Flash Download 3D-Zeitschrift benötigt das Flash 10.1 Plugin von Adobe.
Download von adobe.com

Bitte Stellen Sie sicher dass Javascript
in Ihrem Browser aktiviert und erlaubt ist.


Content:
1
markt manager Macher • Märkte • Strategien Eurobaustoff www.baumarktmanager.de Nr. 3 • März 2016 Schwerpunktthema Technik INDIVIDUALITÄT SCHLÄGT MARKE Interview mit Ulrich Wolf Marktdaten Die Top 30 der Baumarktbranche Erfolg mit Fachverkäufer-Coaching Marketing Social Media mit Witz „Sortiment Grillen“ beigelegt. Dieser Ausgabe ist für unsere Abonnenten das Sonderheft

2
DIY–Branchentreff 7. März 2016 Rheinterrassen Köln BHB-FORUM 2016 Großes Gipfeltreffen faupel-communication.de Das BHB-Forum avanciert dank interessanter Gesprächspartner und glanzvoller BHB-Kundenservicepreis-Verleihung wieder zu einem Höhepunkt der DIY-Branche auf der Internationalen Eisenwarenmesse. Die Tickets für den Branchentreff am 7. März 2016 in den Rheinterrassen Köln sind begehrt – am besten, Sie sichern sich Ihre Karten schon jetzt! Kosten pro Karte: 149,– € zzgl. 19 % MwSt. Anmeldung unter www.bhb.org

3
unser markt Nur nicht blenden lassen Jetzt wird es langsam unheimlich. Gleich dreimal hintereinander kommen aus der Baumarktbranche positive Zahlen. Im vergangenen Monat haben unsere gemeinsamen Recherchen mit den Standortanalysten von Gemaba ergeben, dass die Anzahl der Baumärkte erstmals seit 15 Jahren wieder gestiegen ist. Das liegt natürlich vor allem an den wiederöffneten Praktiker-Outlets. Aber wie auch immer, der Markt hat sich erholt. Auch das ist ein Zeichen. Dann berichtet letzte Woche auf dem IVG-Medientag der Branchenanalyst Klaus Peter Teipel, dass insbesondere die Baumärkte im Gartenbereich im vergangenen Jahr ein sattes Plus eingefahren haben. 4,3 Mrd. Euro grüner Umsatz bedeuten 4,2% mehr Umsatz als im Jahr zuvor. Und bei der Auswertung unserer Recherche zu den Top-30-Baumarktunternehmen errechnen wir die nächste positive Nachricht. Zählt man die Umsatzzahlen aller heimischen Baumarktbetreiber zusammen, kommt man auf ein kräftiges Plus von 3%. Ähnliche Werte sehen wir beim Filialzuwachs und bei der Verkaufsflächenausweitung. Das ist unterm Strich aller Ehren wert und spricht dafür, dass die Branche im Grunde gesund ist. Selten, dass in letzter Zeit so viel Gutes zu berichten war. Da aber zu viel Lob hudelei noch keinem weitergeholfen hat, schütte ich ein wenig Wasser in den Wein. Denn die rosa roten Wolken sollten den Blick nicht trüben für die weiterhin ungelösten Herausforderungen. Wenn Märkte insolventer Konkurrenten übernommen werden, spricht das zwar für die Vitalität der Branche. Doch das Flächenüberangebot korrigiert es nicht. Dass dies nach wie vor ein Thema ist, sieht man an den tendenziell sinkenden Umsätzen je Outlet. Gleichzeitig liegen mit Toom und Hellweg gleich zwei der großen Baumarktbetreiber nach unseren Recherchen bei oder unter einer Flächenproduktivität von 1.200 Euro je Quadratmeter. Der Druck auf die Fläche wird noch dadurch verschärft, dass E-Commerce weiter zunimmt. Leider nicht innerhalb der Baumarktbranche. So berichetete die Hagebau auf der Pressekonferenz im Rahmen der Zeusmesse, dass der Umsatzanteil über hagebau.de gerade einmal 2% vom Gesamtumsatz beträgt. Das Gros des Onlinegeschäfts läuft nach wie vor über Pure Player wie Amazon. Die ausführlichen Tabellen und Analysen zu den Top-30-Baumarktbetreibern in Deutschland lesen Sie in der vorliegenden Ausgabe ab Seite 28. Zu Diskussionen hierüber oder über andere Themen lade ich Sie herzlich an unseren Stand auf der Eisenwarenmesse ein: Köln Messe, 6. bis 8. März, Halle 5.1, Stand D 105 (beim BHB). Die aktuellen Marktdaten präsentieren wir ebendort am 7. März um 14 Uhr. Ich freue mich auf Ihr Kommen. Mit freundlichen Grüßen Holger externbrink Chefredaktion Noch eine Frage? 0221 0049221 5497-328 5497-328 h.externbrink@rohn.de 3/16 3

4
Inhalt März 2016 Foto: Christian Brecheis Baumarktzahlen 2015 28 Deutsche Baumarktunternehmen haben im vergangenen 36 Jahr deutlich mehr umgesetzt als im Jahr zuvor. Foto: OBI Social Media Marketing Kunden gezielt über soziale Netzwerke ansprechen. TiTelSTory 18 Eurobaustoff Mehr Umsatz durch Individualität MarkTleiTung 24 Personalweiterbildung Neue Formen Fachverkäufer zu schulen 26 Autodisposition Die Supply-Chain besser steuern MarkTdaTen 28 TOP 30 Baumärkte machen mehr Umsatz. 32 Lettland Junge DIY-Branche zwischen Ost und West 34 Kommentar Was schätzen Kunden an Onlineshops im DIY-Bereich? BranchenpoliTik 35 Kommentar „Virtual Reality“ ist DIY-Thema 36 Social Media Marketing Viel Witz und eine Prise Kundenservice 38 Smart Friends Neue Smart-Home-Allianz 39 EK/Servicegroup Neues Garten-Flächenkonzept 40 Verbände Flüchtlinge bringen Wachstum. poinT of Sale 41 Neueröffnung OBI Salzburg Im Dezember wurden 48 ehemalige Baumax-Filialen eröffnet. einkauf Kategorie Technik 42 Eisenwarenabteilungen Keinesfalls angestaubt und langweilig 45 Schlösser und Beschläge Synergien der Sortimente 58 Hand- und Elektrowerkzeuge Innovationsmanagement ist gefragt. Unternehmen 54 Ciret Vollständige Neuaufstellung 55 Nespoli Innovation und Nachhaltigkeit MeSSen 58 Heimtextil Start ins Messejahr 60 Domotex Alle wollen Schöner Wohnen. 62 Zeus-Messe Neuentwicklungen und Expansionsstrategien 64 Christmasworld Das Thema „Weihnachten“ zieht Aussteller wie Besucher kräftig an. Das digitale Gate 4 3/16 Die Branchen-News täglich

5
Smarte Sicherheit live erleben – auf dem DIY-Boulevard der Eisenwarenmesse 06.- 08. März 2016 in Köln Eisenwaren In diesem Bereich überzeugen Anbieter teils mit innovativen neuen Produkten. Foto: Mau RubRiken Unser Markt 3 Xpress 6 Branchengeflüster 8 Baumarktbarometer 10 Termine 12 Trouble 13 Neue Märkte 14 Anbieter-News/Köpfe 51 Internetführer 52 Neue Produkte 56 DIY-Dienstleistungsführer 65 Vorschau 66 Impressum 66 Foto: Mau www.baumarktmanager.de Nr. 3 • März 2016 markt manager Macher • Märkte • Strategien Schwerpunktthema Technik Eurobaustoff INDIVIDUALITÄT SCHLÄGT MARKE Interview mit Ulrich Wolf Marktdaten Die Top 30 der Baumarktbranche Erfolg mit Fachverkäufer-Coaching Marketing Social Media mit Witz „Sortiment Grillen“ beigelegt. Dieser Ausgabe ist für unsere Abonnenten das Sonderheft Bauzentrum Borgers Fast ein Jahr nach der Eröffnung zieht Hermann Borgers ein positives Fazit: „Die Zusammenarbeit mit der Eurobaustoff-Zentrale hat hervorragend funktioniert.“ Beilagenhinweis: Dieser Ausgabe liegen Beilagen von Alpina, zum DIY-Summit und zum BHB Forum bei. Wir bitten um Beachtung. SMARTVEST Funk-Alarmanlage Sicherheit wird smart Die Smartvest ist mehr als eine Funk-Alarmanlage. Sie ist das Herz der Smart Security World und ermöglicht den bequemen Einstieg in ein modernes Zuhause mit zuverlässigem Rund-um-Schutz, kombiniert mit attraktiven Home-Automation-Funktionen. FREE FREE abus-smartvest.com 3/16 5

6
press IVG-MedIentaG Garten verzeichnet Umsatzplus Ein leichtes Umsatzplus für das vergangene Jahr und positive Aussichten für die Gartensaison 2016 sind auf der Informationsveranstaltung des Industrieverbandes Garten (IVG) für Medien verkündet worden. Angesichts der verhaltenen Erwartungen sei das vergangene Geschäftsjahr mit einem Wachstum von 1,5% für die Gartenindustrie besser verlaufen als gedacht, sagte Marktexperte Klaus Peter Teipel auf dem 15. IVG- Medientag Garten in Köln. Das Gesamtvolumen des Marktes liegt bei einem neuen Rekordwert von 18,3 Mrd. Euro. Bei den Vertriebswegen von Gartenprodukten machte im vergangenen Jahr zwar der Möbelhandel (+10,1%) das Rennen, den Bau- und Heimwerkermärkten gelang es aber mit einem satten Plus von 4,2% bei den Gartenhartwaren, verloren gegangenen Terrain zurückzugewinnen. Foto: IVG Klaus Peter Teipel: „Das Gesamtvolumen des Marktes liegt bei einem neuen Rekordwert von 18,3 Mrd. Euro.“ Bei den Warengruppen liegen „Garten- und Balkonmöbel“ mit einem Umsatzwachstum von 4,3% klar vorne. Hartwarensortimente inklusive Holz, Wasser, Gefäße, Grillen und Gartengeräte sind deutlich im Aufwind. Ein Umsatzplus gab es in fast allen Warengruppenbereichen. Kein Umsatzwachstum erzielte das Segment „Lebendes Grün indoor“. Die Stimmung in der grünen Branche ist generell optimistisch. Die Entwicklung in den vergangenen sechs Monaten sei tendenziell sehr positiv, sagte Johannes Welsch, Geschäftsführer des IVG. Insgesamt bezeichnen fast 70% der IVG- Mitglieder ihre aktuelle Geschäftslage als gut, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Und mehr als 40% gehen davon aus, dass sich die Geschäftslage weiter verbessern wird. Besonders positiv blicken die Unternehmen der Fachabteilung „Gartenund Rasenpflegegeräte“ auf das Jahr 2016. haGebau neueröffnunG Neuer Standort in Eisenstadt Nach einer Rekordumbauzeit von nur zehn Wochen wurde die ehemalige Baumax-Filiale im österreichischen Eisenstadt als Hagebaumarkt wiedereröffnet. Eisenstadt ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Burgenland, in dem es nun bereits zwei Hagebaumärkte gibt. Mit der Übernahme durch den österreichischen Hagebau-Gesellschafter Fetter bleibt der Standort Eisenstadt den Kunden vor Ort erhalten. Die Familie Fetter, die bereits Hagebaumärkte in Wien und Niederösterreich betreibt, eröffnet damit als Hagebau-Gesellschafter ihren insgesamt achten Standort. Es ist einer von insgesamt sieben Baumax-Standorten, die von hagebau Gesellschaftern übernommen wurden und alle bis Mitte März dieses Jahres als Hagebaumärkte wieder eröffnen. 6 3/16 Hagebau hat sieben Baumax- Standorte übernommen. Foto: Hagebau

7
Zeigen Sie Kompetenz in Sachen Elektrofeinwerkzeuge ! Besuchen Sie uns in Halle 10.2, Gang G 025 – 029 ! Köln, 6. – 8. März 2016 Das Komplettangebot für den feinen Job (2 Elemente à 1,25 m). Bringt echten Zusatzumsatz bei weit überdurchschnittlichem Flächenergebnis. steinicke wittlich PROXXON GmbH www.proxxon.com • DE-54343 Föhren • AT-4210 Unterweitersdorf

8
press branchengeflüster ? Würth: Der Schraubenhersteller, so munkelt die Branche, will seine beiden Tochterfirmen Meister und Conmetall fusionieren. Grund sei die Hebung von Synergieffekten. ? Gardinia: Die Baumarktbranche machte sich schon Sorgen. Ende des Jahres schloss der Rollohersteller sein Werk in Isny im Allgäu. Auf der Zeusmesse gibt Sven Heidemann Entwarnung. Alles nur Produktionsoptimierung. Bodenbelagsbranche: LVT, so die elegante Kurzform für Fußböden aus Vinyl, erleben in den letzten Jahren einen wahren Boom. Ein Lieferant gesteht hinter vorgehaltener Hand: „Wenn man bei diesem Produkt die Rechnung in Bezug auf Ökologie und Nachhaltigkeit macht, müsste der Boom schnell wieder vorbei sein.“ ? Bauhaus: Wie anderen DIY­Händlern auch ist den Wiesbadenern Profiware wichtig. Doch handelt es sich bei den Makitaprodukten von Bauhaus um Reimporte aus Österreich, sagen Insider. Und deren Akkus seien nicht unbedingt mit den deutschen Akkus kompatibel. ? Henkel: Mitarbeiter und Branche hoffen auf ein Ende der Sparmaßnahmen beim Marketing. Dies sei ein Ukas vom Chefchef Kasper Rorstedt gewesen. Dessen Plan ist aufgegangen: Die Rendite stimmt und er geht (mit höherem Gehalt) zu Adidas. ? Hagebau: Der Deal ist klasse. Im Februar schloss sich die BMN Bouwmaterialen B. V. mit 80 Standorten in den gesamten Niederlanden als Gesellschafter der Hagebau an. Direkt munkelten die ersten, die Fachhandelsstandorte seien ja perfekt, um das ganze Nachbarland auch mit Einzelhandel zu versorgen. Alles Nonsens, betonte die Geschäftsführung. ? Eurobaustoff: Die Einzelhandelssparte der Eurobaustoff hat sich im vergangenen Jahr deutlich besser entwickelt als der Fachhandel. 7,5% Zuwachs seien zentralseitig fakturiert und registriert worden. Einige Warengruppen, vor allem aus dem Gartenbereich, hätten dabei ein deutlich zweistelliges Plus zu verzeichnen. ? Hagebau: Mitglieder der Tierrechtsorganisation Peta haben zum Teil nur spärlich bekleidet vor einem Hagebaumarkt in Fürstenfeldbruck demonstriert. Tiere, die in Baumärkten verkauft werden, litten unter „katastrophalen Zuchtbedingungen“, so die Tierschützer. ? Politik: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich angeblich für die Installation von Elektroladesäulen in deutschen Baumärkten ausgesprochen. 300 Mio. Euro will sogar die Bundesregierung selbst in die Hand nehmen, um etwa 15.000 zusätzliche Ladestationen zu subventionieren. HDM: Der Moerser Bodenbelagshersteller hatte Anfang Januar Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen sei immer zahlungsfähig gewesen, heißt es aus internen Kreisen. Die selbstverwaltete Insolvenz habe vor allem Handlungsspielräume verschafft, das Unternehmen „schlanker aufzustellen“. ? BHB: Die Demission des ehemaligen BHB­Vorstandssprechers Erich Huwer und der damit verbundene Austritt der Baumarktkette Globus aus dem Verband spaltet das Meinungsbild in der Branche. Einige sagen, „die beleidigte Leberwurst zu spielen“ sei unprofessionell. Andere wiederum zeigen Verständnis für die Reaktion des Globus­Chefs: Sein Amtsantritt sei zunächst sehr willkommen gewesen und nun habe man ihn übel abserviert. Die schnellen Drähte zur Redaktion: Telefon: 0221 5497­299 • Telefax: 0221 5497-278 • E-Mail: red.baumarktmanager@rohn.de 8 3/16

9
BAUHAUS Gasflaschendieb geschnappt ZERTIFIZIERTE AUSBILDUNG FACHBERATER/IN TAPETE (IHK) Foto: MAU Bauhaus hat den Verlust von etwa 200 Gasflaschen zu beklagen. Der Düsseldorfer Polizei istdie Festnahme eines Einbrechers gelungen, der versucht hatte, aus dem Bauhaus Fachcentrum in Düsseldorf-Reisholz Gasflaschen zu entwenden. Der Mann (49) sei, so der Bericht der Zeitung, gegen 3.40 Uhr in das Gelände des Bauhaus-Marktes an der Reisholzer Bahnstraße eingedrungen, hätte sich zwölf Gasflaschen zum Abtransport an den dortigen Zaun gestellt. Als der Einbrecher dann das Grundstück habe verlassen wollen, hätten ihn die Beamten festgenommen. Jede leere Gasflaschen hätte dem Mann Pfandgeld in Höhe von 20 bis 30 Euro eingebracht, so das Blatt. Wie weiter mitgeteilt wurde, sind auf diese oder ähnliche Weise seit Oktober letzten Jahres etwa 200 Gasflaschen aus diesem Bauhaus Fachcentrum entwendet worden. Standards für den Onlinehandel Nach Amazon und Google setzt nun auch der Online- Marktplatz Ebay auf die Identifikation seiner Produkte durch den Einsatz der globalen Artikelnummer GTIN (Global Trade Item Number). Immer mehr Hersteller und Händler vertreiben ihre Waren nicht nur in ihrem eigenen Onlineshop, sondern auch über Onlinemarktplätze wie Ebay. Rund 47 Mrd. Euro setzte der Onlinehandel im Jahr 2015 laut EHI um. Um diese Mehrzahl von Angeboten anwenderfreundlich zu Strukturieren und eigene Prozesse effizienter zu gestalten, setzten immer mehr Onlinemarktplätze auf eine eindeutige Produktidentifikation. Ein Beispiel dafür ist die GTIN von GS1 Germany. Die globale Artikelnummer enthält neben Daten zum Produkt auch Informationen über das Unternehmen. Die GTIN wirkt wie ein Fingerabdruck im nationalen und internationalen Geschäftsverkehr. NEU! INVESTIEREN SIE JETZT IN EINE ERFOLGREICHE ZUKUNFT Mit unserem 5-tägigen Seminarprogramm „Fachberater/in Tapete“ (IHK) bieten wir Ihnen ein mit der IHK Köln abgestimmtes Schulungskonzept mit fünf Seminarbausteinen, die Ihnen im Berufsalltag helfen werden. Beraten Sie Ihre Kunden noch professioneller und fachkundiger und meistern Sie so auch schwierige Verkaufsgespräche. Professionelle und fachkundige Dozenten führen Sie mit Erfolg durch die Themengebiete • Material, Produktion und Verarbeitung • Kaufmännische und rechtliche Grundlagen • Professionelle Tapetenberatung • Verkaufsgespräche erfolgreich führen • Anwendungstechnik Und wir bereiten Sie systematisch auf die Zertifikatsprüfung der IHK vor. Informieren Sie sich jetzt unter www.tapetenakademie.de und legen Sie den Grundstein für Ihren beruflichen Erfolg. Wir freuen uns auf Sie. IN KOOPERATION MIT Mit Fachkompetenz besser verkaufen !

10
press BAUMARKTBAROMETER Nicht ökologisch, aber sozial Wie ist es in den deutschen Baumärkten um Nachhaltigkeit, Ökologie, soziales Engagement und Energieeffizienz bestellt? Das wollte baumarktmanager im vergangenen Monat von den Marktleitern wissen. Das Ergebnis ist zweigeteilt: Während nur sehr wenige Baumärkte ihre Stores in Sachen Energieeffizienz auf Zukunft eingestellt haben, so ist doch die Mehrzahl aller Befragten aktiv, wenn es um soziales Engagement oder die Weiterentwicklung der Mitarbeiter geht. In 82% der Märkte werden den Mitarbeitern spezielle Programme zur Weiterentwicklung bereitgestellt. Dabei gaben 45% der Ansprechpartner an, ihren Mitarbeitern Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten. Das können eigene oder auch z. B. Schulungen der Lieferanten oder branchenspezifische Produktschulungen sein. In 35% der Märkte wird die Altersvorsorge gefördert, z. B. in Form der Riester-Rente. Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge werden in 17% der Märkte ergriffen bzw. angeboten. Soziale Projekte werden in 63% der Märkte unterstützt. So gaben 26% der Befragungsteilnehmer an, Kindergärten zu unterstützen. Grafik 1 Grafik 4 Grafik 6 Grafik 7 Grafik 7 Grafik 1 Grafik 4 Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Ökologie Tankstellen für Elektroautos Grafik 5 nein nein Nur 25% der Befragungsteilnehmer gaben an, dass ihr Markt im Besitz besonderer Zertifikate für Energieeffizienz oder Nachhaltigkeit ist. Verkehrsminister Dobrindt will die Installation von Elektroladesäulen ankurbeln. Da schlummern Fördergelder für Sie als Marktbetreiber. Grafik 5 Marktbeheizung Fernwärme Grafik 6 Grafik 7 Grafik 7 Sonderverkaufsflächen für ökologische Produkte Grafik 5 Erdwärme/Wärmepumpe Blockheizkraftwerk konventionell Öl oder Gas sonstige Energiequellen Bei der Heizung ihres Standorts sind die Marktleiter altmodisch. Der derzeit niedrige Preis für Öl und Gas gibt ihnen sogar Recht. Grafik 1 Grafik 4 ja nein Immerhin 30% der Befragten stellen auf Sonderverkaufsflächen Ökoprodukte bereit. Das sind doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Grafik 7 10 3/16

11
Quelle: abh Market Research GmbH Energiefachberater Grafik 4 Grafik 6 Grafik 7 Grafik 7 nein Bei der Qualifizierung des Verkaufspersonals gibt es eine ähnliche Entwicklung: 35% der Häuser verfügen über einen Energiefachberater. Maßnahmen zur Nachhaltigkeit, Ökologie Beleuchtungskonzept Verwendung von LED zur Grafik 5 Marktbeleuchtung Nutzung von möglichst viel Tageslicht Belüftung mittels Wärmetauscher besonders wärmedämmende (und luftdichte) Gebäudehülle Regenwassernutzung, Brunnenwassernutzung Sonstiges keine Maßnahmen * Mehrfachnennungen möglich Das Glühlampenverbot hat nicht nur den Privatverbrauch revolutioniert: 2/3 aller Marktbetreiber setzen stromsparende LEDs ein. Grafik 7 Grafik 7 Weiterbildung der Mitarbeiter Engagement für lokale/soziale Projekte Grafik 6 Grafik 7 Grafik 7 nein nein Weiterbildungsmaßnahmen, Alters- und Gesundheitsvorsorge sind die meistgenannten Benefits der Märkte für die Mitarbeiter. Engagement für soziale Projekte bedeutet für einen Markt immer Imagegewinn. Fast 2/3 der Marktleiter nutzen diese Chance. Die Daten des Baumarkt-Barometers beruhen auf der Befragung eines Panels von 100 repräsentativ ausgewählten Leitern von Baumärkten in Deutschland. Die abh Market Research GmbH ist ein international tätiges Marktforschungsinstitut mit Hauptsitz in Köln, welches für Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Consumer und Retail, Media und Telekommunikation tätig ist. 3/16 11

12
Termine press mehr Termine unter www.baumarktmanager.de Messen Messe Termin/Ort Farbe – Fachmesse rund um die Themen 02.–05.03.2016 Farbe, Ausbau, Fassade, Bautenschutz, Putz, München Stuck und Trockenbau IAW – Internationale Aktionswarenmesse 03.–05.03.2016 Köln Internationale Eisenwarenmesse – 06.–08.03.2016 Leitmesse für die Hardware-Branchen Köln Sicherungstechnik, Schloss und Beschlag, Bau- und Heimwerkerbedarf Light & Building – Weltleitmesse für Licht 13.–18.03.2016 und Gebäudetechnik Frankfurt/Main National Hardware Show – Rasen, Garten, 03.–05.05.2016 Haushalt und Produktvielfalt USA-Las Vegas Interzoo – Internationale Fachmesse für 26.–29.05.2016 Heimtierbedarf mit Angebot an Heimtiernahrung, Nürnberg Pflegemitteln und Zubehör Gardiente – Fachmesse für Gartenkultur 10.–12.07.2016 Hofheim Tendence – Internationale Konsumgütermesse rund 27.–30.08.2016 ums Wohnen und Schenken Frankfrut/Main Spoga+Gafa – Gartenmesse 04.–06.09.2016 Köln IAW – Internationale Aktionswarenmesse 27.–29.09.2016 Köln newsletter Verpassen Sie keine wichtigen News! Newsletter von baumarktmanager – einmal kostenlos registrieren und wöchentlich informiert werden. www.baumarktmanager.de/newsletter Seminare E-CommErCE Onliner gehen auf stationäre Fläche Onlinehändler verlassen sich nicht nur auf den digitalen Verkauf. Sie verkaufen ihre Waren immer mehr in eigenen stationären Läden oder bieten sie in Fachgeschäften und Supermärkten an. Zwar ist das Volumen des Onlinegeschäfts für Privat- und Geschäftskunden größer, dennoch birgt der stationäre Handel immer noch genügend Wachstumschancen. Ein weiterer Grund für den Sinneswandel der Onlinehändler ist laut Kai Hudetz, Geschäftsführer vom Institut für Handelsforschung, dass in den nächsten Jahren 90% der reinen Onlinehändler wieder vom Markt verschwinden werden, weil sie den Platzhirschen wie Amazon nicht gewachsen sind. E/d/E Umsatzwachstum für 2015 Dr. Andreas Trautwein, Geschäftsführung E/D/E Trotz Umsatzwachstums hat die Wuppertaler Verbundgruppe die eigenen Ziele um 2,2% für 2015 verfehlt. Das E/D/E hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von insgesamt 5,5 Mrd. Euro realisiert. Das stellt eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 3,4% dar, so E/D/E-Geschäftsführer Dr. Andreas Trautwein. Einen entscheidenden Beitrag zur insgesamt positiven Entwicklung hätte das Auslandsgeschäft beigesteuert, so Trautwein. Dies legte um 24% zu, was insbesondere auf die erfolgreichen Geschäfte der Schweizer Beteiligung e+h Services AG zurückzuführen ist. Foto: Mau Thema BHB Forum BHB Garden Summit 12 3/16 Termin/Ort/Veranstalter 07.03.2016, Köln, BHB Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e. V., Hohenzollernring 14, 50672 Köln, Tel. 0221 277595-0, www.bhb.org August 2016, Köln, BHB Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e. V., Hohenzollernring 14, 50672 Köln, Tel. 0221 277595-0, www.bhb.org 10. Kölner Gespräche 14.09.2016, Köln, Verlag Siegfried Rohn GmbH & Co. KG, Stolberger Straße 84, 50933 Köln, Tel. 0221 5497-348, www.baumarktmanager.de IFH-StudIE Europäische Baumärkte im Plus Das Marktvolumen des Do-it-yourself-Markts (DIY) in der EU-27 lag 2014 bei 686 Mrd. Euro über alle Kernsortimente (Heimwerken, Baustoffe, Garten) hinweg. Wie das IFH Köln in einer Studie ermittelte, konnte damit der DIY-Markt nach den beiden Negativjahren 2012 und 2013 im Jahr 2014 wieder an Umsatz zulegen. Über alle Warengruppen hinweg betrug das Plus 1,5% bzw. 10,2 Mrd. Euro. Hinter diesen Werten verbergen sich aber durchaus sehr unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Ländern der EU. Hier reicht die Bandbreite bezüglich der Wachstumsrate 2014 von –5,2% in Finnland bis hin zu +8,0% in Malta. In den meisten Ländern stand 2014 ein positives Vorzeichen vor der Umsatzveränderungsrate, in nur fünf Ländern waren Umsatzrückgänge zu beobachten.

