zurück

Blick in die deutschen Farbtöpfe

Ein wohnliches Umfeld, harmonische Farben, gepflegte Räume hierzulande hat die Ausstattung ihres Lebensraums einen hohen Stellenwert. Und dabei scheuen viele nicht einmal vor Investitionen zurück. Aktuell sogar mehr als zu konjunkturschwachen Zeiten wie 2008 und 2009.

ONLINE 07.03.2013_Farben_545.JPG
Ein gut funktionierender Farbmischcenter gehört zu den Umsatzbringern in den Baumärkten.

Rund 35 Prozent der Deutschen möchten laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Deutschen Lackinstituts in den nächsten 12 Monaten Küche und/oder Wohnzimmer renovieren. Damit sind Investitionswunsch und Renovierungsbedarf so hoch wie lange nicht mehr.

Fast die Hälfte (46 %) aller Deutschen erledigen Reparatur- und Renovierungsarbeiten in Eigenregie. Laut einer aktuellen Studie, die ebenfalls im Auftrag des Deutschen Lackinstituts durchgeführt wurde, zählen insbesondere Streichen und Tapezieren zu den klassischen Do-it-yourself-Arbeiten in den Haushalten. 37 Prozent der Befragten gaben an, anfallenden Arbeiten zumindest teilweise selbst auszuführen. Die Anzahl derer, die stets einen Handwerker beauftragen, ist mit 11 Prozent vergleichsweise niedrig. Hinter diesen Werten verbirgt sich nicht etwa die pure Lust am Handwerken, rund 40 Prozent in dieser Gruppe finden Handwerker schlicht zu teuer.

Gute Perspektive für Baumärkte

Den Aufwind im Bereich Renovieren untermauern zudem die Distributionskanäle von Farben und Lacken. Der Baumarkt dominiert in diesem Segment ganz klar. Gründe hierfür sind unter anderem, dass Streich- und Malerarbeiten relativ häufig anfallen und vergleichsweise einfach selbst durchzuführen sind. Spezialwissen wie bei Sanitärarbeiten ist nicht zwingend notwendig. Entsprechend werden rund 55 Prozent der Umsätze mit Farben auf Endverbraucherebene durch die Bau- und Heimwerkermärkte generiert. Der Pro-Kopf-Umsatz für Farben und Zubehör pro Jahr lag 2011 bei durchschnittlich 46 Euro. Auf das gesamte Sortiment von Farben, Lacke, Tapeten und Malerbedarf gerechnet lagen die Ausgaben der Konsumenten 2011 bei rund 3,8 Mrd. Euro zu Endverbraucherpreisen.

Nach Erwartung der führenden Branchenverbände wird sich dieser Trend weiter fortsetzen und den Farben und Lacken ein moderates Wachstum für 2013 bescheren. Das größte und nach wie vor ungelöste Problem der Branche sind die Rohstoffkosten. In den Jahren 2010 und 2011 kletterten die Preise für Bindemittel, für Lösemittel, vor allem aber für Titandioxid dramatisch. Innerhalb eines Jahres stiegen die Preise um durchschnittlich 40 Prozent an. Für das laufende Jahr wird eine gewisse Entspannung bei den Rohstoffkostenerhöhungen erwartet, mit einer fortwährenden Entlastung der Einstandskosten für Rohstoffe wird aber nicht gerechnet.

Den ganzen Beitrag, unter anderem mit einigen Produkten aus dem Sortiment sowie einer Marktleiterumfrage, finden Sie in der März-Ausgabe des baumarktmanager.

23.11.2017