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BHB-Kongress: Klare Kante zeigen

Soeben ist in Köln der zweite Tag des 18. Internationalen BHB-Kongresses gestartet. BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst und der Politiker Wolfgang Bosbach sind die ersten Redner.

Hauptgeschäftsführer BHB Dr. Peter Wüst
Dr. Peter Wüst: "Business als usual funktioniert heute nicht mehr."
Foto: Mau

Dr. Peter Wüst, Hauptgeschäftsführer des BHB, erklärte in seinem Einführungsvortrag, wie in der Baumarktbranche der Wandel durch aktives Handeln gestaltet werden kann. Business als usual funktioniere in der heutigen Zeit nicht mehr, so Wüst. Die Folge der aktuellen Entwicklung drücke sich in der disruptiven Transformation aus. Den BHB sieht der Verbandsgeschäftsführer als die Plattform, die starke Impulse für eine bessere Zusammenarbeit setzen kann. "Wir müssen klare Kante zeigen für eine freie Gesellschaft, für freien Handel und gegen Protektionismus und Populismus", stellte Dr. Peter Wüst klar.

Dann leitete Wüst über auf den Vortrag von CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, über. Bosbach hob die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität in Deutschland hervor. Von den 68 Jahren, seit Bestehen der Bundesrepublik, habe es nur sechs Jahre der Rezession gegeben, 62 Jahre hingegen seien von Wachstum geprägt gewesen. Das politische Berlin steht jetzt vor der Herausforderung, zwischen GroKo, Minderheitsregierung und Neuwahlen zu entscheiden. "Wenn diese Hängepartie nicht bald aufgelöst wird, stärkt das die politischen Ränder rechts und links. Das schadet unserem Land", sagte Bosbach.

Wirtschaft und Handel stehen laut Bosbach vor großen Herausforderungen. "In den letzten 250 Jahren hat sich das Leben auf der Erde stärker verändert als in den 250.000 Jahren zuvor", so der Politiker. Die Digitalisierung im ökonomischen Bereich habe viele Veränderungen gebracht. Nicht Bill Gates habe den Computer erfunden, sondern Konrad Zuse. Und dennoch hätten wir heute in Deutschland enormen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung. "Dennoch bin ich zuversichtlich, denn wir haben in Deutschland schon immer bewiesen, dass wir Herausforderungen gut annehmen können", so Bosbach. An den BHB gab der CDU-Mann noch die Botschaft: "Vertreten Sie mutig und offensiv Ihre Interessen in Berlin und in Brüssel. Es gibt keinen guten und keinen schlechten Lobbyismus. Politiker haben die Aufgabe über Ihre Anliegen zu entscheiden."

In der Folge wird es nun noch eine Sessions geben, bei denen Themen wie Discount, E-Commerce, Store Design und vieles mehr diskutiert werden. In der Kongresslounge der Koelnmesse gibt es Vorträge zur Digitalisierung der Wertschöpfungskette, Künstliche Intelligenz und StartUp- Unternehmen.

07.12.2017