in der Kollaustraße (Ex-Max Bahr) – soll im Frühjahr 2016 stattfinden.

➡ Rewe: Der LEH-Konzern hat für 4,5 Mio. Euro die Mehrheit an dem Heimtierbedarfsportal Zooroyal.de erworben. Jetzt wird vermutet, dass die Rewe-Baumarkttochter Toom bald in jedem Markt Heimtierabteilungen öffnen muss, um echten Cross-Channel zu etablieren.

➡ Agravis: Die Agravis Raiffeisen AG wird in diesem Frühjahr einen neuen Markt in Emsdetten an den Start bringen. Mit 3.500 qm Verkaufsfläche darf der Standort auch als Weiterentwicklung des 2012 in Borken ans Netz gebrachten Projekt-marktes verstanden werden. Derzeit betreibt Agravis 17 eigene Märkte nach dem in Borken initialisierten Konzept, das die Münsteraner über ihre Tochter Terres Marketing + Consulting bislang auch rund 300 Franchisenehmern zur Verfügung stellen. Ans Netz geht der neue Markt nach derzeitiger Planung Ende April, Anfang Mai.

➡ Hagebau: „In einem planvollen und geordneten Prozess“ sollten die Hagebaumärkte der HEV innerhalb des Gesellschafterkreises weiterverkauft werden. Die Hagebau Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft (BBG) hatte am 11.11.2015 die insgesamt 17 HEV-Standorte übernommen. Der Weiterverkauf der Standorte Penzberg und Starnberg glückte innerhalb kurzer Zeit, bei den übrigen tut sich die BBG schwer. Man munkelt, es sei das Ziel, die Märkte en bloc zu übergeben. Interessenten sind vorhanden, die sich aber nur „einzelne Rosinen herauspicken“ wollen.

➡ Schöner Wohnen: Gruner + Jahr will das Schöner-Wohnen-Konzept neu aufstellen. Ob am Ende dieses Jahres noch alle Vertragspartner an Bord seien, wäre ungewiss, munkelte man auf den ersten Branchenmessen zu Jahresbeginn. Das Konzept selbst wird sicher nicht infrage gestellt, dazu ist es zu erfolgreich: Insiderangaben zufolge sollen im letzten Jahr Schöner-Wohnen-Produkte über alle Gruppen hinweg für etwa 150 Mio. Euro verkauft worden sein. Gruner + Jahr streicht geschätzte 1,5 Mio. Euro ein.

➡ Ökologie und Nachhaltigkeit sind in der Baumarktbranche absolut angesagt. Ausgeblendet wird dieses Thema offenbar bei den modernen Fußböden LVT. „Wenn erst einmal alle Öko-­faktoren auf dem Tisch liegen, muss ein Umdenken erfolgen“, so ein Insider.

05.09.2016