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Digitale Displays am Point of Sale

Beratungs- und Serviceangebote mittels neuer Technologien am Point of Sale (PoS) können Kunden und Händlern Mehrwerte bieten – wenn einige Faktoren berücksichtigt werden. Welche das sind erfahren Sie hier.

Displays im Laden fördern den Kundenservice, da sie schnell und einfach nach ihren Produkten suchen können.
Displays im Laden fördern den Kundenservice, da sie schnell und einfach nach ihren Produkten suchen können.
Foto: Kömpf

Neue Technologien machen im digitalen Zeitalter natürlich auch vor dem stationären Handel nicht halt. So verwenden viele Händler bereits digitale Displays und auch Konsumenten haben durchaus Interesse an digitaler Unterstützung beim Einkauf. Digital-Signage-Systeme, bei denen mehrere Displays an verschiedenen Standorten in einem Geschäft aufgestellt werden, können Kunden beispielsweise über aktuelle Angebote, Produkte oder Services informieren. Dabei können die Terminals unterschiedlich interaktiv gestaltet werden: von einer reinen Informationsanzeige bis hin zur Möglichkeit der Suche nach konkreten Artikeln oder deren Standort im Ladengeschäft.

Einkaufen leicht gemacht

Was aber bringt die Technik für Händler? Neben der Möglichkeit, das Personal auf der Fläche durch die digitale Unterstützung zu entlasten und die Beratung zu vereinfachen, kann Digital Signage auch dazu beitragen, die Käuferzahl zu steigern. So hat ein Feldexperiment in einem Ladengeschäft gezeigt: Die Käuferzahl in einer Abteilung steigt um bis zu 31 Prozent an, wenn Artikel aus der Abteilung über digitale Displays beworben werden. Noch erfolgreicher war die Werbung, wenn die Produkte zusätzlich mit ihrem reduzierten Preis angezeigt wurden.

Erfolg kommt nicht automatisch

Doch positive Effekte wie die Umsatzsteigerung entstehen nicht von alleine, sobald Einzelhändler digitale Displays aufstellen – Händler müssen Maßnahmen wie Digital Signage regelmäßig überprüfen, um damit einen Mehrwert zu schaffen. Denn das Experiment hat auch gezeigt, dass beispielsweise die Bonhöhe sinken kann, wenn Kunden sich durch die Werbung überwiegend für die reduzierten und nicht für reguläre Produkte entscheiden.

Auch wenn die Ergebnisse Potenzial signalisieren, ist Obacht angebracht. Die Frage, wie und mit welchem Ziel die Displays eingesetzt werden, muss klar beantwortet werden können. Gleiches gilt für die Frage, ob und wie die Mitarbeiter die Display-Systeme nutzen (können). Gelingt es damit in der Praxis einen Mehrwert zur persönlichen Betreuung von Kunden beizutragen? Ohne eine Kompetenz des Personals auf der Fläche im Hinblick auf die Nutzbarkeit und mögliche Vorteile wird ein wirtschaftlicher Zugewinn nicht nachhaltig gelingen. Zudem sind regelmäßige Evaluationen der Digital-Signage-Systeme sehr wichtig und die Bereitschaft, Konzepte und Prozesse gegebenenfalls zu überarbeiten.

Es gilt grundsätzlich zu verstehen, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern als Ergänzung zum gesamten Kundenservice im Baumarkt. Der Kunde will das gesamte Paket und belohnt Sie dafür mit seiner Kundentreue.

Was einen exzellenten Service noch ausmacht, zeigen dieses Jahr die Kölner Gespräche. Mit dem Schwerpunkt „Serviceoffensive im DIY-Handel“, erklärt baumarktmanager auf was es beim Service der Zukunft geachtet werden muss.

Zu den Kölner Gesprächen

28.08.2018