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DUH fordert schadstofffreie Teppichböden

Heute startet in Hannover die Bodenbelagsmesse Domotex. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert zu der internationalen Veranstaltung, wo rund 1.400 Aussteller aus 60 Nationen zugegen sind, recyclingfähige und schadstofffreie Teppichböden.

Teppiche PoS
Der Handel könnte beim Hersteller recyclebare Produkte einfordern.
Foto: MAU

Anlässlich der am heutigen Freitag in Hannover beginnenden internationalen Leitmesse Domotex für Teppiche und andere Fußbodenbeläge fordert die DUH recyclingfähige und schadstofffreie Teppichböden sowie den Aufbau einer branchenweiten Kreislaufwirtschaft. Allein in Deutschland würden jedes Jahr rund 400.000 Tonnen alter Teppichböden verbrannt – mit negativen Folgen für das Klima. Die Verbrennung vernichte nicht nur massenhaft wertvolle Kunststoffe, sondern setze auch unnötige Klimagase frei so der gemeinnützige Verein. Auf der Teppichleitmesse Domotex müsse den Themenbereichen Kreislaufwirtschaft, Ressourcen- und Klimaschutz viel mehr Bedeutung zukommen.

Wie die DUH weiter ausführt, zeigen Teppichbodenhersteller bislang keine ausreichende Bereitschaft, ein bundesweites Sammelsystem aufzubauen, ihre Produkte recyclingfähig und schadstofffrei zu gestalten sowie Recyclingmaterial einzusetzen. Sie sollten daher durch die Einführung des Prinzips der Produktverantwortung hierzu verpflichtet werden.

Oder der Handel wird aktiv: Wie Thomas Fischer, Leiter des DUH-Fachbereichs Kreislaufwirtschaft, gegenüber baumarktmanager erklärt, gibt es für Teppiche derzeit keine größeren Rücknahmesysteme im deutschen Handel. Die Produkte werden nach ihrem Lebensende fast alle verbrannt. „Der Handel ist der Flaschenhals und theoretisch könnte er beim Lieferanten ökologisch einwandfreie und auch recyclebare Produkte einfordern. Aus Gesprächen mit dem Handel haben wir erfahren, dass Take-Back-Systeme ideal zur Kundenbindung geeignet sind. Die Beispiele bei den Rücknahmesystemen von Elektroaltgeräten, Batterien und Leuchtmitteln haben gezeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher dann auch noch meist den Markt aufgesucht haben, um andere Produkte zu kaufen.“

11.01.2019