13
TROUBLE UND GENEHMIGUNGEN ? In Hamburg laufen im Stadtteil Eppendorf die Bauarbeiten für einen neuen großflächigen OBI Bau- und Heimwerkermarkt mit Gartenparadies auf vollen Touren. Die Eröffnung des Stores, der im Gewerbegebiet Nedderfeld in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bauhaus Fachcentrum in der Kollaustraße (früher Max Bahr) entsteht, soll im Frühjahr 2016 erfolgen. Aufgewertet wird der Standort dadurch, dass im Umfeld des neuen OBI-Outlets mit dem Bau von zahlreichen Wohnungen auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Groß Bostel und auf dem Gelände des alten Bauhofs an der Süderfeldstraße gegenwärtig zwei der größten Bauprojekte in der Hansestadt realisiert werden. ? Nach einer Meldung der „Neuen Westfälischen Zeitung“ ist in Paderborn (NRW) die Ansiedlung eines Toom Baumarkts mit Gartencenter geplant. Der Store im Gewerbegebiet am Frankfurter Weg soll eine Gesamtverkaufsfläche von 8.000 qm umfassen. Davon entfallen auf den Baumarkt 5.000 qm und auf das Gartencenter 3.800 qm. ? Mit Standorten in Eislingen und Heidelberg (beide Baden-Württemberg), Altötting (Bayern), Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern), Oldenburg (Niedersachsen) und Flensburg (Schleswig- Holstein) starten im Frühjahr 2016 sechs neue Tedox Renovierungsdiscounter. ? In Witten (NRW) wird der an der Dortmunder Straße agierende 9.600 qm umfassende Toom Bau- und Gartenmarkt bei laufendem Betrieb im Frühjahr 2016 umgebaut, modernisiert und erweitert. ? In Trier (Rheinland-Pfalz) ist auf dem Areal eines früheren Hornbach-Stores im Gewerbegebiet Siebenborn die Ansiedlung eines 6.800 qm umfassenden Poco Einrichtungsmarkts geplant. Die Eröffnung soll im Sommer 2016 erfolgen. ? Nach einer Meldung des „Kölner Stadt- Anzeiger“ wird in Euskirchen (NRW) der Toom Baumarkt mit Garten - center am 11. Juni 2016 aus Ertragsgründen geschlossen. ? Mit einem Investitionsaufwand von 1,3 Mio. Euro erweitert und modernisiert die mit EMV-Profi kooperierende Raiffeisen Handelsgenossenschaft Gadebusch ihren Raiffeisen Haus- und Gartenmarkt am Firmenstammsitz in Gadebusch (Mecklenburg-Vorpommern). Die Fertigstellung und Eröffnung des Erweiterungsbaus ist für Ende März 2016 geplant. ? In Uelzen (Niedersachsen) will der Eurobaustoff-Gesellschafter Friede an der Oldenstedter Straße bis zum Sommer 2016 mit einem Investitionsaufwand von 2,5 Mio. Euro ein Bauzentrum errichten. ? Mit dem Auslaufen des Mietvertrags wurde am 13. Februar 2016 der Toom Bau- und Gartenmarkt in Filderstadt bei Stuttgart geschlossen. ? Unter Federführung der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Haßlinghausen ist in Sprockhövel (NRW) die Ansiedlung eines neuen Raiffeisenmarkts geplant. Der Store soll im Ortsteil Haßlinghausen am Rathausplatz auf dem Areal eines ehemaligen Netto-Lebensmitteldiscounters entstehen und ab Frühjahr 2017 mit einer Verkaufsfläche von 1.500 qm die alte Niederlassung ersetzen. ? Mit einer Gesamtverkaufsfläche von 7.500 qm startet im Herbst 2016 in Alzey (Rheinland-Pfalz, 18.000 Einwohner) im Gewerbegebiet an der Rudolf-Diesel-Straße ein neuer Toom Baumarkt mit Gartencenter. ? In Mülheim an der Ruhr wird ab Herbst 2016 der seit 1995 im Gewerbegebiet Rosenblumendelle angesiedelte 9.800 qm umfassende Toom Bau- und Gartenmarkt umgebaut, modernisert und erweitert. ? In Landau an der Isar (Bayern) wird der von der Baywa AG in Eigenregie betriebene kleinflächige Bau- und Gartenmarkt am 30. Juni 2016 aus Ertragsgründen geschlossen. Marken Power Top-Qualität! LED-Halogenersatz www.megaman.de Top-aktuell! LED-Filament Lampen www.lightme.eu Eines der breitesten LED-Sortimente am Markt! • MEGAMAN ® Premium-Class, LIGHTME ® Economy-Class, MEGATRON ® Leuchten • Starke LED-Marken direkt von der IDV GmbH 13.-18.3.2016 / Halle 4.1. H70

14
press Neue Märkte NatioNal Zentrale Betreiber Standort Termin Fläche (qm) Fischer, Sonneberg Sonderpreis Baumarkt Würschnitztalstr. 23, 11.01.2016 (N) 09123 Chemnitz OT Klaffenbach Rewe, Köln Toom Baumarkt + GC Schwanebecker Chaussee 1, 11.01.2016 (U + E + N) 5.100 + 1.700 GC (Franchise) 16321 Bernau bei Berlin KEM, Duisburg Heim- und Handwerkermarkt Bösel Dresdener Str., 16.01.2016 (N) 01705 Freital TTL-TTM, Hallstadt TTL Heimtex Fachmarkt Würzburger Landstr., 04.02.2016 (SV) 91522 Ansbach TTL-TTM, Hallstadt TTM Heimtex Fachmarkt An der Schöpsdrehe, 18.02.2016 (N) 08525 Plauen/ Vogtland Bauhaus, Mannheim Bauhaus Fachcentrum Otto-Röhm-Str. 50, 64293 Darmstadt 19.02.2016 (U + E + N) 10.000 + 3.700 GC Tedox, Harste Stabilo, Kupferzell-Mangoldshall Stabilo, Kupferzell-Mangoldshall 14 3/16 Tedox Renovierungsdiscounter (früher Praktiker) Stabilo Fachmarkt (früher Praktiker) Stabilo Fachmarkt (früher Praktiker) Stubbenweg 29, 26127 Oldenburg Neubauernweg 1, 01589 Riesa Hüttenstr. 5, 09599 Freiberg Poco, Bergkamen Poco Einrichtungsmarkt Carsten-Böger-Str. 1, 27572 Bremerhaven Fischer, Sonneberg Sonderpreis Baumarkt Handwerkerring, 29386 Hankensbüttel Stabilo, Kupferzell-Mangoldshall Stabilo Fachmarkt Hammer Tannenstr. 1, 49740 Hasseldünne Poco, Bergkamen Poco Einrichtungsmarkt Georg-Fischer-Str. 1, 78229 Singen EMV-Profi, Lage Baufachmarkt Wesch Schulstr. 9, 99991 Großengottern Tedox, Harste Tedox Renovierungsdiscounter (früher Praktiker) Englerstr. 8, 69126 Heidelberg Zeus, Soltau Hagebaumarkt + Floraland GC Swertz Am Bösserhof 2, 47574 Goch TTL-TTM, Hallstadt TTL Heimtex Fachmarkt Neuer Markt 16, 78052 Villingen-Schwenningen EMV-Profi, Lage Raiffeisen Haus- und Gartenmarkt (RHG Gadebusch) Rehnaer Str. 9, 19205 Gadebusch Zeus, Soltau Hagebaumarkt + GC Schröder Gewerbegebiet Stadtstr., 25348 Glückstadt OBI, Wermelskirchen Agravis, Hannover OBI Bau- und Heimwerkermarkt (früher Praktiker) Raiffeisen Fachmarkt für Haus, Hof und Garten (Raiffeisen Lippe-Weser) Opelstr. 7, 30916 Altwarmbüchen bei Hannover Industriegebiet Süd, 31737 Rinteln Hellweg, Dortmund Hellweg Profi Baumarkt + GC Linnertstr. 6, 48249 Dülmen Zeus, Soltau Hagebaumarkt + Floraland GC Bolay Industriegebiet Dieselstr., 71254 Ditzingen bei Stuttgart Eurobaustoff, Bad Nauheim Do It Bau & Gartencenter (früher Max Bahr) Königsberger Str. 37, 95438 Bayreuth Fischer, Sonneberg Sonderpreis Baumarkt Bentelerstr. 32, 33449 Langenberg (N) = Neueröffnung (U) = Umbau (E) = Erweiterung f = Freifläche SV = Standortverlagerung 25.02.2016 (SV) Februar 2016 (N) Februar 2016 (N) Februar 2016 (N) Februar 2016 (N) Februar 2016 (N) Februar 2016 (N) 01.03.2016 (N) 03.03.2016 (N) 5.200 + 1.000 GC 4.800 + 1.900 GC 3.000 + 1.000 GC 17.03.2016 (U + E + N) 14.000 + 4.000 GC 17.03.2016 (U + E + N) März 2016 (U + E + N) März 2016 (N) März 2016 (N) März 2016 (N) März 2016 (N GC) März 2016 (N) März 2016 (N) April 2016 (N) 2.000 + 1.000 GC 1.500 + 1.700 GC 7.000 + 3.000 GC 900 + 1.500 GC 2.000 GC 8.000 + 4.000 GC 6.300 + 1.500 GC Weitere Eröffnungen in der iPad- und E-Paper-Version

15
InternatIonal Großbritannien. Am 18. Januar 2016 wurden die bisher unter dem Dach der britischen Home Retail Group agierenden 323 Homebase Bau- und Gartenmärkte im Vereinigten Königreich und in Irland vom zur australischen Westfarmers Group gehörenden DIY-Retailer Bunnings Warehouse übernommen. Italien. Mit Standorten in Castel Goffredo, Roe Volciano und Sonico (alle Region Lombardei) hat sich das DIY-Handelsunternehmen Ecobrico Anfang Januar 2016 der Kooperation FDT angeschlossen. Damit umfasst das Portfolio der 1997 gegründeten FDT Group mit Firmensitz in Lainate (Lombardei) jetzt 30 Outlets mit Standorten in den Regionen Apulien (1), Kampanien (1), Ligurien (4), Lombardei (13), Piemont (3), Puglia (1), Sardinien (2), Toskana (2), Trentino/Südtirol (1), Umbrien (1) und Venetien (1). ??Mit einer Gesamtverkaufsfläche von 1.000 qm und einem Sortiment von 25.000 Artikeln hat ein Franchisepartner der italienischen Kooperation Bricofer am 30. Dezember 2015 in der Innenstadt von Chiavari bei Genua (Region Ligurien) einen neuen als DIY-Nahversorger konzipierten Heimwerkermarkt eröffnet. Damit agieren unter dem Dach von Bricofer jetzt in Italien insgesamt 70 Bau- und Heimwerkermärkte. ??Mit Standorten in Bozen (Region Trentino-Südtirol) sowie in Sarcedo, Thiene und Valdagno (alle Venetien) hat der Partnerhändler der Kooperation Bricolarge Pronto Brico Anfang Januar 2016 vier neue Heimwerkermärkte realisiert. Damit umfasst das Portolio der 1979 gegründeten Bricolage Group jetzt 22 DIY-Stores in den Regionen Abruzen (1), Apulien (1), Kalabrien (4), Latium (3), Lombardei (2), Piemont (2), Sizilien (2), Toskana (3), Trentino-Südtirol (1) und Venetien (3). Österreich. Auf einer Fläche von 8.500 qm errichtet die mit der Raiffeisen Ware Austria (RWA) kooperierende Lagerhaus Genossenschaft Oberösterreich Mitte in Lambach bei Wels einen neuen kombinierten Bau- und Gartenmarkt mit einem Abholsortiment von Baustoffen. Neu ist, dass an diesem Standort viele Sortimente „digital erweitert“ werden. Lambach wird somit zum Pilotprojekt für den ersten digitalen Lagerhaus- Store in Österreich. Das bedeutet, dass dem Kunden neben dem lagernden Sortiment Tausende Artikel zur Auswahl stehen, die er in der Folge selbst abholen oder auch nach Hause geliefert bekommen kann. Gleichzeitig kann er dazu die fachkundige Beratung der Lagerhaus-Experten nutzen. Im digitalen Sortiment sind auch Motoristikartikel wie Motorsägen, Rasenmäher und Akkugeräte. Die Eröffnung der neuen Lagerhaus-Filiale, die sich seit dem 8. Oktober 2015 im Bau befindet, ist für das Frühjahr dieses Jahres geplant. ??Am 22. Januar 2016 hat ein Partnerhändler der unter dem Dach der NBB AG angesiedelten Dienstleistungs- und Vertriebssysteme für den Handel GmbH (DFH) in Saalfelden (Bundesland Salzburg) einen neuen Bauprofi Bau- und Heimwerkermarkt realisiert. Damit agieren in Österreich jetzt 58 kleinflächige Bauprofi Bau- und Heimwerkermärkte mit Standorten in den Bundesländern Burgenland (1), Kärnten (1), Niederösterreich (13), Oberösterreich (19), Salzburg (2), Steiermark (17) und Tirol (5). ??Die österreichische 3e Handels- und Dienstleistungs AG hat im Jahr 2015 einen Gesamtumsatz von 547 Mio. Euro (2014 = 530 Mio. Euro) realisiert. Das ist ein Umsatzplus von 3,2% im Vergleich zum Vorjahr. Im Mutterland Österreich sind die Umsätze um 1,1% auf 402 Mio. Euro (2014 = 398 Mio. Euro) gestiegen. Im osteuropäischen Ausland war ein Umsatzplus von 9,9% und ein Wachstum auf 145 Mio. Euro (2014 = 132 Mio. Euro) zu verzeichnen. Mit Datenstand von Januar 2016 umfasst das Portfolio der 3e AG 249 Mitgliedsunternehmen. Davon agieren 148 im Mutterland Österreich und 101 im Ausland. ??Der OBI Bau- und Heimwerkermarkt in St. Johann (Tirol) soll in diesem Jahr durch ein 1.500 qm umfassendes Gartencenter und eine 400 qm große Baustoffhalle erweitert werden. Schweden. Die Byggmax Group konnte im Jahr 2015 einen Bruttoumsatz von 446,264 Mio. Euro (2014 = 383,188 Mio. Euro) realisieren. Das ist eine Umsatzsteigerung von 16,5% im Vergleich zum Vorjahr. Mit Datenstand von Januar 2016 betreibt das Unternehmen 119 Baumarktdiscounter des Betriebstyps Byggmax mit Standorten in Finnland (13), Norwegen (30) und Schweden (76) sowie sechs DIY-Nahversorger des Formates Skanska Byggvaror in Norwegen (2) und Schweden (4). In diesem Jahr ist die Neueröffnung von drei neuen Byggmax-Stores in Norwegen (1) und Schweden (2) sowie von drei Byggvaror-Filialen in Schweden geplant. Anzeige Erleben Sie MOTIP DUPLI mit allen Sinnen BESUCHEN SIE UNS! HALLE STAND-NR. A3 223 www.faf-messe.de 02. – 05. MÄRZ 2016 | MESSEGELÄNDE MÜNCHEN 3/16 15

16
press Neue Märkte InternatIonal Land Zentrale Betreiber Standort Termin Fläche (qm) Finnland Clas Ohlson, S-Insjoeh Clas Ohlson Baumarkt Kaivogatan, Oktober 2016 (N) FIN-Helsingfors Georgien Maxhome Group, GE-Tbilisi Maxhome Bau- und Gartenmarkt Vazha-Pshavela Ave 45, Frühjahr 2016 (N) 14.000 + 4.000 GC GE-0177 Tbilisi Italien Bricofer, I-Rom Bricofer Heimwerkermarkt Geco Via Rambaldi 21, 30.12.2015 (N) I-16404 Chiavari bei Genua (GE) Italien BricolaRge, I-Gallarate Heimwerkermarkt Pronto Brico Via Marco Lorner 3, 02.01.2016 (N) I-36015 Thiene Italien Bricolarge, I-Gallarate Heimwerkermarkt Pronto Brico Via Sette Martiri 26, 02.01.2016 (N) I-36030 Valdagno Italien Bricolarge, I-Gallarate Heimwerkermarkt Pronto Brico Via della Tecnica 3, 02.01.2016 (N) I-36300 Sarcedo Italien Bricolarge, I-Gallarate Heimwerkermarkt Pronto Brico Via ca de Luogo 6, 02.01.2016 (N) I-39100 Bolzano Italien FDT Group, I-Lainate Bau- und Heimwerkermarkt Ecobrico Via Nazionale 10, 02.01.2016 (N) I-25048 Sonico (BS) Italien FDT Group, I-Lainate Bau- und Heimwerkermarkt Ecobrico Via Gugliemo Marconi 56, 02.01.2016 (N) I-Roe Volciano (BS) Italien FDT Group, I-Lainate Bau- und Heimwerkermarkt Ecobrico Via Castiglione 1, 02.01.2016 (N) I-46402 Castel Goffredo (MN) Italien Groupe Adeo, F-Lille Leroy Merlin Bau- und Gartenmarkt Gewerbepark an der A 1, Frühjahr 2016 (N) 11.000 + 4.000 GC I-29015 Castel San Giovanni (PC) Italien OBI, D-Wermelskirchen OBI Bau- und Heimwerkermarkt Gewerbegebiet Sesto Ulteriano, April 2016 (N) 4.000 + 2.000 GC I-20098 San Giuliano Milanese Italien OBI, D-Wermelskirchen OBI Bau- und Heimwerkermarkt Via Cesare Beccaria 1, Frühjahr 2016 (N) 5.000 + 2.000 GC I-57128 Livorono (LI) Italien Self, I-Rivalta di Torino Self Bau- und Gartenmarkt Parco Commerciale Noberasco, April 2016 (N) 4.000 + 2.000 GC I-17031 Albenga (SV) Kroatien Bauhaus, D-Mannheim Bauhaus Fachcentrum Gewerbepark Süd, Sommer 2016 (N) 15.900 + 3.000 GC HR-1000 Zagreb Luxemburg Bauhaus, D-Mannheim Bauhaus Fachcentrum Parc d‘Activités Capellen, Frühjahr 2016 (N) 14.000 + 4.000 GC L-8308 Mamer Niederlande Bauhaus, D-Mannheim Bauhaus Fachcentrum Nijmeegseweg, Frühjahr 2016 (N) 12.000 + 4.000 GC NL-5916 RK Venlo Niederlande Bauhaus, D-Mannheim Bauhaus Fachcentrum Harnaschpolder, Herbst 2016 (N) 15.000 + 5.000 GC NL-2635 BZ Den Hoorn Niederlande Bauhaus, D-Mannheim Bauhaus Fachcentrum Bedrijvenpark Ijsseloord 2, Herbst 2016 (N) 14.000 + 3.500 GC NL-6816 SH Arnheim Niederlande Bauhaus, D-Mannheim Bauhaus Fachcentrum Plein Westermaat, Herbst 2016 (N) 12.000 + 3.500 GC NL-7559 SR Hengelo Niederlande Hornbach, D-Bornheim Hornbach Bau- und Gartenmarkt Gewerbepark Ybenburg, Frühjahr 2016 (N) 10.000 + 3.500 GC NL-2495 BD Den Haag Niederlande Hornbach, D-Bornheim Hornbach Bau- und Gartenmarkt Gewerbepark Westpoort, Ende 2016 (N) 12.000 + 4.700 GC NL-1043 AX Amsterdam-Solterdijk Niederlande Hornbach, D-Bornheim Hornbach Bau- und Gartenmarkt Gewerbepark Ressen, Ende 2016 (N) 15.000 + 5.000 GC NL-6537 TM Nijmegen Niederlande Hornbach, D-Bornheim Hornbach Bau- und Gartenmarkt Gewerbepark Gateway Center, Ende 2016 (N) 14.000 + 3.500 GC NL-6921 RK Duiven Niederlande Hornbach, D-Bornheim Hornbach Bau- und Gartenmarkt Weezebeek Complex, NL-7614 JA Almelo Ende 2016 (N) 10.000 + 4.000 GC (N) = Neueröffnung (U) = Umbau (E) = Erweiterung f = Freifläche SV = Standortverlagerung 16 3/16 Weitere Eröffnungen in der iPad- und E-Paper-Version

