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Bodenbeläge: Hauptsache natürlich

Möglichst ursprünglich in Aussehen und Haptik sollen Bodenbeläge sein – auch wenn sie aus Vinyl sind. Eine Renaissance erleben die Linoleumböden. Und auch die gute alte Teppichfliese ist wieder da.

Vinylböden bieten Trittschallschutz und sind kratz- und stoßfest.
Vinylböden bieten Trittschallschutz und sind kratz- und stoßfest.
Foto: Gerflor

Nach wie vor im Trend sind die so genannten LVT Designbeläge, da sie als Vinylboden mit all seinen Vorteilen wie der geringen Einbauhöhe, der Langlebigkeit und der leichten Pflege in vielen Optiken und Prägungen zu haben sind, informiert Hans Joachim Schilgen vom Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge. Ein Holzmuster ist ebenso möglich wie Stein und andere Gestaltungen.

Zudem zeigen die Kunden mehr Mut zur Farbe. Eine Renaissance erleben auch Linoleumböden, zumal sie jetzt auch modular - also als Planken - angeboten werden.

Einer dieser Anbieter von Vinylböden ist Gerflor. Mit Senso Clic Premium präsentiert das Unternehmen Designböden für Heimwerker. Die Vinylböden verfügen über das „Fall Down“ Klick-System, mit dem sich der Belag ohne professionelle Hilfe kinderleicht verlegen lässt, verspricht Gerflor. Zugeschnitten werde mit dem Teppichmesser. Ein Verkleben ist den Angaben zufolge in der Regel nicht notwendig. Das mache die Böden auch für Mietwohnungen attraktiv. Sie bieten zudem Trittschallschutz und sind kratz- und stoßfest. Und auch für das Bad sei der wasserfeste Vinylboden geeignet.

Dabei sollen die Beläge am besten so natürlich wie möglich aussehen, heißt es von Gerflor. Außerdem legten die Kunden viel Wert auf eine natürliche Haptik des Bodenbelags. Damit sich der Boden gut im Baumarkt verkaufen lässt, rät Gerflor zum Einsatz von Displays und Mustertafeln am POS. Die Produktmuster seien zum Mitnehmen geeignet.

Auch beim Laminat spielt der natürliche Look die wichtigste Rolle, heißt es vom Hersteller Parador. Besonders wenn es nach echtem Holz aussehe. Gefragt seien matte Oberflächen und natürlich anmutende Farbkombinationen. Dekore in Fliesen-, Stein, Estrich- und Stahloptik vereinten eine besondere Optik mit den positiven Produkteigenschaften von elastischen Bodenbelägen.

Darüber hinaus werden laut Parador Kombinationen von verschiedenen Looks immer beliebter: Mischungen aus Holz mit Stein oder Beton seien gefragt. Und auch das gute alte Fischgrätmuster ist wieder da.

Mehr zum Thema "Bodenbeläge", finden Sie in unserem POS-Schulungsmagazin Baumarktwissen. Das Magazin enthält nicht nur wichtige Tipps für die richtige Kundenberatung, sondern bietet auch einen Fragekatalog, womit Sie ihr erlerntes Wissen testen können. Das Baumarktwissen 02/18, finden Sie in unserem E-Shop und können es sich direkt als PDF runterladen.

Rohe Optiken sind dagegen der Trend beim Parkett. Sie sollten unbehandelt anmuten und dadurch modern und frisch wirken. Dennoch wollten die Kunden die Vorteile eines behandelten Bodens. „Wir haben mit den Farbstellungen Pure, Clear und Cream drei Farben kreiert, die dies aufgreifen und sehr zurückhaltend wirken und dadurch gut zu aktuellen Interior Trends kombinierbar sind“, betont eine Parador-Sprecherin. Minimalistisch, hell und erdig, quasi die Up-to-date-Farbe der Eiche.

„Im Hinblick auf die Oberflächenstrukturen sehen wir verstärkt weiche und tiefe Bürstungen, die die Natürlichkeit des Parketts unterstreichen“, sagt die Sprecherin.

Technische Features der Bodenbeläge

Die Endkunden achteten neben dem Design aber auch besondere technische Features wie etwa Feuchtraumeignung. Modular aufgebaute Bodenbeläge vereinten zahlreiche Produkteigenschaften und punkteten zusätzlich mit einer besonders authentischen Optik und Haptik. Am POS bewährt habe sich das im Frühjahr 2018 vorgestellte StudioConcept, mit dem die Baumärkte die Produkte ansprechend präsentieren könnten.

