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Bewerberansprache muss sich ändern

Recruiting wird schwieriger. Die Bewerber von heute sind anders und der Bewerbermarkt wird immer kleiner. Da ist es kein Wunder, wenn Stellen unbesetzt bleiben und Recruiter verzweifelt immer mehr Geld bei Jobbörsen lassen in der Hoffnung: viel bringt viel.

Natürlich gilt auch weiterhin: Stelle ist nicht gleich Stelle. Wie schnell ein neuer Mitarbeiter gefunden wird, hängt von vielen Parametern ab. Manche Stellen sind leichter zu besetzen. Manche Standorte sind leichter zu besetzen. Und zu manchen Zeiten ist es auch einfacher geeignetes Personal zu bekommen. Wenn Sie also zu den Glücklichen gehören, dann brauchen Sie die nachfolgenden Tipps nicht. Für alle anderen kann das ein oder andere sehr hilfreich sein.

Welche Generation will ich haben? X?Y?Z?

Eine genaue Stellenbeschreibung hilft den Unternehmen und dem Bewerber.
Eine genaue Stellenbeschreibung hilft dem Unternehmen und dem Bewerber.
Foto: geralt/Pixabay

Als Recruiter müssen Sie sich im Klaren sein wer Ihr Idealkandidat ist. Soll es ein junger Berufsanfänger oder jemand 30 aufwärts oder gar 40 aufwärts mit einigen Jahren Erfahrung sein?

Beschreiben Sie deshalb Ihren Wunschkandidaten genau und geben Sie jedes Detail an das er abdecken sollte. Am Ende wissen sie dann genau wenn Sie ansprechen wollen und welche Botschaft der Bewerber erhalten soll.

Die neuen Generation der Bewerber

Jobsuchende gehören mittlerweile v. a. der Generation Y und Z an. Die Generation Y setzt sich aus den Geburtenjahrgängen ab den 1980er Jahren zusammen. Sie wird auch als Generation Me charakterisiert.

Die ganz jungen Bewerber gehören der Generation Z an. Sie sind die Digital Natives. Das sind die Geburtenjahrgänge ab Mitte der 90er Jahre. Bereits 2020 hat die Generation Y einen Anteil von über 70% an den Erwerbstätigen.Die Baby-Boomer-Generation (1945-64) geht dagegen jetzt in Rente und die nachfolgende Generation X (1965-80) ist für viele Jobs auch nicht mehr im Hauptfokus.

Schnelle Kommunikation ist das Schlüsselwort

Bewerber bewerben sich nicht nur auf eine Stelle, sondern auf mehrere. Als Arbeitsgeber sollte man darauf schnell reagieren.
Bewerber bewerben sich nicht nur auf eine Stelle, sondern auf mehrere. Als Arbeitsgeber sollte man darauf schnell reagieren.
Foto: geralt/pixabay

Briefe dauern und erfordern Geduld. Briefe sind aber out und entsprechen nicht mehr dem Wunsch nach Echtzeitkommunikation. Die funktioniert dagegen super über Messenger-Dienste wie den Facebook-Messenger oder WhatsApp, die einhergehen mit der Erwartungshaltung von umgehender Antwort.

Die Ungeduld ist mittlerweile so verbreitet, dass man auf nicht zeitnah beantwortete geschäftliche E-Mails oft zusätzlich über die sozialen Netzwerke und damit quasi privat angeschrieben wird. So nach dem Motto: „Wenn nicht hier, dann woanders. Über irgendeinen Kanal werde ich dich schon erwischen.“ Heute wird Echtzeitkommunikation erwartet.

Übliche Geschäftszeiten stellen oft keine Grenze mehr dar. Um 22:30 Uhr erwischt man schließlich noch einen Online-Bankberater am Telefon. Geschäftliche E-Mails werden vom Smartphone aus auch mal nachts beantwortet. Und wer über Social-Media-Plattformen Unternehmen anschreibt, erhält meist innerhalb von wenigen Stunden eine Reaktion.

Wir wollen alles und zwar sofort. Das gilt auch für Bewerber und ganz besonders für die Generationen Y und Z. Weil sich ihr Bewerberverhalten ändert, müssen sich auch die Recruiting-Prozesse in Unternehmen ändern, denn: Ohne Bewerber kein Wachstum.

