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Bayer-Aktie stürzt nach Gerichtsurteil ab

In den deutschen Baumärkten ist der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat aus den Verkaufsregalen verbannt. In den USA klagt ein an Krebs erkrankter Bürger erfolgreich gegen den Bayer-Konzern, was den Aktienkurs einbrechen lässt.

Bayer Kreuz
Foto: Bayer

Edwin Hardeman hatte bereits vergangenes Jahr gegen den Leverkusener Konzern geklagt und diesen wegen der vermeintlich krebsfördernden Wirkung des von der Bayer-Tochter Monanto vertriebenen Wirkstoffs Glyphosat in die Verantwortung gezogen. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco gab dem Kläger nun Recht. Die Aktie von Bayer-Monsanto brachte dies infolge massiv unter Druck: Der Kurs sackte in der vergangenen Woche um mehr als 12 Prozent ab, rund eine Milliarde Euro an Börsenwert wurde dabei vernichtet.

Kritik an Monsanto-Übernahme

Es regte sich abermals Kritik an der Monsanto-Übernahme, die Bayer-Chef Werner Baumann jedoch entschieden zurückwies. „Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee", sagte er. Auch hierzulande hält die Debatte an. Landwirtschaftsverbände lehnen ein Glyphosat-Verbot mangels anderer wirksamer Mittel derzeit noch ab. Ob dies die Talfahrt der Bayer-Aktie wird stoppen können, bleibt ungewiss. Ende April wird sich der Konzern in dieser Frage auf der Hauptversammlung den Aktionären stellen müssen.

25.03.2019