So schön eine homogene Parkett- oder Laminatbodenfläche auch wirkt, der harmonische Look entsteht erst durch den perfekten Abschluss zur Wand, heißt es vom Sockelleistenhersteller Hamberger Flooring (HARO).

Wenn sich Kunden für HARO Parkett entscheiden, gibt es passend zur Holzauswahl die darauf abgestimmte Sockelleiste. Für das Finish, also die Oberflächenbehandlung, hat der Kunde die Auswahl wie bei der Parkett-Oberfläche: HARO Sockelleisten gibt es entweder in geölter oder versiegelter Oberflächenqualität.

Designbeläge sind gefragt

Der Markt für elastische Bodenbeläge entwickelt sich laut dem Infodienst branchenradar.com weiterhin positiv, allerdings mit weniger Wachstum als in den vergangenen Jahren. Der Absatz erhöhte sich im Jahr 2017 nur noch um zwei Prozent auf 90,5 Millionen Quadratmeter. Dynamisch entwickeln sich weiterhin Designbeläge und Vinylparkett mit einem Absatzplus von fünf Prozent gegenüber 2016. Der Durchschnittspreis für elastische Bodenbeläge erhöhte sich um 1,6 Prozent. Die Nachfrage nach Laminat ist um rund vier Prozent zurückgegangen auf 65,9 Millionen Quadratmeter. Zahlen für das Jahr 2018 sollen im Frühjahr vorliegen, teilt der Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge mit. 

Die Leisten bestehen im Kern aus MDF und sind mit einer im Digitaldruck bedruckten Dekorfolie neuster Technologie nach Wahl ummantelt. Das schaffe einen perfekten Übergang vom Boden zur Wand. Sollte sich der Kunde für einen wasserfesten Laminat- oder Designboden entscheiden, gibt es dazu Sockelleisten, die gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt sind.

Dabei muss die Sockelleiste nicht immer im gleichen Dekor daherkommen wie der Fußboden. Ein fließender Übergang lasse sich auch mit modernen weißen Sockelleisten erzielen. Für Liebhaber ausgefallener Beleuchtung gibt es bei HARO eine LED-Befestigungsschiene, die mit jeder HARO Stecksockelleiste kombiniert werden kann. Die Sockelleiste wird ganz einfach auf die zuvor montierte LED-Schiene aufgesteckt.  

Boden und Sockelleisten würden gemeinsam kommissioniert und geliefert. Das erleichtere die Lieferantenverwaltung und Logistik.

Der Trend zu Teppichböden geht zu modularen Verlegeformen, wie Vorwerk eines bietet.
Der Trend zu Teppichböden geht zu modularen Verlegeformen, wie Vorwerk eines bietet.
Foto: Vorwerk

Der Trend bei den Teppichböden geht aus Sicht von Vorwerk zu modularen Verlegeformen, sprich der guten alten Teppichfliese. „Mit der Teppichfliese sind sowohl spannende Highlights, bewusste Zonierungen als auch dezente Bodengestaltungen möglich“, sagt eine Sprecherin von Vorwerk. Wichtig dabei seien die akustischen Eigenschaften: Immer mehr Kunden wünschten sich Oasen der Ruhe. Passend zu diesem Wunsch launcht Vorwerk flooring im Januar 2019 ein neu überarbeitetes Fliesensortiment, das dank neuartiger Freiformfliesen keinen Wunsch in der Raumgestaltung offen lasse.

Allerdings – so räumt die Sprecherin ein – spiele im Baumarkt oft der Preis die entscheidende Rolle und nicht die Beanspruchungswerte sowie ein besonderes Design des Teppichbodens. Aus diesem Grund seien Vorwerk-flooring-Bodenbeläge nur in wenigen klassischen Baumärkten zu finden. Eine umfassende Beratung könne jedoch auch im Baumarkt dafür sorgen, dass der Kunde nicht unbedingt zum günstigsten Produkt greife. Mit dem Wissen könnten die Verkäufer durch den Vorwerk-Außendienst versorgt werden. Mit Produktmusterkarten, Präsentern, Designbooks und anderem Material unterstützt Vorwerk den Handel am Point of Sale.

Mehr zum Thema "Bodenbeläge", finden Sie in unserem POS-Schulungsmagazin Baumarktwissen. Das Magazin enthält nicht nur wichtige Tipps für die richtige Kundenberatung, sondern bietet auch einen Fragekatalog, womit Sie ihr erlerntes Wissen testen können. Das Baumarktwissen 02/18, finden Sie in unserem E-Shop und können es sich direkt als PDF runterladen.

06.03.2019

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