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Blumen & Pflanzen lassen Landgard-Umsätze sprießen

Nach der Corona-bedingten Verschiebung im Juni hat die ordentliche Vertreterversammlung der Landgard eG am 24. November erstmals als virtuelle Veranstaltung stattgefunden. Dem positiven Ausblick tat dies keinen Abbruch.

digitale Vertreterversammlung Landgard
Eindrücke von der digitalen Vertreterversammlung der Landgard eG.
Foto: Landgard eG

Die Vertreterinnen und Vertreter der Landgarde eG hatten bei der virtuellen Zusammenkunft die Möglichkeit, sich per Video, Telefon oder Chat mit Redebeiträgen einzubringen. Die erforderlichen Abstimmungen wurden über ein in die Videokonferenz integriertes Abstimmungstool in Echtzeit durchgeführt. Bert Schmitz, Aufsichtsratsvorsitzender der Landgard eG, führte durch das virtuelle Format. Mit ähnlicher Technik wurden am Tag zuvor auch die Regionalversammlungen der Sparte Blumen & Pflanzen als gemeinsame digitale Herbstversammlung mit mehr als 300 Teilnehmern durchgeführt.

Gruppenumsatz steigt um 3 Prozent

Carsten Bönig, Vorstand der Landgard eG, stellte der Vertreterversammlung in einem Rückblick zunächst die Geschäftszahlen für das Jahr 2019 vor. Demnach konnte Landgard den Umsatz um 3 Prozent auf 2,012 Mrd. EUR steigern (Vorjahr 1,953 Mrd. EUR). Davon entfielen 1,225 Mrd. EUR (Vorjahr 1,212 Mrd. EUR) auf Blumen & Pflanzen und 761 Mio. EUR (Vorjahr 715 Mio. EUR) auf Obst & Gemüse. Die sonstigen Unternehmensbereiche trugen mit 26 Mio. EUR zum Gesamtumsatz der Landgard bei. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um mehr als 31 Prozent und fiel mit 25,3 Mio. EUR deutlich besser aus als im Vorjahr. Gleichzeitig konnten die Bankverbindlichkeiten weiter stark reduziert werden. Sie verringerten sich um 60,8 Mio. EUR auf 143,0 Mio. EUR. Parallel dazu stieg die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals auf 17,9 Prozent.

Stabile Entwicklung

Diese erfreuliche Geschäftsentwicklung setzt sich auch im laufenden Jahr fort. Der Umsatz der Landgard Gruppe lag am Ende des dritten Quartals bei 1,645 Mrd. EUR und damit zirka 3 Prozent über dem Vorjahr. „Diese Entwicklung wird durch beide Sparten, Blumen & Pflanzen sowie Obst & Gemüse, getragen. Damit konnte Landgard auch im dritten Quartal die positive Geschäftsentwicklung nach dem Corona-bedingten Lockdown im Frühjahr des Jahres und trotz einer lang anhaltenden Hitzeperiode im August fortsetzen“, so Carsten Bönig. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet Landgard eine bestmögliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung in 2019 und 2020 sei umso erfreulicher, da die klimatischen Rahmenbedingungen in beiden Jahren mit Frostnächten im Frühjahr, langen Hitzeperioden und viel zu wenig Niederschlag sehr herausfordernd waren.

Konsens bei Gewinnverwendung

Da der Jahresabschluss der Landgard eG aufgrund Artikel 2 § 3 Absatz 3 des Gesetzes über die Abmilderung der Folgen der COVID 19 Pandemie bereits durch den Aufsichtsrat festgestellt wurde, musste die Vertreterversammlung nur noch über die Verwendung des Bilanzgewinns abstimmen. Der entsprechende Vorschlag zur Gewinnverwendung wurde von der Vertreterversammlung wie vorgestellt beschlossen.  

Projekte 2021

Im Verlauf der Vertreterversammlung informierten der Aufsichtsrat und der Vorstand auch über aktuelle Entwicklungen im laufenden Geschäftsjahr und gaben Ausblicke auf das Jahr 2021. Landgard wird zu Beginn des Jahres 2021 mit einer neuen Plattform online gehen, die das vorhandene Online-Angebot der Erzeugergenossenschaft ergänzt. Die Plattform soll vor allem dazu dienen, die fehlenden großen Messeauftritte zu Beginn des kommenden Jahres zumindest punktuell zu kompensieren. Das Angebot wird verschiedenste Informationsformate vom einfachen PDF bis hin zu Videos zu einem breiten Themenspektrum umfassen. „Ob neue Konzepte und Lizenzkooperationen, Hydroponik und andere moderne Anbaumethoden oder politische Entwicklungen wie die CO2-Besteuerung – alles, was auch auf den großen Branchenmessen im Fokus gestanden hätte, wird online wiederzufinden sein“, so Dirk Bader.

Frühjahrs-Ordertage 2021

Landgard hofft, die für Januar 2021 geplanten Frühjahrs-Ordertage in Herongen unter Einhaltung von strengen Abstands- und Hygienevorgaben durchführen zu können. Mit den Planungen wurde bereits begonnen. Sollte es der weitere Verlauf der Pandemie nicht anders zulassen, führt Landgard die Ordertage wie schon im Herbst wieder ausschließlich digital durch.

Floritray und Mehrweg im Test

Nach einer Corona-bedingten Unterbrechung hat Landgard die Arbeit an der Mehrwegwasserpalette Floritray im Sommer wieder aufgenommen und die Weiterentwicklung zusammen mit den Projektpartnern vorangetrieben. Themen waren dabei technische Details, organisatorische Prozesse wie die Bewirtschaftung und konzeptionelle Vorarbeiten für eine Waschanlage. In dieser Phase hat Landgard auch die Produktion einer Vorserie beauftragt. Ende November wird diese zur Verfügung stehen. Weitere Tests zu Handling, Stabilität, Haltbarkeit und Witterungseinflüssen sowie zu einzelnen Kostenpositionen sollen folgen. Parallel zum Projekt Floritray als Mehrwegssystem hat Landgard im September in einem Cash & Carry Markt einen Test zur Rückführung von Einwegtrays gestartet. Mit diesem sollen Ergebnispotenziale durch Recycling von Wertstoffen ermittelt und gehoben werden.

27.11.2020