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E-Commerce sorgt für „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“

Die Bundesregierung hat einen Bericht zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland vorgelegt. Darin wird eine Neujustierung der Förderpolitik vorgeschlagen. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. leistet E-Commerce schon heute einen wichtigen Beitrag dazu.

Christoph Wenk Fischer  bevh
Christoph Wenk-Fischer: „Durch E-Commerce werden Versorgungslücken geschlossen.“
Foto: bevh

Um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland voranzubringen, fordern die Bundesministerien für Inneres, Landwirtschaft und Familie gemeinschaftlich Neustrukturierung der Fördermaßnahmen. Nach dem Auslaufen des Solidarpakts II zum Ende des Jahres will der Bund Investitionen in bessere und mehr Bus- und Bahnverbindungen, schnelles Internet und eine flächendeckende Arztversorgung tätigen.

„Der vorgestellte Zwölf-Punkte-Plan der drei Bundesministerien bleibt vage und unkonkret“, äußert sich Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) enttäuscht. „Neben zwar richtigen, aber stereotypen Forderungen nach Breitbandausbau hätte die Rolle der Digitalisierung und des E-Commerce zum Schließen der Versorgungslücken stärker beleuchtet werden müssen.“

Ein Viertel der Bevölkerung hat laut bevh nicht die Möglichkeit Einkäufe des täglichen Bedarfs zu Fuß zu erledigen. Ähnlich zeigt sich die Situation bei kleinen Fachgeschäften oder Apotheken. Ganz besonders in ländlichen Regionen, in Ost wie auch in West, hat sich die Erreichbarkeit von Ladengeschäften für Güter und Waren des täglichen Bedarfs zunehmend verschlechtert. Nicht nur im Bereich des Einkaufens, auch für Dienstleistungen und die Gesundheitsversorgung leiste der E-Commerce auch heute schon einen wichtigen Beitrag, wie das bereits in dem im letzten Jahr veröffentlichten „Weißbuch Versorgung – Stadt, Land, Gesellschaft“ dargelegt wurde.

11.07.2019