Einstellungsprozess ist Teamarbeit

Bewerber möchten einen schnellen Einstellungsprozess. Vom Erstkontakt bis zur Unterschrift sollten nicht mehr als 4 Wochen vergehen. Geschwindigkeit und Transparenz sind entscheidend für einen erfolgreichen Recruiting-Prozess.

Die Welt des Recruiters sieht dagegen noch so aus: Stellenanzeigen in klassischen Stellenbörsen werden noch für 60-90 Tage geschaltet. Nach der Veröffentlichung können zumindest die Jobtitel nicht mehr angepasst werden. Dies ist nicht mehr zeitgemäß. Wann werden sich die Anbieter hier anpassen?

Dazu die internen Bremsen: Fachabteilungen müssen schneller reagieren. Sie müssen gemeinsam mit HR-Abteilung arbeiten. Erfolgreiches Recruiting ist Teamaufgabe. Nur wenn die HR und die jeweilige Fachabteilung zusammenarbeiten gelingt ein schneller, reibungsloser Prozess. Viele Kandidaten warten viel zu lange auf Feedback und Termine! Dadurch gehen Unternehmen zahlreiche potentielle Kandidaten durch die Lappen. Diese warten schließlich nicht tatenlos auf die Antwort des einen Unternehmens.

Wussten Sie, dass die Time-to-Hire zum Teil nur noch 3-5 Tage beträgt?

Frustrierte Recruiter, die auf Feedback aus der Fachabteilung warten müssen, können von dem Dilemma ein Lied singen.

Verändertes Bewerberverhalten

Ich habe es oben bereits gesagt: Heute gilt Echtzeitkommunikation. One-Click ist auf dem Vormarsch und entspricht dem veränderten Verhalten der Generation Y und Z – auch im Bewerbungsprozess. Deshalb müssen hier die Prozesse beschleunigt werden. Und beschleunigt heißt letztendlich auch: digitalisiert. Es gilt einen schnellen Bewerbungsprozess zu ermöglichen.

Beim Suchen nach neuen Bewerben sollte deshalb darauf geachtet werden, wo sich diese Befinden. Junge Bewerber wissen genau wo sie suchen sollen und nutzen zudem Google und Co. Um die richtigen Stelle schnell und einfach zu finden.

Junge Bewerber suchen die geeignete Stelle mit den richtigen Schlagwörtern über Suchmaschinen, wie Google.
Junge Bewerber suchen die geeignete Stelle mit den richtigen Schlagwörtern über Suchmaschinen, wie Google.
Foto: geralt/pixabay

Für das Unternehmen bedeutet dies, dass die ausgeschriebenen Stellen auch SEO-Optimiert sind und damit sie über die Suchmaschinen schnell gefunden werden. Besonderes Augenmerk sollte deshalb besonders auf die Schlagwörter gelegt werden. Diese sollten im Titel, Text und in der Metadescripton vorhanden sein. Am besten man wählt bereits einen Stellenmarkt der sich auf eine bestimmte Branche spezialisiert hat. Durch die große Anzahl der richtigen Schlagwörter wird diese Seite bei Google meist höher gerankt und kann vom Bewerber schneller entdeckt werden. Ist der Bewerber dann auf dem Stellenmarkt, dauert es nicht mehr lange bis er mit den richtigen Suchbegriffen die ausgeschriebene Stelle findet.

Einen weiteren Wunsch die viele Bewerber haben ist die 1-Klick Bewerbung. Sie möchten nicht doppelte Daten ausfüllen, sich Passwörter merken oder alle Daten noch mal transformieren, weil das Personal Management Programm diese nicht annimmt.

Der Online-Bewerbungsprozess soll schnell und einfach sein. Denn der Bewerber weiß das er nicht der einzige ist der sich bewirbt und ist auch meist nicht bereit zusätzliche Felder auszufüllen, die meist nichts mit der eigentlichen Bewerbung zu tun haben. Davor unterbricht er den Bewerbungsprozess und bewirbt sich gar nicht. So verliert das Unternehmen nicht nur einen potenziellen Bewerber, sondern wird beim nächsten Mal auch nicht mehr angeschrieben, da der Bewerbungsprozess mit negative Emotionen verbunden ist.

Baumarktmanager erkannte auch dieses Problem und hat einen Stellenmarkt aufgebaut der sich auf die DIY-Branche spezialisiert. Dort finden sich alle Stellen die relevant für Baumärkte sind ein und bieten damit ein geschlossenes Umfeld, um die richtigen Bewerber anzusprechen.

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24.10.2018