17
Grüne Fakten DEHNER Neues Gartencenter in Halle Die Gartencentergruppe Dehner expandiert in Sachsen- Anhalt und übernimmt den Standort des ehemaligen Klee Gartenfachmarkt in Halle- Peißen. Hintergrund der Übernahme war ein auslaufender Mietvertrag: Der Immobilieneigentümer des Klee Gartenmarktes hat sich für Dehner als Nachfolger entschieden. Nach dreimonatiger Umbauzeit eröffnet der Standort nun pünktlich zum Start der Gartensaison am 3. März 2016 mit einem umfassenden Angebot an Grün- und Blühpflanzen, Gartentechnik, Gartenmöbeln, Dekorationsartikeln sowie einer großzügigen Zooabteilung. Bereits seit Januar werden die Gebäude und der Innenbereich dem Dehner-„Look and Feel“ angepasst. „Mit der aktuellen Übernahme stärken wir unsere Präsenz in den östlichen Bundesländern und sichern damit das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens“, so Bernhard Hönig, Ge- schäftsführer von Dehner. „Halle ist ein wichtiger Standort für Dehner. Das neue Gartencenter in Peißen fügt sich perfekt in unser Filialnetz ein, daher haben wir uns entschlossen, den Markt mit dem bestehenden Konzept und den entsprechenden Sortimentsgruppen weiterzuführen.“ Dehner betreibt in Halle-Bruckdorf bereits einen Standort im Süden der Großstadt. LANDGARD Sanierungsphase beendet Die Finanzierung der Erzeugergenossenschaft und ihrer über 3.200 Mitglieder ist langfristig gesichert. Mit der Unterzeichnung einer Anschlussfinanzierung zu günstigeren Konditionen beendet das Unternehmen mit Sitz in Straelen-Herongen seine Sanierungsphase. Die neuen Kreditverträge haben ein Volumen von insgesamt 295 Mio. Euro und treten zum 1. März in Kraft. Die Finanzierung wurde mit den beiden Kreditinstituten WGZ Bank und Commerzbank AG koordiniert und mit einer Auswahl an Foto: Dehner Seit Dezember 2015 firmiert der ehemalige Klee Gartenfachmarkt in Landsberg-Peißen unter dem Qualitätsdach Dehner. Banken und einem Neufinanzierer aufgesetzt. Voraussetzung für die neue Finanzierungsrunde war die in der vergangenen Vertreterversammlung im Juni 2015 beschlossene Satzungsänderung mit Zustimmung von 95% zur Erhöhung der Geschäftsanteile und damit einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation von Landgard. Die neue Finanzierung ist jetzt der abschließende Schritt einer Sanierungsphase und umfassenden Restrukturierung seit den Geschäftsjahren 2011/2012. Mit der Konzentration auf das Kerngeschäft als Vermarkter und striktem Kostenmanagement wurden die Bankverbindlichkeiten von rund 400 Mio. Euro auf jetzt 295 Mio. Euro reduziert. Bereits 2014 erreichte Landgard wieder ein Ebitda von über 53 Mio. Euro. Für 2015 geht das Unternehmen von einem organischen Wachstum von 2,7% aus, wobei sich insbesondere die Sparte Obst und Gemüse mit einem deutlich zweistelligen Umsatzwachstum überproportional positiv entwickelt hat. Anzeige Das lesen Sie in „markt in grün“ 4/2016 ? Titelgeschichte: Dehner-Pilotmarkt in Frankfurt – So sah das Dehner Gartencenter in Frankfurt-Rödelheim früher aus. Nach mehrmonatigem Umbau wird es am 1. März als Pilotmarkt mit digital vernetztem Cross-Channel-Konzept wieder eröffnet. ? Sortiment: Rosen für den Kübel – Üppige Blütenpracht ist auch auf dem Balkon möglich: mit den passenden Rosen, Kübeln und Erden. ? Sortiment: Heimtier – Die Interzoo steht bevor und das Marktvolumen im Segment „Heimtierbedarf“ in Deutschland steigt seit dem Jahr 2011 kontinuierlich an. ? Trends im Verkaufsgewächshausbau: Maße, Volumen, Belüftung, Belastbarkeit: Die Anforderungen an Gewächshäuser sind unterschiedlich, die Konstruktionen der Anbieter vielseitig. ? Sonderheft Grillen: Vom Gerät über Zielgruppen bis hin zur Reinigung: Im Sonderheft steht, welche Sortimente im Bereich „Grillen und BBQ“ gefragt sind. Täglich Neues aus der „Grünen Branche“ unter www.markt-in-gruen.de 3/16 17

18
TiTelSTory Bauzentrum Borgers Umsatzpotenziale heben Auf dem Einzelhandelsmeeting der Eurobaustoff in Neuss wurde der Umbau des Bauzentrums Borgers als eine besonders gelungene Umsetzung des Baufachmarktkonzepts der Eurobaustoff präsentiert. Kooperationsgeschäftsführer Ulrich Wolf will so die Umsätze erhöhen. Firmenchef Hermann Borgers mit seiner Frau Brigitte (re.) und Tochter Sarah, die bereits in der Geschäftsleitung tätig ist. Fotos: MAU Das Bauzentrum Borgers kann auf eine über 80-jährige Unternehmenshistorie zurückblicken. Der erste Baustoffhandel wurde 1932 in Hamminkeln eröffnet. Inzwischen hat Firmenchef Hermann Borgers zwei weitere Standorte realisiert – ein Betonfertigteilwerk in Rheinberg und seit 1983 existiert das I&M Bauzentrum Borgers in Rees. 18 3/16 Attraktivität steigern Dort war nun über die Jahre ein gewisser Renovierungsstau zu verzeichnen gewesen. Hermann Borgers stellte fest, dass der Marktauftritt eindeutig zu verbessern sei: „Die Modernisierung war nun wirklich notwendig geworden. Wir wollten aber nicht nur die Sortimente überarbeiten, sondern auch mehr Übersicht und Ordnung in den Baufachmarkt bringen. Größere Ausstellungsflächen sollten eine Steigerung der Attraktivität, eine Steigerung der Umschlagshäufigkeit und somit ein verbesserte Wirtschaftlichkeit mit sich bringen.“ Am Anfang jeder Umbaumaßnahme stand auch hier ein umfangreiche Standort- und Potenzialanalyse, bei der die Einzelhandelsfachgruppe der Eurobaustoff-Zentrale um Dieter Jäger und Peter Abraham maßgebliche Unterstützung leisteten. Das Bauzentrum Borgers, und damit sind die Standorte Hamminkels und Rees gemeint, steht im Wettbewerb mit einem OBI-Markt in Emmerich mit etwa 7.700 qm Verkaufsfläche sowie einigen Hagebaumärkten mit Verkaufsflächen von bis zu 16.000 qm (Stewes und Swertz) in der Region. Rees, älteste Stadt am Niederrhein im Kreis Kleve mit einer Einwohnerzahl von etwa 22.000 verfügt in dieser nicht gerade dicht besiedelten Gegend über ein Einzugsgebiet von 47.000 Einwohnern. Gespräche mit Lieferanten Die Analysen ergaben, dass das Einzugsgebiet Rees unterversorgt ist. Ein ausreichendes Umsatzpotential wurde ermittelt. Mit anderen Worten: Eine Investition in Marktauftritt, Kommunikation und Mitarbeiter sollte sich am Ende lohnen. Das Team von Abraham und Jäger machte sich darauf an die weitere Arbeit: Ideenfindung, Kostenaufstellung, Sortimentsabstimmung und Details festlegen, Lieferantengespräche und -verhandlungen über Umbaubeteiligung sind hier als die wesentlichen Punkte zu nennen. Nach der Planung der Details ab September 2014 wurde dann am 12. Januar 2015 mit dem Umbau begonnen und die Eröffnung bereits gut zwei Monate später gefeiert. Am Ende sind eine Reihe von Konzepten umgesetzt worden: das neue Markenmaschinenkonzept, in dem Elektrowerkzeug von Makita und Bosch mit der blauen wie auch der grünen Serie integriert sind. Außerdem das neue Farbstudio, das mit der Markenfarbe von Alpina und mit Farbe der Eigenmarke Opus 1 ausgestattet ist. Der Arbeitskleidungsshop, der ganz neu gestaltet und zudem in direkter Nachbarschaft zu den Werkzeugen, Maschinen und der Profiverkaufstheke platziert wurde. Aktionswaren behindern künftig nicht mehr den freien Blick

19
Im Farbstudio findet der Kunden neben der kompetenten Beratung Produkte des Hauptlieferanten Alpina, der zudem die Eigenmarke Opus 1 liefert. Im neuen Markenmaschinenkonzept sind die Produkte von Makita und Bosch mit der grünen und der blauen Serie integriert. Besonderer Wert wurde im Bauzentrum Borgers auf die Bodenbeläge gelegt. Hier findet sich hochwertiges Laminat des Anbieters ter Hürne. ??Daten Standort Rees • Gesamtfläche: 21.000 qm • Bebaute Fläche: 5.200 qm • Verkaufsfläche BM: 4.403 qm • Mitarbeiter: 38 • Vollzeitstellen: 30 • Baufachmarkt: 22 • Umsatzanteil Fachmarkt: ca. 48% Die Marke Eurobaustoff ist in den Bauzentren der Gesellschafter selten zu sehen. Als Eintrittslogo für die Tapetenabteilung macht sie sich aber sehr gut. durch den Hauptgang, sondern sind nun mit gelber Farbe deutlich gekennzeichnet in den jeweiligen zugehörigen Warengruppen platziert. Im neuen, modernen Layout kann man die aktuelle Version der Topblenden im Markt in Rees sehen, die erstmals auf dem Einzelhandelsmeeting durch Peter Abraham vorgestellt wurden. Die neuen Blenden in den bekannten Systemfarben Bordeaux, Grün und Blau wurden mit größeren, aktuelleren Fotos versehen, die mit einem Schatten hinterlegt sind und somit eine 3-D-Wirkung erzeugen sollen. Aufwendige Präsentationen Im neuen Storelayout trennt der Hauptgang nun die „weicheren“ Heimwerker- Sortimente (Farben, Tapeten, Stoffe) auf der linken von dem „härteren“ Profi-Angebot (Baustoffe, Bauchemie, Werkzeuge) auf der rechten Seite des Marktes. Der Hauptgang stellt eine offene, gute einsehbare Verbindung zwischen Eingang und Fachausstellungen dar, wo der Kunde aufwändige Präsentationen von Bauelementen, Fußböden und Sanitärprodukten vorfindet. Im Gartenbereich wurde die Präsentation von Heckenscheren, Pumpen, Grills sowie Holz im Garten neu und übersichtlich gestaltet. Und der gesamte Wesentlicher Bestandteil der Fachausstellung ist die Sanitärabteilung. Dort findet der Kunde solch eine Designbadewanne mit integrierten Lautsprechern. Markt verfügt nun durch den Einsatz von LED-Technik über eine wirkungs- und stimmungsvollere Ausleuchtung. Fast ein Jahr nach der Neueröffnung zieht Hermann Borgers ein positives Fazit: „Die Zusammenarbeit mit der Eurobaustoff-Zentrale hat hervorragend funktioniert. Wir erfahren eine Menge positiver Resonanz von unseren Kunden, was sich aber letztlich auch in unseren Zahlen widerspiegelt. In einigen Sortimentsbereichen haben wir Umsatzzuwächse von 15% zu verzeichnen. Das freut uns, schließlich haben wir auch eine Menge investiert. Alleine für die Marketingmaßnahmen rund um die Neueröffnungen hatten wir Aufwendungen von etwa 30.000 Euro.“ Am Ende scheinbar doch gut investiertes Geld. MAU ? Siehe Interview mit Eurobaustoff- Geschäftsführer Ulrich Wolf ab Seite 20. 3/16 19

20
Das IntervIew mit ulrich wolf „Individualität ist stärker als Marke“ FARBE in München 02.– 05. März 2016 Halle A1, Stand 304 Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Herr Wolf, wie hat die Euro baustoff das vergangene Jahr abgeschlossen? Wir haben ein Plus von 2% in 2015 erzielt. Das ist verglichen mit 2014 für mich eine Seitwärtsbewegung. Eine Steigerung, aber kein forscher Schritt nach vorne. 2016 wird ähnlich verlaufen. Wie setzt sich das Ergebnis zusammen? Wir haben 5,6 Mrd. Euro zentral abgerechneten Umsatz fakturiert. Das sind 120 Mio. Euro mehr als 2014. Unser stärkster Bereich mit 80%, der Groß- bzw. Fachhandel, ist mit 0,25% kaum gewachsen. In den Bereichen Einzelhandel, Fliese und Holz sind wir allerdings mit über 7% stärker gewachsen als der Branchendurchschnitt. Warum hat es nur für dieses moderate Wachstum gereicht? Wir haben unsere Lieferantenstruktur gestrafft, das Marktvolumen ist insgesamt nicht gewachsen und die Bauwirtschaft kommt mit der Umsetzung der Baugenehmigungen kaum nach. Zudem haben wir kaum neue Gesellschafter akquiriert. Wir verlieren im Schnitt immer zehn Gesellschafter pro Jahr und gewinnen ebenso viele. Insgesamt sind es derzeit 480 Gesellschafter. Die Zahl ist seit Jahren konstant. Die Anzahl der Standorte wächst indes – auf aktuell 1.510. Für 2016 planen wir keinen quantitativen, aber dafür einen qualitativen Gesellschafterzuwachs. Was sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für 2016? Ein Dauerthema sind elektronische Daten und E-Commerce. Zusätzlich beschäftigt uns das Thema Kleinteilelogistik. Bisher verfügen wir über keine entsprechend ausgerüsteten Zentralläger. Allerdings sprechen wir mit anderen Verbundgruppen über eine Zusammenarbeit. Mitte des Jahres wollen wir Lösungen gefunden haben – sowohl für schnellere Kleinteilelieferungen als auch über eine Sortimentsausweitung im Bereich Sanitär/Haustechnik. Weitere Schwerpunkte? Wir optimieren unsere sechs Zentralläger, wie es von den Jungunternehmern angeregt wurde. Wir wollen überall eine gleich hohe Qualität und Angebotsstruktur von Nord bis Süd sichern. Es gab ein erstes Treffen von Aufsichtsrat und Jungunternehmern, wo wir Ziele und Aufgaben verteilt haben. Einig waren wir uns, dass die Verantwortung für die Läger weiter in den Regionen liegen und es keine Beteiligung der Zentrale geben soll. Das seit Jahrzehnten regionale und föderalistische System hat auch weiterhin Bestand. Wollen Sie Ihre Lieferantenstruktur weiter straffen? Aktuell haben wir 2.100 Lieferanten gelistet. Früher hatten wir 2.800, und wir werden weiter reduzieren. Wir sehen, dass wir mit 20% der Lieferanten 80% des Geschäfts machen. Viele unserer Lieferanten können die nötigen Produktdaten, die wir für E- Commerce brauchen, nicht liefern. Wie gehen Sie beim Thema Daten vor? Wir geben den Lieferanten unsere Kriterien vor: Bildqualität, Produktbeschreibungen etc. Leider erhalten wir keine einheitlichen Daten. Mittlerweile beschäftigen sich 15 Mitarbeiter im Haus damit, die gelieferten Daten zu bearbeiten. Schließlich haben wir den Gesellschaftern versprochen, ihnen die Daten strukturiert zu liefern. Aktuell fokussieren wir uns auf unsere A-Lieferanten, mit denen wir die Kernumsätze machen. Wäre es nicht möglich, einen Dienstleister wie GS1 an Bord zu holen? Ja, ich hätte gerne eine Branchenlösung. Das war bisher nicht möglich, da andere Verbundgruppen und Lieferanten ihre eigenen Interessen verfolgen. Wir hatten mit Yohammada bereits einen Ansatz für gemeinsame Stammdaten, der aber leider gescheitert ist. Wie beurteilen Sie die Veränderungen in der Baustoffbranche? EMV will mit Baustoffring fusionieren. ZEB baut Einzelhandel auf. Ich glaube nicht, dass die Zusammenarbeit zwischen EMV und Baustoffring kommt. Grund: Es gibt keinen Mehrwert. An deren Stelle würde ich mich mit denen zusammensetzen, die mehr bieten können – etwa eine Zentrallagerbelieferung. Wir bieten uns dazu an.

21
Warum sollten sich andere Gesellschafter der Eurobaustoff anschließen? Was zeichnet Ihre Kooperation aus? Früher waren Kooperationen reine Einkaufsgemeinschaften. Wir haben aber seit 2005 einen großen Dienstleistungsbereich aufgebaut. Marketing-, Einzelhandels-, Bauplanungs- oder E-Commerce-Unterstützung – das alles leisten wir für unsere Gesellschafter. Zudem verfügen wir inzwischen über eine große Sortimentskompetenz. Wir können ebenso viel liefern wie reine Holzkooperationen, bieten zusätzlich aber noch Foto: Eurobaustoff „Individualität ist unser Erfolgskonzept.“ Ulrich Wolf, Geschäftsführer Eurobaustoff Zentrallagerbelieferung und die Möglichkeit, Fliesen zu ordern. Daher bin ich mir sicher, dass wir aus anderen Fachhandelskooperationen noch weitere Mitglieder gewinnen werden. Wie gehen Sie in diesem neuen Zusammenhang mit Doppelmitgliedschaften Wir lassen keine Doppelmitgliedschaften mehr zu. Bestehende Gesellschafter genießen jedoch Bestandsschutz. Bei Neuaufnahmen muss allerdings die Kündigung des bisherigen Vertrags vorliegen. Sollte es doch zu einer Fusion von EMV mit Baustoffring kommen, gibt es bei diesen Doppelmitgliedern Handlungsbedarf. Wir haben 13 Gesellschafter mit 40 Standorten, bei denen es zu Doppelmitgliedschaften bei unseren Kernkompetenzen Baustoffe und Einzelhandel kommen würde. Das müssen wir dann mit diesen Gesellschaftern einvernehmlich besprechen. Wenn Sie hier so strikt sind, warum lassen Sie auf der anderen Seite Ihren Gesellschaftern so viel Freiheit beim Thema Marke? Individualität ist unser Erfolgskonzept. Wir brauchen keine nationale Marke, unsere selbstständigen Gesellschafter sind die jeweilige Marke. Sie spielen ihre Regionalität aus und sind damit erfolgreich. Daher unterscheiden sich unsere Standorte auch sehr stark. Bei unserer Marke I&M ist es sehr schwer, einen Markenkern zu kommunizieren, um die Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Der eine vertreibt unter der Marke I&M überwiegend Baustoffe, andere verfügen über 8.000 qm Einzelhandelsfläche. Unsere Aufgabe ist es daher, eine individuelle Klammer und Gemeinschaft zu schaffen. Im Übrigen sind ja auch bei Obi die Franchiseunternehmer erfolgreicher als die AG-Märkte. Mag sein, dass ein guter Unternehmer auch ohne Marke im Rücken stationär sehr erfolgreich ist. Im Internet aber geht doch fast alles über Marke … Vielleicht. Doch auch einige unserer Gesellschafter zeigen, dass zweistellige Millionenumsätze übers Internet möglich sind. Aber auch hier operieren sie mit ihrem eigenen Namen. Wichtiger ist ein professioneller Internetauftritt. Wir unterstützen unsere Gesellschafter mit den Daten und der Software, die Sie dafür brauchen. Wir als Kooperation greifen nicht in das operative Geschäft unserer Gesellschafter ein, wir unterstützen nur. Wie viele Gesellschafter verfügen über eigene Onlineshops? Insgesamt 15 – allerdings nicht steigend. Einige Gesellschafter haben auch schon wieder aufgehört. Andere haben sich im Onlinegeschäft spezialisiert. Wir raten generell zu einem Mix aus stationärem Handel und E-Commerce. Ex ? EvoStar Die Lackierwalze für das perfekte Oberflächenfinish • Speziell veredelte Polyesterschaum oberfläche • Konkave Stirnflächen* • Einfaches und ansatzfreies Lackieren • Für alle Lacke geeignet • Aus Eigenfertigung für höchste Qualitätsstandards Ciret GmbH Geschäftsbereich COLOR EXPERT colorexpert@ciret.eu www.ciret.eu * DuPont Patent Application WO 2005/007302 A2

22
DIY-AUSTELLER DIY-AUSSTELLER INTERNATIONALE EISENWARENMESSE 2016 Anzeigen Möbelbeschläge in ihrer schönsten Form Das bereits über 60-jährige Familienunternehmen ist heute als internationaler Player in mehr als 50 Ländern vertreten. Tradition und Beständigkeit kombiniert mit Innovationsstreben hat SIRO zu einem der führenden Hersteller und Anbieter dekorativer Möbelbeschläge gemacht. D as Design immer am Puls der Zeit weiter zu ent wickeln, gehört ebenso zur täglichen Arbeit von SIRO, wie passende Produkte zu entwickeln die den weltweit unterschiedlichsten Anforderung an Optik und Funktion entsprechen. Stand C-035, Halle 5.1 Leuchtmittel mit besonderer Ausstrahlung Der Zweig Lichttechnik, welcher den Bereich Hightech-Beleuchtung für den professionellen Verarbeiter abdeckt, hat sich seit einigen Jahren zu einem sehr interessanten und wesentlichem Bereich unseres Lieferantenportfolios entwickelt. Angesprochen werden hier der hochwertige Projektbereich sowie die Möbelindustrie. Im Bereich Halogen- und LED-Leuchtmittel sind wir als Vollsortimentslieferant einzustufen. Unsere Sortimente orientieren sich ständig am technischen Fortschritt und werden diesem angepasst, was durch unsere Ingenieure in der eigenen Entwicklungsabteilung sichergestellt wird. Stand C-035, Halle 5.1 baumarktmanager-Medien Die baumarktmanager-Medien machen die Entscheider in den Baumarkt-Zentralen erfolgreich. Sie vermitteln fachliches, rechtliches, betriebswirtschaftliches Wissen, geben Tipps für die POS-Gestaltung und setzen Impulse zur Weiterentwicklung in der Branche. Mit den Medien von baumarktmanager verschaffen wir Ihnen den Zugang zu den Führungskräften in der Branche, zu den Geschäftsführern, Einkäufern, Category- Managern, Marktleitern, Warengruppenleitern und Fachverkäufern. Besuchen Sie uns in Halle 5.1, Stand D-105 Vertreten am Stand von: BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen & Garten e.V. DIY-BOULE Baumarktlieferanten präsentieren sich auf der Internationalen Eisenwarenmesse in Köln in Halle 5.1. markt manager ONLINE mehr erfahren! Aktuelle und kompakte Infos rund um Markt und Branche. Stets frisch und in höchster journalistischer Qualität. www.baumarktmanager.de

23
INTERNATIONALE EISENWARENMESSE 2016 Anzeigen Mit Profil zum Erfolg alfer® ist europaweit Marktführer im Bereich Profil-Systeme für Baumärkte. Als Hersteller mit über 40 Jahren Erfahrung bieten wir mehr als 6.500 Artikel. alfer® steht für hohe Innovationskraft und große Produktionstiefe. Pro Jahr werden mehrere tausend Tonnen Aluminium, Stahl und Kunststoff auf modernsten Maschinen für unterschiedliche technische und ästhetische Ansprüche verarbeitet, profiliert, gestanzt, extrudiert und oberflächenbehandelt. www.alfer.com Halle 5.1, Stand B-062 The World of Spraypaint Die Peter Kwasny GmbH ist einer der führenden Hersteller von Lackspraydosen in Europa und gilt weltweit als Qualitäts- und Technologieführer für professionelle Sprühlacksysteme. Das Familienunternehmen präsentiert auf dem DIY-Boulevard 2016 ein zukunftsorientiertes belton-Lacksprayregal. Im Fokus steht belton free, die innovative Wasserlack-Technologie, die beim umweltfreundlichen und geruchsneutralen Sprühlackieren völlig neue Maßstäbe setzt. Kwasny mit belton Lackspray-Regal: Stand C-065, Halle 5.1 NMC – ein Allrounder für die Baumarktbranche Der Spezialist für dekorative und dämmende Produkte bietet dem Handel Sortimente für Wohnraumgestaltung, -isolierung, Parkettunterlagen und Rohrisolierung. Auf dem DIY-Boulevard der Intern. Eisenwarenmesse 2016 wird NMC mehrere Neuheiten präsentieren. Im Fokus: Neue dekorative Wandgestaltungselemente. Doch NMC überzeugt nicht nur mit Produkten. Neu auch die POS-Neugestaltung der Serie DECOFLAIR®. Lassen Sie sich überraschen. www.nmc-deutschland.de Stand B-058/C-059, Halle 5.1 VARD Hermann ScHwerter …we think consumer Rostfrei bei Vormann Als DIY-Boulevard-Aussteller präsentiert Hermann Schwerter in diesem Jahr einen Kompaktbaustein technischer und dekorativer Möbelbeschläge. Direkt gegenüber – auf dem Stand C-010/D-011 – erwarten den Besucher die besten Konzepte und Präsentationen in den Sortimentsbereichen Befestigungstechnik, Möbelverbinder, Ketten/ Seile und Komfort & Sicherheit. Neu entwickelt zur Eisenwarenmesse stellt das Unternehmen die InBox im Bereich Befestigungstechnik vor. Halle 5.1, Stand C-010/D-011 Mit hochwertigen Produkten, kundenfreundlichen Präsentationen und bedarfsgerechten Dienstleistungen unterstützen wir Sie in allen Etappen der Supply-Chain. Angefangen bei optimalen Logistikprozessen für Kleinteile sowie Paletten- oder Containerware, bis hin zu verbraucherfreundlichen Verpackungen in Eigenmarken. Mit unserem europaweiten Vertriebsnetzwerk sind wir überall dort, wo Sie uns brauchen. Dabei halten wir die Bedürfnisse der Verbraucher stets im Blick, egal ob DIYer, Semi- Profi oder Handwerker. Überzeugen Sie sich selbst von unseren Leistungen und besuchen Sie uns am DIY-Boulevard, Halle 5.1, Stand B-020. Auf der Eisenwarenmesse 2016 stellt die Fa. August Vormann auf dem DIY-Boulevard aus und zeigt dort eine neue überarbeitete Rostfrei-Präsentation mit Produkten aus allen Sortimentsbereichen. Rostfrei-Artikel tragen dem steigenden Umweltbewusstsein der Verbraucher Rechnung und bieten gleichzeitig eine elegante und witterungsbeständige Lösung für viele Anwendungsbereiche in Haus und Garten. Besuchen Sie uns bitte in Halle 5.1, Gang B Nr. 066 auf dem DIY-Boulevard.

