zurück Aktuelle Gerüchte aus der Branche

Erfahren Sie was in der DIY-Branche gemunkelt wird und was es Neues gibt.

Branchengeflüster vom November:

  • Rund zwei Milliarden Euro will die Supermarktkette Rewe 2018 in die Modernisierung ihres Online-Angebots sowie die Qualifikation ihrer Mitarbeiter stecken. Es soll darum gehen, gegen Amazon Fresh zu bestehen. Bei so einer hohen Investitionssumme sollte es den Kölnern möglich sein, eine Menge Know-How zu generieren. Gespannt sein dürfen wir, ob auch die Baumarktsparte Toom davon profitieren kann.
  • Da hat es die beiden Tapetenhersteller A.S.Création und Marburger Tapetenfabrik aber eiskalt erwischt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf ist mit einer Strafe von insgesamt 19 Mio. Euro noch einmal deutlich über die vom Bundeskartellamt verhängten Geldbußen hinausgegangen. Ein Prozessbeobachter äußerte den Verdacht, der Richter sei voreingenommen gewesen und hätte mit dieser drakonischen Strafe ein Exempel statuieren wollen. Der Urteilsspruch des OLG gegen das „Tapetenkartell“ muss die Tapetenhersteller recht unvorbereitet getroffen haben. A.S.Création hat zwar eine Ad-hoc Meldung herausgegeben, für direkte Nachfragen standen tags darauf weder in Gummersbach noch in Marburg Geschäftsführer zur Verfügung.
  • Sonderpreis-Baumarkt ist weiterhin auf Expansionskurs. Im hessischen Villmar (Landkreis Limburg-Weilburg) soll jetzt in einen ehemaligen Rewe-Markt ein Sonderpreis-Baumarkt einziehen. Dafür hätten die örtlichen Gremien nun die Weichen gestellt, hieß es. Betreiber der Sonderpreis-Märkte ist die Fishbull - Franz Fischer Qualitätswerkzeuge GmbH. Der Expansionsdrang ist zum Beispiel daran zu erkennen, wie viele Fachverkäufer und Marktleiter von dem Neustädter Händler gesucht werden.
  • QVC ist ein in den USA gegründeter Teleshopping-Kanal, der seit gut 20 Jahren auch in Deutschland aktiv ist. Im Baumarkt- und Heimwerkerbereich sind neben der Eigenmarke Practus auch inzwischen renommierte A-Marken im Angebot. Es heißt, Anfänger, Fortgeschrittene und Profi-Heimwerker fänden dort ein Sortiment, das im Handel so nicht angeboten werde. Was QVC gut kann: In der Show werden wechselweise unterschiedliche Themen und Techniken ins Blickfeld gerückt.
  • Die Ansiedlung eines Baumarkts im Limburger ICE-Gebiet hätte sich im Laufe des Jahres 2014 als kleiner Wirtschaftskrimi gestaltet, enthüllte die Nassauische Neue Presse zuletzt. Es gab einen Bieterwettkampf, bei dem sich Obi mit dem finanziell besten Angebot durchsetzte. Kurz vor der Abstimmung im Bau- und Planungsausschuss besserte einer der unterlegenen Mitbewerber, Bauhaus, sein Angebot nach. Vor allem die SPD-Fraktion setzte sich deshalb dafür ein, Bauhaus den Zuschlag zu geben, mit der Begründung, in der näheren Umgebung gebe es keine Bauhaus-Märkte. Einzige Voraussetzung war: Bauhaus sollte noch einmal mehr bieten, und zwar mindestens so viel wie Obi. Weil die Wermelskirchener daraufhin drohten, gegen die Stadt zu klagen, wurde das Vergabeverfahren noch einmal gestartet. Am Ende setzte sich Obi dann doch durch – mit dem finanziell besten Angebot, das ein Plus von 160 000 Euro pro Jahr auf knapp 500 000 Euro einbrachte. Bürgermeister Martin Richard wurde mit den Worten zitiert: „Ich verurteile das Verfahren, nehme das Geld aber gern.“
