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GS1: Standards für den Onlinehandel

Nach Amazon und Google setzt nun auch der Online-Marktplatz Ebay auf die Identifikation seiner Produkte durch den Einsatz der globalen Artikelnummer GTIN (Global Trade Item Number).

GS1 Logo

Immer mehr Hersteller und Händler vertreiben ihre Waren nicht nur in ihrem eigenen Onlineshop, sondern auch über Online-Marktplätze wie Ebay. Rund 47 Milliarden Euro setzte der Onlinehandel im Jahr 2015 laut EHI um. Um diese Mehrzahl von Angeboten anwenderfreundlich zu Strukturieren und eigene Prozesse effizienter zu gestalten, setzten im mehr Online-Marktplätze auf eine eindeutige Produktidentifikation. Ein Beispiel dafür ist die GTIN von GS1 Germany.

„Strukturierte Daten helfen uns dabei, ein besseres Kauferlebnis zu schaffen. Heute ist es in weiten Teilen noch so, dass wir Artikel im Ebay-Sortiment durch fehlende Daten nicht eindeutig bestimmten Produkten zuordnen können. Produktkennzeichnungen oder Katalogdaten helfen uns bei dieser Zuordnung. So können wir Käufer noch besser genau das anzeigen, was sie suchen“, sagt Gleb Loumer, Director Seller Experience und Cross Border Trade bei Ebay Deutschland. Die globale Artikelnummer enthält neben Daten zum Produkt auch Informationen über das Unternehmen. Die GTIN wirkt wie ein Fingerabdruck, im nationalen und internationalen Geschäftsverkehr.

Dennoch bergen GTIN Gefahren. Einige Anbieter verkaufen illegal die globalen Artikelnummern und dieser Missbrauch hat negative Effekte für den Onlinehandel. Die doppelte Nutzung einer GTIN für unterschiedliche Produkte führt zu Störungen im Waren- und Datenverkehr zwischen Geschäftspartner und Dienstleiter- zum Beispiel an Scannerkassen, in IT-Systemen oder bei der Lagerverwaltung. Weiter Konsequenzen reichen von fehlerhaften Einträgen in Produktkatalogen, steigende Kosten aufgrund manueller Fehlerbehebung bis hin zu einem unpassenden Angebot für Käufer. Deshalb können Unternehmen die eine nicht autorisierte GTIN benutzen von den Online-Marktplätzen ausgeschlossen werden.

12.02.2016