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Wie verbessert man Inventurergebnisse?

Wie jedes Jahr haben sich die Inventurergebnisse nicht verbessert. Wieder werden Ihnen die gleichen Ausreden wie letztes Jahr gegeben. Wieder zeigt man Ihnen, was man doch alles getan hat und wie viel Geld ausgegeben wurde und welche Anstrengungen man unternommen hat um Ergebnisse zu verbessern. Aber leider, trotz aller Bemühungen, Anstrengungen und vollem Einsatz konnten nicht die gewünschten Erfolge erzielt werden.

Der Handel musste auch im abgelaufenen Jahr wieder deutliche Umsatzrückgänge verbuchen. Gleichzeitig erhöhten sich die Inventurverluste und die Kosten sind weiter gestiegen. Die Lösung ist einfach: Umsatz erhöhen, Inventurverluste reduzieren, Kosten senken, Waren besser sichern. Leicht gesagt und sicherlich keine neue Erkenntnis. Aber wie und womit erfolgreich umsetzen?

Umsatzverbesserungen können nur durch geplante und konsequente kundenorientierte Qualitätssicherung erreicht werden. Der Kunde muss sich in seinem Markt wohlfühlen und zufrieden sein. Das beginnt bei den Parkmöglichkeiten, der Außenansicht, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals. Weiter über die Warenpräsenz, Preisgestaltung, Sauberkeit, Ordnung im Markt und endet an den Kassen.

Wie verbessert man Inventurergebnisse?

Ein sicherer Weg, den Nettogewinn eines Unternehmens zu erhöhen ist die Reduktion von echten Inventurverlusten. Auf diesem Gebiet arbeiten unzählige Anbieter, die mit den unterschiedlichsten Methoden in ihren Teilbereichen auch Erfolge verzeichnen können.

Letztlich haben sich diese Teilerfolge aber als Strohfeuer erwiesen, da Schnittstellen nicht beachtet werden. Eine wirtschaftliche Verzahnung der einzelnen Elemente findet faktisch nicht statt. Um hier durchgreifende, dauerhafte Erfolge zu erzielen, reichen technische Maßnahmen allein nicht aus. Der Detektiveinsatz wird kaum mit den örtlichen Gegebenheiten koordiniert. Warensicherungsanlagen als einzelne Maßnahmen sind unzureichend. Einmalig durchgeführte Personalschulungen haben kaum lang anhaltende Wirkung. Auch deshalb, weil den Mitarbeitern gar nicht bewusst gemacht wird, dass es faktisch Ihr eigenes Geld ist. Hier ist eine ganzheitliche Handlungsweise im Handel zwingend notwendig.

Guido Wallraff, als Marktleiter bereits bei verschiedenen Unternehmen tätig und damit mit kompetenten Branchenkenntnissen ausgestattet, arbeitet seit Jahren mit konzeptionellen, kompetenzübergreifenden Lösungen.

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Guido Wallraff, Marktleiter

Die Lösungskonzepte basieren auf Analysen, die auf Aufgaben des einzelnen Unternehmen genau zugeschnitten sind.

Ergebnisse sind in Zahlen gefasste Erfolge, die durch Planung vorgegeben werden. Sie müssen den Unternehmenszielen dienen, praktisch umsetzbar sein, dürfen wenig kosten und müssen leicht nachvollziehbar sein. Wie kontrolliert ein Unternehmen aber ob die vorgegebenen Ziele und Visionen auch an alle Mitarbeiter weitergegeben werden und wie bzw. ob sie in der Praxis umgesetzt werden?

Hier ist ein ganzheitliches Konzept gefordert, das motivationsfördernd auf die Mitarbeiter wirkt, dem Niederlassungsleiter eine echte Hilfe ist, seinen Markt Inventur- und Ertragsbewusst zu führen. Ihn in die Lage versetzt, Mitarbeiter zu motivieren und immer die richtigen aktuellen Informationen zu haben um Abweichungen sofort, richtig und nachhaltig zu korrigieren. Dies setzt eine permanente Begleitung der Arbeitsabläufe voraus. Das bedeutet auch, eine ständige Überzeugungsarbeit vor Ort um eingefahrene, falsche Arbeitsabläufe in den Köpfen aller Mitarbeiter zu verändern.

Erst wenn die positive Veränderung in den Köpfen aller Mitarbeiter wirksam ist, kann mit wirksamen Ergebnisverbesserungen im Bereich Inventurverlusten und Umsatzsteigerungen gerechnet werden.

Diese Verbesserung zum Positiven muss von den gegebenen Organisationsanweisungen ausgehen, darf den Betrieb nicht zusätzlich belasten, muss praktisch umsetzbar sein, schnelle Erfolge erzielen, von jedermann nachvollziehbar sein und muss sich positiv auf die Rendite auswirken. Dieses bedeutet auch, eigenes Verhalten und Handeln kritisch zu betrachten und notwendige Korrekturen zuzulassen.

Gerade durch Festhalten an alten Gewohnheiten werden vernünftige Gesamtkonzepte abgeblockt, oder Teilbereiche halbherzig als Alibifunktion durchgeführt. Prozessorientiertes Verhalten und Handeln ist nachhaltig kostengünstiger und effektiver als eine eingefahrene Ergebnisorientierung. Die Entscheidung prozessorientierte, nachvollziehbare Lösungen durchzuführen kann allein von der Geschäftsführung eingefordert werden. Hier sind die Manager von heute gefordert die Aufgaben von morgen jetzt zu lösen. Der Handel hat kein Inventurproblem sondern ein Organisationsproblem. Es ist nicht eine Frage der kosten, es ist eine Frage des Nutzens. Es ist in manchen Bereichen des Handels auch eine Frage des Überlebens.

04.05.2012