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bevh: Robustes Wachstum mit DIY-Produkten im Onlinehandel

Der E-Commerce in Deutschland wächst auch im dritten Quartal überdurchschnittlich. Das zeigen aktuelle Zahlen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh). DIY-Produkte werden stark nachgefragt.

Christoph Wenk Fischer  bevh
Christoph Wenk-Fischer
Foto: bevh

„Als Motor des Handels insgesamt“ legt der Onlinehandel für das dritte Quartal 2020 mit einem Plus von 13,3 Prozent erneut stärker zu als im entsprechenden Vorjahresquartal (+12,3 Prozent). Wie der Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) weiter mitteilt, erhöhte sich der E-Commerce-Umsatz seit Jahresbeginn im Vergleich mit den ersten 9 Monaten 2019 um 10,6 Prozent auf rund 56 Milliarden Euro. Aufgrund des Corona-bedingten Einbruchs im ersten Quartal, vor allem im Bekleidungssektor, liegt das im Jahr 2020 aufgelaufene Wachstum prozentual noch leicht unter dem Schnitt der Vorjahre.

Von Juli bis September 2020 setzte die Branche im Onlinehandel rund 19,31 Milliarden Euro (alle Werte inkl. USt) um (Vorjahr: 17,06 Milliarden Euro). Im gesamten „Interaktiven Handel“ (Online- und klassischer Versandhandel) kauften die deutschen Verbraucher im dritten Quartal 2020 Waren für 19,65 Milliarden Euro (Vorjahr: 17,47 Milliarden Euro). Demnach hat der Onlinehandel inzwischen einen Anteil von 98,4 Prozent am Gesamtumsatz des „Interaktiven Handels“.

Deutsche investieren in Haus- und Gartenmöbel

„Obwohl seit Juli alle Läden wieder geöffnet haben, verlassen sich viele Verbraucher weiter auf die belastbaren Lieferstrukturen des Online- und Versandhandels“, sagt bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. „Im Vergleich der Vertriebskanäle ist erneut sichtbar geworden, dass die reinen Distanzhändler den größten Teil des Marktwachstums im E-Commerce an sich ziehen konnten.“

Auch im dritten Quartal kaufen die Deutschen fleißig Haus- und Gartenmöbel. Der Cluster „Einrichtung“ legte mit 19,5 Prozent auf 3,21 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,68 Milliarden Euro) zu. Für den Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel) meldet der Verband im dritten Quartal 2020 ein überdurchschnittliches Wachstum um 12,3 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. DIY-Produkte (+17,5 Prozent) zeigten sich dabei „besonders robust“.

Die Onlineshops stationärer Händler konnten laut Verband „nur“ um 6,7 Prozent zulegen. Sie erzielten in Summe 2,70 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,52 Milliarden Euro) und stehen damit für knapp 14 Prozent des E-Commerce. Um etwas mehr als 1,1 Milliarden Euro legten hingegen die Online-Marktplätze auf insgesamt 9,06 Milliarden Euro zu. Prozentual ist das ein Wachstum von 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (7,97 Milliarden Euro). Prozentual am stärksten konnten erneut die Shops der klassischen Versandhändler wachsen. Sie erreichten 3,50 Milliarden Euro, 17,3 Prozent mehr als im dritten Quartal 2019 (2,98 Milliarden Euro). Mit einem Wachstumssprung um 10,9 Prozent auf 2,96 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,69 Milliarden Euro) verpassten die reinen Onlinehändlern im dritten Quartal nur knapp die Grenze von 3 Milliarden Euro, lagen aber auch leicht unter dem Marktwachstum.

Mehr als 80 Milliarden Online-Umsatz in 2020

Trotz der Delle im ersten Quartal wird der E-Commerce-Umsatz allein mit Waren nach Einschätzung des bevh in 2020 die Marke von 80 Milliarden Euro erreichen. Für den Gesamtmarkt des „Interaktiven Handels“ mit physischen Gütern rechnet der Verband mit einem Wachstum von 10 Prozent auf rund 82 Milliarden Euro brutto. Wenk-Fischer: „Je nach Entwicklung der kommenden drei Monate kann der gesamte E-Commerce, inklusive Dienstleistungen, noch die 90-Milliarden-Euro-Grenze überspringen. Sobald Reisen und Veranstaltungen wieder online gebucht werden, wird das Marktvolumen des E-Commerce mit Endverbrauchern sicher mehr als 100 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer erreichen.“

05.10.2020

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