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DIY-Handel geht gestärkt aus der Krise

John W. Herbert, Generalsekretär der European DIY Retail Association, EDRA/GHIN, zieht ein erstes Fazit für die DIY-Branche in der Corona-Pandemie.

Porträt John Herbert
John W. Herbert

Nach mehr als einem halben Jahr unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie hat sich der DIY-Sektor gut entwickelt, so die zentrale Botschaft eines Statements von John W. Herbert, Generalsekretär der European DIY Retail Association, EDRA/GHIN,:

"Die globale Pandemie, die wir gegenwärtig erfahren, hat unser aller Leben verändert. Anfang April befand sich die halbe Menschheit im Lockdown. Nun, nachdem dieser vorbei ist, halten Reisbeschränkungen an und Regierungen sprechen individuelle Empfehlungen an die Bevölkerung aus, zuhause zu bleiben. Obwohl diese Situation für jedermann etliche Herausforderungen mit sich bringt, hat es dennoch bei vielen von uns dazu geführt, das eigene Zuhause neu zu entdecken und auch die Sorgfalt für dieses gestärkt.

Dieser Umstand hat dem DIY-Handel geholfen, bisher positiv durch die Krise zu kommen und ihn in der Covid-19-Pandemie gestärkt. Nach unseren Beobachtungen gilt der Home Improvement Sektor in den meisten Ländern als systemrelevant. Dies ist tatsächlich der Fall, verkaufen unsere Mitglieder doch notwendig benötigte Dinge wie Elektroinstallations-, Heizungs- und Sanitärbedarf. Ein weiterer Grund, warum Home Improvement Stores bisher gut durch die Krise kamen, ist das beispielhafte Management ihre Geschäfte während der Pandemie. In der Regel fühlten sich die Kunden beim Einkauf in den Stores sicher, dank der direkt ergriffenen, bestmöglichen und kostspieligen Maßnahmen zum Schutz von Besuchern und Mitarbeitern vor einer Ansteckung mit dem Virus. Weltweit haben DIY-Händler gut durchdachte und innovative Maßnahmen zum Social Distancing und Hygiene-Standards umgesetzt. Viele Unternehmen führten kontaktloses Curb-Side-Shopping ein, bei dem die Kunden die Ware im Laden bestellen und im Vorbeifahren abholen konnten.

Bestes Indiz für diese positive Wahrnehmung der Home Improvement Industrie sind die gestiegenen Abverkäufe unserer Mitglieder. Aufgrund der Tatsache, dass die Menschen ihr Zuhause während des Lockdowns neu entdeckten und Ausgaben für Ferienreisen, Restaurantbesuche oder kulturelle und sportliche Events ausblieben, investierten sie mehr in ihr Zuhause.

Auch über ein starkes Wachstum im E-Commerce konnten sich Home Improvement Unternehmen freuen. Viele von ihnen haben ihre Online-Verkäufe während der Pandemie bereits verdoppelt. Mittlerweile macht der Online-Handel in manchen Unternehmen nahezu 20 Prozent vom Gesamtumsatz aus und noch immer hält das Wachstum an. Konsumenten entdecken, dass der Online-Einkauf bei etablierten Home Improvement Händlern Qualität, nachhaltige und sichere Produkte und einen fairen Preis garantiert. Die meisten dieser Unternehmen weltweit genießen hier ein zweistelliges Plus bei den Abverkäufen gegenüber vor der Krise und wir erwarten, dass dieser Trend anhält bis wir die Pandemie hinter uns gelassen haben und das Leben wieder „normal“ verläuft. Wir bei EDRA/GHIN sind sehr stolz darauf, dass wir die Entscheider in Brüssel überzeugen konnten, dass Home Improvement Stores systemrelevant sind, wovon viele unserer Mitglieder profitierten. Ihre Läden konnten während des Lockdowns unter Auflagen geöffnet bleiben. Mein besonderer Dank geht an unseren Director of European Affairs, Julien Bouyeron, für sein zielstrebiges und unermüdliches Bemühen in dieser Sache.“

30.09.2020

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