zurück Gerüchte aus der Branche

Erfahren Sie was in der DIY-Branche im Dezember gemunkelt wurde und was es Neues gibt.

Branchengeflüster vom Dezember:

  • Obi macht neuerdings gemeinsame Sache mit Amazon: Auf der deutschen Shoppingplattform des US-Konzerns finden Kunden jetzt die offenbar sehr beliebten Selbstbau-Sets, die man auch im Onlineshop von Obi oder im „Create“-Store in der Kölner Innenstadt kaufen kann. Im Amazon Marketplace tritt nicht Obi, sondern die Tochtergesellschaft Emil Lux als Verkäufer auf. Im Angebot sind zum Beispiel ein Kerzenständer oder ein Regal zum Selbstbauen, insgesamt etwa eine gute Handvoll an Sets. Zwischen den Preisen bei Obi und bei Amazon gab es bei stichprobenartiger Prüfung keinen Unterschied. Rezensionen von Nutzern lagen bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe leider noch nicht vor. Dem Vernehmen nach vermarktet Obi die Sets sehr erfolgreich. Kein Wunder also, dass auch alternative Vertriebswege (mit entsprechenden Abschlägen auf die Marge) genutzt werden.
  • Die international agierende Marktplatz-Plattform Manomano ist eigenen Angaben zufolge europäischer E-Commerce-Marktführer im Bereich Heimwerken und Garten. Deutschland-Chef Nils Kernchen sprach Ende Oktober beim IVG Forum Gartenmarkt über das Geschäftsmodell des französischen Online-Anbieters. Ein Handelsvolumen von 700 Millionen Euro wird Manomano im aktuellen Geschäftsjahr umsetzen, geplant ist aber, schon bald die 1-Milliarde-Euro-Umsatz-Schwelle zu knacken. Um weiter zu expandieren, ist Manomano auch in Deutschland auf der Suche nach weiteren (Handels-)Partnern. Am Rande der IVG-Veranstaltung wurde gemunkelt, die saarländische Handelskette Globus Baumarkt plane, Manomano künftig als Online-Marktplatz zu nutzen. Derzeit arbeitet Globus mit Ebay zusammen.
  • Max Bahr lebt! In Kassel sieht es jedenfalls noch danach aus, insbesondere in den Abendstunden und in der Nacht. Denn obwohl die Immobilie an der Heiligenröder Straße, die einst den Baumarkt beherbergte, seit der Praktiker-Insolvenz leer steht und das Grundstück zusehends verwahrlost, leuchtet in der Dunkelheit der Werbeturm mit den blauen Max-Bahr-Buchstaben auf gelbem Grund. Wer den Strom für die Leuchtreklame für den längst nicht mehr geöffneten Baumarkt bezahlt, ist unklar. Jedenfalls konnten die Städtischen Werke, bei denen sich die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ in der Angelegenheit erkundigte, keine Auskunft darüber geben. Auch der zuständige Ortsvorsteher zeigte sich ratlos. Möglich ist allerdings, dass der derzeitige Grundstücksbesitzer inzwischen Wind von der Sache bekommen und bei Max Bahr jetzt endgültig den Stecker gezogen hat.
  • Gelegenheit macht bekanntlich Diebe. In Wiesbaden ergaunerte ein 48-Jähriger auf noch ungeklärte Art und Weise zunächst die Arbeitskleidung eines Baumarktangestellten. Mit dem frisch gewa- schenen Hemd tauchte der Mann im Ein- gangsbereich des betreffenden Bau- markts auf, um sich bei den dort ausgestellten Kaminen zu bedienen. In Windeseile hatte er sein Wunschobjekt auf die mitgebrachte Sackkarre geladen und bereits in den Transporter verfrachtet, als eine Mitarbeiterin auf den vermeintlichen Kollegen aufmerksam wurde und die Polizei verständigte. Ihr sei vor allem das blitzblanke Outfit des Mannes verdächtig vorgekommen, gab die Frau zu Protokoll.
  • Knacken sie im kommenden Jahr die 300? Sonderpreis Baumarkt ist 2019 erneut stark gewachsen. Der Franchisegeber Fishbull (Franz Fischer Qualitätswerk- zeuge) blickt bis dato auf rund 20 Neueröffnungen in diesem Jahr zurück. Auf der Unternehmenswebsite sind aktuell 270 Standorte gelistet. Zuletzt gingen Baumärkte in Moringen (Niedersachsen) und in Neustadt bei Coburg ans Netz. Auch der Onlineshop kann sich mit aktuell rund 18.000 gelisteten Artikeln sehen lassen. Die Analyse- und Beratungsgesellschaft Service Value zeichnete den Sonderpreis-Webshop zuletzt als „Preis- Champion 2019“ aus.
  • Geht es um die Inventur in den elf Obi-Franchisemärkten, überlässt Migros Ostschweiz offenbar nichts dem Zufall. Man benötige „bestens geschulte Mitarbeitende in ausreichender Anzahl“, um die Arbeit „in kurzer Frist und höchster Qualität“ durchzuführen zu können, verlautet aus der Kommunikationsabteilung. Fündig wurde Mig- ros in Deutschland bei der Firma OMS Prüfservice mit Sitz in Lorch-Waldhausen (Baden-Württemberg). Diese wiederum vertraut offenbar auf Fachpersonal aus Osteuro- pa, denn bei den für die Migros-Obis in der Schweiz Zählenden handelt es sich „größtenteils um Personen mit Wohnsitz in Polen, die auf Inventuren spezialisiert sind“. Wohin der violettfarbene Reisebus mit den osteuropäischen Experten im Anschluss hin unterwegs war, ist unbekannt. In den „Do it + Garden“-Märkten ließ Migros sie nicht zählen. Dort übernehmen eigene Mitarbeiter den Job.

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01.08.2019