zurück Aktuelle Gerüchte aus der Branche

Erfahren Sie was in der DIY-Branche gemunkelt wird und was es Neues gibt.

Branchengeflüster vom März:

  • Das Thema Parkplätze scheint den Einzelhandel stark zu beschäftigen. In  Offenburg versucht Obi das Problem mit Dauerparkern, die nicht im Markt einkaufen, in den Griff zu bekommen und das wohl schon seit Jahren. Durch die Baustellen hatte sich das Problem zeitweilig  verschlimmert. Obi versucht der Sache noch im Guten Herr zu werden: Plakate, die auf dem Baumarkt Parkplatz auf das gegenüberliegende Parkhaus »Kronenwiese« aufmerksam machen – Rabatt für Neukunden inklusive.
  • Anfang des Jahres stahl ein junger Mann in einem Baumarkt in Bad Arolsen-Mengeringhausen hochwertige Akkuschrauber. Er ließ offenbar gleich mehrere Modelle der Marke Makita mitgehen. Mit dem Hinweis, er sollen sich vielleicht auch die Geräte der etwas günstigeren Eigenmarke anschauen, konnte der rund „34 bis 40 Jahre alt“ Übeltäter nichts anfangen.
  • Wie die Westdeutsche Zeitung  berichtet, hat die Baumarktkette Bauhaus einer angestellten Betriebsrätin gekündigt. Das sei beim Baumarkt-Riesen „Bauhaus“ durchaus so üblich, hatte Albrecht Kieser, von der Arbeitnehmerorganisation „work watch“ gegenüber der Tageszeitung behauptet. Betriebsräte genössen zwar einen besonderen Kündigungsschutz, dennoch sei der Betriebsrätin gekündigt worden – und das übrigens mit Zustimmung des Betriebsrates. „Die Mehrheit des Betriebsrates ist der Geschäftsleitung wohlgesonnen“, sagt Kieser. Nur wenige Bauhaus-Märkte hätten überhaupt Betriebsräte – diese würden von Arbeitgeberseite als „Betriebsratsverseucht“ bezeichnet werden, so der Gewerkschaftler weiter.
  • Und noch eine Gewerkschaftsmeldung: Obi und Verdi kommen nicht zur Ruhe, melden verschiedenen Agenturen im Land, unter anderem aus Sachsen, aber auch aus Hessen. In Radebeul bei Dreseden fordern die Beschäftigten per Aufdruck auf T-Shirts: „Wir fordern 100 Prozent Entlohnung für 100 Prozent Leistung und Tariflohn als Mindesteinkommen“. Und in Lohr am Main von Verdi gar werden gar Mobbing-Vorwürfe erhoben. Letztes allerdings im (a-)sozialen Netzwerk, und niemand will sich hernach zu diesem Vorwurf bekennen.
  • Dass die Arbeit im Holzzuschnitt nicht ganz ungefährlich ist, dürfte allen Baumarktbetreibern und auch dem Personal klar sein. Eine brennende Säge gibt´s allerdings nicht alle Tage. Im Northeimer OBI Baumarkt ist im letzten Monat eine Wandsäge in Brand geraten. Der Kollege, der an der Säge gearbeitet hat, konnte den Brand mit einem Feuerlöscher löschen, jedoch nicht verhindern, dass sich enormer Rauch entwickelte. Es kam, was kommen musste: die Brandmeldeanlage schlug an, und alle Kunden und Mitarbeiter wurden aus dem Markt evakuiert. Bilanz: Ein Leichtverletzter und 30.000 Euro Schaden.
  • Noch ein Brand, aber diesmal ein absichtlich herbeigeführter: Im Obergeschoss eines Mannheimer Bauhauses ist Anfang des Jahres ein Feuer ausgebrochen. Der komplette Baumarkt musste evakuiert werden. Zunächst war die Brandursache noch unklar, aber nachdem der Brand gelöscht wurde und die Kripo die Ermittlungen aufgenommen hatte wurde bald klar. Es war Brandstiftung. Unbekannte Täter hatten in einem Regal für Auto- und Fahrradzubehöre das Feuer gelegt. Dafür sollen sie ein Brandbeschleuniger genutzt haben.
  • Was macht man in Borna aus einer Bowlingbahn, wenn niemand mehr Bowling spielen möchte? Falsch, keinen Billard-Salon sondern einen Baumarkt. „Klar“, denken sich viele Brancheninsider, nachdem sie das Logo von Sonderpreis an der Fassade prangen sehen: „Die Fishbull - Franz Fischer Qualitätswerkzeuge GmbH ist eben enorm kreativ und geht auch mal den total abgefahrenen Weg.“ Der Weg ist aber offensichtlich gar nicht so abgefahren. Immerhin hatte sich auch der Lebensmitteldiscounter Aldi für die Bowlingbahn interessiert, und die hatten sicherlich nicht vor, dort einen Bootsverleih zu eröffnen. Oder irgendetwas anderes das mit B… anfängt …
  • Am europäischen Geschäft der Vertriebsschiene Bunnings hat der australische Einzelhandelskonzern Wesfarmers offenbar überhaupt keine große Freude mehr. Die Übernahme der britischen Baumarktkette Homebase scheint sich als Flop zu erweisen. Zwar sind schon einige Homebase-Läden auf die Marke Bunnings umgeflaggt worden, zu nützen scheint es allerdings nicht viel. Fast 100 Mio. britische Pfund soll Bunnings in UK an Verlusten eingefahren haben.
  • Die Planungs- und Infoveranstaltung (PIV) hat es wohl in diesem Jahr in Kassel zum letzten Mal gegeben. Es hieß, die Inhalte der Veranstaltung würden künftig im Zuge der Hagebau (Zeus-) Messe in Köln an die Gesellschafter weiter gegeben.
  • Alarm im Hamburger Norden! Im Ortsteil Prisdorf soll zum 1. März der Sonderpostenmarkt geschlossen werden. Das Gewerbegebiet drohe auszubluten, so die Prisdorfer Bürger, weil Mitte Februar Toom bereits seinen Baumarkt geschlossen hat. Die Kölner haben ein paar Kilometer entfernt neu gebaut: Größer und moderner natürlich, aber eben nicht in Prisdorf sondern in Pinneberg. Was Toom mit dem Prisdorfer Markt anstellen möchte ist noch unklar, schließlich ist der Mietvertrag noch bis 2023 gültig. Im Gespräch ist ein Lager, dass Toom gut nutzen könnte, wenn im Sommer dieses Jahres endlich der Onlineshop an den Start geht.

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25.10.2017