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BHB: Baumärkte zählen zu den „sichersten Einkaufsorten“

Nachdem der Spitzenverband HDE vor dem „Corona-Wirtschaftsgipfel“ von der Politik einen Plan für die „Wiedereröffnung aller Geschäfte“ einfordert, plädiert auch der BHB für „faktenbasierte Öffnungsstrategien“. Der VDG hat unterdessen eine Petition gestartet.

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Die DIY-Branche will die Baumärkte wieder offen sehen.
Foto: BaumarktManager

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will sich am 16. Februar mit mehr als 40 Verbänden zu einem Corona-Gipfel treffen. Den CDU-Politiker erwarten keine leichten Gespräche angesichts der zuletzt von Bund und Ländern beschlossenen Lockdown-Verlängerung bis zunächst 7. März. Vor allem der Handel pocht auf ein Ausstiegsszenario und damit eine Perspektive für die Wiedereröffnung zahlreicher Geschäfte.

Aus Sicht der Baumarktbranche beklagt der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), „dass die den Regierungen und Ministerien zur Verfügung gestellten sachbasierten Informationen offenbar überhaupt keinen Eingang in die Planungen im Vorfeld der Bund-Länder-Konferenzen finden“. Relevante Informationen würden „nachlässig ignoriert“, sagt Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. „Dies zu missachten, ist sowohl in Bezug auf die Versorgungslage der Menschen wie auch gegenüber den rund 480.000 mittelbar in der Branche beschäftigten Mitarbeitern unverantwortlich.“

„Einzigartiger Sicherheitswert“

Die DIY-Branche habe „bereits in der ersten Phase der Pandemie unter Zustimmung aller Ordnungsämter bewiesen, dass ihre Einkaufsstätten zu den sichersten im gesamten Einzelhandel gehören und deren Öffnung und sicherer Betrieb auch unter scharfen Schutzvorkehrungen möglich ist. Wir fordern die Politik auf, ihre Beschlüsse den Fakten anzupassen und in den Verordnungen Flexibilität aufzuzeigen.“

Der BHB habe „in stetigen Dialogen mit Bundes- und Landespolitik und in umfangreichen Informationsangeboten nachgewiesen, dass sowohl die Bau- und Gartenfachmärkte durch Infrastruktur und besondere Raumkubatur zu den sichersten Einkaufsstätten gehören und deren Betrieb auch unter Corona-Bedingungen zu organisieren ist“. Eine neue Selbstverpflichtung biete unter anderem „den einzigartigen Sicherheitswert von 50 Quadratmeter pro Kunde an“.

VDG will Dialog statt Klage

Darüber hinaus verweist der Verband auf „Versorgungslücken bei lebensrelevanten Gütern“. Bei den Verbrauchern komme es „zu Engpässen bei der Brennstoffversorgung, bei Reparatur und Bausortimenten“. Das Angebot „Click & Collect“ (online kaufen, vor Ort im Einzelhandel mitnehmen) stoße an Grenzen. „Spätestens zu Beginn der Gartensaison wird die Abhollösung nicht mehr ausreichen“, sagt Wüst. Die bevorstehende Frühjahrsaison sei für Händler und Produzenten „(über-)lebenswichtig“. Bei verlängertem Lockdown „bis in die Saison hinein müssten zum Beispiel Pflanzen in Millionenwerten vernichtet werden – mehr als existenzbedrohend für viele zuliefernde Betriebe“, so der BHB.

Der Verband Deutscher Garten-Center (VDG) hat unterdessen eine Petition zur Wiedereröffnung der Geschäfte gestartet. Der VDG habe sich „dagegen entschieden, uns der Klage auf Gleichberechtigung anzuschließen, die aktuell durch den Handelsverband Deutschland angestrebt wird“. Durch eine Klage würde „die Tür zum Dialog“ geschlossen.

15.02.2021

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