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E-Commerce treibt Wirtschaft an

Der E-Commerce ist ein maßgeblicher Leistungs- und Innovationsträger für die gesamte deutsche Wirtschaft: Über 1,2 Millionen Menschen sind im digitalen Handel beschäftigt. Zudem trägt dieser jährlich mit über 100 Milliarden Euro zum Bruttoinladsprodukt bei. Dies belegt eine neue Studie des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland.

Online Shopping Bett E-Commerce Bequem
Onlineshopping ist im Handel ein relevanter Faktor.
Foto: Pexels/Andrea Piacquadio

Über die direkt zurechenbaren Umsätze und Gewinne hinaus stimuliert der E-Commerce Wachstum auf allen Handelsstufen, bei Lieferanten und Dienstleistern. Vor allem aber mehrt E-Commerce den gesellschaftlichen Wohlstand, wie eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Copenhagen Economics (CE) im Auftrag des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) erstmals berechnet hat. Demnach beschäftigt die E-Commerce Branche direkt und indirekt über 1,2 Millionen Menschen und damit nur etwas weniger als die Automobilindustrie in Deutschland, wobei auf 100 neue Arbeitsplatze im E-Commerce weitere 66 im Umfeld entstehen. Mit 100 Milliarden Euro an Wertschöpfung trägt der Sektor außerdem fast drei Prozentpunkte zum Bruttoinlandsprodukt bei, so die Studie. Zum Vergleich: Der Beitrag zum BIP durch die deutsche Automobilindustrie liegt mit 4,9 nur 2 Prozentpunkte höher.


Dabei spielen laut Studie auch Marktplätze wie Amazon, Mercateo, Otto.de oder Zalando eine wichtige Rolle, indem sie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Einstieg in den Online-Handel erleichtern. Gerade diese profitierten vom E-Commerce in besonderem Maße: Bei ihnen liegt der Anteil des Online-Vertriebs am Umsatz um zehn Prozentpunkte über dem Mittelwert.

Besonders im ländlichen Raum beliebt

Weitere Erkenntnisse der Studie: Insbesondere in ländlichen Räumen wirkt sich der E-Commerce positiv aus. Einerseits durch Investitionen in strukturschwache Gebiete, etwa beim Ausbau der Liefer-Logistik; andererseits, weil sich für Kunden dort die Vielfalt des Angebots erhöht. Menschen auf dem Land bekommen durch die Online-Option dieselbe Produkt-Auswahl wie Bewohner größerer Städte. E-Commerce trägt zur Stabilisierung der Verbraucherpreise bei, ohne das Preisniveau im Mittel zu senken. Mit nur 0,2 Prozent niedrigeren im E-Commerce erzielten Verbraucherpreisen kann von einem Preisverfall im Internet keine Rede sein.E-Commerce schafft leichteren Zugang zu einer größeren Menge an vielfältigeren Produkten. So steigert er den „Consumer Welfare” in Deutschland um bis zu 3 Prozent.

Produzenten nutzen den Direktvertrieb

E-Commerce hat großen Einfluss auf den Direktvertrieb. Immer mehr Produzenten nutzen das Internet, um direkt mit ihren Angeboten Kunden zu erreichen: Jeder fünfte Online-Kauf findet im Shop eines Herstellers oder Erzeugers statt. Deutschland ist ein Netto-Profiteur des internationalen E-Commerce. Durch eine Verlagerung von Offline- zu Online-Einkauf innerhalb und zwischen den EU-Ländern steigt das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland. Für das Jahr 2019 errechnet sich ein positiver Saldo von 5 Milliarden Euro.Die E-Commerce-Umsätze zwischen Unternehmen (B2B) erreichen heute schon fast die vierfache Höhe der mit Endkunden (B2C) erzielten Umsätze


22.03.2021

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