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China: Bosch kooperiert mit Alibaba

Die Bosch-Gruppe erzielte in China 2016 einen Umsatz von 12,5 Mrd. Euro, das bedeutet eine Steigerung um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch in China setzt Bosch auf E-Commerce und vereinbart eine strategische Kooperation mit Alibaba.

alibaba bosch
Vertragsabschluss zwischen Bosch und Alibaba
Foto: Bosch

Bereits in den vergangenen zehn Jahren erzielte Boschin China jährlich eine durchschnittliche Wachstumsrate von mehr als 20 Prozent und konnte seinen Umsatz in der Volksrepublik in diesem Zeitraum versiebenfachen. „China ist heute der größte Markt für Bosch außerhalb von Deutschland und bleibt ein wichtiger Wachstumstreiber für unser Unternehmen“, so Peter Tyroller, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für die Region Asien-Pazifik. Auch für das laufende Jahr sieht Bosch gute Chancen im chinesischen Markt: „Unser China-Geschäft 2017 ist sehr gut gestartet. Für das Gesamtjahr gehen wir von einem guten, wenn auch etwas moderateren Wachstum über dem Marktdurchschnitt aus“, so Tyroller weiter.

28 Prozent des weltweiten Bosch-Umsatzes kommen aus Asien-Pazifik – 60 Prozent davon werden in China erwirtschaftet. Mit mehr als 59 000 Mitarbeitern hat Bosch in dem Land außerdem die größte Belegschaft außerhalb von Deutschland. Zur positiven Geschäftsentwicklung von Bosch in China hätten 2016 alle Unternehmensbereiche beigetragen, heißt es offiziell.

Mit der wachsenden Mittelschicht und steigenden Kaufkraft im Land erhöht sich die Nachfrage chinesischer Konsumenten nach Qualitätsprodukten und Services auch im Onlinehandel – China ist hier längst weltweit führend. Beim Vertrieb im Reich der Mitte setzt Bosch deshalb verstärkt auf E-Commerce. Das Unternehmen unterzeichnete diese Woche eine strategische Kooperation mit der Alibaba-Gruppe, dem größten chinesischen Internethändler. „Wir sehen die Zusammenarbeit zwischen Bosch und Alibaba als wichtigen und nachhaltigen Wachstumsmotor für unser Geschäft in China“, erklärte Peter Tyroller. Auf dem virtuellen Marktplatz tmall.com von Alibaba vertreibt Bosch beispielsweise bereits mehrere Produktkategorien in einem Flagship-Store: von Elektrowerkzeugen über Haushaltsgeräte bis zu Nachrüstkomponenten für Fahrzeuge. 2016 ist der Umsatz von Bosch auf tmall um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Langfristig soll die Kooperation über E-Commerce hinausgehen: Eine Zusammenarbeit in Bereichen wie IoT (Internet der Dinge), Cloud Computing und Künstliche Intelligenz soll es ermöglichen, weitere Synergien zu finden.

19.05.2017