24
Marktleitung Personalweiterbildung Fotos: LC Wissensmanagement Die Präsenz der Dienstleister vor Ort am POS ist der Schlüssel. Der Mitarbeiter kommt nicht zur Schulung, sondern die Schulung kommt zum Mitarbeiter. Fachverkäufer-Coaching als Erfolgsfaktor Smart Home ist als eigener Sortimentsbaustein recht neu in der Baumarktbranche. Im Verkauf kommt es da auf eine gute Performance des Fachverkäufers an. Im vorliegenden Beispiel zeigen drei verschiedene Unternehmen, wie das gelingen kann. 24 3/16 Bei den Herstellern, die den Baumärkten ein ganz neues, vielleicht aber auch ein stark erklärungsbedürftiges Sortiment anbieten, ist das Problem hinreichend bekannt: Nachdem die Sortimentsentwicklung nach vielen Abstimmungsgesprächen abgeschlossen ist, die Preise verhandelt und die Kosten budgetiert sind, wird ein neues POS-Modul ausgerollt. In der Regel wird das Modul umgebaut, die Ware verräumt und im Idealfall ist parallel dazu die Marketingkampagne angelaufen. Ein enormer Kraftakt neigt sich dem Ende und die Spannung steigt. Wird sich die Arbeit gelohnt haben? Wird der Endkunde das neue Modul annehmen und werden die Zahlen den Erwartungen entsprechen? Drei in einem Boot Nun setzt für den Lieferanten ohnmächtiges Warten ein, denn Eingreifen ist ab jetzt kaum mehr möglich. Alexander Sapp, Deutschlandgeschäftsführer der Smartwares Safety & Lighting GmbH, Lieferant von „Smart Home“-Produkten für die Baumärkte, wollte das genau bei diesem Thema verhindern. „Smart Home ist ein offensichtlich komplexes Produkt, das für uns als Unternehmen strategische Bedeutung hat. Entsprechend wollten wir nichts dem Zufall überlassen und haben das Coaching als zentralen Kern unserer Umsetzungsstrategie entwickelt“, erklärt Sapp. Also setzte er sich mit seinen Dienstleistern, der WM Sales Support, ein Full-Service-Dienstleister im Bereich Merchandising und Vertrieb sowie der LC Wissensmanagement GmbH, dem Anbieter von „Levelcoaching“ zusammen, um einen neuen Ansatz zu entwickeln. Im Bereich LEDs und IP-Kameras wurde mit dieser besonderen Coachingmethode bereits gezeigt, dass geschulte Mitarbeiter in bestehenden Sortimenten deutlich besser verkaufen. Alexander Sapp weiter: „Denn dass die Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer vor Ort den Unterschied ausmachen, wurde uns schon bei der Sortimentsentwicklung schnell klar. Ziel unseres Ansatzes war es also, die Mitarbeiter unserer Kunden mit dem neuen Modul nicht allein zu lassen, sondern ihnen alles mitzugeben, was sie für ein gutes Beratungsgespräch benötigen.“ Umgesetzt wird das Coaching dann durch das Außendienstteam der WM Sales Support GmbH, das die Märkte mit diversen Aufgabenstellungen ohnehin jeden Tag besucht. Der Geschäftsführer und Inhaber des Unternehmens Frank Wolf erklärt: „Auch wir müssen unsere Dienstleistungen immer weiterentwickeln, wollen wir auch künftig erfolgreich am Markt bestehen. Dispositionstätigkeiten werden im Zuge der Einführung automatischer Disposysteme immer weiter zurückgefahren, sodass wir uns immer mehr mit wirklich wertschöpfenden Tätigkeiten beschäftigen müssen.“ Umsätze positiv beeinflussen Dies scheint ein Dilemma aller Dienstleister, aber auch der Lieferanten

25
zu sein, die einen eigenen Außendienst unterhalten. Den Außendienst alter Prägung wird es laut Wolf bald nicht mehr geben. Nur wer die frei werdenden Kapazitäten intelligent nutzen könne, werde erfolgreich bleiben. „Schon heute konzentrieren wir uns auf Kunden, die sich aktiv begleiten lassen. Denn die Tendenz zu provisionsbasierter Bezahlung lässt sich nur aufrechterhalten, wenn wir Werkzeuge an die Hand bekommen, durch die wir die Umsätze auch selbst positiv beeinflussen können“, so Frank Wolf. Und „Levelcoaching“, ein System, mit dem Fachverkäufer schnell und unkompliziert direkt am POS geschult werden können, passt als Maßnahme laut Wolfgang zu Putlitz, Geschäftsführer der LC Wissensmanagement GmbH, perfekt zu dieser Außendienststruktur. Die Präsenz der Dienstleister vor Ort am POS ist der Schlüssel. Dazu Wolfgang zu Putlitz: „Wir kehren den Ansatz von Schulungen um und sagen, der Mitarbeiter kommt nicht mehr zur Schulung, sondern die Schulung kommt zum Mitarbeiter. Die Schulung findet direkt am Modul statt und kann bei Kundenaufkommen sogar unterbrochen werden. Wir konzentrieren uns dabei rein auf die Kundenfragen und filtern alles heraus, was für den Kunden nicht relevant oder wichtig ist. So kommen wir auf zehnminütige Einheiten, die leicht in den Arbeitstag integrierbar sind. Durch eine Dramaturgie an Wiederholungsschritten wird das Wissen dann auch noch nachhaltig verankert. So werden drei mal zehn Minuten effektiver als die meisten Präsenzschulungen.“ Entwicklung der Lerninhalte Das bedeutet letztlich, dass die Mitarbeiter auf der Fläche bleiben können, was enorme Kosten spart. Alles zu seinen Produkten weiß naturgemäß nur der Hersteller oder Lieferant. Die Entwicklung der Lerninhalte, moderiert durch die LC Wissensmanagement GmbH, findet in einem zweitägigen Workshop statt. Beteiligt sind Vertrieb, Produktentwicklung, Außendienst und auch Fachverkäufer. Denn nur sie wissen, ob die entwickelten Fragen so auch tatsächlich gestellt werden. Beispiel für Lerninhalte am POS: Beim Thema Smart Home geht es unter anderem um Einbruchsicherheit. „Das ist auch für uns ein spannender Prozess“, so Alexander Sapp, „da wir gezwungen sind, uns ganz auf die Anforderungen, Probleme und vor allem Fragen des Kunden einzulassen.“ Sind die Fragen identifiziert, werden kurze Standardantworten entwickelt und Hintergrundinformationen gegeben. Wichtige Kundenvorteile und Benefits werden zur Verankerung von Up- und Cross-Selling-Potenzialen in Tipps und Tricks eingebaut und das ganze Programm durch Bild- und Videomaterial abgerundet. Dann werden die Außendienstler mit den Inhalten vertraut gemacht und das Coaching kann unmittelbar über eine iPad-Applikation starten. Bei den Mitarbeitern im Markt kommt „Levelcoaching“ sehr gut an, das bestätigt Frank Wolf: „Unsere Außendienstler bemerkten sofort eine große Bereitschaft der Fachverkäufer, sich mit den Inhalten zu beschäftigen. Teilweise spüren wir sogar echte Begeisterung, dass da jemand kommt und ihnen sofort das neue Modul erklärt. Wir rennen offene Türen ein und das macht sich auch in unserem Team bemerkbar. Unser Dienstleistungsangebot hat sich mit „Levelcoaching“ qualitativ deutlich verbessert und wir sind selbst in der Lage, die Umsätze positiv zu beeinflussen.“ Win-Win-Situation Das anonym durchgeführte Coaching erreicht laut zu Putlitz über 90% der vom Baumarktbetreiber gemeldeten Mitarbeiter, und das in jeder einzelnen Phase. Ziel ist es also, alle Mitarbeiter auf ein gleich hohes Niveau zu bringen. Neben einer großen Menge an auswertbaren aufgenommenen Daten sind neben der Zeitenmessung vor allem zwei Kennzahlen interessant: Verbesserung des Wissens in einem Standort und die Umsetzungsquote. Wissen wird somit transparent und konstruktiv auswertbar. Hat ein Standort sein Wissensniveau noch nicht erreicht, wird einfach punktuell nachgeschult. Für Alexander Sapp eine Win-Win- Situation für alle Beteiligten. „Unser Investment zahlt sich eindeutig aus. Nicht nur, dass die Umsätze steigen, weil die Mitarbeiter deutlich besser beraten können, wir positionieren uns als Smartwares automatisch bei unseren Kundengruppen als Konzeptanbieter und entlasten unsere Kunden kosten- und organisationsseitig stark. Wir werden diesen Weg mit unseren Dienstleistern konsequent weitergehen, denn am Ende müssen unsere Kunden mit unseren Modulen erfolgreich sein. Und daran wollen wir uns messen lassen.“ MAU ? 3/16 25

26
MARKTLEITUNG AUTODISPOSITION Foto: MAU Das wetterabhängige Geschäft macht speziell beim Lebendgrün die Nachfrageprognostizierung schwer vorhersehbar. Die komplexe Lieferkette steuern Kurze Produktlebenszyklen, Saisonprodukte sowie eine besonders breite und tiefe Produktpalette: Das sind nur einige Charakteristika der Baumarkt- und DIY-Branche. Als Marktleiter, Categorymanager oder Einkäufer sollten Sie über eine geeignete Supply-Chain-Management-Software verfügen, um diesen speziellen Anforderungen gerecht zu werden. 26 3/16 Die meisten Supply-Chain-Management-Systeme stoßen bei der Vielzahl von hohen Anforderungen häufig an ihre Grenzen. Stock-outs und Verderb sind die Folge. Die Lösung: die Automatisierung von Bestandsmanagement und Warendisposition. Die Supply-Chain-Management-Software des finnischen Anbieters Relex soll Unternehmen helfen, ihren Verderb zu reduzieren und die Regalverfügbarkeit zu erhöhen. „Die Baumarktbranche hat vielleicht die interessanteste, aber zugleich auch die schwierigste Lieferkette im deutschen Handel mit vielen komplexitätserhöhenden Merkmalen. Eine manuelle Steuerung stößt leicht an ihre Grenzen“, erläutert Dr. Timo Ala-Risku, Geschäftsführer bei Relex. Saisonal geprägte Produkte und eine hohe Konjunkturempfindlichkeit sorgen für viele Sondersituationen und verlangen nach dynamischen Rahmenbedingungen in der Baumarktbranche. Ständige Einund Auslistungen, Setprodukte wie etwa Gartenmöbel und Meterware machen es schwierig, die gesamten Bestände zu kennen und die optimale Bestellmenge zu errechnen. Zentrallagerbestückung und Direktbelieferung der Märkte führen ebenso wie Jahreskontrakte und Bonusprogramme zu einer weiteren Steigerung der Komplexität. Um diese langfristig zu beherrschen, müssen auch in der Baumarkt- und DIY-Branche Automatisierungskonzepte zum Tragen kommen. Herausforderung Frühjahrsgeschäft Besonders im Frühjahr sind die Anforderungen hoch: Wenn sich der Winter verabschiedet, haben Baumärkte Hochsaison. Das wetterabhängige Geschäft macht die Nachfrageprognostizierung schwer vorhersehbar. Die meisten Baumärkte stoßen bei der Bestellung der richtigen Warenmenge für die Frühjahrssaison daher an ihre Grenzen: Viele DIY-Händler entscheiden nach Bauchgefühl und Erfahrungswerten, wie viel Ware an welchem Tag in welcher Filiale zur Verfügung steht. Insbesondere beim so wetterabhängigen Pflanzensortiment macht sich der Verderb schnell in den Umsatzzahlen bemerkbar. Wenn sich das Aprilwetter von seiner unbeständigen Seite zeigt und Wetterumschläge an der Tagesordnung sind, wird es auch mit den Bestellungen schwierig. Viele robuste Topfpflanzen oder schnell verderbliche Schnittblumen – eine falsche Entscheidung kann den Ausschuss schnell in die Höhe treiben. Moderne Autodispositionssysteme beziehen kurzfristige Wetterprognosen und langfristige Trends in ihre Berechnungen mit ein und erkennen so, welches Pflanzensortiment in den nächsten Tagen am meisten nachgefragt wird. „Es ist letztendlich immer auch eine strategische Geschäftsentscheidung: Wenn ich ein volles Sortiment mit einer hohen Warenverfügbarkeit haben möchte, dann riskiere ich damit auch einen höheren Verderb. Dem kann ich entgegenwirken, indem ich beispielsweise mehr länger haltende Topfpflanzen und weniger schnell verderbliche Schnittblumen bestelle. Dadurch diversifiziert sich das Risiko“, erläutert Dr. Timo Ala-Risku. Überbestände lassen sich vermeiden und die Regalverfügbarkeit erhöhen. Supply-Chain-Management Die Supply-Chain-Management-Software von Relex ist bereits in mehreren nationalen und internationalen Baumärkten und Gartencenterketten im Einsatz. Vom Beginn der Lieferkette bis zum Point of Sale optimiert die Big-Data-Lö-

27
sung die Bestände, die Lagerkosten und die Nachfrageprognostizierung. Die eigens entwickelte Datenbank sammelt laut Anbieter Informationen In-Memory, also im Arbeitsspeicher, und kann die Daten dadurch 100-mal höher komprimieren als herkömmliche Lösungen. Statistiken und Verkaufsprognosen können über das System in Echtzeit abgerufen werden. Zugleich wird nach Datenaustausch mit dem ERP-System u. a. anhand historischer Absatzmuster, saisonaler Besonderheiten und Haltbarkeitsdaten der zukünftige Bedarf errechnet. Ein weiterer Vorteil der Software: die Berücksichtigung von Trends und Bestandsentwicklungen. Sind Waren in einem Jahr schlecht gelaufen, so geht eine marktübliche Software davon aus, dass auch das nächste Jahr schlecht läuft, und bestellt somit weniger. Besser ist es, wenn das System jedoch Trends in die Prognosen mit einberechnet und die Warendisposition entsprechend anpasst. Auch Substitute bildet die Software ab. Ist beispielsweise eine Pflanze ausverkauft, lässt sich nachvollziehen, welche Produkte die Kunden stattdessen kaufen. Zusätzlich werden auch Komplementärprodukte berücksichtigt, wie z. B. Blumenerde. Auch Werbekampagnen stellt die Software dar und hinterlegt deren Effekte im System. Für den Mitarbeiter entfallen somit manuelle Bestellungen. Zeit, die frei wird, um sich seiner eigentlichen Aufgabe zu widmen: den Kunden zu beraten. Foto: MAU „Die Baumarktbranche hat die schwierigste Lieferkette im deutschen Handel mit vielen komplexitätserhöhenden Merkmalen.“ Dr. Timo Ala-Risku, Geschäftsführer bei Relex Rautakesko als Beispiel Auch die führende finnische Baumarktkette Rautakesko setzte lange auf manuelles Bestandsmanagement und verwendete mehrere Softwarelösungen parallel. Die Folge: Viel Zeit wurde auf Nachbestellungen verwendet, ohne jedoch den Anforderungen gerecht zu werden. Die alten Systeme konnten die Menge an Bestellungen nicht mehr adäquat abbilden. Ziel der fünftgrößten Bau- Beurteilung des Mehrwerts Beurteilung des Mehrwerts verschiedener Maßnahmen des Supply Chain Managements für das eigene Unternehmen Ergebnisse der EHI-Studie, die von Relex in Auftrag gegeben wurde Grafik: EHI marktkette Europas war es daher, den Lagerbestand zu senken, die Verfügbarkeit zu sichern und letztlich die Nachbestellungen zu automatisieren. Rautakesko konnte in kürzester Zeit Erfolge verzeichnen. 90% aller Bestellungen werden nun vom System getätigt, das zusätzlich für sämtliche Lieferkonditionen automatisch die korrekte Bestellmenge bestimmt. Eine große Entlastung für den Logistikdirektor Olli Salmivaara: „Da die Volumina einiger unserer Lieferanten extrem klein sind, nahm das Zusammenstellen der optimalen Warenmenge zum Erreichen der Mindestbestellgrenze oder zum Füllen einer Transporteinheit früher unangemessen viel Zeit in Anspruch. Mit der automatisierten Lieferkette konnten wir jetzt auch die Lagerbestände senken.“ Stock-outs vermeiden Bestätigt werden die Erfahrungen des Supply-Chain-Experten auch durch eine vom EHI Retail Institute durchgeführte beauftragte Studie. 30% der Teilnehmer nutzten bislang Software, die den Bedarf und Absatz von Saisonware nicht zufriedenstellend berechnet. Saisonalitäten, wie in der Baumarktbranche, sind so nur schwer abzubilden. Für Produkteinführungen (laut 61% der Teilnehmer) und Neueröffnungen von Verkaufsstellen (laut 46% der Teilnehmer) bieten viele Systeme ebenfalls keine zufriedenstellenden Vorhersagen. Out-of-Stock-Situationen erkennen 22% der Studienteilnehmer nicht rechtzeitig. Nicht verwunderlich also, dass sich 83% der Befragten Maßnahmen zur Reduzierung von Regallücken wünschen. Ein weiteres Problem: Gesonderte Statusberichte werden in vielen Unternehmen noch manuell oder tabellengestützt erstellt. Im Durchschnitt benötigen die Studienteilnehmer dafür rund sieben Stunden. Auch bei der Datenübermittlung an Lieferanten gibt es noch Nachholbedarf: Nur 2,4% der Teilnehmer führen eine vollständige Kooperation mit allen Lieferanten durch (Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment). „Das liegt selbstverständlich auch an der IT- Ausstattung der Lieferanten“, erläutert Dr. Timo Ala-Risku. „Ein besserer Datenaustausch trägt jedoch wesentlich zur Vermeidung von Lieferengpässen und zu einer zuverlässigen Verteilung der Waren auf die Points of Sale und Läger bei – gerade die komplexen Lieferketten der Baumarktbranche können davon profitieren.“ MAU ? 3/16 27

28
smart HOME Dinge werden smart. Ihr Markt auch?

29
marktdaten tOP 30 Baumärkte machen mehr Umsatz Die deutschen Baumarktunternehmen haben im vergangenen Jahr deutlich mehr umgesetzt als im Jahr zuvor. Nimmt man alle Standorte zusammen, liegt das Umsatzplus bei 3%. Die Hälfte der neuen Standorte liegt im Ausland. Und der Umsatz je Markt sinkt. Teil 2 der Analyse der Baumarktzahlen 2015. Mit 53 Märkten hat OBI die meisten Shops eröffnet, gefolgt von EMV-Profi mit 13 und Bauhaus mit elf. Die Zeichen stehen auf Wachstum. Die deutsche DIY-Branche hat 2015 in allen Belangen ein Plus erzielt. Die Anzahl der Märkte mit mehr als 1.000 qm Innenverkaufsfläche hat um fast 1% zugelegt (siehe baumarktmanager 2/2016). Rechnet man die Flächen ab 500 qm hinzu, steigt das Plus sogar auf 2,5%. Bei der Anzahl der Verkaufsflächen steht sogar ein 3,3-%-Plus im Buch und beim Umsatz über alle Märkte – inklusive der Auslandsstandorte deutscher Betreiber – gibt es ein sattes Plus von 3%. Allein an der Umsatzreihenfolge der Baumarktbetreiber hat sich nicht viel geändert im Vergleich zu 2014. Vorne liegen OBI, Baushaus und Hornbach. 28 3/16 Gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen Tatsächlich waren zumindest hierzulande die Rahmenbedingungen ziemlich prächtig. Die deutsche Wirtschaft ist eine der leistungsfähigsten der Welt. Das Wachstum fiel mit rd. 1,7% sehr solide aus. Dank der weltweiten Nachfrage nach einheimischen Produkten und des sinkenden Ölpreises stieg der Exportüberschuss weiter. Die Beschäftigung hat mit 43,5 Millionen Menschen einen neuen Höchststand erreicht, die Arbeitslosenzahl ist auf 2,6 Millionen gesunken, dem niedrigsten Stand seit 1991. Der Arbeitsmarkt war in einer so guten Verfassung, Foto: OBI dass der gesetzliche Mindestlohn weniger Jobs gekostet hat, als zu befürchten war. Die schwarze Null im Bundeshaushalt wurde zur Wirklichkeit. Getragen wurde das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr vor allem von den konsumfreundlichen Verbrauchern. Nach Angaben des Handelsverbandes ist der Einzelhandelsumsatz 2015 so stark gestiegen wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Davon konnte auch die DIY-Handelsszene p r o fi t i e r e n . OBI eröffnet die meisten Märkte Doch ist mit den positiven Zahlen alles gut? Unterm Strich schon. Differenziert man genauer, sieht man, woher ein Gutteil des Wachstums kommt: aus dem Ausland. Doch der Reihe nach: Nach Recherchen von baumarktmanager sind im Jahr 2015 in Deutschland insgesamt 164 Stores eröffnet worden. Darunter sind 71 Bauund Heimwerkermärkte mit Gartencenter, 29 Baumärkte, 40 Baumarktdiscounter, fünf diy-orientierte Einrichtungsmärkte und 19 Fachmärkte für Haus, Hof und Garten neu gestartet – alles gerechnet für Verkaufsflächen ab 500 qm. Umgebaut und erweitert wurden 61 Bau- und Heimwerkermärkte. Zudem wurde an vier Baumärkte ein Gartencenter angegliedert. Mit 53 Märkten hat OBI die meisten Shops eröffnet, gefolgt von EMV-Profi mit 13 und Bauhaus mit elf. Den Öffnungen stehen Schließungen von 72 Outlets gegenüber. Damit ist die Anzahl der Bau- und Heimwerkermärkte im Bundesgebiet im vergangenen Jahr um 92 gewachsen. Ursachen für den Exitus waren der Wechsel des Kooperationspartners (21 Märkte), Standortverlagerungen (20) oder Ertragsgründe (17). Die meisten Schließungen gab es bei der Baywa Group mit 18, gefolgt von Toom mit 14.

