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Hornbach steigert Umsatz

Die Hornbach-Gruppe erhöht ihren Umsatz mit dem dritten Quartal um 4,5%. Allerdings wirkt sich die jüngste Geschäftsentwicklung in Deutschland negativ auf das Ergebnis aus.

Hornbach Geleen
Foto: Hornbach

Die Geschäftsentwicklung der Hornbach-Gruppe hat im Herbst einen Dämpfer erhalten. Trotz konzernweit steigender Umsätze hat das Betriebsergebnis im dritten Quartal (1. September bis 30. November) nachgegeben. Ursache dafür war eine unbefriedigende Ergebnisentwicklung des Baumarktgeschäfts in Deutschland. Während der Konzernumsatz um 4,5% auf 3 Mrd. Euro anwuchs, gab der Rohertrag (EBIT) um knapp 10% auf 172,5 Mio. Euro nach.

Dennoch verfehlte die Hornbach-Gruppe mit 116,7 Mio. Euro den Vorjahreswert, obwohl ein verbesserter Finanzüberschuss und eine niedrige Konzernsteuerquote vorhanden waren. Der Vorstand hat das Ertragsziel für das am 29. Februar 2016 endende Geschäftsjahr angepasst, sieht aber die langfristigen Wachstumspotenziale dank der Innovations- und Finanzkraft von Hornbach intakt.

Baumarktumsätze steigen, Ergebnis sinkt

Die Umsätze im größten operativen Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (DIY-Einzelhandel) erhöhten sich im Zeitraum 1. September bis 30. November 2015 um 5,9% auf 863,0 Mio. Euro. Im Dreivierteljahr 2015/2016 steigerten die 153 Hornbach Bau- und Gartenmärkte in neun europäischen Ländern den Nettoumsatz um 4,7% auf 2,8 Mrd. Euro. Flächenbereinigt sowie währungskursbereinigt legten die DIY-Umsätze im dritten Quartal um 2,9% und in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/2016 um 1,8% zu. Dies ist vor allem der starken Nachfrage der Baumarktkunden in den Hornbach-Filialen außerhalb Deutschlands zu verdanken. Hier stiegen die bereinigten Umsätze im dritten Quartal um 7,0% und im Dreivierteljahr um 3,7%. Dadurch wurde die im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstante Umsatzentwicklung im Inland mehr als ausgeglichen. Umsatz ist indes nicht gleich Gewinn: „Wir haben im dritten Quartal unsere Ertragsziele nicht erreicht. In Deutschland blieben Umsatz und Handelspanne unter unseren Erwartungen. In den Herbstmonaten bekamen wir eine gewisse Kaufzurückhaltung bei den deutschen Verbrauchern zu spüren, auf die im Wettbewerb mit vermehrten Rabattaktionen reagiert wurde. Das hat unsere Spanne vor allem im November belastet“, erläuterte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG. Negativ beeinflussten unter anderem Veränderungen im Sortimentsmix durch den steigenden Anteil der Online-Umsätze sowie Einmaleffekte aus der Übernahme von ehemaligen Praktiker-/Max Bahr-Standorten die Spannenentwicklung im Jahresvergleich. Beeinträchtigt wurde das Ergebnis im gesamten Berichtszeitraum überdies durch Kostensteigerungen, die ganz wesentlich im Zusammenhang mit dem Ausbau der Internetaktivitäten der Hornbach-Gruppe stehen.

Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH erhöhte die Nettoumsätze im dritten Quartal um 2,8% auf 62,2 Millionen Euro und im Dreivierteljahr um 1,2% auf 182,4 Millionen Euro.

22.12.2015