zurück Gerüchte aus der Branche

Erfahren Sie was in der DIY-Branche im April gemunkelt wurde und was es Neues gibt.

Branchengeflüster vom Mai:

  • Die ACO-Gruppe mit Sitz in Büdelsdorf hat kürzlich das ebenfalls auf Entwässerungstechnik spezialisierte italienische Unternehmen Mufle übernommen. Dies bestätigte Thomas Bannas, Chef der ACO-Hochbausparte, unserer Redaktion. Zu den konkreten Zielen der Übernahme äußerte sich das Unternehmen zunächst nicht. Dem Vernehmen nach bestehen zwischen Mufle und weiteren im deutschen DIY-Handel aktiven Lieferanten Geschäftsbeziehungen. Die betreffenden Unternehmen werden in Zukunft also mit ACO verhandeln müssen.
  • Albrecht Hornbach ist für sein gesellschaftliches Engagement mit der Ehrenplakette seiner Heimatstadt Landau ausgezeichnet worden. Der Konzernchef der gleichnamigen Baumarktkette setzt sich vielfältig im sozialen und kulturellen Bereich ein, etwa mit der Hornbach-Stiftung „Menschen in Not“ und für die Landauer Jugendstil-Festhalle. Hornbach ist zudem Vorstand des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar, Präsident der IHK Pfalz und Vorsitzender der Stiftung Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.
    „Ich war überrascht und fühle mich geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten“, sagte Hornbach. Er sei „im Herzen immer Landauer geblieben“.
  • Die Baumarktkette Toom bringt in Stade, nordwestlich von Hamburg an der Elbe gelegen, einen neuen Markt an den Start. Anfang Juni wollen die Kölner Retailer dort ein völlig neues Flächenkonzept präsentieren. In dem 5.500 Quadratmeter großen Markt wird die Baumarktkette zahlreiche neue Services bieten, die dem Kunden schnelle Orientierung im Markt, maximale Fachkompetenz und Zeitersparnis bringen sollen.
  • Ziemliches Stühlerücken beim Lieferanten Leifheit: Noch während der Aktienkurs des Unternehmens in 2018 mehr 30 Prozent nachgab, wurden Finanzchef Ansgar Lengeling und Vorstandschef Thomas Radke gefeuert. „Wegen Erfolglosigkeit“ wurde von Seiten des Aufsichtsrats unverblümt erklärt. Aber genau dem Aufsichtsrat wurde zögerliches Verhalten vorgeworfen: Man habe die operative Spitze zu lange gewähren lassen, hieß es inoffiziell. In der Folge hat sich das Kontrollgremium inzwischen auch aufgelöst. Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Zahn sowie die Kollegen Ulli Gritzhuhn und Sonja Wärntgens haben ihre Posten geräumt. Der Vorstand von Leifheit steht nun schon fast wieder: Neben dem interimsweise hauptverantwortlichen Ivo Huhmann und seinem Kollegen Igor Iraeta Munduate wird ab Anfang Juni Henner Rinsche als neuer Vorstandschef installiert. Und Dr. Günter Blaschke wurde auf Antrag des Leifheit-Vorstands vom zuständigen Amtsgericht Montabaur mit Wirkung zum 1. April zum Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt und anschließend von den Mitgliedern des Aufsichtsrats zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Am 29. Mai wird auf der Hauptversammlung der Aufsichtsrat wieder komplettiert. Angeblich steht der ehemalige Leifheit-Vorstand Claus-Otto Zacharias zur Wahl.
  • Welchen Einfluss Marktleiter auf die Auswahl ihrer Lieferanten und somit auf die Sortimentsstruktur haben, zeigt unser Baumarktbarometer auf Seite 10. Tatsächlich gehe der Trend hin zu einer Vereinheitlichung der Listungen, wie ein Einkäufer hinter vorgehaltener Hand erklärt. Der zentrale Einkauf müsse den Spagat zwischen standardisierten Sortimenten und regionalen Besonderheiten hinbekommen. „Die Märkte hatten in der Vergangenheit sehr große Freiheiten. Wir sind nun zu der Überzeugung gekommen, dass da ein wenig mehr Struktur hinein gehört“, so der Einkäufer.

  • Mehr „Ausprobierflächen“, weniger Regalschluchten: Obi-Filialen sollen offener, heller werden und mehr Durchblick gewähren. „Das ist die Voraussetzung für mehr Spaß beim Einkaufen“, hatte Jens Weber, Director Customer Offer, im vergangenen Jahr angekündigt. Konkret wurde er damals jedoch nicht. Ebenso wenig wie kürzlich Franz-Peter Tepaß, als er bei der BHB-Pressekonferenz nach neuen Flächenformaten des Marktführers gefragt wurde. Eine Ahnung davon, was Obi in Zukunft auf der Fläche anders machen will, vermitteln die aktuellen Umbaumaßnahmen am Standort in Köln-Marsdorf. In der Filiale sind einige Veränderungen offensichtlich, beispielsweise im Außenbereich eine Art Testgelände für Hochdruckreiniger oder auch für Rasenmäher. Der Umbau läuft bei laufendem Betrieb. Bis Jahresende 2019 soll in Marsdorf noch vieles passieren, wobei es Obi offensichtlich darum geht, die Kunden verstärkt dazu zu motivieren, bestimmte Produkte auszuprobieren. In das Projekt sind einige namhafte Industriepartner eingebunden. Obi selbst äußerte sich auf Anfrage von BaumarktManager zunächst nicht zum „Experience Store“. Dass etwas passiert oder passieren soll auf der Fläche, zeigen auch Stellenangebote des Unternehmens: Gesucht wird zum Beispiel ein „Praktikant/Werkstudent Retail Experience Transformation“ oder ein „Project Manager Customer Experience Store Design“.

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31.01.2019