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Deutsche geben viel Geld für Wohnen und Einrichten aus

Wie eine Studie des IFH Köln und der BBE Handelsberatung zeigt, geben Deutsche im Schnitt 1.427 Euro für Wohnen und Einrichten pro Wohneinheit aus – ein Spitzenwert innerhalb der EU. Bezogen auf das verfügbare Einkommen ist aber noch mehr möglich.

IFH BBE Studie 2019 Wohnen Einrichten
Die meisten Umsätze entfallen hierbei auf Küche, Wohn- und Esszimmer sowie Schlafzimmer.
Foto: IFH

Wohnen genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert. In keinem anderen Land der europäischen Union wird so viel Geld für Einrichtungsgegenstände ausgegeben. Insgesamt investierten Deutsche im Jahr 2018 1.427 Euro pro Wohneinheit. Das Gesamtvolumen belief sich auf 59,6 Milliarden Euro für private Haushalte, wie die neue Studie "Wohnräume: Wohnen in Deutschland" des IFH Köln und der BBE Handelsberatung zeigt.

Das Einrichtungspotential in Deutschland ist hoch: Knapp 42 Millionen Wohnungen mit 381 Millionen Räumen bieten für den Handel planbare und stetig vorhandene Konsumansatzpunkte. Denn die angespannte Wohnsituation in Deutschland verspricht auch auf Jahre hinaus Bestandszuwachs. Insgesamt beliefen sich die Einrichtungsausgaben für Wohn- und Funktionsräume 2018 daher auf 59,6 Milliarden Euro. Die meisten Umsätze entfallen hierbei auf Küche, Wohn- und Esszimmer sowie Schlafzimmer.

Bisher haben die konjunkturellen Schwankungen kaum Auswirkungen auf den privaten Konsum. Noch sind die Arbeitsmarktlage sowie die Einkommenssituation der Endverbraucher in Deutschland gut. Dennoch zeigt die aktuelle Studie: Zwar sind in absoluter Betrachtung in Deutschland lebende Bundesbürger einrichtungsaffin und investieren fünfeinhalbmal so viel wie der EU-Schnitt in Wohnungen (inkl. Mieten etc.). Die Ausgaben relativieren sich jedoch aufgrund des hohen verfügbaren Einkommens. Dementsprechend liegen die Ausgaben privater Haushalte relativ betrachtet mit 23,3 Prozent nur um 0,7 Punkte über dem EU28-Durchschnitt.

26.11.2019