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Rückblick: Kölner Gespräche 2014 - ein voller Erfolg

Inzwischen Tradition: Jedes Jahr im September trifft sich die Bau- und Gartenmarkbranche zu den Kölner Gesprächen. Neu: Podiumsdiskussion und Interview mit einem Branchenschwergewicht. Und: Da steht ein Abschied bevor.

Holger Externbrink im Gespräch mit Sergio Giroldi
Foto: Foto: baumarktmanager

Mit reichlich Spannung waren Sie erwartet worden, die 8. Kölner Gespräche – sowohl vom Veranstalter wie auch von den Besuchern. Vom Veranstalter, weil das Format einige Änderungen erfahren hatte: erstmalig fanden zwischen den Vorträgen Podiumsdiskussionen statt und auch ein klassischer Interviewteil wurde eingebaut. Und von den Besuchern, weil die Fragen kursierten: Kommt er? Und was sagt er?

Sergio Giroldi kam, sprach und war angetan von der guten Atmosphäre auf den Kölner Gesprächen. Der CEO von Deutschlands größter Baumarktkette Obi erklärte im Interview (Foto) mit Holger Externbrink, Chefredakteur von baumarktmanager, wie er sich die Baumarktszene im Jahr 2020 vorstellt. Es werde einige Veränderungen geben, aber keine Revolution, schließlich sei bis 2020 auch nicht mehr so viel Zeit. „Wie werden auch dann noch der Marktführer in Deutschland sein,“ versprach Giroldi und fügte lachend hinzu: „Hoffe, ich doch.“

Eine rapide Konsolidierung in der deutschen Baumarktbranche wollte Sergio Giroldi nicht ausmachen: „Unsere wichtigsten Wettbewerber sind alle stark genug, um auch 2020 am Markt zu bestehen.“ Das Internet werde das Geschäft in den nächsten Jahren demokratisieren, der Kontakt und der Informationsaustausch mit den Kunden immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die neuen, jüngeren Kunden seien nicht mehr so DIY-affin wie die ältere Generation und benötigten daher künftig mehr Services und Lösungen für ihr jeweiliges Problem. Zum Thema E-Commerce stellt Giroldi klar: „Pures E-Commerce entspricht nicht unserem Geschäftsmodell. Wir setzen auf die intelligente Verknüpfung der Vertriebswege: Cross Channel eben.“ Und: „Im Jahr 2020 werden wir bis zu 40 Prozent unseres Umsatzes online abwickeln.“ Bezug nehmend auf den Vortrag von Ralph Hübner von Suberg Strategy Consultants, der das Thema „Selektiver Vertrieb“ beleuchtete, meinte Sergio Giroldi: „Wir bevorzugen keinen selektiven Vertrieb, sondern vielleicht eher einen selektiven Einkauf. Denn für uns ist, nicht die Herstellersicht.“

Das war nicht der einzige markige Satz an diesem Tag. Peter Faisst, Geschäftsführer der Düsseldorfer Marketing Factory erläuterte die Chancen und Risiken des Couponings. Für Faisst stellt das so genannte Gutschein-Markting eines der wichtigsten Vermarktungstools im Distanzhandel dar. Aber auch: Smart-Buying kann zum Schrecken des Handels werden.

Sascha Keller, CIO des Planungs- und Beratungsunternehmens 100hands erklärte die iBeacon-Technologie im praktischen Einsatz. In der Anwendung kann eine entsprechende Applikation nicht nur die Navigation durch den Laden, sondern detaillierte Statistiken wie Verweildauer der Kunden, Wiederkehrrate und Laufwege liefern und darüber hinaus die Möglichkeit bieten Werbenachrichten zu versenden. Und der Investitionsaufwand sei dabei noch relativ gering.

Einen bildlichen Eindruck erlangen Sie auf unserer Seite Impressionen 2014 .

Einen vollständigen Bericht dazu lesen Sie in der Oktober-Ausgabe des baumarktmanager oder informieren Sie sich in der Inhaltsübersicht der Okoberausgabe (PDF, 1 MB) über weitere Themen.

17.07.2015