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E-Commerce-Umsatz erreicht 2019 neuen Höchststand

Jeder dritte Onlinekäufer bestellt inzwischen mehrmals in der Woche im Internet. Dies und ein deutlich gestiegenes Bestellvolumen über Mobilgeräte haben 2019 laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel den Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce auf 72,6 Milliarden Euro getrieben.

Christoph Wenk Fischer  bevh
Christoph Wenk-Fischer
Foto: bevh

Dies entspricht einem Zuwachs von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 65,1 Milliarden Euro (alle Zahlen jeweils inkl. USt). Der Gesamtumsatz mit Waren sowie Dienstleistungen im Interaktiven Handel, der neben Onlineverkäufen auch schriftliche und telefonische Bestellungen enthält, erreichte 2019 nach Angaben des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) 94 Milliarden Euro.

Die Daten der „größten E-Commerce-Verbraucherstudie Deutschlands“ im Auftrag des bevh zeigen, dass eine von drei Bestellungen heute über Smartphones und Tablets erfolgt. Vor fünf Jahren waren es nicht einmal 20 Prozent. Die hohe Zahl an Bestellungen insgesamt ist auch darauf zurückzuführen, dass Händler und Zusteller in der Wahrnehmung der Kunden noch besser geworden sind, so der Verband. 94,5 Prozent der Befragten äußerten sich mit ihrem Onlineeinkauf sehr zufrieden oder zufrieden, nach 93,9 Prozent vor einem Jahr.

Onlineshops stationärer Händler unter Marktniveau

Am Wachstum hatten alle Versendertypen Anteil. Deutlich vorne lagen im Jahr 2019 die Multichannel-Versender, die in Summe mit 13 Prozent zulegen konnten. Dabei wuchsen die Onlineshops der stationären Händler mit 8,2 Prozent deutlich unter dem Marktniveau. Anbieter, die ein Katalogangebot mit dem Onlinehandel verknüpften, legten demgegenüber um 18,1 Prozent zu. Online-Pureplayer und Marktplätze legten mit jeweils 10,7 Prozent beziehungsweise 10,8 Prozent fast gleich stark zu. An der Verteilung des Umsatzes ändert sich dadurch fast nichts: Wie im Vorjahr entfallen 47 Prozent der Umsätze auf Online-Marktplätze, 35 Prozent auf Multichannel-Anbieter und 15 Prozent auf Internet-Pure-Player.

Im vierten Quartal 2019 hat der E-Commerce allein erstmals mit 22 Milliarden Euro deutlich mehr als 20 Milliarden Euro in einem Quartal umgesetzt. Der gesamte Interaktive Handel in Deutschland erreichte mit 22,3 Milliarden Euro etwas mehr. Der Online-Handel machte erstmals fast 99 Prozent des Interaktiven Handels aus.

Plus 10 Prozent in 2020

bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer: „Das Rekordjahr 2019 hat gezeigt: Das digitale Geschäft ist der Motor des Handels und Plattformen werden mehr und mehr zum Betriebssystem der gesamten Wertschöpfungskette. Einzel- und Großhandel werden digital, oder verschwunden sein.“ Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse des Jahres 2019 erwartet der Verband in diesem Jahr für den E-Commerce einen weiteren Zuwachs von rund 10 Prozent.

Die Baumarkt-relevanten Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (+9,8 Prozent auf 8,66 Milliarden Euro) und „Einrichtung“ (+13,5 Prozent auf 10,92 Milliarden Euro) zeigten 2019 erneut deutliches Wachstum.

21.01.2020

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