30
Neueröffnungen 2015 Baumärkte mit Gartencenter 71 Baumärkte ohne Gartencenter 29 Baumarktdiscounter 40 DIY-orientierte Einrichtungshäuser 5 Fachmärkte für Haus, Hof, Garten 19 GESAMT 164 Schließungen 2015 Auslaufen Franchisevertrag 21 Standortverlagerungen 20 Ertragsschwäche 17 Auslaufen Mietvertrag 10 Änderung Betriebstyp 2 Insolvenz 1 GESAMT 72 Damit agieren nach Analysen von baumarktmanager in Deutschland mit Stand vom 31. Dezember 2015 insgesamt 5.650 Bau- und Heimwerkermärkte mit Verkaufsflächen zwischen 500 und 28.000 qm. Die Anzahl der von den TOP 30 betriebenen Baumärkte im In- und Ausland ist damit um 2,47% auf 5.986 (2014 = 5.842) gewachsen. Die Gesamtverkaufsfläche der Stores ist um 3,31% auf 20,39 Mio. qm (2014 = 19,737 Mio. qm) gestiegen. Jede zweite Neueröffnung im Ausland Im Ausland haben acht deutsche DIY- Retailer (Bauhaus, Baywa/RWA, DFH Bauprofi, Globus, Hagebau, Hornbach, OBI und Poco) in zwölf Ländern (Italien, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowakei, Spanien, Türkei und Ungarn) insgesamt 72 Baumärkte mit Gartencenter, fünf Baumärkte und einen Einrichtungsmarkt realisiert. Damit haben die deutschen Baumarktbetreiber im vergangenen Jahr jeden zweiten Markt im Ausland eröffnet. Mehr Umsatz aus dem Ausland Auf diese Weise kommt auch immer mehr DIY-Umsatz aus dem Ausland. Insgesamt haben die dominierenden 30 deutschen Baumarktbetreiber im Jahr 2015 einen Bruttoumsatz von rund 34,482 Mrd. Euro (2014 = 33,476 Mrd. Euro) realisiert. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 3% im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Umsatzsprung machte ausgerechnet ein DIY-affiner Möbelhändler. Poco steigerte seinen Umsatz nach baumarktmanager-Recherchen um ganze 240 Mio. Euro. Einschränkend sei angemerkt, dass Poco kein reiner DIY-Händler ist und vor allem in den Bereichen Farbe, Tapete und Bodenbelag stark ist. Den zweigrößten absoluten Umsatzanstieg erzielte Hornbach. Der Umsatz stieg von 3,9 Mrd. Euro auf 4,05 Mrd Euro. Ein Plus Anzeige MADE IN GERMANY Since 1950 Für tropische Umsätze. Die Tropical-Sun-Serie in der leuchtenden Farbgebung! Das SONAX ScheibenReiniger Konzentrat „Sommer“ mit trendigem Duft birgt ein Stück Lebensgefühl. Die bequeme und besonders umweltgerechte Variante – der gebrauchsfertige Standbodenbeutel – generiert 70 % weniger Abfall im Vergleich zum 3 L Standard-Kanister. Geballte Reinigungspower für freie Sicht und mehr Sicherheit – da muss man einfach zugreifen! Überzeugen Sie auch Ihre Kunden mit dem Duft des Jahres 2016 für den Innenraum: Dem SONAX CockpitPfleger „Matteffect“ für frische Sauberkeit und dem SONAX KlimaPowerCleaner „Tropical“ für den tollen Duft aus der Klimaanlage. Angenehm, frisch – der Sommerhit 2016 und der Umsatz passt! Tropical Sun www.sonax.de

31
marktdaten Top 30 Rang Die TOP 30/2015 in Zahlen 30 3/16 Unternehmen (Vorjahresrang) Vertriebsrchiene (Typ) Anzahl der Filialen 2014 (+/–2013) Anzahl der Filialen 2015 (+/–2014) VK-Fläche in 1.000 qm (2014) VK-Fläche in 1.000 qm (2015) 1. Tengelmann* (1) OBI (Filialist, Franchise) 578 (+11) 631 (+53) 4.282 4.656 2. Bauhaus* (2) Bauhaus (Filialist) 255 (+26) 266 (+11) 2.944 3.151 3. Hornbach* (3) Hornbach (Filialist) 146 (+5) 153 (+7) 1.700 1.781 4. Zeus* (4) Hagebaumärkte, Hagebau 555 (+41) 570 (+15) 2.060 2.150 Kompaktmärkte, Werkers Welt, div. BHM (Kooperation) 5. Rewe (5) Toom/B1 (Filialist/Kooperation) 354 (+ 2) 340 (–14) 2.204 2.207 6. Globus* (7) Globus, Hela (Filialist) 101 (+8) 104 (+3) 850 875 7. Poco* (8) Poco Einrichtungsmärkte (Filialist) 108 (+7) 112 (+4) 495 513 8. Eurobaustoff* (8) I & M Bauzentren, div. BHM (Kooperation) 592 (+13) 593 (+1) 611 612 9. Hellweg Group* (A) (10) BayWa Bau & Garten/Hellweg/ Baufreund (Filialist) 149 (+1) 152 (+3) 1.010 1.020 dav. Hellweg/Baufreund* 93 (+1) 95 (+2) Baywa Bau & Garten 57 (+1) 10. EMV-Profi* (12) Kooperation 357 (+15) 375 (+18) 613 621 11. Baywa Group* (11) Baywa Franchise Deutschland (BHSS) Baywa Franchise Italien (IFS) Baywa Franchise Österreich (AFS/ Lagerhaus) 12. NBB AG* (14) dav. Bauprofi Bauspezi NBB Verbundpartner Kiebitzmarkt Baywa, Lagerhaus (Filialist, Franchise) 495 (+6) 113 (+1) 345 (+5) Franchise 262 (+6) 56 (–1) 80 (+4) 46 (+2) 80 (+1) 477 (–18) 14 (–23) 115 (+2) 348 (+3) 270 (+8) 59 (+3) 85 (+5) 45 (–1) 81 (+1) 13. Baustoffring (13) Kooperation 48 49 (+1) 77 79 14. Euro-DIY (14) Werkmarkt, diverse BHM (Kooperation) 300 (+ 30) 301 (+1) 330 332 15. Nowebau (15) (B) Kooperation 92 94 (+2) 137 140 16. Tedox (16) Tedox (Filialist) 96 (+7) 103 (+7) 310 320 17. Krämer (KEM)* (18) Filialist, Kooperation 222 (+49) 250 (+28) 257 289 18. Agravis (17) Raiffeisen Hauptgenossenschaft 362 (+4) 363 (+1) 215 217 (Filialist, Kooperation) 19. Metro Group (29) Metro C & C, Real Heimwerkerabteilungen (Filialist) 91 86 (–5) 86 81 20. Fischer (20) Sonderpreis Baumärkte (Filialist, Franchise) 138 (+10) 156 (+18) 125 141 21. ZG Raiffeisen Karlsruhe* (26) Raiffeisen HG 110 110 67 67 (Baucenter, Raiffeisenmärkte) (Filialist, Kooperation) 22. RWZ Kassel (23) Raiffeisen HG (Filialist, Kooperation) 45 47 (+2) 105 107 23. Rheika Delta (21) Herkules, Ratio (Filialist) 24 22 (–2) 125 120 24. Baustoff-Verbund Süd (22) Kooperation 44 (+3) 44 35 35 25. Landfuxx (24) (C) Kooperation 187 (+4) 190 (+3) 76 78 26. Knauber (25) (D) Filialist 7 7 53,6 53,6 27. Kaes (27) V-Baumärkte (Filialist) 13 (+1) 13 76 76 28. RWZ Köln (28) Raiffeisen HG (Filialist, Kooperation) 76 (+1) 77 (+1) 33 35 29. Stabilo* (B) (29) Bauprofi, Detec, Devo, Stabilo (Filialist, Franchise) 34 (+2) 35 (+1) 76 81 30. Leitermann (D) (30) Filialist 7 7 46 48 GESAMT 5.842 (+258) 5.986 (+144) 19.736,6 20.391,6 Zuwachs in % 2,47% 3,33% (A) Im Zuge eines Joint Ventures mit der Baywa AG wurden die firmeneigenen Baywa Bau- und Gartenmärkte im Januar 2012 in die Hellweg Group integriert. (B) Eurobaustoff-Partner (C ) Partner von EMV-Profi (D) Zeus-Mitglied Zur Beachtung: Die Addition kann nicht schematisch mathematisch erfolgen, da die Werte des Baustoffverbundes Süd, von Knauber, Landfuxx, Leitermann, der Nowebau und von Stabilo sowohl bei den Unternehmen selbst sowie bei EMV-Profi, Eurobaustoff bzw. Zeus erfasst sind. Um das Ranking nicht zu verfälschen, haben wir sie in der Gesamtwertung herausgerechnet.

32
Bruttoumsatz in Mio. € (2014) Bruttoumsatz in Mio. € (2015) Geplante Märkte 2016 6.700 6.700 37 5.789 6.038 10 3.900 4.050 3 2.895 2.950 20 2.647 2.664 4 1.485 1.530 3 1.200 1.420 10 1.094 1.160 3 1.040 1.050 865 902 20 700 710 560 561 500 502 420 450 7 323 381 30 300 310 295 279 205 235 215 216 167 174 149 137 135 135 97 99 86 85 79 82,5 1 67 68 65 67 3 57,4 59 33.476,4 34.481,5 149 3,00% (erfasst wurden Outlets ab einer überdachten VK-Fläche von 500 qm/Angaben teilweise geschätzt; Unternehmensangabe und eigene Recherche) * inkl. Auslandsstandorte Quelle: Unternehmensangaben/baumarktmanager Foto: obs/Hornbach Baumarkt AG Hornbach, 1877 gegründet, wird bereits in der fünften Generation von Mitgliedern der Familie Hornbach geführt. Der Konzern ging 1987 an die Börse und ist heute mit über 130 Märkten in neun europäischen Ländern tätig. Das Unternehmen konnte 2015 den zweitgrößten absoluten Umsatzanstieg von 3,9 auf 4,05 Mrd. Euro verbuchen. von 150 Mrd. Euro. Weniger umgesetzt haben nur wenige Baumarkthändler. Darunter die Baywa (hat einige Märkte verkauft), aber auch Rheika Delta und Knauber. Weniger Umsatz je Markt Zwar ist der Umsatz der Branche in diesem Jahr unterm Strich gestiegen, doch der einzelne Markt hat bis auf wenige Ausnahmen weniger erlöst. Am meisten setzt Hornbach je Markt um. Mit 26,5 Millionen sind die Neustädter der Umsatzkrösus. Allerdings zeigt sich auch hier ein leichter Rückgang von 26,7 Mio. Euro auf 26,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Möglicherweise macht sich hier die Dauertiefpreisgarantie – stationär wie online – bemerkbar. Auf dem zweiten Platz folgt Bauhaus mit wohl stabilen Umsätzen je Filiale. Allein Poco erzielt ein deutliches Plus. Der Umsatz je Markt stieg von 11,1 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro. Prognosen für 2016 Nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts GFK werden die Bundesbürger mit ihrer Kauflust wahrscheinlich sogar noch stärker als 2015 zum deutschen Wirtschaftswachstum beitragen. In seiner Prognose für das Jahr 2016 erwartet der Handelsverband ein Umsatz- wachstum von 2%. Die Baumarktbranche wird sich weiter verändern. Die wichtigen Themen sind: E-Commerce, Demografie, Daten und neue Sortimente wie Smart Home. Zudem wird es erneut (nach Screwfix 2014) Zuwachs bei den Anbietern geben. Die schwedische Clas Ohlsen Group bereitet mit der geplanten Realiserung von drei Filialen in Hamburg den Markteinstieg im Sommer im Bundesgebiet vor. Die unter dem Dach der britischen Kingfisher Group agierende Screwfix-Linie will mit neuen Standorten weiter wachsen. Die schwedische Byggmax Group denkt über eine Expansion in Norddeutschland nach. Die Kooperationen EMV-Profi und Baustoffring wollen fusionieren. Nach der Trennung von Eurobaustoff und EMV- Profi plant der Zentraleinkauf Baubedarf (ZEB) den Aufbau einer eigenen Baumarktschiene. Zudem stehen die von der Coop Schleswig-Holstein betriebenen Plaza Bau- und Gartencenter zum Verkauf. Langweilig wird es also nicht. Ex/Dr. R. ? Digitalangebot Weitere Infos finden Sie im digitalen Magazin für Tablets/PCs und im Internet. Zugang über: baumarktmanager.de 3/16 31

33
The Networking Event for the Home Improvement Industry Stockholm Waterfront Congress Centre, Sweden Speakers: powered by Platinum Sponsors Véronique Laury Kingfisher Jennie Stenbom Vice President HR and Communications Kesko Leonard Diepenbrok CEO Tox Dübel Régis Degelcke Vice President ADEO President EDRA John Gillam Managing Director Bunnings Chris Roebuck Visiting Professor Cass Business School Maxim Kulichenko TechnoSystem Reinhard Wolff Managing Partner wolfcraft President fediyma Special guests: Yuichiro Sasage CEO and COO Komeri Kate Ancketill GDR Creative Intelligence Sascha Menges President Gardena John Gerosa Retail Director Google Murat Gigin Chairman and CEO, Tekzen Richard van Hooijdonk Trendwatcher Mark Herbek Partner, Cleveland Research Company Sigurður Pálsson BYKO Foto: Oleksiy Mark@fotolia.com 4 th Global DIY-Lifetime Award 2016 Amongst the highlights of the first day will be the festive presentation of the 4th Global DIY Lifetime Award 2016 at Stockholm City Hall. And the winner is... Prof. Klaus Fischer President and Chief Executive Officer, fischer holding GmbH & Co. KG Global DIY 2016 International Congress Exhibition Store Tour Stockholm on 7 June 2016 Workshops on 7 June 2016 Get-Together on 7 June 2016

34
MARKTDATEN LETTLAND Transitplatz zwischen Ost und West In der zweitgrößten baltischen Republik bündeln sich die Linien der geschichtlichen Entwicklung des Baltikums wie unter einem Brennglas. Bauhaus entert jetzt die junge DIY-Branche. Foto: bmm Mit der avisierten Eröffnung eines großflächigen Bauhaus Fachcentrums in Riga wird sich die eingefahrene DIY-Handelsszene in Lettland wesentlich verändern. 32 3/16 Im vergangenen Jahr war die lettische Volkswirtschaft die wachstumsstärkste Region in der EU. Nach aktuellen Prognosen der EU-Kommission wird das kleine Land an der Ostsee in den kommenden Jahren diese Spitzenposition weiter ausbauen. Auch die DIY-Branche ist noch jung und nicht zu Ende entwickelt. Mit dem Markteinstieg der finnischen Rautakesko Group und der Eröffnung der ersten großformatigen K-Rauta Bau- und Gartenmärkte in der Landeshauptstadt Riga begann im Frühjahr 2002 die Zeit der Etablierung von modernen DIY-Stores in Lettland. Heute sind die Finnen mit acht Filialen und Standorten in Jelagava, Liepaja, Madona, Rezekne, Riga (3) und Tukums in Lettland vertreten. Zum Marktführer hat sich mit neun Standorten und einem Flächenbesatz von 88.000 qm die im Jahr 2007 von isländischen Investoren gegründete Depo DIY Group gemausert. Weitere Marktteilnehmer sind die einheimische Kruza Group mit drei Standorten, das Handelshaus Kursi mit 18 Baufachmärkten und die französische Saint-Gobain Group mit zwei Buvniecibas-Baufachmärkten. In der lettischen Baumarktlandschaft gibt es seit einigen Jahren wenig Bewegung. Aber mit der avisierten Eröffnung eines großflächigen Bauhaus Fachcentrums in Riga wird sich die eingefahrene DIY-Handelsszene wesentlich verändern. Aktuell gibt es nach Recherchen von baumarktmanager in der Republik Lettland 40 Baumärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 220.000 qm. Auf 50.300 Einwohner kommt gegenwärtig ein Baumarkt. Der Flächenbesatz pro 10.000 Einwohner liegt bei 1.093 qm. Wechselvolle Historie Lettland hat eine wechselvolle Vergangenheit hinter sich. 700 Jahre lang wurden seine Provinzen von unterschiedlichen Machthabern regiert: vom Deutschen Orden, von Schweden, von Polen und von den Russen. Die unglückliche Rolle als Spielball europäischer Mächte war beim „grünen Land“ der Letten durch seine Lage an den alten Heer- und Handelswegen zwischen den ganzjährig eisfreien Häfen an der Ostseeküste und dem Russischen Reich seit jeher geprägt. Sie spie-

35
gelt sich auch in der traditionellen Gliederung Lettlands in die beiden historischen Landesteile Kurland und Livland wider. Livland (Vidzeme) umfasst im Wesentlichen das nördlich der Düna gelegene baltische Gebiet, das von der „Aufseglung“ durch deutsche Kaufleute im 16. Jahrhundert durch den Deutschen Orden beherrscht und kolonialisiert wurde. Kurland (Kurzeme) umfasst den südlichen Landesteil von Lettland, der nach der dritten polnischen Teilung im Jahr 1795 an Russland fiel. Erst in den Wirren der Russischen Revolution konnten sich die Einwohner der beiden Ostseeprovinzen Livland und Kurland zusammenschließen und am 18. November 1918 die Republik Lettland ausrufen. Im Spätsommer 1939 wurde mit dem Hitler- Stalin-Pakt Lettland zusammen mit seinen beiden baltischen Nachbarn Estland und Litauen den Sowjets überlassen. Im Prozess des Zerfalls der Sowjetunion errang das Land im Rahmen der „Singenden Revolution“ mit der Deklaration vom 4. Mai 1990 wieder seine Souveränität als Völkerrechtssubjekt. Aber die jahrhundertelange Fremdherrschaft hat Spuren hinterlassen. Das zeigt sich besonders im strengen Umgang der Regierung mit der russischsprachigen Minderheit. Blick in die Wirtschaft Lettland zeichnet sich durch eine sehr unternehmerfreundliche Wirtschaftspolitik aus. Ausländische Investoren sind den einheimischen rechtlich gleichgestellt. Mit 15% ist die Körperschaftssteuer so niedrig wie in nur Wir haben mehr auf Lager! Systemregale von voestalpine Krems Finaltechnik Baumarktbetreiber in Lettland (Stand Dezember 2015) Betreiber Betriebstyp Anzahl der Standorte Gesamt-VK-Fläche (in qm) Depo DIY Group Depo DIY 9 88.000 Kruza Group Kruza 3 10.000 Kursi Group Kursi 18 36.000 Rautakesko Group (FIN) K-Rauta 8 80.000 Saint-Gobain Group (F) Buvniecibas ABC 2 6.000 Gesamt 40 220.000 Quelle: baumarktmanager wenigen anderen EU-Staaten. Die Einkommenssteuer wird in den nächsten Jahren von 25 auf 20% gesenkt. Diverse Businessparks und vier Sonderwirtschaftszonen bieten ausländischen Unternehmen besonders günstige Konditionen, so u. a. eine Minderung der Immobilien- und Körperschaftssteuer. Die globale Wirtschaftskrise der Jahre 2007 und 2008 traf das Land hart. Aber durch eine strikte Haushaltsdisziplin – konsequente öffentliche und private Einsparungen – konnten die Folgen der Krise rasch überwunden werden. Der aktuelle Staatshaushalt hat mit 0,9% das drittkleinste Defizit in der EU und die Staatsverschuldung ist im europäischen Vergleich die fünftkleinste. Lettlands Wirtschaft wies 2014 und 2015 die höchste Dynamik in der EU auf. Als Eckpfeiler der lettischen Ökonomie gelten die Chemieindustrie, die Logistik, die Holzverarbeitung und die Landwirtschaft. Erfolgsgeschichten gibt es insbesondere im Segment der Hightechelektronik und Informationstechnologie. Der tertiäre Sektor hat inzwischen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an der Bruttowertschöpfung erreicht. Das betrifft insbesondere die Handels- und Immobilienbranche. Lettland ist zu 44,1% von Waldflächen bedeckt. Es bietet mit seinen bedeutenden Naturschutzgebieten und der außergewöhnlich hohen Zahl von 27.700 erfassten Tier- und Pflanzenarten ein attraktives Ziel für den Öko- und Landtourismus. Bemerkenswert ist, dass es dem Land gelungen ist, die erheblichen Küstenwasserverschmutzungen, die auf die zwischenzeitlich weitgehend stillgelegten Industriebetriebe aus der Sowjetzeit zurückgehen, zu beheben. Dr. R ? Digitalangebot Mehr zu Lettland und anderen Ländern finden Sie in unserem digitalen Magazin und im Internet. Zugang über: baumarktmanager.de Anzeige Unser Erfolgssystem ist einfach: wir überzeugen mit Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Flexibilität. Ob automatisch zu bedienendes Kleinsilo, Außenregal, Warenpräsentation, Räder- oder Kleinteilelager – unsere Systeme gewährleisten die optimale Lösung mit Qualitäts- und Terminsicherheit. Denn mit unserer branchenweit herausragenden IQ-Chain (Inhouse Quality Chain) bieten wir Systementwicklung, Projektabwicklung, Endfertigung und Montage aus einer Hand. voestalpine Krems Finaltechnik GmbH www.voestalpine.com/finaltechnik

36
7. März 2016 Rheinterrassen Köln BHB- Forum 2016 Der Branchentreff Einladung

37
MARKTDATEN KOMMENTAR Warum Hornbachs Onlinekunden so zufrieden sind Was schätzen Kunden von Onlineshops im Bereich Heimwerken und Garten? Das zeigt die neue ECC- Erfolgsfaktorenstudie in Zusammenarbeit mit dotSource. Am zufriedensten sind die Kunden von Hornbach. Es wird deutlich, was der Multi-Channel-Anbieter besonders gut macht. Der Sortimentsbereich Heimwerken und Garten zählt aktuell zu den spannendsten Bereichen im Onlinehandel überhaupt. Zwar bewegt sich der Onlineanteil am Gesamtmarkt mit rund 4% (IFH-Hochrechnung für 2015) noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau, es lässt sich aber eine hohe Wachstumsdynamik erkennen. Onlineshopping ist in der Branche Heimwerken und Garten auf dem Vormarsch – was nicht zuletzt auch am guten Angebot bekannter Handelsunternehmen liegt. Wie zufrieden Konsumenten mit Onlineshops aus der Branche Heimwerken und Garten tatsächlich sind, zeigt die neue Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Deutschlands Top-Online-Shops“, für die gemeinsam mit Dotsource rund 7.800 Onlineshopper befragt wurden. Das Ergebnis: Hornbach kann das Rennen um die Kundengunst hauchdünn für sich entscheiden und ist damit Träger des Deutschen Online-Handels-Awards 2016 in der Branche Heimwerken und Garten. Vorjahressieger GartenXXL muss sich knapp geschlagen geben. Auf Platz drei folgt Hellweg. Von den insgesamt über 70 umsatzstärksten Onlinehändler in Deutschland wurden im Bereich Heimwerken und Garten folgende Anbieter durch Kunden bewertet: Dehner, GartenXXL, Hagebaumarkt, Hellweg, Hornbach und OBI. Best Practice: Hornbach punktet u. a. mit Cross-Channel-Services. Es ist spannend zu sehen, dass die Branche Heimwerken und Garten sehr Cross-Channel-affin ist. Viele Händler bieten Cross-Channel-Services wie Onlineverfügbarkeitschecks oder Click and Collect an. So achten rund 63% der Befragten, die Artikel für Heimwerken oder Garten im Netz bestellt haben, darauf, dass die Artikelverfügbarkeit im Ladengeschäft online angezeigt wird. Zum Vergleich: Sortimentsübergreifend ist dieses Kriterium für jeden zweiten Onlineshopper wichtig. Auch die Möglichkeit, online bestellte Artikel im stationären Geschäft zu retournieren, schätzen bei Heimwerken und Garten 63% der Onlineshopper. Click and Collect, also Artikel online zu reservieren bzw. bestellen und danach im Ladengeschäft abzuholen, ist für 48% der Onlineshopper im Bereich Heimwerken und Garten wichtig – im Durchschnitt aller Handelsbranchen ist Click and Collect für rund 36% der Befragten ein zentrales Kriterium. Branchensieger Hornbach liefert mit seinem Click-and-Collect-Angebot ein Best- Practice-Beispiel: Auf der Artikeldetailseite ist genau ersichtlich, wie hoch der Bestand ? Über die Studie Die Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce Vol. 5” in Zusammenarbeit mit Dotsource untersucht nun bereits im fünften Jahr für den Markt relevante Onlineshops in Deutschland hinsichtlich Kundenzufriedenheit und -bindung und nimmt dabei zentrale Erfolgsfaktoren im E-Commerce unter die Lupe. Grundlage ist die Zufriedenheitsbewertung von insgesamt 7.789 Onlineshoppern bzw. Kunden zu 77 Onlineshops aus sieben Branchen hinsichtlich relevanter Erfolgsfaktoren und 55 Einzelkriterien sowie Kundenbindung. Die Studie kann über den Onlineshop des IFH Köln bestellt werden. 34 3/16 Boris Hedde ist seit Ende 2009 Geschäftsführer des IFH Köln. Als Brancheninsider liefert das IFH Köln Information, Research und Consulting zu handelsrelevanten Fragestellungen im digitalen Zeitalter. Seit 1929 ist das IFH Köln erster Ansprechpartner für unabhängige, fundierte Daten, Analysen und Konzepte, die Unternehmen erfolgreich und zukunftsfähig machen. www.ifhkoeln.de im gewählten Markt ist, sodass Kunden online einsehen können, in welcher Filiale ihr Wunschprodukt verfügbar ist. Dieser Service kommt an: Rund 89% der befragten Hornbach-Kunden sind mit dem Click-and- Collect-Angebot des Händlers zufrieden. Gelobt wird z. B. die Möglichkeit, auf diesem Wege große Artikel zu reservieren und dass die Bestellung pünktlich und passend verpackt im Markt zur Abholung bereitstand. Hornbachs sehr gute Gesamtperformance spiegelt sich auch in der Kundenbindung wider: Der Multi-Channel-Händler erreicht den besten Kundenbindungswert aller untersuchten Shops in der Branche Heimwerken und Garten. Digitalangebot Weitere Kommentare finden Sie im digitalen Magazin für Tablets/PCs und im Internet. Zugang über: baumarktmanager.de

