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„Wer etwas falsch macht, ist weg“

Die deutschen Baumarktbetreiber machen trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen guten Job, betonen BHB-Vorstandssprecher Dr. Ralf Bartsch und Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst im Exklusivinterview in der Juni Ausgabe von BaumarktManager.

Dr. Peter Wüst (l.) und Dr. Ralf Bartsch beim Redaktionsbesuch
Dr. Peter Wüst (l.) und Dr. Ralf Bartsch beim Redaktionsbesuch
Foto: BaumarktManager/Peter Nierhoff

Doch die Herausforderungen sind bekanntlich groß – und sie werden nicht kleiner. Anpassungen am Geschäftsmodell kosten enorm viel Geld. Wer nicht mithalten kann, wird es schwer haben in Zukunft.

BaumarktManager: Herr Dr. Bartsch, Herr Dr. Wüst, im Juni trifft sich die internationale Home-Improvement-Branche beim Global DIY-Summit, mehr als 1.000 Teilnehmer werden in Dublin erwartet. Schauen Sie aus BHB-Sicht manchmal etwas neidisch auf den großen Netzwerkevent der EDRA?

Peter Wüst: Neid verspüren wir auf gar keinen Fall, eher Respekt vor der Lebensleistung von John Herbert. Der BHB hat die EDRA damals mit zum Leben erweckt. Der Summit lief bei uns, bis man festgestellt hat, dass es sinnvoll ist, eine selbstständige Veranstaltung daraus zu machen. Man muss anerkennen, dass es Deutsche geschafft haben, ein weltweit einzigartiges Format auf die Beine zu stellen und fortzuführen – das ist doch toll. Mit den BHB-Veranstaltungen für die deutschsprachigen Länder haben wir eine klare Arbeitsteilung, das funktioniert gut. Unsere Teilnehmerzahlen sind stabil, ich bin sehr zufrieden damit.

Ralf Bartsch: Ich war zu Beginn dabei, habe aber dann für unser Unternehmen und mich persönlich festgestellt, dass die Thematik zu weit weg ist. Jetzt reise ich natürlich nach Dublin, schon allein aufgrund meiner Rolle beim BHB. Der Global DIY-Summit ist eine interessante Plattform zum Austausch der DIY-Unternehmen auf internationaler Ebene. Wir erkennen dabei, dass es ähnliche Probleme in verschiedenen Regionen gibt und unterschiedliche Lösungen dafür. Im Fokus des BHB-Kongresses steht deutlicher die Kooperation zwischen Handel und Industrie in der DACH-Region, wir stärken den Austausch und fördern den Integrationsgedanken entlang der Wertschöpfungskette.

BM: Beim letztjährigen Summit in Barcelona hat Sergio Giroldi in seiner Funktion als EDRA-Präsident davon gesprochen, dass die Branche in der Vergangenheit viele Fehler gemacht habe und zukünftig enger kooperieren müsse, um das Geschäft aus Kundensicht weiter erfolgreich zu gestalten. Passiert diesbezüglich etwas in der Branche?

Bartsch: Ich kann etwaige Fehler nicht bestätigen oder verifizieren. Betrachten wir die deutschsprachige DIY-Branche, sind ausländische Lieferanten, gerade die Nischenanbieter unter ihnen, nicht so stark in das Netzwerk eingebunden, dass Kooperation für sie im Vordergrund steht. Bei uns in Deutschland kommen die meisten Lieferanten aus dem Mittelstand, da ist eine ganz andere Herangehensweise notwendig als im Umgang mit international agierenden Konzernen. In der DACH-Region muss das Zusammenwachsen zwischen Handel und mittelständischen Lieferanten noch intensiver werden, weil darin Wachstumschancen liegen und sicherlich auch eine Strategie gegenüber dem Wettbewerb, der nebenher noch entsteht…

…außerdem erzählen Dr. Wüst und Ralf Bartsch über die Stärken und Schwächen der deutschen Baumärkte im internationalen Vergleich, wie lange die Branche noch besteht und welche zukünftigen Geschäftsmodelle möglich sind.

Das vollständige Interview finden Sie in der Juni Ausgabe 2019 von BaumarktManager.

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05.06.2019