zurück

BHB: Zahlen zum 1. Halbjahr 2017

Der Baumarkthandel in Deutschland hat im 1. Halbjahr 2017 einen Gesamtbruttoumsatz von 9,59 Mrd. Euro erwirtschaftet und damit in den ersten sechs Monaten ein Umsatzwachstum von 1,6 Prozent im Vorjahresvergleich erzielt.

Wüst BHB Garden Summit 2016
Dr. Peter Wüst: „Handelsunternehmen haben es zur Jahreshälfte geschafft, in Summe ein Umsatzplus zu erwirtschaften.“
Foto: Archiv: bmm

Der BHB zieht mit Blick auf das aktuelle Umsatzergebnis zur Jahresmitte ein positives Zwischenfazit. „Nach einem sehr guten Jahresstart mit einem deutlichen Plus von 5,4 Prozent im 1. Quartal hat im 2. Quartal das Wetter gerade in den traditionell umsatzstärksten Monaten April und Mai sowie die im Vorjahresvergleich geringere Zahl von Verkaufstagen die Branchenentwicklung gebremst“, betont BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. „Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen haben es die Handelsunternehmen zur Jahreshälfte geschafft, in Summe ein Umsatzplus zu erwirtschaften.“

Vergleich der beiden Quartale

Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 9,59 Mrd. Euro im 1. Halbjahr 2017 weist die Branche im Vorjahresvergleich ein Umsatzwachstum von 1,6 Prozent auf. Flächenbereinigt konnte der Baumarkthandel ein Umsatzplus von 1,4 Prozent erzielen. Dabei waren die Monate Mai (1,98 Mrd. Euro/+0,3 Prozent), April (1,84 Mrd. Euro/-7,1 Prozent) und März (1,81 Mrd. Euro/+15,4 Prozent) die umsatzstärksten Monate des 1. Halbjahres. Das umsatzstarke 1. Quartal bleibt hauptverantwortlich für die positive Branchenbilanz zur Jahresmitte. Hier hatten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte bei zwei Verkaufstagen mehr als noch im Jahr 2016 mit einem Gesamtbruttoumsatz von 4,04 Mrd. Euro ein Umsatzwachstum von 5,4 Prozent im Vorjahresvergleich erzielt. Von April bis Juni 2017 musste der Baumarkthandel hingegen eine leicht rückläufige Branchenentwicklung verzeichnen: Im 2. Quartal erwirtschafteten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte eine Gesamtbruttoumsatz von 5,55 Mrd. Euro und blieben damit leicht um 1,1 Prozent hinter dem Ergebnis der Vorjahresvergleichszeitraums zurück. Ausschlaggebend für das Quartalsergebnis war insbesondere die Umsatzentwicklung im Monat April, die wetterbedingt mit einem Umsatzrückgang von 7,1 Prozent in Vorjahresvergleich deutlich hinter den Branchenerwartungen zurückblieb. Zwar setzte sich im vierten Monat des Jahres zu Beginn noch die frühsommerlich warme und trockene Witterung aus dem März fort. Im weiteren Monatsverlauf brachten aber Tiefdruckgebiete feuchtere und zunehmend kältere Luft, Spätfrost und sogar Schneefälle bis ins Flachland. Zudem wies das 2. Quartal insgesamt drei Verkaufstage weniger auf als das Vergleichsquartal 2016.

Sortimentsentwicklung

Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigen sich die Bereiche Freizeit/Saisonware (+8,5 Prozent) und das Gartensortiment in nahezu allen Warengruppen als Wachstumstreiber. So legten die Warengruppen Gartenausstattung (+6,4 Prozent), Lebend Grün (+6,1 Prozent), Gartenchemie/Erden/Saatgut (+3,9 Prozent) und Gartengeräte/Be- und Entwässerung (+3,3 Prozent) zum Teil deutlich zu. Auch die Warengruppe Bauchemie/Baumaterial konnte um 3,7 Prozent wachsen. Umsatzrückgänge zeigen sich bei insbesondere in den Warengruppen Wohnen/Dekoration (-7,1 Prozent), Gartenmöbel (- 6,6 Prozent) und Haushaltswaren (- 5,8 Prozent).

07.08.2017