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Folgen der Lockdown-Phase auf die Logistik

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind in allen Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens zu spüren. Die Lockdown-Phasen haben die Menschen ins Homeoffice gezwungen und Lieferketten zerrissen.

Logistikparkplatz
Der Lockdown hat Lieferketten in den Stillstand gezwungen.
Foto: Pixabay

Die Warenströme änderten sich von einem Tag auf den Anderen. Werke wurden wegen hohen Infektionszahlen geschlossen und ganze Produktionsketten wurden direkt eingestellt. Dadurch kamen viele Branchen in große Schwierigkeiten ihre Waren und Zulieferteile weiterhin zu beziehen und Anlieferungen gingen meist nur noch schleppen voran.

Am stärksten fielen Restaurants und Hotels in Deutschland dem Lockdown zum Opfer. Wirkten sich aber positiv auf das Einkaufsvolumen von Supermärkte und Lieferdienste aus, da die Menschen vermehrt zu Hause kochten. Eine weitere Branche, die vom Lockdown profitierte, waren die Baumärkte, da wieder mehr in den eigenen vier Wänden geheimwerkt wurde. Allein von Januar bis April 2020 nahmen die deutschen Baumarktketten 17,32 Milliarden Euro ein. Dies war im zweiten Quartal, laut Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten ein Wachstum von 22,5 Prozent zum Vorjahr. Ähnliche Zahlen meldete auch die österreichischen und schweizerische Baumarktbranche.

Diese Zahlen erreichten die Baumarktketten dennoch nicht allein über den stationären Handel, sondern auch über den Online-Handel. Damit aber so ein großer Ansturm an Online-Bestellungen bewältigt werden kann, mussten die Gefahr eines Ausfalls durch Corona vermieden werden.

Ausfälle vorbeugen

Lagerhallen
In getrennten Hallen zu arbeiten, kann das Risiko von Ausfällen minimieren.
Foto: Pixabay

Die Coronavirus-Pandemie bedeutet für die Transport- und Logistikbranche in vielerlei Hinsicht unbekanntes Terrain. Weltweit bemühen sich Logistiker, die Folgen gering zu halten. Doch gerade zu Beginn gab es kilometerlange Staus an den Grenzen, Produktionsstopps und eine Vielzahl von Gütern, die zwischengelagert werden mussten. Eines ist dadurch deutlich geworden: Unternehmen müssen umdenken und die Logistik wird nach der Corona-Krise nicht mehr so sein wie vorher.

Optimale Vorbereitung auf neue Herausforderungen, insbesondere in Corona-Zeiten. Das zeigt Ihnen das Online-Seminar "Logistik Coaching - Aktuelle Herausforderungen erfolgreich meistern".

Die Warenströme änderten sich rasant, sodass sich seit Februar 2020 bereits viele Dinge aufgrund des Coronavirus und seiner Auswirkungen auf die Transportbranche geändert haben: Für die Logistikfirmen bedeutete das, dass sie ihre gesamte Planung umschmeißen und quasi täglich neu reagieren mussten.

Ausfälle in der Abfertigung mussten vermieden werden, da diese große Verluste verursachten, oder ganz ganze Lieferketten einbrechen ließen. Um diese zu vermeiden, arbeitet man in getrennte Teams und wird in separaten Hallenbereichen eingesetzt. Dadurch kann beim Ausfall eines Teams, das jeweils andere ersetzen. Auch werden Kontakte durch die versetzten Schichten verringert und Hygiene-Konzepte senken zusätzlich das Risiko einer Ansteckung.

Diversifikation der Lieferketten und mehr Transparenz

LKW auf der Autobahn
Alternative Transportrouten und verschiedene Transportunternehmen lassen Ausfälle vermindern.
Foto: Pixabay

Vielen Unternehmen wurde schmerzlich vor Augen geführt, dass die übermäßige Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten oder verschiedenen Partnern aus der derselben Region in Krisenzeiten problematisch sein kann. Im Vorteil waren Unternehmen, die sich bereits vor dem Ausbruch der Krise um belastbare Lieferketten gekümmert hatten und die zusätzlichen alternativen Verkehrswege vertraglich vereinbart hatten. Die während der Corona-Krise gemachten Erfahrungen werden künftig dazu führen, dass Unternehmen ihre Lieferanten für bestimmte Waren und Dienstleistungen mit derselben Einstellung diversifizieren, wie ein Investor sein Portfolio, wenn er stabilere Erträge sicherstellen möchte.

Wie Sie solche strategischen Planungen in Ihre Logistik miteinbeziehen, erklärt Dipl. – Kaufman Oliver Lucas, Gründer und Geschäftsführer der unabhängigen „ecom consulting GmbH“, einer der führenden Berater für die Professionalisierung von E-Commerce-Umsetzungen, im Online-Seminar „Logistik Coaching – Aktuelle Herausforderungen erfolgreich meistern“, am 17. März, um 11 Uhr. Anmelden können Sie hier.

12.03.2021