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Mercateo Unite Supplier Day 2017

Wenn der B2B-Handel sich mit Digitalisierung beschäftigt, kommt er am Thema „Plattformen“ nicht mehr vorbei so der Tenor beim Mercateo Unite Supplier Day 2017 in Leipzig. Dabei steht allerdings nicht nur Prozessoptimierung im Vordergrund.

Mercato Unite
Podiumsdiskussion beim Mercateo Unite Supplier Day
Foto: Mercateo

Fachhändler und Hersteller bewerten Plattformen verstärkt danach, wie sehr diese sie in ihren Geschäftsbeziehungen unterstützen. Dies wurde auch deutlich, als sich rund 300 Händler, Hersteller und Dienstleister am 10. Mai 2017 beim Mercateo Unite Supplier Day 2017 in Leipzig in der Kongresshalle am Zoo trafen und sich in Foren und Vorträgen miteinander austauschten.

„Das Plattformenzeitalter hat begonnen, oder besser gesagt: das Kooperationszeitalter. Hersteller und Händler müssen lernen, jetzt in eine echte Kooperation zu kommen“, lautete das Plädoyer von Ralph Hübner, Partner der Beratung Suberg Strategy Consultants, der in seinem Vortrag über Plattformstrategien sprach. B2B-Unternehmen müssten verstehen, dass Plattformen im Gegensatz zu Marktplätzen, auf denen häufig Anonymität herrscht und der beste Preis im Vordergrund steht, von einem kooperativen Miteinander leben: „Der Begriff Plattformen wird derzeit häufig missbraucht, da in der Regel direkte Beziehungen unterbunden und die Anbieter vom Einkäufer abgeschnitten werden. Aber der Grundgedanke von Plattformen ist ja, dass es ein gemeinsames Fundament gibt, auf dem aufgebaut werden kann.“ Davon ist auch Mercateo Vorstand Bernd Schönwälder überzeugt: „B2B-Handel ist gelebte Arbeitsteilung. Eine echte B2B-Plattform stärkt die Kooperation zwischen den Teilnehmern und fördert somit direkte Geschäftsbeziehungen.“ Das ist auch das Ziel der neuen Vernetzungsplattform Mercateo Unite, die im März 2017 live ging. Die Plattform schafft die Infrastruktur für Händler und Hersteller, damit diese mit ihren Kunden einfach online Geschäfte abwickeln können.

Während Plattformen für die einen den Einstieg ins digitale Geschäft bilden, können sie auch onlineaffinen Unternehmen Arbeit abnehmen. Dazu Hübner: „Ein Online-Shop muss alle zwei Jahre neu gemacht werden; in dieser Hinsicht profitieren sie viel mehr von Plattformen.“ Diese Meinung vertrat auch Ralf Kruse, Prokurist beim Werkzeughersteller PFERD, der neben dem eigenen Online-Shop auf ein breites Fachhandelsnetz und dessen Präsenz auf Plattformen setzt. Er sieht die Herausforderungen der Digitalisierung vor allem darin, die Erfolgsfaktoren aus der analogen Welt in die digitale zu übertragen, zum Beispiel die Beratungskompetenz. „Seit Beginn des Onlinehandels haben wir Bauchschmerzen, dass wir den Beratungsservice online nicht leisten können. Durch die Verbindung mit dem Fachhandel über Mercateo Unite haben wir dies gelöst.“

18.05.2017