zurück Gerüchte aus der Branche

Erfahren Sie was in der DIY-Branche im September gemunkelt wurde und was es Neues gibt.

Branchengeflüster vom September:

  • Es soll Baumärkte geben, die der Meinung sind, auf Produkte bestimmter Hersteller verzichten zu können. Selbst dann, wenn es sich dabei um absolute Top-Marken handelt. Der Kunde wird im Zweifel vielleicht auch zur Eigenmarke greifen. Das kann gutgehen oder auch schief. Im Falle von Hochdruckreinigern zum Beispiel stellt der Kunde sich offenbar gern quer. Er will nun mal keinen Hochdruckreiniger kaufen, sondern das Synonym für Hochdruckreiniger. Also rudert der Baumarkt zurück und nimmt die Produkte wieder ins Programm. Dem betroffenen Hersteller hat das Ganze übrigens nicht geschadet. Er hat trotzdem massig Hochdruckreiniger verkauft, nur in anderen Baumärkten.
  • Apropos Kärcher: Der deutsche Weltmarktführer für Reinigungstechnik greift jetzt mit einem eigenen Mähroboter an. Das quietschgelbe Gefährt namens RLM 4 ist für 1.099,99 Euro im Online-Shop des Herstellers erhältlich. „Heimwerker Praxis“ hat den Roboter schon getestet und direkt in die „Oberklasse“ eingeordnet. Bei Amazon kostete er Anfang August 890,99 Euro. Kundenbewertungen gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine.
  • Amazon kostete er Anfang August 890,99 Euro. Kundenbewertungen gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine. Spannende Ankündigung von den Fischerwerken: Am 25. September lädt der Befestigungsspezialist Journalisten zur Produktpräsentation in Waldachtal ein: „Für die Baumarkt- und DIY-Branche haben wir jetzt ein komplett neues Konzept und Sortiment entwickelt.“ Die Agenda der Presseveranstaltung ist überschrieben mit „Ganz ohne Werkzeug“. Mehr dazu schon bald in baumarktmanager und in unserem Newsletter.
  • „50.000 neue Mitarbeiter im Baumarkt“ hat die „Nordwest Zeitung“ einen Artikel in ihrer Online-Ausgabe überschrieben. Wie bitte? 50.000 Mitarbeiter in einem Baumarkt? Das wäre ja selbst für die dickste Big Box ein unvorstellbarer Luxus. Tatsächlich kann auch der Hagebaumarkt im niedersächsischen Westerstede, um den es in dem Beitrag geht, nicht mit einem so phänomenalen Beratungsangebot aufwarten. Es gibt zwar 50.000 fleißige Helfer neuerdings, mit Kundenservice haben die allerdings nichts im Sinn. Sie fliegen nur auf Blumen: Am Rande des Parkplatzes wurde ein Bienenvolk angesiedelt. Marktleiter Michael Mewes möchte einen Beitrag zum Fortbestand der Honigbiene leisten, wie er der Zeitung erklärte.
  • So wie es derzeit aussieht, soll in einem Jahr der Hela-Baumarkt im Germersheimer Gewerbegebiet vergrößert und zu einer Globus-Filiale umgebaut werden. Es heißt, die Arbeiten daran hätten schon begonnen.
  • Einige Baumärkte kämpfen damit, Produktdaten für den E-Commerce vernünftig aufzubereiten. Hinderlich ist dabei die Größe des Sortiments, wodurch sich der Aufwand der Aufbereitung von Produktdaten für die Baumärkte deutlich erhöht. Anderseits ist auch der Anspruch an die Qualität der Produktdaten in puncto Korrektheit, Vollständigkeit und Normierung enorm. Erschwert wird das Onboarding der Produktdaten angeblich durch die Lieferantenstruktur der Baumärkte: Es gibt Lieferanten, die die Notwendigkeit der Digitalisierung und Professionalisierung längst erkannt haben. So sind Unternehmen wie beispielsweise Bosch in der Lage, Produktdaten klassifiziert und strukturiert anzuliefern. Für andere „kleinere“ Lieferanten liegt genau hier die Herausforderung – dann werden Excel-Tabellen verschickt, die wiederum manuell in ein Zielsystem übertragen und inhaltlich optimiert werden müssen.
  • Algorithmen sind schon eine feine Sache. Mit ihrer Hilfe gelingt es Online-Händlern zum Beispiel, Preise an den Markt und verschiedene Kundenprofile anzupassen. Verboten ist das selbstverständlich nicht, Verbraucherschützer stehen allerdings nicht unbedingt auf Dynamic Pricing. Die selbsternannten „Marktwächter“ von der Verbraucherzentrale Brandenburg haben mehr als einen Monat lang 1.133 Produktpreise bei 16 Online-Händlern getestet. Ergebnis: 60 Prozent der Preise seien bis zu drei Mal innerhalb von 34 Tagen verändert worden, 40 Prozent in noch höherer Frequenz. Auch der Obi-Onlineshop war im Test: Er wechselte laut der Untersuchung nahezu täglich Preise für einige Artikel.

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01.10.2018