zurück Gerüchte aus der Branche

Erfahren Sie was in der DIY-Branche im November gemunkelt wurde und was es Neues gibt.

Branchengeflüster vom November:

  • Und da heißt es doch immer, die Genehmigungsverfahren für die Ansiedlung von großflächigen Handelsstandorten zögen sich in die Länge. Anders diesmal in Löhne: Dort hat der Planungsausschuss des Stadtrates die Pläne von Globus Bau- markt „ohne Diskussion“ durchgewinkt. Globus will auf dem ehemaligen Ratio-Gelände einen Baumarkt mit 14.000 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Dazu sollen die Ratio-Tankstelle und sämtliche Gebäude abgerissen werden. Die Bagger rollen schon an, um diese Maßnahmen durchzuführen. Wann der Markt dann schließlich eröffnet werden kann, steht zurzeit noch nicht fest.
  • Die Baumarktkette Hellweg hatte einen Rekord zu verzeichnen: Angeblich waren etwa 400 Frauen in den Baumarkt in Falkensee zur alljährlichen Ladies Night gekommen. Die Falkenseer Damen hatten so auf diesen Event hingefiebert, dass der Markt noch nicht einmal Werbung dafür machen musste. Schon bald machte sich aber bei einigen Teilnehmerinnen eine große Enttäuschung breit: Der Marktleiter kündigte bereits bei der Begrüßung der Damen an, dass es in diesem Jahr nur alkoholfreie Getränke zur Verköstigung geben werde. Warum ergreift Hellweg solche drastischen Maßnahmen? Bei einer der letzten Ladies Nights hatte sich eine Frau wohl unter Alkoholeinfluss im Workshop verletzt und die Baumarktkette daraufhin verklagt. Anstelle komplett auf die Arbeit mit jedwedem Werkzeug, Holz und Farbe zu verzichten, strichen die Dortmunder fatalerweise Sekt und Schnaps aus dem Ladies-Night-Programm. Nicht einmal das Männerballett des Nauener Karnevalsclubs Blau-Weiß konnte hernach mit seinem großen Auftritt den verkorksten Abend noch retten. Es ist davon auszugehen, dass der Hellweg-Baumarkt in Falkensee im nächsten Jahr ganz sicher Werbung für seine Ladies Night wird machen müssen.
  • Der Fußbodenmarkt befindet sich im Wandel, heißt es. Die Branche habe ver- gangenes Jahr in Summe 1,1 Prozent eingebüßt. Dabei zeigt sich bei der Betrachtung der verschiedenen Beläge ein differenziertes Bild: Laminat hat im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 7,3 Prozent ein- gefahren, während die sogenannten elastischen Beläge ein Plus von 7,5 Prozent zu verzeichnen hatten. Interessant ist: Der Onlinehandel mit Bodenbelägen konnte im letzten Jahr um 15 Prozent zulegen.
  • Johannes Lensges, ehemaliger Bereichsleiter Vertrieb Fachhandel bei der Hagebau, hat beim Berliner Start-up-Unternehmen Inpera angeheuert. Zusammen mit seinem ebenfalls dort neu gestarteten Kollegen Richard Liehmann bekleidet Lensges die Doppelspitze in der Geschäftsführung. Bei Inpera handelt es sich um eine digitale Beschaffungsplattform für Werkleistungen und Baumaterialien.
  • Dass Batterien und Elektrowerkzeuge in den Baumärkten geklaut werden, daran haben sich die Mitarbeiter gewöhnt. Was sich allerdings zuletzt in einem Hornbach-Markt in Mainz-Bretzenheim abgespielt hat, kann man schon als sehr dreist bezeichnen: Wie die örtliche Polizei berichtet, hätten zwei Männer zwei vor dem Markt postierte Whirlpools einfach in ihren Transporter gepackt und sich anschließend davongemacht. Einer aufmerksamen Kundin kam die Sache seltsam vor. Sie notierte das Kennzeichen, die Halter des Fahrzeugs konnten ausgemacht und die Whirlpools sowie andere original verpackte Baumarktprodukte wie Grills und dergleichen sichergestellt werden.
  • Nach Meldungen der slowenischen Tagespresse hat der US-amerikanische Finanzfond LCN Capital Partners vom führenden slowenischen DIY-Retailer Merkur 15 kombinierte Bau- und Gartenmärkte übernommen. In Eigenregie der Merkur Group weitergeführt werden die übrigen sieben großflächigen Merkur Bau- und Gartenmärkte im Land.
  • Der Getränkelieferant „Flaschenpost“ expandiert fleißig. Von inzwischen 17 Standorten in Deutschland aus beliefert das Münsteraner Start-up-Unternehmen seine Kunden mit Wasser, Bier und Limo. In immer mehr Städten sind die Vans zu sehen, zuletzt ist Frankfurt am Main hinzugekommen. Ausgeweitet hat Flaschenpost neben seinem Liefergebiet auch das Sortiment. Obwohl die Gründer stets betonten, kein Partyservice sein zu wollen, entwickeln sie sich nun doch (auch) in diese Richtung. Im Onlineshop gibt es unter „Party“ immerhin schon Knabberzeug und Eiswürfel. Auch für die Gartenparty schleppen die Fahrer das notwendige Equipment an: In der Kategorie „Grillen & Garten“ finden Kunden kleine Grillgeräte, Holzkohle und Grillanzünder, Einweggeschirr und Blumenerde und Pflanzendünger von Compo. Ob das der Einstieg von Flachenpost in den Baumarkt- und Gartenhandel ist? Wieso eigentlich nicht? Schließlich suchen die Hersteller nach zusätzlichen Vertriebswegen, die Distributionskanäle verändern sich. Und unsere Freunde von Jeez dürften sich auch nicht beklagen. Denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.

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01.08.2019