  • Die schwedische Möbelkette Ikea baut möglicherweise sein Geschäftsmodell um. In der Stockholmer Innenstadt ist dieser Tage ein 300 Quadratmeter „großes“ Ikea Küchenstudio an den Start gegangen. Online-Handel und insgesamt verändertes Kundenverhalten werden die Schweden zum Test eines solchen Formats bewogen haben. Liegt für die Möbel- aber auch für die Baumarktbranche die Zukunft vielleicht in kleineren Compact-Stores, die sich auch für Innenstadtlagen eignen?
  • Apropos: Wie ist es eigentlich um die Weiterführung der Hornbach Compact-Märkte bestellt? Die Pressekonferenz, bei der die Halbjahreszahlen der Baumarktkette verkündet wurden, brachte jedenfalls nichts Neues in der Sache. Immerhin liegen die Pfälzer ja in Sachen E-Commerce ganz vorne.
  • Unterschiedlicher könnten die Gemütslagen nicht sein: Marktleiter aus dem Baustoffhandel jubilieren über reißende Absätze auch noch bis in den November hinein und bei den Baumärkten herrscht Tristesse. „Es kommt mir vor, als hätten wir Juni, so wild sind die Kunden auf unsere Baustoffe“, schwärmt ein Marktleiter aus einem Baustoffmarkt in Hessen. Auf der anderen Seite jammern die Baumarktbetreiber. Ein Marktleiter aus derselben Region klagt: „Das Sommer-Garten-Geschäft ist quasi überhaupt nicht vernünftig in Gang gekommen, und nun können wir uns schon auf den Winter einstellen.“
  • Das ist nun wirklich kein Dummerjungenstreich mehr. Ein oder mehrere Unbekannte haben im Bannewitzer Obi-Baumarkt eine Gaskartusche geöffnet und dann zurück ins Regal gestellt. Zum Glück haben Obi-Mitarbeiter den Gasgeruch bemerkt und die Kartusche schnell ausfindig gemacht. Der Markt musste kurzfristig evakuiert und gelüftet werden.
  • Wie die Immobilienzeitung berichtet, hat der Baumarktbetreiber Bauhaus eine rund 50.000 qm große Fläche im Bochumer Stadtteil Wattenscheid erworben. Dabei handelt es sich um das frühere Aquella-Gelände in der Berliner Straße 50-62, mit dessen Vermarktung das Essener Maklerunternehmen Brockhoff 2010 beauftragt wurde. Nach langen und zähen Verhandlungen zwischen Käufer, Verkäufer und Stadt haben die Flächenvermittler jetzt den Abschluss des Erwerbs durch die Bauhaus-Immobilientochter Cosmos gemeldet. Verkäuferin ist die Hedego-Beteiligungsgesellschaft. Nun muss die Stadt Bochum noch die Baugenehmigung für den Baumarkt erteilen.
  • Der Hersteller Bosch versucht sich als Anbieter von Smart Home Lösungen zu etablieren. Um Konzepte und Produkte vorzustellen wurde eigens im Kölner RheinEnergie Stadion eine große Pressekonferenz abgehalten. Auch bei Bosch ist klar: Ohne Kooperation geht es nicht. Die Leinfelder arbeiten weltweit mit verschiedenen Partnern wie Philips, Alexa, Junkers und Zigbee zusammen. Und was die Vertriebskanäle angeht ist Bosch „völlig schmerzfrei“. „Wir sind für jeden Vertriebsweg offen“, hieß es inoffiziell.
  • In einem Baumarkt in der Nähe von Freiburg ist ein scharf riechender Stoff ausgetreten. Mehreren Zeitungsmeldungen zufolge hätten Kunden über Reizungen der Atemwege und der Augen geklagt. 14 Menschen wurden am Samstag vor Ort behandelt, zwei von ihnen brachte der Rettungsdienst in Krankenhäuser, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Die Ausgasungen müssen sich in der Abteilung für Auto-Zubehör und an den Kassen ausgebreitet haben. Messungen der Feuerwehr hätten aber keinen der gängigen Gefahrstoffe aufspüren können. Er habe sich schnell verflüchtigt. Aber auch dieser Baumarkt musste ordentlich durchgelüftet werden.

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25.10.2017