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Gartencenter öffnen bundesweit

+++ aktualisiert am 4. März +++ Nach den Beschlüssen des Corona-Gipfels von Bund und Ländern sollen ab 8. März bundesweit Gartenmärkte geöffnet werden. Dazu zählen auch die in Baumärkte integrierten Gartencenter. In vielen Bundesländern sind die Gartencenter bereits geöffnet. In wenigen auch Baumärkte komplett.

Toom Gartencenter Lockdown Corona
Bei Toom in Köln-Zollstock ist das Gartencenter seit 18. Februar geöffnet.
Foto: BaumarktManager

Update vom 4. März: Bund und Länder haben sich am 3. März auf fünf Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie geeinigt. Diese sollen in den Ländern teils in Abhängigkeit von der Entwicklung des Infektionsgeschehen greifen, der zweite ab 8. März.

Dazu heißt es: „Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte werden dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs zugerechnet. Sie können somit auch mit entsprechenden Hygienekonzepten und einer Begrenzung der Anzahl von Kunden wieder öffnen. Vorgesehen sind eine Kundin oder ein Kunde pro 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein weiterer für jede weiteren 20 Quadratmeter Verkaufsfläche.“

Baden-Württemberg öffnet Baumärkte am 8. März

Baumärkte mit gesamtem Sortiment geöffnet für alle Kunden sind bis dato in Bayern und Sachsen-Anhalt. Baden-Württemberg wird die Baumärkte ab 8. März ebenfalls wieder zugänglich machen. Verbraucher bekommen auch dort dann das komplette Sortiment. Dies bestätigte ein Regierungssprecher auf Anfrage von BaumarktManager. Entgegen anderslautender Medienberichte sind Baumärkte in Rheinland-Pfalz (noch) nicht komplett geöffnet. Dort ist nur der Verkauf unter freiem Himmel und auch nur von Gartensortimenten genehmigt.

Viele Gartencenter bereits geöffnet

Der Dortmunder Baumarktbetreiber Hellweg beispielsweise verkündet es groß auf seiner Homepage: „Viele Gartenmärkte sind wieder geöffnet!“, in Hessen und Nordrhein-Westfalen seit 15. Februar, in Niedersachsen bereits seit 13. Februar.

Auch weitere Unternehmen wie die Branchengrößen Obi, Bauhaus, Hornbach und Toom haben unter Hygieneschutzmaßnahmen ihre Gartencenter für Endverbraucher wieder geöffnet. Die Auswahl ist allerdings begrenzt: In der Regel stehen den Kunden die Sortimente Pflanzen, Erden und Dünger zur Verfügung. Wo genau geöffnet ist, und was verkauft werden darf, darüber informieren die Unternehmen auf ihren Websites.

Räumliche Trennung der Sortimente

Auf Anfrage von BaumarktManager teilte Hornbach zur Öffnung von Gartencentern mit: „Dort, wo es klar geregelt ist, sind wir dabei. In Niedersachsen haben wir mit großem Aufwand unsere Gartenmärkte räumlich getrennt von den Baumarktsortimenten. Mit festen Barrieren“, betont Pressesprecher Florian Preuß.

Neben den Standorten in Niedersachsen hat Hornbach jetzt auch die Gartencenter aller drei Märkte in Bremen für Privatkunden geöffnet. In Nordrhein-Westfalen sollen alle Hornbach-Gartencenter ab 24. Februar zugänglich sein, an einzelnen Standorten ist dies bereits der Fall.

Von Obi heißt es: „Wir richten uns nach den Vorgaben der Länder und werden unsere Gartencenter in Hessen, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen öffnen. Dies geschieht natürlich unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen.“

Bauhaus bereitet sich ebenfalls vor: „Gegenwärtig sind wir mit den lokalen Behörden in enger Abstimmung, wo, wie und mit welchem Produktsortiment es möglich ist, ,Stadtgärten‘ regional vorzeitig zu öffnen“, so das Unternehmen.

Auch Toom ist dabei: „Wir freuen uns sehr, dass wir für unsere Kunden wieder mehr da sein können und werden dort – wo es die Verordnungen erlauben – unsere Gartencenter öffnen. Hier wird es sicherlich auch wieder viele regionale und lokale Unterschiede geben“, sagt Sprecherin Daria Ezazi.

Öffnungen in südlichen Bundesländern folgen

Bund und Länder hatten zuletzt beschlossen, den Lockdown bis zunächst 7. März zu verlängern. Wirtschaftsverbände wie der HDE reagierten mit scharfer Kritik auf den Beschluss. Verbände aus der Baumarkt- und Gartenbranche pochen auf die Wiedereröffnung ihrer Geschäfte zum 1. März. Diese Forderung erfüllt sich in zahlreichen Bundesländern nun bereits vorzeitig, allerdings nur hinsichtlich der integrierten Gartencenter. Die Corona-Schutzverordnungen einiger Länder wurden entsprechend überarbeitet.

Um grenzüberschreitenden Einkaufstourismus zu vermeiden, werden dem Vorbild von Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen voraussichtlich weitere Länder folgen. Entsprechende Verlautbarungen gibt es in Bayern , Baden-Württemberg, Thüringen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. Schleswig-Holstein hatte bereits angekündigt, dass Gartencenter dort ab 1. März wieder öffnen dürfen. Die Öffnung von Baumärkten ist trotz zahlreicher anderslautender Medienberichte in Schleswig-Holstein noch nicht vorgesehen.

Keine Abstimmung zwischen den Bundesländern

Die nordrhein-westfälische Landesgerierung begründet die teilweise Öffnung der Baumärkte wie folgt: „Aufgrund der besonderen Bedeutung der nun zusätzlich von den Verkaufsverboten ausgenommenen Waren erscheint der eng begrenzte Verkauf im Rahmen der gebotenen Verhältnismäßigkeitsabwägung vertretbar und damit auch rechtlich geboten. Dabei müssen allerdings die Infektionsschutzvorgaben strikt beachtet werden“, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Nordrhein-Westfalen auf Anfrage von BaumarktManager mit.

Eine Abstimmung zwischen den Ländern erfolgt nicht. Nordrhein-Westfalen beobachte die Maßnahmen anderer Länder. „Letztlich muss aber jedes Land für sich ein in sich stimmiges Gesamtkonzept haben, dass rechtssicher vor den Gerichten Bestand haben muss. Dies ist in Nordrhein-Westfalen bisher gut gelungen. Verbindliche Absprachen zwischen den Ländern zu den hier betroffenen Sortimenten gibt es nicht", so das Ministerium.

Hinweis: Diese Meldung wird laufend aktualisiert.

19.02.2021

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