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Briggs & Stratton meldet Konkurs an

Briggs & Stratton hat in den USA Konkurs angemeldet. Das Geschäft soll auftrechterhalten werden. Dafür verkauft Briggs & Stratton Firmenanteile an die New Yorker Private Equity-Gesellschaft KPS Capital Partners LP.

Briggs & Stratton
Großer Name in der Krise: Briggs & Stratton hat in den USA Insolvenz angemeldet.
Foto: Briggs & Stratton

Der einst renommierte Motorenhersteller Briggs & Stratton hat in den USA Konkurs angemeldet. Konkret hat das Unternehmen diese Woche beim dafür zuständigen Konkurs-Gerichtshof in Ost Missouri den Konkurs nach Kapitel 11 eingereicht. Letzteres besagt, dass das Unternehmen gemeinsam mit Kreditgebern einen Plan zur Reorganisation und Fortführung der Geschäfte ausarbeiten will.

Dazu hat sich das New Yorker Private Equity Unternehmen KPS Capital Partners LP bereiterklärt, alle Anteile von Briggs & Stratton in der Größenordnung von rund 550 Millionen Dollar zu übernehmen. Dabei handelt es sich um ein Mindestgebot. Der Deal bedarf jedoch noch der Zustimmung des Gerichtshofs und kann theoretisch von einem anderen Bieter getoppt werden. Börsenanalysten vor Ort kommentieren jedoch, dass die KPS-Offerte das beste ist, was Briggs & Stratton erwarten kann.

Der weltweit größte Hersteller von kleinen Benzinmotoren, der rund um den Globus rund 5.000 Menschen beschäftigt, etwa 1.300 davon in der Region Milwaukee, war seit Längerem in der Krise. Zuletzt bediente das Unternehmen seine Kredite nicht mehr und musste das Zahlungsziel von Anfang auf Mitte Juli strecken. Mit Auslaufen dieser Deadline am 15. Juli schien der Konkurs unausweichlich.

Welche Konsequenzen die Insolvenz von Briggs & Stratton im europäischen und insbesondere deutschen Markt haben wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Aus der Deutschland-Zentrale in Viernheim war bislang kein Statement zu bekommen.

22.07.2020