38
BRANCHENPOLITIK KOMMENTAR Nachgefragt bei Ralph Ch. Hübner, Suberg Strategy Consultants, München Warum sich die DIY-Branche mit „Virtual Reality“ beschäftigen sollte Foto: Suberg In den letzten Jahren durften wir eine Vielzahl von digitalen „Hypethemen“ erleben. Es jagt praktisch ein „Muss-Trend“ den nächsten. Nach E-Commerce und Social Media kamen Mobile Commerce und das „Internet der Dinge“. Und es geht munter weiter. Wir haben dabei gelernt, nicht auf jeden Zug aufzuspringen – das geht allein aufgrund der begrenzten Ressourcen nicht. Der neue Liebling der Digitalbranche und inzwischen auch der Medien ist „Virtual und Augmented Reality“. Man sieht die Brillen derzeit auf vielen Messeständen und liest allerlei Lobpreisungen. Ist dies nun lediglich ein „Nice-to-have“ mit hohem Spaßfaktor oder entsteht hier wirklich ein neuer Nutzen? Bitte entscheiden Sie selbst (nachdem Sie die Anwendung selbst erlebt haben). „Virtual“ und „Augmented Reality“ sind (noch) zwei paar Stiefel Kurz zur Einordnung: Virtual Reality (VR) ist die derzeit reifere Technik. Dabei sieht man in den wie Skibrillen aussehenden Produkten eine „virtuelle Realität“, abgeschottet von seiner Umgebung. Augmented Reality (AR) ist die zweite Ausbaustufe, bei der die echte Umgebungswelt um eingespielte Informationen erweitert wird. Letzteres ist technisch wesentlich anspruchsvoller und benötigt noch manchen Entwicklungsschritt. Dann jedoch, bei erreichter Reife und Akzeptanz, wird es tatsächlich vieles im privaten wie beruflichen Kontext verändern. Die Innovationen kommen im DIY an Im „Knauber Innovation Store“ wurden diese Trends – beispielsweise mit dem Alpina Holodeck – aufgegriffen und es wur- de damit bereits ein konkreter Nutzen an- gedeutet. Wir wollen den Bogen aber weiter spannen und hier ein Plädoyer zur echten Auseinandersetzung mit den Potenzialen dieser noch jungen Technik geben. Was spricht für die Relevanz der Technik? Wir beschäftigen uns seit 2014 eingehender mit der Technik und wenden sie bei manchen unserer Kunden an. Zugegeben, auch wir mussten uns erst selbst überzeugen. Es hat uns viele Erkenntnisse gebracht, unsere Arbeit bereichert und vor allem das Management unserer Kunden inspiriert und auf Lösungsansätze gebracht, die vorher so kaum erzielbar waren. Außerdem: Der Konsument sieht sich schon heute lieber eine Aufbauanleitung auf Youtube an als eine faltbare Explosionszeichnung. Aus unserer Sicht sprechen vier Faktoren für „VR im DIY“: • Große Unternehmen setzen es bereits bei Planung, Montage und Service ein (VW, Siemens etc.). Sie erzielen beträchtlich Effizienzgewinne in Prozessen sowie Motivationseffekte bei den beteiligten Mitarbeitern. • In der Architektur und im Ingenieurwesen, sprich DIY-nahen Segmenten, sind bereits überzeugende Anwendungen im Markt. Von 3-D-Plandaten zur virtuellen Realität ist es nicht mehr weit. • Viele, wenn nicht fast alle Big Player der Digitalisierung setzen auf das Thema, mit hohen Milliardenbeträgen. Google, Apple, Samsung, Facebook, Sony und viele andere sollten nicht irren, vor allem, wenn sie hier vereint auftreten. • Werbedruck und Verfügbarkeit der Produkte werden beim Konsumenten rasch zu Bekanntheit und Akzeptanz führen. Der Konsument wird es in seinem Me- dienkonsum erlernen und dann bereitwillig in vielen anderen Lebensbereichen nutzen (wollen). Hersteller und Handel werden unterschiedliche Einsatzzwecke für sich entdecken. Für manche ist es eher die interne Prozessoptimierung (Kosten/Zeit), andere werden den Nutzen im Vertrieb und direkten Kundenkontakt sehen. Wir wollen jedoch hier nicht fabulieren. Jedes Unternehmen wird seinen eigenen Weg finden. Aus folgenden Gründen empfehlen wir jedoch dringend, sich dem Thema zeitnah zu widmen: • Früh dabei sein, die Technik und den Konsumenten verstehen. Und dann bewusst dafür oder dagegen entscheiden. • Der Inspirationseffekt ist immens. • Schulungen und Produktvorstellungen werden zu einer gänzlich neuen Erfahrung. Alle reden über das Einkaufserlebnis – hier ist es. Es wäre schön, wenn die DIY-Branche dabei eine aktive Vorreiterrolle einnehmen würde. ? Der Autor Suberg Strategy Consultants (SSC) ist als Unternehmensberatung auf Wachstumsprojekte in den Bereichen Strategie, Marketing und Vertrieb spezialisiert. Ralph Hübner ist SSC-Partner und Experte für Online- und Digitalisierungsthemen. Digitalangebot Diskutieren Sie das Thema mit uns auf Facebook 3/16 35

39
BRANCHENPOLITIK SOCIAL MEDIA MARKETING Foto: Christian Brecheis OBI greift in der Region München nun auch über die sozialen Medien an. Der bayerische Comedian Harry G. ist für OBI auf Youtube zu sehen. Dabei parodiert er auf seine typisch grantige Art in einem zweiminütigen Clip verschiedene DIY-Charaktere. Viel Witz und eine Prise Kundenservice Die digitale Entwicklung setzt die DIY-Branche gehörig unter Druck. Onlinebaumärkte und Zulieferer, die einen Direkt vertrieb starten, knabbern am Umsatz. Gleichzeitig bieten die digitalen Möglichkeiten aber auch neue Lösungen, Kunden – und Neukunden – in sozialen Netz werken gezielt anzusprechen. Multi-Channel-Konzepte sind gefragt, die den Vertrieb im stationären Markt mit dem Onlinehandel verzahnen. Um die Kunden aus dem Netz in den Markt zu leiten, braucht es zusätzlich eine integrierte Multi-Channel-Kommunikation. Social Media Marketing hilft, neue Kunden zu finden, Kunden zu binden und vor allem: Kunden zielgenau anzusprechen. 36 3/16 Über „Locationbased Services“ erhalten Kunden, lokal ausgesteuert, digitale Angebote des Marktes vor Ort. Damit die digitalen Aktivitäten das stationäre Geschäft beleben, müssen Online- und lokale Angebote in der Kundenansprache nahtlos aufeinander verweisen. Eine digitale Strategie setzt bei der Customer Journey an, der Reise des Kunden auf dem Weg zum Kaufabschluss. Kunde, wohin gehst du? Social-Media-Kanäle bieten herausragende Möglichkeiten, den eigenen Kunden kennenzulernen. Big Data bedeutet nichts anderes, als sehr kleinteilig anonymisierte Daten über das Kundenverhalten auszuwerten. Der Datenschutz bleibt gewahrt. Wer seinen Kunden gut kennt, weiß, wo und wie er ihn zielgerichtet anspricht. 64% aller Käufer informieren sich vor dem Kauf im stationären Handel zuerst online, sagt Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter des Beratungsunternehmens PwC. Der gefürchtete „Beratungsklau“, lokal informieren und online kaufen, tritt dagegen nur bei jedem zehnten Onlinekauf ein. 40% aller Onlinekäufe werden vom Smartphone aus getätigt – die mobile Präsenz wird wichtiger. Für lokale Händler heißt das: Nur wenn ich online und offline an allen Stationen, die meine Kunden besuchen, einen positiven Eindruck von meiner Marke und meinem Markt schaffe, habe ich langfristig Erfolg. Die Customer Journey verläuft nicht mehr linear. Das Wissen von den verschiedenen „Touchpoints“, die der Kunde erreicht, wird zum Erfolgsfaktor. Soziale Netzwerke unterstützen den stationären Handel bei der Aufgabe, seinen Kunden besser kennenzulernen. Denn digitale Daten können nach Zielgruppen, Suchanfragen und vielen Feinheiten mehr ausgewertet werden. Längst sind alle großen Baumarktketten in den sozialen Netzwerken aktiv, wirken dabei aber wenig experimentierfreudig. Bei der Kommunikation in Social Media setzt die DIY-Branche auf Bewährtes. Dabei bieten viele in Videos echten Mehrwert mit Anleitungen zu klassischen Heimwerkerarbeiten wie Parkettverlegen oder zu kreativen DIY-Basteleien. Auch Sonderangebote und Gewinnspiele sind beliebte Social-Media-Inhalte. Als Brandingmaßnahme setzt die DIY-Branche bevorzugt auf witzige Imagevideos. Reicht das? Witzig, hilfreich, gut Auf Facebook und Youtube fällt es schwer, die großen Märkte voneinander zu unterscheiden. Die „Unique Selling Proposition (USP)“ fehlt, das Alleinstellungsmerkmal, das zum Kauf in genau diesem Markt verleitet. Bildsprache und Inhalte sind zu ähnlich. Twitter, wichtiger

40
Social-Media-Kanal für Multiplikatoren, spielt bei allen Marken eine untergeordnete Rolle. Hier werden oft Facebook-Meldungen getweetet, zum Teil der Twitter- Kanal sträflich vernachlässigt. Pinterest ist für die DIY-Branche ein weiterer interessanter Kanal, der besonders für kreative Anleitungen genutzt wird. Den neuen Shootingstar unter den Social-Media-Kanälen Snapchat hat keine der Baumarktketten im Angebot. Das ist keine Überraschung, aber vielleicht eine verpasste Gelegenheit. Denn Snapchat wächst rasant, hat derzeit rund sieben Millionen Nutzer in Deutschland und weltweit 100 Millionen aktive Nutzer, von denen 51% zwischen 16 und 24 Jahre alt sind. Wer diese Zahlen im Geiste mit der Zahl von 40% Käufen übers Smartphone verknüpft, ahnt, welches Potenzial eine Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens bei Snapchat mit sich bringen könnte. Hornbach in seinem Forum Erfolgreich: die digitale Strategie Im Februar 2016 wirken die deutschen Baumarktketten in den sozialen Netzwerken unentschlossen. Viel Rat und Tat und Humor in Videos, eine Prise Kundenservice, das Ziel scheint Präsenz zu sein. Das Gießkannenprinzip hilft in sozialen Netzwerken aber nur kurzzeitig, wenn eine digitale Strategie fehlt. Für Kunden ist nicht nachvollziehbar, wenn Kommunikationskanäle online und offline parallel laufen. Wer aus den Daten seiner Kunden Informationen gewinnen will, muss Mehrwert bieten – und idealerweise den eigenen Markt vom Wettbewerber abheben. Nur relevante Inhalte machen Kunden zu Fans und liefern der DIY-Branche die entscheidenden Erkenntnisse zur Customer Journey. Die digitale Entwicklung endet nicht bei Facebook und Youtube. DS ? OBI bei Pinterest ?Social-Media-Kanäle der Baumarktketten 2016 • Facebook: 432.641 Fans, jeden zweiten Tag ein Beitrag, rege Kommentare • Weitere Kanäle: Youtube: 3.250 Abonnenten, Pinterest, OBI ist nicht auf Twitter • Positiv: lokales Social-Media-Marketing im Imagevideo. • OBI setzt im Januar 2016 auf ein Image- Video des bayerischen Komikers Harry G. zu Heimwerkertypen. Hornbach • Facebook: 215.300 Fans, fast ein Beitrag pro Tag im Januar, 2015 sporadischer, rege Kommentare • Weitere Kanäle: Youtube: 18.590 Abonnenten, Twitter unregelmäßige Aktualisierung, Pinterest, Google+, als Logo auf Youtube, keine Beiträge • Positiv: eigenes Hornbach-Forum Bauhaus • Facebook: 199.766 Fans, täglich ein Beitrag • Positiv: Standorte in der Nähe als App auf Startseite • Weitere Kanäle: Youtube: 14.322 Abonnenten, Twitter: analog Facebook, Google+: unregelmäßig aktualisiert, Pinterest (fehlt als Social- Media-Button auf Website) Toom • Facebook: 113.011 Fans, ein Beitrag fast täglich • Weitere Kanäle: Youtube: 272 Abonnenten, Twitter: wird nicht aktualisiert (dann besser kein Kanal), Pinterest, Foursquare, Instagram Hagebaumarkt • Facebook: 63.420 Fans, regelmäßige Beiträge alle zwei Tage, 2015 längere Abstände • Problematisch 2016: Shitstorm Kleintierverkauf ohne Moderation durch Hagebau • Weitere Kanäle: Youtube: 957 Abonnenten, Twitter verwirrt: @hagebau mit 1 Tweet 2015, @hagebaude mit aktiv gepflegtem Account Sortiert nach FB-Fans. Stand: 07.02.2016 Bauhaus auf Facebook Foto: Screenshots 3/16 37

41
BRANCHENPOLITIK SMART FRIENDS Neue Smart-Home-Allianz Abus, Paulmann, Schellenberg und Steinel gründen Smart-Home-Kooperation Smart Friends. Vier starke DIY-Zulieferer haben sich zusammengeschlossen und bilden eine Kooperation im Smart- Home-Segment. Die Firmen Abus, Paulmann, Schellenberg und Steinel bieten ihre Produkte künftig mit dem Label Smart Friends an. Ihr Slogan lautet: „Smart Home in Markenhand“. Die Produkte der Markenhersteller sind untereinander kompatibel. Auf der Eisenwarenmesse stellen die Partner die Kooperation und die Produkte vor. Ab Herbst sollen die Smart-Friends-Sortimente dann auch im Handel erhältlich sein. „Seit einem Jahr sprechen wir mit unseren Partnern, um eine umfassende Lösung für die wichtigsten Anforderungen des Kunden – Licht, Sicherheit, Heizung und Antriebstechnik – zu realisieren“, schildert Sascha Schellenberg, Geschäftsführer der Alfred Schellenberg GmbH, den Ansatz. Zuvor hatte er recherchieren lassen, welche Produkte den Konsumenten am wichtigsten wären. Die Befragung ergab Folgendes: Heizung, Rollläden für Fenster, Licht gefolgt von Fenstern selbst, Herd, Waschmaschine und Sicherheitssystem. In der Partnerschaft liefert Abus nun die Sicherheitstechnik, Paulmann Innenbeleuchtung, Schellenberg Heizungssteuerung sowie Antriebstechnik und Steinel Außenleuchten. Da die einzelnen Produkte der Partner auch als Einzellösungen nutzbar sind, ist die Einstiegshürde für den Kunden niedrig. „Das wird die Vermarktung unsere Smart-Home-Sortiments einfacher machen“, so Schellenberg. Zudem ist das Thema bei den Konsumenten inzwischen bekannt. Es kennen neun von zehn Konsumenten den Begriff Smart-Home. Und 72% halten dieses Thema sogar für sehr attraktiv. In den USA sagen dies 75%, in China sogar 91%. Für dieses Jahr wird mit dem Durchbruch der Smart-Home-Technologie gerechnet. Eine Box für alle Produkte Sobald die Kunden der Smart Friends mehrere Produkte zu einem System vernetzen wollen, erwerben sie eine Smart Friends Box sowie eine gemeinsame App und können herstellerübergreifend komfortabel alle Produkte steuern. Die Box beherrscht alle gängigen Funkstandards. „Wir kommen vom Produkt. Der Kunde hat einen ? Deutsche wollen Smart Home Laut einer Studie von TNS Emnid sind 84% der Deutschen offen für Smart-Home-Lösungen. 18% der Befragten sind bereits aktiver Nutzer, 66% sind voraussichtliche Nutzer und nur 16% wollen sich dem Thema verweigern. Übertragen auf die Gesamtheit aller Deutschen bedeutet dies ein Potenzial von 26 Millionen Haushalten, die an Smart-Home-Produkten interessiert wären. aktive Nutzer voraussichtliche Nutzer keine Nutzung 38 3/16 Wunsch oder ein Problem. Wir präsentieren ihm die Produkte, die ihm die Fragen lösen. Um die Technik, die dahintersteht, muss er sich nicht kümmern“, erklärt Thomas Möller, Leiter Innovationsmanagement & Strategisches Marketing bei Steinel. Eine nutzerfreundliche Bedienung der App lässt eine einfache Programmierung von Wohnszenarien zu, um individuellen Komfort, spezielle Sicherheitseinstellungen oder Energiesparmöglichkeiten einzurichten. Datensicherheit an erster Stelle Smart Friends setzt auf ein restriktives Datenschutzmodell. Im Gegensatz zu Cloudbasierten Systemen erfolgt die Speicherung aller Daten in den eigenen vier Wänden des Endkunden. Wird der Zugriff mit dem Smartphone von außerhalb des Hauses gewünscht, ist dies nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden möglich. Die Hersteller Abus, Paulmann, Schellenberg und Steinel beliefern seit Jahren den Baumarkthandel mit hochwertigen und innovativen Produkten. „Der Handel kennt uns. Unsere Lieferbeziehungen sind bewährt. Gemeinsam präsentieren wir die seriöse Smart-Home-Variante. Der Markt entsteht gerade erst. Wir präsentieren eine zuverlässige, langfristig tragfähige Lösung“, betonen Schellenberg und Möller. Auch in Zukunft soll durch neue Produkte die Aktualität und Attraktivität des smarten Sortiments gewährleistet werden. Von der Kompetenzbündelung der vier hochwertigen Marken profitieren End- und Handelskunden gleichermaßen, denn Smart Friends versteht sich als Angebot einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem DIY-Einzelhandel. Grundsätzlich steht die Allianz weiteren Partnern offen. Ex ?

42
Ek/sErvicEgroup Das Flächenkonzept „Lieblingsplatz Garten“ für die grüne Branche „Lieblingsplatz Garten“ Ende Januar lud die EK/Servicegroup zur Trend- und Servicemesse EK Live nach Bielefeld ein. Auf der Ausstellungfläche des Messegeländes präsentierte der Mehrbranchenverbund, was der Einzelhandel benötigt. Heraus stach vor allem das neue Flächenkonzept im grünen Bereich. Foto: EK/Servicegroup Die EK/Servicegroup eG ist eine der größten Handelskooperationen Europas. Sie operiert in insgesamt vier großen Geschäftsfeldern. Diese umfassen die Bereiche Living (Haushaltswaren, Geschenkartikel, Glas, Porzellan, Keramik, Garten-, Balkon- und Terrassenmöbel), Comfort (Haushaltsgeräte, Küchen, Elektroinstallationen, Licht), Familiy (Spiel- und Freizeitwaren, Bücher, Schreibwaren, Babyartikel) und Fashion (Mode, Bekleidung, Heim- und Haustextilien, Lederwaren). Outdoor Living Einer der vier Bereiche, der besonders im Fokus der diesjährigen Messe war, stellt sich als der Bereich Outdoor Living heraus. Unter dem Namen „Lieblingsplatz Garten“ präsentierte die EK/Servicegroup ihr Flächenkonzept für Balkone, Hinterhöfe, Dachterrassen und den Garten. Der Mehrbranchenverbund erstellt dabei für die jeweiligen Zielgruppen der Händler zugeschnittene Sortimente samt kundengerechter Präsentationslogik. Die EK/Servicegroup verspricht durch die individuellen Flächenkonzepte eine Steigerung der Umsatzpotenziale der Händler. Zusätzlich bietet die EK/Servicegroup den Händlern einen individualisierten Prospekt an, der von den Lieferanten unterstützt wird. Unter den Mottos „Fresh Kitchen“, „Floral Dreams“, „Desert Deluxe“ und „Mountain Lake“ erstellte die EK/Servicegroup Themenwelten. Diese vermitteln dem Einkäufer im Geschäft ein emotionales Erlebnis, erläutert Einkaufs- und Vertriebsvorstand Bernd Horenkamp. 2015 steigerte der Mehrbranchenverbund seinen Gruppenumsatz um 1,1% auf rund 2,35 Mrd. Euro. Ein weiteres Ereignis 2015 war die Übernahme der Mehrheitsanteile des führenden niederländischen Mehrbranchenverbundes Euretco. Dazu gehören die niederländischen Shopkonzepte Intersport, Hubo, Multimate, Decorette, Runnersworld und The Athlete's Foot. Außerdem verlagerte die EK/Servicegroup zentral organisierte Servicebereiche nach außen, um ihren Handelspartnern effizientere Leistungen bieten zu können. Das bisherige Geschäftsfeld Living erweiterte sich neben dem „Lieblingsplatz Garten“ um neue Sortimente. Diese umfassen Papier, Bürobedarf und Schreibwaren, Lederwaren, Uhren, Schmuck sowie Heimtextilien. Kerngeschäft bleiben dennoch Geschenkartikel, Glas, Porzellan und Keramik sowie die Gartenmöbel. Die strategische Ausrichtung der EK/Servicegroup ist abgestimmt auf die Entwicklung hin zu einer europäischen Unternehmensplattform und dient als leistungsfähige Basis für die notwenige Internationalisierung und ein zukünftiges Wachstum. FF ? 3/16 39

43
Branchenpolitik asyldebatte Flüchtlinge bringen Wachstum Der Verband für Groß- und Außenhandel hatte im Januar vor den Folgen der Flüchtlings- und Terrorthematik regelrecht gewarnt. Hersteller- und Handelsverbände der Baumarktbranche sehen die Zukunft da etwas entspannter. Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) in Berlin, nahm gleich zu Beginn des Jahres Stellung zur wirtschaftlichen Lage und zur Perspektive des deutschen Großhandels. Börner erwartet für den Handel ein herausforderndes Jahr 2016, gerade im Hinblick auf Flüchtlingsströme und Terrorgefahr. Grund genug für baumarktmanager, bei den Verbänden der Baumarktbranche nach einer Prognose für das laufende Jahr 2016 zu fragen. Zwar zeigten alle wirtschaftlichen Prognosen von führenden Instituten und Marktforschungsunternehmen für die allgemeine Wirtschaftslage leichte bis starke Einbußen beim Wachstum in Deutschland und in Europa, jedoch glaube er nicht an eine enge Kopplung dieser Zahlen für die Entwicklung der Baumarktbranche, erklärt Ralf Rahmede, Geschäftsführer vom Herstellerverband Haus & Garten (HHG). „Für 2016 erwarten wir für Deutschland und viele andere europäische Länder ein Wachstum für den Baumarkthandel, aber weniger für den rein stationären Handel, sondern getrieben durch Omnichannel-Anbieter und reine Online händler mit den DIY-Sortimenten“, so Rah- „Für 2016 erwarten wir für Deutschland und viele andere europäische Länder ein Wachstum für den Baumarkthandel.“ HHG-Geschäftsführer Ralf Rahmede Foto: HHG mede. Die mittlerweile vielen Onlineshops der Baumarktketten hätten noch ein großes Wachstumspotenzial. Zu erwarten sei allerdings ein überproportionales Wachstum von DIY-Kleinflächen. Dr. Peter Wüst, Geschäftsführer des Handelsverbandes Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), hält es für schwieriger als 2015, eine valide Prognose für die Marktentwicklung der Baumarktbranche abzugeben, und das vor allem wegen der steigenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken, die insgesamt einen höheren Unsicherheitslevel darstellten. „In Deutschland haben wir derzeit eine sehr niedrige Arbeitslosenquote und ein solides Wachstum mit Prognosen von 1,5% bis 2,1% realem BIP-Wachstum“, so Wüst. Und weiter: „Die Bundesregierung unterlegt hierbei eine hohe Inlandsnachfrage von +2,3% (nach +1,5% in 2015). Aufgrund der Vielfalt der bei unseren Mitgliedern angebotenen Produkte sollten auch wir an diesen vorausgesagten Entwicklungen partizipieren können. Neue Produkte, neue Trends (z. B. Smart Home), DIY als weiterhin lebendiger Trend oder Weiterentwicklungen im Retail Store Branding steigern das Einkaufserlebnis. Auch der Ausbau der E-Commerce-Fähigkeiten des Handels wird 2016 ein Umsetzungshebel sein.“ Der Zuzug zahlreicher Flüchtlinge nach Deutschland wird von beiden Branchenverbänden eher als Chance denn als Risiko erachtet. „Das Geld, das für Aufnahme und Integration der Flüchtlinge ausgeben wird, kann konjunkturelle Effekte für etwa zwei bis drei Jahre haben. Hier wird neben weiteren Branchen auch die Baumarktbranche profitieren können. Sicherlich wird die Baubranche den Hauptteil der Maßnahmen umsetzen. Aber vieles werden die Menschen auch in Eigenregie anfassen und dann werden die Baumärkte und Einzelhändler gefragt sein“, so die Einschätzung von BHB- Geschäftsführer Dr. Wüst. „Vieles werden die Menschen in Eigenregie anfassen und dann werden die Baumärkte und Einzelhändler gefragt sein.“ BHB-Geschäftsführer Dr. Peter Wüst Und HHG-Chef Rahmede ist sich sicher: „Kurz-, mittel- und langfristig wird der Flüchtlingsstrom für einen Wachstumsschub der Branche sorgen. Der zusätzlich benötigte Wohnraum wird auch durch Aktivitäten von DIYern und kleinen Handwerksbetrieben mit Produkten aus dem Baumarkt bedient werden. Wir alle sind mit unseren Unternehmen und auch jeder persönlich gefordert, die Integration der Asylsuchenden zu unterstützen, damit wir neben der humanitären Verpflichtung auch die daraus resultierenden Chancen nutzen können. Um diesen Integrationsprozess zu unterstützen, haben wir beim Herstellerverband seit Anfang des Jahres eine neue Mitarbeiterin. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und den Behörden werden wir die Integration durch Arbeit maßgeblich unterstützen.“ Nennenswerte Auswirkungen auf die Baumarktbranche durch die eventuell steigende Terrorgefahr sehen beide Verbände nicht. Allenfalls sei wachsende Unsicherheit nur ein Baustein der vielfältigen Kriterien für Sourcingentscheidungen. Ansonsten blieben Bestandsreduktion, hohe Preis-Leistungs- Qualität und Schnelligkeit der Value Chain weiterhin die wichtigeren Kriterien. MAU ? Foto: bmm 40 3/16

