zurück

Kontaktloses Bezahlen: Deutschland hinkt hinterher

Laut einer Studie der Managementberatung Innovalue sind kontaktlose Bezahlmöglichkeiten bei führenden Einzelhändlern Deutschlands weiterhin Ausnahme. Nur knapp ein Drittel (30%) der befragten Einzehändler ermöglicht kontaktlose Zahlung per mobiler Services wie Smartphone, Kreditkarte oder Wearables wie Smartwaches und Armbänder.

Grafik Kontaktloses Bezahlen
Foto: Innovalue

Bei der Innovalue-Studie wurde die Akzeptanz der mobilen Bezahlsysteme bei den 60 größten Einzelhändlern in Großbritannien mit denen in Deutschland verglichen. Im Vereinigten Königreich bieten 63% der Befragten die Möglichkeit mobil ihren Einkauf zu bezahlen. In Deutschland sind es nur knapp 30%, die diesen Service anbieten. „Die Einführung kontaktloser Bezahlsysteme, beispielsweise im Londoner Nahverkehr, und auch der Marktstart von Apple Pay haben der Verbreitung in Großbritannien einen Schub gegeben, auf den wir in Deutschland noch warten“, sagt Thomas Grohnert, Geschäftsführer von Innovalue für Merchant Payment & Commerce.

Zudem fand die Studie heraus, dass im Vereinigten Königreich weit mehr Konsumenten mit Kreditkarte bezahlen als hierzulande. In Deutschland akzeptieren nur 43 Prozent der Geschäfte Kreditkarten. Die Mehrheit der Konsumenten (55%) zahlt am liebsten bar. Im Vereinigten Königreich begleichen immerhin zwei Drittel ihre Einkäufe mit Karte. In der deutschen Baumarktbranche ist das Bild ähnlich. Und mit dem Thema kontaktloses Bezahlen hat sich bis auf Obi bislang niemand ernsthaft beschäftigt.

17.02.2016