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Baumarkt-Immobilien werden heiß gehandelt

Wie das Fachmagazin Immobilienmanager berichtet, werden Baumarkt-Immobilien immer attraktiver für institutionelle Investoren. Bis Jahresende würden Abschlüsse für mehr als eine halbe Milliarde Euro erwartet.

JLL Sabine Keulertz
Sabine Keulertz: „Nach der Marktbereinigung wurde das Segment Baumärkte immer attraktiver für institutionelle Investoren.“
Foto: JLL

Auf dem deutschen Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien richten sich in diesem Herbst viele Blicke auf die Baumärkte. Das berichtet das Fachmagazin Immobilienmanager auf seiner Website . In dem Bericht wird der Report „Investmentmarktüberblick Einzelhandel“ des Beratungs- und Investmentmanagement-Unternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) zitiert. Nachdem das erste Halbjahr mit etwas mehr als 50 Millionen Euro Transaktionsvolumen noch verhalten war, werden bis Jahresende noch mehrere Portfolio- und Einzeltransaktionen mit einem Gesamtwert des mehr als zehnfachen, also mehr als einer halben Milliarde Euro erwartet, so der JLL-Report.

Sabine Keulertz, Team Leader Central Retail Investment Team JLL Germany: "Wir sehen derzeit ein großes Interesse an dieser Nutzungsart bei institutionellen Investoren. Die Praktiker- und Max Bahr Insolvenz 2013 hat zu einer Stärkung der verbliebenen Akteure der Branche geführt. Nach dieser Marktbereinigung wurde das Segment Baumärkte immer attraktiver für institutionelle Investoren. Insbesondere spezialisierte Fachmarktinvestoren haben das Transaktionsvolumen gesteigert und ihre Bestände aufgrund der interessanten Rendite-Risiko Betrachtung ausgebaut.“

Die Branche hat sich konsolidiert, Mietverträge werden langfristig mit bis zu 15 Jahren und mehr abgeschlossen und die Spitzenrendite liegt bei Fachmärkten bei aktuell 5,10 Prozent, bei Fachmarktzentren bei 4,30 Prozent.

Das Transaktionsvolumen ist 2018 auf 400 Millionen Euro gestiegen – 2014 waren es noch 175 Millionen Euro gewesen. Insgesamt erzielte das vergangene Jahr 15 Transaktionen, darunter drei Portfolio-Deals. Im laufenden Jahr hat JLL zur Jahresmitte rund 50 Millionen bei vier Transaktionen als abgeschlossen registriert. Im derzeit laufenden dritten Quartal kamen bei vier Verkäufen bereits mehr als 240 Millionen Euro hinzu.

„In die Kategorie Baumärkte – DIY entfallen dabei Fachmärkte mit Baumarktnutzung sowie Baumärkte in einem Fachmarktzentrum, die 80 Prozent und mehr des Handelsumsatzes in diesem Zentrum ausmachen“, definiert Keulertz.

05.09.2019