zurück

Obi: 100 Beschäftige im Ausstand

Wie verschiedene Agenturen berichten, haben sich am vergangenen Samstag etwa 100 Beschäftigte der Baumarktkette Obi an einem eintägigen Streik beteiligt. Gestreikt wurde in Märkten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

OBI-Logo

Gewerkschaftsangaben zufolge legten etwa 30 Mitarbeiter in Erfurt sowie insgesamt knapp 80 in Dresden, Radebeul, Pirna, Weissig und Ottendorf-Okrilla die Arbeit nieder. Verdi will eine bundesweite Bindung an den Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels erreichen. Nach Gewerkschaftsangaben verdienen Mitarbeiter der Obi-Baumärkte im Osten durchschnittlich 290 Euro brutto weniger pro Monat als die Beschäftigten im Einzelhandel im Westen. Vor einigen Jahren sei Obi aus dem Unternehmerverband ausgetreten, dadurch wurde die Tarifbindung aufgehoben.

„Wenn Obi nicht bald an den Verhandlungstisch kommt, wird es einen heißen Sommer bei Obi geben“, erklärte der Erfurter Streikleiter Volker Olitzsch gegenüber der Freien Presse. Er forderte die Kunden auf, sich bei der Geschäftsführung zu beschweren.

19.04.2017