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160 Baumärkte mit Self-Checkout-Systemen

Self-Checkout-Systeme kommen jetzt auch im deutschen Handel immer häufiger zum Einsatz. Ihre Zahl hat sich in den letzten beiden Jahren fast verdoppelt, wie das EHI in einer Studie herausgefunden hat. Bei den deutschen Baumärkten gelten Bauhaus und Hornbach als Vorreiter dieser Bezahlmethode.

MAU Self checkout Leroy Merlin
Self-Checkout bei Leroy Merlin
Foto: MAU

„Das kundeneigene Scannen seiner Artikel - stationär an der Kasse oder mobil am Regal - wird als zusätzlicher Kundenservice verstanden, primär um Wartezeiten zu verkürzen,“ kommentiert Frank Horst, Autor der aktuellen EHI-Markterhebung „Einsatz von Self-Checkout-Systemen und Self-Scanning-Systemen in Deutschland“. Rund 970 Märkte bieten bereits heute ihren Kunden die Möglichkeit, den Scan- und Bezahlvorgang selbst in die Hand zu nehmen. Davon sind in 903 Geschäften stationäre Self-Checkout-Kassen, sogenannte SB-Kassen, installiert und in weiteren 96 Geschäften wird das sogenannte Self-Scanning angeboten. Einige Geschäfte bieten ihren Kunden gleich mehrere Variationen des Self-Checkouts an. Bei den installierten Self-Checkout-Systemen in 903 Märkten kommen derzeit insgesamt rund 4.760 SB-Kassen zum Einsatz.

Im Vergleich zu 2017 hat sich die Zahl der Geschäfte mit stationären Self-Checkout-Systemen in den letzten zwei Jahren in Deutschland um rund 85 Prozent und bei mobilen Self-Scanning-Systemen um ganze 134 Prozent erhöht. Es ist mit einem weiteren Wachstum in diesem Bereich zu rechnen und die Tausender-Hürde wird bis zum Jahresende 2019 erreicht sein.

570 SB Kassen in den Baumärkten

Rund zwei Drittel aller Geschäfte mit SB-Kassen sind im Lebensmitteleinzelhandel zu finden, da sich offensichtlich aufgrund der Kundenstruktur, der Kundenfrequenz und der Einkaufskorbgrößen am besten für diese Art des Self-Checkout eignen und die am ehesten Vorteile für die Kunden bieten. Wie Studienleiter Frank Horst auf gegenüber BaumarktManager erklärt, sind derzeit etwa 570 SB Kassen 160 deutschen Baumärkten im Einsatz. Vorreiter der Szene sind laut Horst die Ketten Bauhaus und Hornbach. Im internationalen Vergleich liege der deutsche Handel bei der Installation von Self-Checkout-Systemen immer noch zurück.

Erfolgsfaktor: Barzahlung

Der Anteil der Geschäfte mit Barzahlungsmodulen an SCO-Kassen ist in den letzten 2 Jahren zwar leicht rückläufig, dennoch können Händler nicht darauf verzichten, da kleine Einkäufe noch immer oft bar bezahlt werden. Immerhin noch 88 Prozent der Lebensmittelhändler akzeptieren daher den Kundenwunsch und bieten SB-Kassen mit Barzahlung-Modulen an, obwohl dies höhere Investitionskosten erfordert. Hinzu kommt eine deutlich höhere Wartungsintensität als bei reinen Kartenzahlungsfunktion, weil Cash-Systeme etwas stör- und wartungsanfälliger sind. Auf den Gesamtmarkt bezogen, können Kunden in 85 Prozent der Geschäfte mit SB-Kassen ihre Einkäufe in bar bezahlen.

15.10.2019

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