44
POINT Of Sale NeueröffNuNg Obi Salzburg Foto: bmm Sehr futuristisch wirkt der Ende letzten Jahres eröffnete OBI-Markt in Salzburg im Stadtteil Maxglan. „OBI schön – dieser Morgen doch ist!“ Unter diesem Slogan wurden von der Tengelmann Group in drei Wellen im Dezember 2015 in Österreich 48 ehemalige Baumax-Filialen neu eröffnet. Mit der Übernahme von insgesamt 49 ehemaligen Baumax- Filialen begann Ende September 2015 eine neue Etappe des Engagements von OBI in der benachbarten Alpenrepublik. Mit der aktuellen Eröffnungswelle ist die Anzahl der OBI-Outlets auf einen Schlag von ursprünglich 33 auf 81 gewachsen. Nach den Worten von Europavertriebschef Franz-Peter Tepaß wurde zur Neugestaltung der Märkte ein dreistelliger Millionenbetrag investiert. An allen Standorten wurde auch das gesamte Personal mit allen Ansprüchen übernommen. 2.400 der 3.800 ehemaligen Beschäftigten von Baumax sind in die orange Dienstkleidung von OBI gewechselt. Auch 222 Lehrlinge bildet OBI weiter aus. Ebenso möchte man die Integrationsjobs, die Baumax angeboten hat, halten, kündigte Tepaß an. „Das Engagement von OBI ist auf Langfristigkeit ausgerichtet. Die Standorte sind für mindestens 15 Jahre angemietet.“ Aber die Wermelskirchener haben ein schweres Erbe übernommen. Eine große Herausforderung besteht darin, den großen Investitionsstau in den veralteten Stores zu beheben. Denn noch im letzten Geschäftsjahr vor der Insolvenz hat die Baumax AG eine Verlustgröße von 158 Mio. Euro eingefahren. Gleichzeitig galt es, auf die bestehenden andersmaßigen Regale die Sortimente von OBI anzupassen. Revitalisierung Ein Musterbeispiel für die in einer logistischen Meisterleistung erfolgten schnellen Neubelebung der alten Baumax Stores ist der am 14. Dezember 2015 an der stark frequentierten Flughafenmagistrale Innsbrucker Bundesstraße im Salzburger Stadtteil Maxglan gestartete OBI Bau- und Heimwerkermarkt mit Gartenparadies. Er befindet sich in einem supermodernen architektonischen Bau. Ein von Baumax hinterlassenes Problemfeld besteht darin, dass das innere Outfit des im Jahr 2009 eröffneten futuristischen zweigeschossigen Baus mit seiner überdimensionierten umfassenden Gesamtverkaufsfläche von 13.800 qm, Regalhöhen von bis zu 4,90 m und den zu breiten Gängen wenig attraktiv ist. Das Outlet hat den Charme einer Lagerhalle und entspricht nicht den Anforderungen, die Kunden an einen modernen Baumarkt stellen. Die Skepsis der Salzburger gegenüber dem Standort und seinem wenig einladenden Flair bekamen an den Eröffnungstagen auch der von Baumax übernommene Marktleiter Cetin Kati und sein 80 Mitarbeiter umfassendes Team zu spüren. Denn überwältigend war der Kundenandrang in der Eröffnungswoche nicht. Zu dieser Problematik erklärte Ceti Kati in einem Gespräch mit der Presse: „Der Standort muss bei den Leuten erst mal ankommen. Wir wollen auf jeden Fall besser werden, als es Baumax war. Das Konzept ist neu. Die Abfolge der Sortimente wurde geändert. In vielen Segmenten gibt es neue Marken. Die meisten Besucher kommen aber erst einmal, um nur neugierig zu schauen. Gekauft wird noch wenig. Lobend wurde von Stammkunden in Gesprächen mit baumarktmanager erwähnt: „Jetzt ist alles übersichtlicher und das Sortiment ist ganz neu. Früher gab es hier nur lauter alte Sachen und viel Klumpert. Gekauft haben wir noch nichts. Wir legen viel Wert auf Qualität. Jetzt überzeugt uns das Angebot und wir werden wiederkommen.“ Dr.R ? 3/16 41

45
EINKAUF EISENWAREN In der Eisenwarenabteilung regiert Ordnung und Funktionalität. Hornbach bietet Kunden auch den Kauf von Einzelartikeln an. Angestaubt und langweilig? Die Eisenwarenabteilungen deutscher Baumärkte strotzen nicht gerade vor Innovationsgeist und Esprit. Das liegt sicher an dem „speziellen Charme“, den die einzelnen Produkte versprühen. Allein Toom versucht sich derzeit an einem Facelifting. Foto: MAU Fragt man einen Marketingexperten, welche Anforderungen er an die Präsentation in Baumärkten stellt, fällt die Antwort meist eindeutig aus: Kunden sollen durch die Warenpräsentation inspiriert und zugleich emotional angesprochen werden. Wichtige Informationen zu den gezeigten Produkten müssen auf den ersten Blick zu finden sein. Und eine übersichtliche und attraktive Bevorratung trägt meist schnell und sicher zum Kaufentschluss bei. So weit die Theorie. Der Gang durch die Regale der Eisenwarenabteilungen der Baumärkte spricht leider vielfach eine andere Sprache. 42 3/16 Stabile Umsätze Eigentlich ist dies unverständlich, denn der Umsatzanteil der Warengruppe Eisenwaren bezogen auf den Gesamtumsatz der Bau- und Heimwerkermärkte beläuft sich seit Jahren konstant auf gut 5%. In regelmäßigen Abständen besuchen wir Baumärkte in der Region, um uns vor Ort ein Bild von den Veränderungen in den Sortimentsbereichen sowie bei den Präsentationen zu machen. In fast allen Warengruppen ist ein Wandel spürbar – mit einer Ausnahme: bei den Eisenwaren. Man gewinnt bisweilen den Eindruck, dass in den Regalgängen die Zeit stehen geblieben ist. Vielleicht liegt es am Sortiment, das zu „alltäglich und unspektakulär“ ist und sich aus Kleineisenwaren mit Schrauben, Nägeln, Stiften, Muttern, Gewindestangen sowie diversen Krallen und Klemmen zusammensetzt. Auch Dübel, Befestigungselemente, Abstandhalter sowie Ketten, Seile und Zubehörartikel wie auch Drähte und Geflechtwaren gehören zur Warengruppe. Diverse Profile und Profilstangen aus unterschiedlichen Metallen und in verschiedenen Materialstärken sowie Kunststoffprodukte runden das Angebot schließlich weiter ab. Die meisten Artikel sind klein und unscheinbar. Dies hat den Vorteil, dass sich oft unglaublich viele Produkte auf kleinstem Raum unterbringen lassen. Unter Kostenaspekten ist dies sicherlich attraktiv, doch insgesamt leidet die Präsentation darunter. Die Regale und Fächer wirken daher oft extrem „vollgestopft“. Seit Jahr und Tag schon bietet sich dieses Bild in den Eisenwarenabteilungen der Baumärkte. Auf der einen Seite wirkt die Präsentation erschlagend, auf der anderen Seite ein wenig „angestaubt“. Kompetente Beratung Da Produkte immer komplexer werden, ist die Kompetenz von Fachberatern gefragt, denn sie sind die entscheidenden Multiplikatoren für ein Sortiment. Dies trifft natürlich auch auf die Eisenwaren zu, denn hier entwickeln die Anbieter ihre Produkte ebenfalls immer weiter und überzeugen mit teils innovativen Detaillösungen. Nur

46
??Der kleine Eisenwarenhändler Mit Spannung darf in diesem Jahr das Ausrollen des neuen Toom-Eisenwarenkonzepts erwartet werden. Das Konzept wurde auf der diesjährigen Toom-Hausmesse vor - gestellt und steht in einem gewissen Widerspruch zu den Erfahrungen, die der Autor dieses Beitrags in den verschiedenen von ihm besuchten Märkten gemacht hat. Die Thematik bei Toom besteht darin, eine Warengruppeneinheit zu realisieren, welche die Vorteile eines vielfältigen und umfassenden Sortiments mit dem Ambiente eines kleinen Eisenwarenhändlers ideal kombinieren soll. Das heißt, die Produkte sind zwar alle voll SB-fähig, dennoch soll in dieser Verkaufseinheit der Personal schlüssel und dementsprechend die Beratungsleistung erhöht werden. Ziel ist es laut Toom-Geschäftsführung, in diesem Jahr etwa 70 bis 80 Standorte mit diesem Eisenwarenshop auszustatten. Foto: MAU ein Beispiel: Fischer, ein namhafter Anbieter von Befestigungstechnik, brachte im vergangenen Jahr einen Zweikomponentendübel aus Kunststoff auf den Markt, der in der Lage ist, sich aufgrund der Materialzusammensetzung zu spreizen oder bei Bedarf auch zu klappen – je nach Baustoff, in dem er zum Einsatz kommt. Genau solche Botschaften müssen plakativ beworben werden. Neben der persönlichen Beratung gewinnt auch die Onlineberatung immer mehr an Gewicht. Durch die zunehmende Digitalisierung befindet sich die bekannte Einkaufswelt in einer Umbruchphase – die stärkere Vernetzung von Online und Offline ist der künftige Schlüssel zum Erfolg. Auch der Baumarktkunde möchte sich von zu Hause aus für sein Renovierungsprojekt einfach und umfassend im Internet informieren. Besucht er anschließend den Markt, findet er im Idealfall am POS die optimale Gesamtlösung. Bei noch offenen Fragen wird er kompetent beraten und wählt schließlich aus den unterschiedlichen Angeboten aus. Technische Hilfsmittel QR-Codes an den Regalen werten dabei jede Präsentation auf, denn darüber kann der Kunde direkt vor Ort über sein Smartphone nochmals schnell und unkompliziert zu vertiefenden Produktinformationen oder erklärenden Anwenderfilmen gelangen. Natürlich sollte er über den QR-Code zuerst auf die Seite des Markts und erst anschließend auf jene des Herstellers gelangen. In vielen Sortimentsbereichen der Bauund Heimwerkermärkte ist dies bereits gelebte Praxis. Ausgenommen jedoch sind auch hierbei wieder die Eisenwaren. QR- Codes sind hier eher Mangelware. Erklärungen zu den Produkten findet der Kunde oft nur klein gedruckt auf den Rückseiten der Blisterverpackungen. Manchmal liegen Flyer aus, sofern sie nicht gerade vergriffen sind. Oder es läuft über einen fest installierten Bildschirm ein Endlosvideo, in dem Produktanwendungen erläutert werden. Jeder Kunde, der etwas länger zwischen den Regalen verweilt, hört so garantiert mehrmals die kurzen Werbebotschaften. Blick zum Facheinzelhandel Die gesamte Situation verwundert umso mehr, als sich mit dem Sortiment durchaus attraktive Umsätze und Erträge erzielen lassen, wie ein Blick zum Facheinzelhandel zeigt. Aus Sicht des Zentralverbandes Hartwarenhandel (ZHH) wird das zurückliegende Geschäftsjahr durchaus positiv bewertet. Demnach konnte der Eisenwareneinzelhandel insgesamt von der guten Inlandsnachfrage des vergangenen Jahres profitieren. Das erste Quartal überzeugte vor allem mit einem starken März. Das zweite Quartal hingegen war von deutlichen Schwankungen gekennzeichnet und wies niedrigere Umsatzzuwächse auf. Bis zum Sommer und letztlich bis zum Jahresende konnte der Eisenwareneinzelhandel leicht zulegen. Im Fachhandel setzte sich die sinkende Kundenfrequenz weiter fort, die laut Verbandsangaben eindeutig auf die zunehmende Internetnutzung zurückzuführen ist. Laut einer Studie des Instituts für Handelsforschung in Köln (IFH) fahren 38% Anzeige 3/16 43

47
EINKAUF EISENWAREN Neue Produkte aus dem Sortiment Der Schraubenhersteller Heco hat sein Sortiment an Terrassenschrauben erweitert. Das System garantiert gleichmäßige Dielenabstände, eine ansprechende Optik, sichere Befestigung und nicht zuletzt eine hohe Zeitersparnis. Foto: Heco Als erster Hersteller weltweit produziert Fischer nach eigenen Angaben Dübel aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen. Als Basis für die Kunststoffbestandteile dient Rizinusöl, das aus dem Samen des Wunderbaums gewonnen wird. Foto: Fischer Conmetall bieten einen Korbpräsenter für den Außenbereich an, der das Sortiment der Connex-Universal-Pfostenecken und -verbinder sowie im mittleren Bereich die Feuerholzständer zum Schnellbau eines Lagerplatzes für Brennholz beinhaltet. Foto: Conmetall Foto: Tox Mit dem „Altbaujoker“ hat Tox einen neuen Nylondübel speziell für Mischmauerwerk im Programm. Für die unkomplizierte Montage sorgt eine besondere Konstruktion mit aus fahrenden Drehflügeln sowie einem flexiblen Dübelhals. Foto: HSI Zur Eisenwarenmesse präsentiert HSI eine spezielle Sicherungssechkantmutter (re.) mit angeflanschter Sicherungsscheibe für eine unlösbare Befestigung, die nur mit dem speziellen Werkzeug (li.) zu lösen ist. Foto: Seilflechter Neu im Programm von Seilflechter sind „Blue Wave RopeEye Fittings“ aus rostfreiem Edelstahl Aisi 316. In Kombination mit den Seilen erfüllen die Fittings höchste Ansprüche beim Einsatz für technische Abspannungen. ?Ausgesuchte ? Hersteller für dieses Sortiment Conmetall Fischer Heco Seilflechter Siro Spax Suki www.conmetall.de www.fischer.de www.gah.de www.heco-schrauben.de www.schwerter.de www.seilflechter.de www.siro-deutschland.de www.spax.com www.suki.de www.swg.de www.tox.de der Verbraucher bedingt durch die Onlineaktivitäten weniger häufig in die Innenstädte – und 27% fahren seltener in die Randgebiete. Erfreulicherweise ließ sich dieser Trend aber durch Sortimentserweiterungen und eine aktive Information der Kunden durch eigene Internetseiten kompensieren. Für das gerade erst begonnene Jahr 2016 deuten die aktuellen Rahmenbedingungen auf eine Fortsetzung des leichten Aufwärtstrends hin. Dabei ist der stationär verankerte Fachhandel zunehmend gezwungen, seine Onlinepräsenz den Bedürfnissen der Käufer anzupassen. Denn nur so kann er den wachsenden Vorabinformationen der Verbraucher gerecht werden. Wer im Internet nicht präsent ist, droht an Kundenzuspruch zu verlieren. Dabei darf er jedoch nicht seine bisherigen Leistungsangebote vernachlässigen und muss seine Attraktivität durch Events, Emotionalisierung und Service hochhalten, betont der ZHH. Was für den Facheinzelhandel gilt, betrifft selbstverständlich auch den Sortimentsbereich Eisenwaren in den Baumärkten, soll er nicht über kurz oder lang nur zu einem unattraktiven „Must-have-Bereich“ degradiert werden. MF ? Digitalangebot Eine Marktleiterumfrage zum Thema finden Sie im digitalen Magazin. Zugang über: baumarktmanager.de 44 3/16

48
SchlöSSer und BeSchläge Toom Baumarkt zeigt die Schlösser und Beschläge direkt in der Bauelementeabteilung. So kann das Zusammenspiel von Beschlag und Haustür besser demonstriert werden. Synergien der Sortimente Ein Kunde, der sich im Baumarkt beispielsweise über Türbeschläge informieren möchte, wird oft zu den Eisenwaren geschickt. Schlösser und Beschläge verschmelzen nicht selten mit der Eisenwaren- oder der Bauelementeabteilung. Foto: MAU Beschlagprodukte stehen allgemein nicht im Fokus des Kunden. Natürlich soll die neue Tür einen schönen Drücker bekommen, doch die Bereitschaft, einen größeren Geldbetrag für hochwertige Beschläge auszugeben, ist gering. Vor rund 20 Jahren noch waren im Fachhandel Preise von 50 bis 60 Euro für einen hochwertigen Designgriff aus Aluminium oder Edelstahlgriff üblich. Heute werden einige Edelstahldrücker in den Baumärkten bereits für ein Zehntel des damaligen Preises angeboten. Nicht wenige Kunden finden diese niedrigen Preise angemessen, da Türen und Fenster meist einen anderen Stellenwert haben als das neue Bad oder die aufwendige Wand-, Decken-, Bodenbzw. Fenstergestaltung im Wohnzimmer. Ebenso selbstverständlich wie ein niedriger Preis ist auch die Erwartung, dass die Beschlagprodukte über Jahrzehnte einwandfrei funktionieren müssen. Ein defekter Schließzylinder, ein klemmendes Türschloss oder ein hakeliger Möbelauszug dürfen nicht sein. Qualität zum niedrigen Preis Die Kunden erwarten präzise und beste Qualität zu einem niedrigen Preis. Ein Grund für diese Sichtweise ist, dass Schloss- und Beschlagprodukte oft im Verborgenen arbeiten. Sprich Einsteckschloss und Zylinder befinden sich „unsichtbar“ eingebaut in der Tür. Auch die Mechanik eines Fensterbeschlags ist erst auf den zweiten Blick sichtbar. Kaum jemand setzt sich damit auseinander, warum sich das Fenster je nach Griffstellung öffnen oder kippen lässt. Gleiches gilt auch für die Möbelbeschlagtechnik, die für das Auge des Betrachters nicht sichtbar im Schrankkorpus oder außen an der Schublade zuverlässig ihren Dienst leistet. Auch für den innovativen Wandaufbau eines modernen Tresors oder für die intelligente Schließtechnik, beispielsweise mittels Fingerscan, lässt sich nur wenig Begeisterung wecken, wenn das verpackte „Wertbehältnis“ in zwei Meter Höhe auf dem Regal steht. Um die Technik und Leistungsfähigkeit von Beschlagprodukten zu demonstrieren, müssen sie mehr noch als bisher in Ausstellungen gezeigt werden. Ein Beispiel aus dem Möbelsegment: Ein Musterbeschlag, aufgebracht auf etwa zehn Quadratzentimeter großen Plexiglasplatten zur Darstellung der Funktion, geht in der unübersichtlichen Eisenwarenabteilung zwangsläufig unter, denn zwischen den vielen Blisterver- 3/16 45

49
einkauf SchlöSSer und BeSchläge Neue Produkte aus dem Sortiment Foto: Siro Neu im Siro-Sortiment sind drei Möbelgriffmodelle aus Zinkdruckguss. Das markante Griffmodell 2343 ist in den beiden Längen 183 und 343 mm sowie in den Farben glänzend verchromt und Edelstahleffekt verfügbar. packungen fällt das Anschauungsmuster praktisch kaum auf. Besser untergebracht wären solche Exponate beispielsweise in der Abteilung mit den Küchenmöbeln oder in einem separaten Bereich der Bauelementeausstellung. Zusammen mit Mustern von Fronten könnten sich zusätzlich sogar noch Möbelgriffe in Szene setzen lassen. Demonstration am Objekt An dieser Stelle ergeben sich also Synergien zwischen den Sortimenten Bauelemente und Beschläge. Vor allem: Viele Baumärkte haben in den vergangenen Jahren in den Aufbau hochwertiger Bauelementeausstellungen investiert. Gezeigt werden dort eine Vielzahl an Innen- und Außentüren sowie Fenster- und Fenstertüren. Selbstverständlich wird Kunden in der 46 3/16 Hettich hat das Schiebetürsystem Slideline um die Variante 16 plus erweitert. Mit der einfachen Aufschraubmontage entfällt das Fräsen an Türen und Möbeln. Das universell einsetzbare System trägt ein Gewicht von bis zu 80 kg. Die Funkfenstergriffe von Hoppe senden ein Funk-Signal, wenn sie bewegt werden. Neu ist, dass die hierzu benötigte Energie einzig aus dieser Bewegung heraus entsteht. Der Beschlag funktioniert damit batterielos und ist wartungsfrei. Ausstellung auf Wunsch auch die Funktionsweise von Beschlägen erläutert. Auch Designaspekte lassen sich live perfekt am Objekt demonstrieren. Wirkt beispielsweise der Edelstahldrücker an der rustikalen Tür oder sollte doch lieber ein dezenter Messinggriff gewählt werden? Und wie sieht es mit den Türbändern aus: Passt die am Türblatt montierte brünierte Messingoptik zu den goldglänzenden Drückern? Solche Fragen lassen sich anschaulich nur in einer entsprechenden Ausstellung beantworten, in der Kunden die verschiedenen Produkte nicht nur sehen, sondern direkt erleben können. Die „Griffigkeit“ eines Drückers lässt sich auch nur an der Ausstellungstür erfühlen, nicht jedoch beim blisterverpackten Produkt in der Eisenwarenabteilung. Ausgesuchte Hersteller für Schlösser und Beschläge Abus Conmetall GAH Alberts Hettich Hoppe HSI Schwerter Schellenberg Siro Deutschland Suki international www.abus.de www.conmetall.de www.gah.de www.hettich.de www.hoppe.com www.schwerter.de www.schellenberg.de www.siro-deutschland.de www.suki.com www.swg.de Foto: Hettich Foto: Hoppe

50
Foto: Abus Mit dem neuen „HomeTec Pro“ von Abus gehört das Aufschließen der Haustür nach Angaben des Herstellers der Vergangenheit an. Die Türen werden mit diesem System bequem und einfach per Knopfdruck oder Codeeingabe geöffnet und verriegelt. Foto: GAH Alberts Der Hersteller GAH-Alberts definiert das Ovado-Sortiment als Komplettlösung mit Gartentorfalle, Doppeltorüberwurf bis hin zu Bodenschiebern, Ladenband, Winkelverbindern und Scharnieren. Fotos: HSI Die Firma Hermann Schwerter Iserlohn bietet dem Handel spezielle Reparaturplatten für Topfbandscharnieren. Die Platten werden bei ausgebrochenen Schrauben an Schranktüren eingesetzt. Die Bilder zeigen eine typische Einbausituation. Ein anderes Beispiel sind die Einsatzmöglichkeiten von elektronischen Komponenten, die sich in der Ausstellung ideal demonstrieren lassen. Kein Flyer schafft es, die Funktion eines elektronischen Zylinders, eines Motorschlosses oder einer Türöffnung via Smartphone-App so anschaulich zu vermitteln wie eine Livepräsentation. Dem Fachberater bieten sich so beste Chancen, beim Kunden neben der eigentlichen Türberatung Interesse für die innovative Beschlagtechnik zu wecken. Gleiches gilt auch für die Sicherheitstechnik. Kaum jemand beschäftigt sich intensiv mit Mehrfachverriegelungen, hochwertigen Schutzbeschlägen oder relevanten Prüfbescheinigungen nach DIN oder VdS. Die Kunden müssen hierfür erst sensibilisiert werden. Grenzen der Videotechnik Beim Einbruchschutz wird von Kunden zunehmend die Videotechnik als sinnvolle Möglichkeit gesehen, Haus oder Wohnung sicherer zu machen. Ein Grund hierfür ist, dass Kameras immer kleiner und preiswerter werden sowie einfacher zu bedienen sind. Und viele Kameras speziell für den Bereich Home-Security lassen sich über eine entsprechende App bequem mit dem Smartphone von überall auf der Welt managen. Der Fachberater sollte im Gespräch möglichst darauf hinweisen, dass die Videotechnik immer nur die sinnvolle Ergänzung eines umfassenden Einbruchschutzes sein kann. Auch auf rechtliche Aspekte kann man in der Beratung hinweisen, denn im privaten Bereich erlaubt der Gesetzgeber Videoüberwachung beispielsweise nur, wenn ausschließlich das Privatgelände gefilmt wird. Ist die Kamera auf die an das Grundstück angrenzende Straße gerichtet, werden bereits öffentliche Interessen berührt. Genau solche Punkte lassen sich in der Beratung ansprechen. Somit bietet die Elementeausstellung eigentlich viel mehr Möglichkeiten. Korrekterweise lässt sich also von einer „Ausstellung für Bauelemente, Beschlag- und Sicherheitstechnik“ sprechen. Wenn die Kunden dann noch durch entsprechende Hinweise bei den Eisenwaren in die Ausstellung „gelenkt“ werden, sind die Synergien perfekt. MF ? Digitalangebot Eine Marktleiterumfrage zum Thema finden Sie im digitalen Magazin. Zugang über: baumarktmanager.de 3/16 47

