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Erfahren Sie was in der DIY-Branche im Mai gemunkelt wurde und was es Neues gibt.

Presseschau Mai:

  • In der Corona-Krise ist Toilettenpapier eines der begehrtesten Konsumgüter. Vielerorts klaffen Lücken in den Regalen, bisweilen kam es wegen der Papierollen sogar zu Beleidigungen und Prügeln. Glück hatte der Kiebitzmarkt in Dornburg-Frickhofen, der eigentlich kein Klopapier führt, Ende März aber kurzfristig an eine größere Menge des weißen Goldes gelangte, wie Marktleiter Andreas Hofmann lokalen Medien erzälte. Um nicht von den Kunden überrannt zu werden, bauten Hofmann und Team einen provisorischen Klopapier-Drive-in auf dem Parkplatz. Eine Mitarbeiterin mit Mundschutz verkaufte die Ware direkt von Paletten, bis das Kontingent weg war: 15.000 Rollen in wenigen Stunden. Zeitweise standen Autos auf dem Parkplatz Schlange. Die XXL-Packungen mit 24 Rollen wechselten für 8 Euro (33 Cent je Rolle) den Besitzer.
  • Fast doppelt so viel, satte 14,99 Euro, wollte man im Globus Baumarkt in Goslar für hochwertige FFP2-Schutzmasken kassieren. Ein Affront in Zeiten des Mangels, hieß es in der Presse. Globus gab sich zerknirscht: „Im Rahmen der Wiedereröffnung ist uns im Globus Baumarkt in Goslar ein großer Fehler unterlaufen“, sagte eine Sprecherin. „Es handelt sich bei diesen Schutzmasken um eine Sonderaktion, die wir vor der Schließung durchgeführt hatten. Diese Schutzmasken hätten keinesfalls wieder in den Verkauf gelangen dürfen und wir bitten um Entschuldigung.“ An anderen Standorten habe man Atemschutzmasken an Kliniken und Arztpraxen gespendet und wolle so auch in Goslar verfahren.
  • Einlassbeschränkungen und Zutrittskontrollen wird es in Deutschlands Baumärkten vermutlich noch einige Zeit geben. Sowas gefällt natürlich nicht jedem. Weil er eigentlich nur etwas umtauschen, sich dafür aber in der Warteschlange vor dem Baumarkt anstellen sollte, sind einem 69-Jährigen in Hagen die Sicherungen durchgebrannt. Auf den Versuch eines Sicherheitsmannes, ihn zu stoppen, reagierte der Senior laut „Westfalenpost“ mit einem Tritt zwischen die Beine seines Gegenübers. Daraufhin folgte ein Handgemenge. Die angerückte Polizei schlichtete den Streit und schrieb eine Anzeige wegen Körperverletzung.
    Auch in Frechen bei Köln setzte es Prügel im Baumarkt. Der Grund: Vater (51) und Sohn (23) hatten den Mindestabstand nicht eingehalten. Nachdem zunächst eine Kassiererin vergeblich um Beachtung der Regeln bat, stellten Ladendetektiv und Security die Männer zur Rede. Dann flogen die Fäuste. Blaulicht, Platzverweis, Anzeige.
  • Zoff um Zahlungziele
    „Obi und Hagebau verärgern Lieferanten mit Corona-Schreiben“, war Anfang April im „Handelsblatt“ zu lesen. Offenbar war von Lieferantenseite ein Obi-Schreiben an die Zeitung weitergereicht worden, in dem der Baumarkt mitteilt, „das Zahlungsziel gegenüber den Vertragslieferanten um jeweils zusätzliche 30 Tage zu verlängern“. Grund dafür: die Corona-Krise und deren „potenziell existenziell bedrohenden Folgen“. Auch über Bestrebungen der Hagebau, Zahlungsziele zu verändern, berichtete das „Handelsblatt“. Anders als Obi bitte das Unternehmen mit Sitz in Soltau allerdings um Zustimmung, so die Zeitung.
    Auch der „Spiegel“ meldete unter Verweis auf die genannten Unternehmen: „Baumärkte wollen später zahlen.“ „Unsere Handwerkerkunden fragen nach Sonderlösungen für Zahlungsbedingungen“, wird dort ein Hagebau-Sprecher zitiert. „Diesen Wünschen haben wir versucht, mit Augenmaß zu entsprechen.“ Viele Lieferanten hätten mit Verständnis reagiert. Auch Obi rechtfertigt sich: Um die Liquidität in der Corona-Krise langfristig sicherzustellen, habe man „ausdrücklich befristet das Zahlungsziel für jeweils vier Zahlungsläufe gegenüber einzelnen Systemlieferanten um 30 Tage verlängert“. Die Zahlungen seien aufgeschoben, nicht aufgehoben.
  • Mietkosten sparen
    Auch über weitere Marktteilnehmer wird in den beiden Artikeln berichtet: Über Bauhaus heißt es: Das Unternehmen wolle an vereinbarten Vertragsinhalten festhalten, weil man sich bewusst darüber sei, „welche Herausforderungen auch unsere Partner in der gegenwärtigen Lage zu bewältigen haben“. Für Hornbach sei eine Ausweitung der Zahlungsziele kein Thema. Man habe seinen Lieferanten versichert, dass weiterhin pünktlich gezahlt werde.
    Über die Ambitionen von Toom, Mietkosten zu sparen und Zahlungen in vier Bundesländern zu kürzen, hatte zuerst „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Anschreiben an die Vermieter berichtet. Dazu sagte ein Sprecher des Mutterkonzerns Rewe laut „Spiegel“: „Die April-Mieten sind bereits voll gezahlt. Und auch danach wird es keine einseitigen Mietkürzungen geben.“ Allerdings: Aufgrund von Umsatzrückgängen versuche Toom, sich mit den Vermietern zu einigen. „Die meisten Vermieter haben besonnen reagiert“, so der Sprecher.

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01.08.2019