51
Einkauf Hand- und ElEktrowErkzEugE Übersichtlichkeit und Innovationsmanagement Qualität und eine übersichtliche Warenpräsentation sind die Erfolgsgaranten für einen erfolgreichen Absatz von Handwerkzeugen in Baumärkten. Bei Elektrowerkzeugen kommt die Herausforderung hinzu, Innovationen kundengerecht anzubieten. Bei Hornbach werden die Elektrowerkzeuge nicht nach Herstellern, sondern nach dem jeweiligen Verwendungszweck sortiert. Foto: G. Kannberg Nach Angaben des Fachverbandes Werkzeugindustrie (FWI) in Remscheid blicken die deutschen Handwerkzeughersteller verhalten optimistisch in die Zukunft. Kein Wunder, beträgt allein der Inlandsabsatz doch über 2,3 Mrd. Euro. Das ist 1 Mrd. Euro mehr als im Krisenjahr 2009. Verantwortlich für die positive Entwicklung seien u. a. steigende Lohnkosten in China sowie ein stärkeres Qualitätsbewusstsein der Kunden. Je nach Anbieter spiegelt sich dies auch in den Baumärkten wider, wobei bei der 48 3/16 Warenpräsentation in den Fachabteilungen der Preis meist kein vorherrschendes Verkaufsargument ist. Generell gehören die Werkzeuge zum Kernsortiment, bei dem großartige Umsatzsprünge nicht unbedingt erwartet werden können. Kabellos glücklich Bei den handgehaltenen Elektrowerkzeugen gehen die Impulse hingegen stark von Innovationen aus. Wesentlich ist hier die Lithium-Ionen-Batterietechnologie, die immer mehr kabellose Geräte ermöglicht. Schon 2013 erreichte ihr Anteil am Gesamtgeschäft rund 40% und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Umsatz der Akkugeräte den der kabelgebundenen übersteigt. Aufgrund der größeren Akkuleistung und der besseren Eigenschaften der Energiespeicherung sind jetzt attraktive Produkte auf dem Markt, die vor wenigen Jahren in der Form noch nicht möglich schienen. Hierzu gehören beispielsweise Schlagbohrer oder Schlagschrauber zum Entfernen und Befestigen von Autoreifen. Da die Akkus der Mar-

52
Fotos: G.Kannberg Die unglückliche Kombination von Deckenblenden suggeriert, dass Bosch und Ryobi einen gemeinsamen untereinander austauschbaren Akkutypen nutzen. kenhersteller für verschiedene Werkzeuge austauschbar sind, wird es für den Kunden immer sinnvoller, sich für das System eines Herstellers zu entscheiden. Im Markt führt das dazu, dass die Werkzeuge in Varianten mit und ohne Akku angeboten werden. Auch der Kunde muss dann nicht jedes Mal ein neues Ladegerät mit erwerben. Dennoch setzen die meisten Hersteller immer noch auf unterschiedliche Voltklassen ihrer Akkus. Das heißt, der Kunde muss dennoch aufpassen, für welches Produkt er sich entscheidet. Denn unter Umständen ist der Akku des Rasentrimmers dann doch nicht kompatibel mit dem Akkuschrauber, obwohl dieser von derselben Firma stammt. Hier war es ist tatsächlich fraglich, ob man zwischen 10 und 18 V tatsächlich drei Voltklassen und damit drei verschiedene Akkusysteme benötigt. Zumindest gibt es bereits Hersteller, die sich auf die 18-V-Klasse konzentrieren und damit werben, dass ein Akku auf alle Geräte passt und darüber hinaus eine ausreichend große Vielfalt von mehreren Dutzend Werkzeugen anbieten. Neben der kabellosen Handhabbarkeit gibt es aber auch andere Neuerungen, mit denen Kunden angesprochen werden. So bringt etwa Bosch Bohrschrauber auf den Markt, bei denen die Ergonomie ein ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht oder ein besonderer Chip den jeweiligen Energiebedarf für die entsprechende Anwendung erkennen soll. Ryobi bietet eine Reihe von Messgeräten an, die im Zusammenspiel mit einem modernen Smartphone funktionieren. Dies klingt recht reizvoll, wie praktisch die Anwendungen wirklich sind, wird sich wohl erst noch erweisen müssen. Unter Umständen möchte vielleicht doch nicht jeder sein 800 Euro teures höchst sensibles Smartphone auf staubigen oder feuchtnassen Baustellen nutzen. Schwerpunkt Markt oder Marke In der Praxis der Bau- und Heimwerkermärkte werden Elektrowerkzeuge in zwei verschiedenen Konzepten angeboten. In einem Fall gibt es eine Auswahl verschiedener Produkte, die nach Anwendung präsentiert werden. Dabei ist es sinnvoll, wenn die Werkzeuge in Griffhöhe stehen und der haptische Eindruck ermöglicht wird. Wesentliche Produktinformationen und der Preis sind am besten an den Geräten selbst zu finden. Praktisch ist auch, wenn eine Nummer darauf hinweist, in welchem Regal das entsprechende Gerät eingeordnet ist. Wichtig ist aber, dass gelegentlich kontrolliert wird, ob die entsprechenden ? ?Bosch: Blaue Werkzeugserie auf Großfläche Bosch wird seine blaue Werkzeugserie noch in diesem Jahr auf die Großfläche bringen. Kollisionsgefahren mit der eigenen grünen Serie wie auch mit einigen Handelspartnern zeichnen sich schon jetzt ab. Die reinen Systemhändler seien bereits über diese strategische Neuausrichtung informiert, heißt es aus Insiderkreisen. Nicht die gesamte Range, sondern eine Auswahl von bis zu 60 verschiedenen Geräten mit der entsprechenden heimwerkergerechten Aufmachung und Verpackung soll ab August 2016 in den Baumärkten verfügbar sein. Naturgemäß sorgt diese Ankündigung für einige Verwirrung in der Branche. System­ und Fachhändler sehen die Exklusivität ihrer Position im Handel wie auch der „blauen Premiummarke“ in Gefahr, Baumarktbetreiber fürchten um die Wertstellung der grünen Serie, die nach wie vor als DIE Heimwerkermarke angepriesen werden soll. Der Werkzeughersteller bestätigt auf Anfrage von baumarktmanager den Sachverhalt grundsätzlich und nennt zugleich Gründe für die neue Strategie. Die Distributionsstrategie von Bosch richte sich wie auch in der Vergangenheit danach aus, wo die Verwender die Bosch­Produkte suchen und kaufen. Früher sei das Kaufverhalten des Nutzers stark von einzelnen Kanälen geprägt gewesen – z. B. hätten Heimwerker fast ausschließlich im Baumarkt gekauft, Profis im Fachhandel. Diese strenge Einteilung in bestimmte Vertriebskanäle gelte heute nicht mehr. Sowohl Heimwerker als auch Profis kauften bereits heute kanalübergreifend. Foto: MAU 3/16 49

53
50 3/16 Einkauf ?Ausgesuchte ? Hersteller aus dem Sortiment Batavia Bosch Conmetall Einhell Positec Proxxon Ryobi Stanley Black+Decker Steinel Suki International Wiha Wolfcraft www.batavia.eu www.bosch­pt.com www.conmetall.de www.einhell.com www.kwb.eu www.positecgroup.com www.proxxon.com www.ryobitolls.eu www.blackdecker.com www.steinel.de www.suki.com www.wiha.com www.wolfcraft.com Nummern der Geräte mit den Regalplätzen übereinstimmen. Ein Durcheinander dürften zumeist Kunden verursachen, aber es gibt auch Produkte, zu denen kein Ausstellungsgerät existiert. Höchstwahrscheinlich halten sich die Verkäufe dieser Geräte in Grenzen. Bosch ist einer der Hersteller, der dem Handel schon seit einigen Jahren ein Shop-in-Shop-System anbietet. Firmen erhalten (oder mieten) Fläche, auf der sie ihre Waren präsentieren und gegebenenfalls mit eigenem Personal an den Verbraucher bringen. Zur signifikanten Unterscheidung der verschiedenen Hersteller dienen meist die Firmenfarben. So gibt es dunkelgrüne, orangefarbene, rote und hellgrüne Bereiche beim Elektrosortiment. Zuweilen werden die Bereiche im Baumarkt aber auch so zusammengeführt, dass etwa bei den Kunden falsche Erwartungen geweckt werden. Das ist der Fall, wenn etwa eine vierteilige Deckenblende über einem Präsentationstisch zwei Hersteller zusammenführt, die damit werben, dass ein Akku auf alle Geräte passt und dabei der Eindruck entsteht, die Systeme der beiden Firmen seien untereinander kompatibel. Außerordentlich attraktiv wirkt die Möglichkeit, verschiedene Geräte nicht nur anzufassen, sondern auch auszuprobieren. Hierbei kann mit den Werkzeugen einer Firma an einer fest installier- Hand- und ElEktrowErkzEugE Neue Produkte aus dem Sortiment Der Multischleifroller Batavia Maxi-Roll eignet sich für glatte, unebene sowie gewölbte Oberflächen und bietet eine variable Drehzahlvorwahl für diverse Materialien wie Holz, Metall und Kunststoff. Die mit einem bürstenlosen E-Motor ausgestatteten Akku-Bohrschrauber PSR 18 LI-2 Ergonomic und PSB 18 LI-2 Ergonomic von Bosch sind leichter und kleiner als herkömmliche Akku-Geräte. Geräte-Achse und die Griffmulde liegen auf einer Linie, das sorgt für optimale Kraftübertragung. ten Theke in eine Stein-, Spanholz oder Leimholzplatte gebohrt oder gesägt werden. Auffällig sind auch große beleuchtete Displays, die an Werbetafeln an Bushaltestellen erinnern, unter denen ein großer Breitwandbildschirm Produkte und Neuheiten eines Herstellers wie in einem Katalog aufbereitet. Das wirkt sehr edel, dennoch fragt man sich, welcher Sinn sich dahinter verbirgt, wenn die Werkzeuge als Aussteller zum Anfassen direkt danebenstehen. Im schlimmsten Fall kann der Kunde dort erkennen, welche Neuheiten im Markt nicht vorhanden sind. Foto: Batavia Foto: Steinel Das Univeraldisplay aus Pappe von Suki eignet sich dauerhaft für die Kassenzone, die Dekorationsabteilung oder die Baustoffabteilung. Es wird als variabel, individuell und stabil für Werkzeuge, Eisenwaren oder Sortimentsgruppen beworben. Das Heißluftgebläse HL 2020 E von Steinel ist mikroprozessorgesteuert und bietet bei 2.200 W eine in drei Stufen verstellbare Luftmenge an. Die Temperatur wird in 10°-Schritten zwischen 80 und 630 ° eingestellt. Fazit Neben der üblichen haptischen Kundenansprache, bei der Aussteller angefasst werden können, scheinen bei modernen Präsentationen visuelle Reize im Umfeld sowie praktisches Ausprobieren neue Impulse zu setzen. Hierbei gilt es, die Konzepte möglichst durchdacht umzusetzen und die einzelnen Bereiche entsprechend zu pflegen. GK ? Digitalangebot Eine Marktleiterumfrage zum Thema finden Sie im digitalen Magazin. Zugang über: baumarktmanager.de Foto: Suki Foto: Bosch

54
Anbieter-News ? Die Leifheit AG hat im Geschäftsjahr 2015 einen Konzernumsatz von 231,8 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 5% gegenüber 220,7 Mio. Euro im Vorjahr und übersteigt damit das gesetzte Wachstumsziel von 4%. Europa bleibt weiterhin Wachstumstreiber in den beiden Segmenten Marken- und Volumengeschäft. In Deutschland erzielte der Konzern ein Umsatzplus von 3,9%, in Zentraleuropa sogar einen Zuwachs von 7,7%. Wie im Vorjahr entwickelten sich die Märkte Russland und Ukraine weiterhin rückläufig. ? Die Firma Fackelmann hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 380 Mio. Euro erzielt. Das ist ein Plus gegenüber Köpfe dem Vorjahr von 11%. Das Hersbrucker Unternehmen ist mit seinen 750 Mitarbeitern weltweit aktiv. Der Umsatzanteil im Heimatmarkt Deutschland beträgt 30%. Hier wurde der Umsatz um 4% gesteigert. Besonders positiv hätte sich das Segment Badmöbel mit einem Plus von 20% entwickelt. ? Der Rat für Formgebung | German Design Council hat mit dem German Brand Award einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der wegweisende Marken, nachhaltige Markenkonzepte und Markenmacher prämieren soll. Wenn es um Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge geht, zählen 30% der Deutschen Bosch zu ihren Lieblingsmarken; unter den Männern sind es sogar 39%. Das ist laut Rat für Formgebung das Die Hallenfläche wurde auf 13.800 qm ausgebaut. Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage, die vom Marktforschungsinstitut Forsa durchgeführt wurde. ? Der Hersteller Wolfcraft betreibt neben seinen beiden Werken in Deutschland eine moderne Produktionsstätte in der Slowakei, in Male Dvorniky. Dort wurden nun 4,5 Mio. Euro investiert, um für die Anforderungen der stetig wachsenden Nachfrage auch langfristig gerüstet zu sein. Die bisher nur geleaste Produktionshalle wurde gekauft und erweitert. Die Hallenfläche wurde von 10.000 auf 13.800 qm ausgebaut. Durch die Umstellung auf ein Schmalganglager konnte die Lagerkapazität mehr als verdoppelt werden. Wir trauern um unseren Gesellschafter und lieben Kollegen Foto: Wolfcraft Stephan Engster Christoph Bender ? Nach acht Jahren als Geschäftsführer beim Sanitärhersteller Sanitop Wingenroth verlässt Stephan Engster Ende März das Unternehmen. Nun soll mit dem Ostwestfalen Christoph Bender ein ausgewiesener Vertriebsprofi aus der Dienstleistungs- und Finanzbranche die Vertriebsverantwortung für das DIY-Geschäft übernehmen. Christoph von Oertzen ? Christoph von Oertzen ist seit dem 1. Januar 2016 als Sales Director DACH, USA, Asien und E-Commerce bei der Leifheit AG tätig. Gemeinsam mit Thomas Grein, Sales Director West- und Nordeuropa, und Marek Tomaszewski, Sales Director Osteuropa, wird Christoph von Oertzen zukünftig für die Vertriebsaktivitäten des Markengeschäfts der Leifheit AG verantwortlich sein. RichaRd TReude 1956–2016 der uns viel zu früh verlassen hat. Schweren Herzens nehmen wir Abschied und möchten ihm auf seinem letzten Weg nochmals Danke sagen – für so viel Engagement, Loyalität und Hilfsbereitschaft. Seine Kompetenz, Erfahrung und Kollegialität haben unsere Entwicklung maßgeblich geprägt. Wir alle verlieren einen wunderbaren Menschen. Er wird uns fehlen. Unser Mitgefühl gilt besonders seiner Familie. Wir trauern mit ihnen. Wir werden ihn stets dankbar in guter Erinnerung behalten. Aufsichtsrat, Geschäftsleitung und Mitarbeiter eMV-PROFi 3/16 51

55
Das digitale Gate INTERNETFÜHRER Baumarktbranche Der INTERNETFÜHRER für die Baumarktbranche enthält die Websites branchenrelevanter Zulieferer und Dienstleister. Nach Warengruppen geordnet werden die Einträge sowohl in „baumarktmanager“ als auch online unter www.baumarktmanager.de – hier mit einer entsprechenden Verlinkung – veröffentlicht. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an: Verlag Siegfried Rohn GmbH & Co. KG, Anzeigenverkauf, Tel. 0221 5497-265. Autozubehör Baumaterial/Baustoffe Elektrowerkzeugzubehör www.motorist-online.de Baumaterial/Baustoffe Gutta Werke GmbH www.gutta.com www.mem.de www.sarei.de www.ultrament.de Dienstleistungen Merchandising, Disposition, Warenverräumung, Umbauten Telefon 07131?/?79 79 00 info@gmv-absatzservice.de www.gmv-absatzservice.de www.wm-sales.support www.baumarktmanager.de …immer das passende Zubehör für ihre Maschine! welcome@kwb.eu ? www.kwb.eu Farben/Lacke/Lasuren Alpina Farben GmbH www.alpina-farben.de info@alpina-farben.de Dyrup GmbH, www.bondex.de www.bondex.de info@bondex.de www.meffert.com info@meffert.com Brillux, 48005 Münster info@schoener-wohnen-farbe.com www.schoener-wohnen-farbe.com www.schulz-farben.de 52 3/16

56
Garten Malerwerkzeuge Raumausstattung/ Innendeko World of Fire and Nature Gartenkamine, Grills und Feuerstellen www.buschbeck.de Gerüste und Leitern www.hailo.de Nespoli Deutschland GmbH info@nespoligroup.de www.nespoligroup.com Ordnungssysteme Parkett/Laminat/ Zubehör www.saarpor.de www.krause-systems.de Handwerkzeuge Wir leisten mehr We offer you more www.fnprofile.com Trittschalldämmbeläge www.nmc-deutschland.de www.motorist-online.de Sanitär …immer das passende Werkzeug! welcome@kwb.eu ? www.kwb.eu Logistik DACHSER DIY-Logistics E-Mail: diy-logistics@dachser.com Internet: www.dachser.de POS-Gestaltung www.kreienbaum.de POS-Medien Steigern Sie den Abverkauf Ihrer Produkte durch leistungsstarke POS-Medien von Permaplay Media Solutions www.permaplay.de Tel.: +49 (0) 2581 7 88-0 www.sanitop-wingenroth.de Online www.markt-in-gruen.de Ad Permaplay 93x69.indd 1 30.04.2014 22:49 3/16 53

57
einkaUf Unternehmen Ciret Vollständige Neuaufstellung Der europäische Marktführer für Malerwerkzeug präsentiert sich anlässlich der Messe Farbe mit einem komplett neuen Produkt- und Kommunikationsauftritt. Der Geschäftsführer der Ciret GmbH, Roland Skibbe, erklärt, was es mit der Neuaufstellung auf sich hat. Warum hat sich Ciret neu ausgerichtet? Der Markt ist anspruchsvoller geworden. Die Baumarktszene hat sich verändert. Einige große Player im Markt wie Praktiker/Max Bahr, Baumax sind weggefallen und andere sind durch Standortübernahmen größer geworden. Auch wir haben mit der Fusion von Storch und Ciret unsere Strategie neu definiert. Zudem hat sich das Farbangebot der Industrie verändert und stellt Anforderungen an die Verarbeitung. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang das Verbraucherverhalten. Die Themen Convenience, Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger. Das natürliche Farbspektrum 54 3/16 Roland Skibbe, Geschäftsführer der Ciret GmbH Foto: Ciret Welche Veränderungen hat es konkret gegeben? Wir haben in den letzten Jahren systematisch das Produkt-Know-how der Storch-Ciret-Gruppe auf den DIY-Geschäftsbereich Color Expert übertragen. Damit öffnen wir dem Endverbraucher den Zugang zu Malerwerkzeug mit Profianspruch. Auf der Messe Farbe in München stellen wir mit einem komplett neuen Sortiment die ersten Früchte unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit vor. Was bedeutet das für die Produkte? Bisher wurden zur Verarbeitung von lösemittelhaltigen Lacken und Lacken auf wasserlöslicher Basis jeweils unterschiedliche Pinsel und Farbroller angeboten. Mit unseren neuen 2-in-1-Produkten UniStar Foto: Color Expert und EvoStar haben Sie jetzt Werkzeuge, die für alle Lackarten geeignet sind. Wie wirkt sich die Neuausrichtung vor Ort im Markt aus? Für eine selbstbedienungsgerechte Führung am Regal haben wir mit Endverbrauchern zusammen ein System entwickelt, das eine Hilfe beim Kauf darstellt. Letztlich fanden wir heraus, dass der Anwender die Beschaffenheit des Untergrunds im Kopf hat. Daher ist es ihm wichtig, das richtige Werkzeug für glatten, rauen oder groben Untergrund zu finden. Die unterschiedlichen Qualitätsstufen Basic, Standard und Premium wurden dem System zugeordnet und auf das Regal übertragen. Streichen ist aber nur ein Arbeitsschritt Ja, zur besseren Orientierung des Endverbrauchers haben wir die anderen Arbeitsschritte Abkleben, Schützen, Untergrund vorbereiten und Materialauftrag farblich unterschiedlich gekennzeichnet. Diese farbliche Kennzeichnung wird in das Regal übertragen, in dem die Produkte den jeweiligen Bereichen zugeordnet werden. Profitiert der Baumarkt von dem neuen Leitsystem? Ja. Hierbei können wir auf unsere Studien zurückgreifen. Ein besser durch das Gesamtsortiment geführter Kunde kauft fast immer höherwertiger und auch bis zu 15% mehr, da er immer das gesamte Gewerk vor Augen hat. Wann wird es das neue Sortiment auf der Fläche im Markt geben? Zur Farbe findet die große Kommunikation nach außen statt und im Sommer sollten die Produkte zu kaufen sein. Red/Ex ?

58
Nespoli Innovation und Nachhaltigkeit Mit dem Markteintritt vor 15 Jahren hat für die italienische Firma Nespoli die Expansion in Deutschland begonnen. Inzwischen geht es nicht mehr nur um qualitativ hochwertige Produkte, sondern auch um Ökologie und Nachhaltigkeit. Grafik: Nespoli Der Innovationsphilosophie der Nespoli Group liegt eine profunde Markterkenntnis zugrunde. Die Innovationskonzepte werden auf drei Hauptkriterien untersucht: Leistungsfähigkeit, einfache Anwendung und Nachhaltigkeit. Die Nespoli Group ist einer der führenden Anbieter in Europa für Malerwerkzeuge und produziert darüber hinaus Produkte für die mechanische Haushaltsreinigung, Spezialwerkzeuge, Sprühlacke und Wachse/Öle. Eine Besonderheit stellt die Entwicklung und Produktion des eigenen Maschinenparks dar. Durch diesen Vorteil entsteht neben vielen innovativen Produkten auch eine große Anzahl an Patenten. Auf der Fachmesse Farbe, Ausbau und Fassade in München wird Nespoli neben weiteren Innovationen zwei neue Produktentwicklungen zeigen, die dem Anwender eine clevere Lagerung des Werkzeugs auch bei längeren Arbeitspausen erlauben. Zum einen wird bei der sogenannten neuen FreshBox 48 der Pinselkopf für mindestens 48 Stunden vor dem Austrocknen bewahrt. Die praktische Box dient auch als hochwertige Verkaufsverpackung. Die zweite Innovation ist die Rollmatic-Aufbewahrungsbox, die die sichere Aufbewahrung der Farbwalze bis zu drei Wochen ermöglicht. Die Farbwalze ist Teil des bereits 2013 vorgestellten Farbrollerwechselsystems Rollmatic. Partner des Handels Eigenen Angaben zufolge gilt Nespoli für den Handel als ein zuverlässiger und flexibler Partner. Die Kommunikations- und Marketingkonzepte sind abgestimmt auf das jeweilige Farbensortiment der Handelskette. Der Hersteller sorgt dafür, dass sich der Handelspartner durch Eigenmarkenkonzepte in der Kundenansprache klar differenzieren kann. Die Produktion „made in Germany and Europe“ kann schnell und flexibel reagieren und Eigenmarken nicht nur über das Label darstellen. In Zusammenarbeit mit dem Händler entstehen eigens für dessen Marke konzipierte Griffe, Farbrollerbezüge und weitere exklusive Ausstattungsmerkmale. Außerdem gewährleistet die enge Zusammenarbeit mit der Farbenindustrie und dem Profihandwerk eine optimale Symbiose von Farben und Werkzeugen. Art und Ort der Produktion bieten neben flexibleren Reaktionszeiten auch den Vorteil, kundenindividuell und in kleineren Chargen zu produzieren und logistisch sinnvolle Losgrößen anbieten zu können. Eine besondere Herausforderung der vergangenen Jahre war die Einführung der VOC-Verordnung bei Lacken, die den Einsatz von Lösemitteln in der Farbe massiv beschränkt. Die Farbenindustrie hat daraufhin eine neue Generation an Lacken und Farben entwickelt, die die Anforderungen an das Werkzeug vollständig verändert haben. Im Bereich der Pinsel setzt Nespoli auf eigenproduzierte Filamente mit dem Namen Fillpro, die den Vorteil herkömmlicher Naturborsten mit den positiven Eigenschaften von synthetischer Kunstfaser vereinen. Diese Filamente sind Ergebnis einer mehrjährigen Entwicklung. Die mehr als 40 m lange Maschine stammt aus der Ideenschmiede der Nespoli Group. Die Produktion ist umweltfreundlich und erfolgt nicht, wie bei vielen anderen Kunstfasern, durch eine chemische, in Europa nicht zulässige Verarbeitung. Ökologisch ausgerichtet Überhaupt spielen Themen wie Umweltund Verbraucherschutz sowie schonender Umgang mit Ressourcen bei Nespoli eine wichtige Rolle. Bei der Auswahl von Rohstofflieferanten wird darauf geachtet, dass auf verantwortungsbewusste Quellen zurückgegriffen wird. Die Nespoli Group ist in allen Fertigungsstätten FSC-zertifiziert. In der Zwischenzeit kann der Großteil aller Produkte mit Holzanteil in 100% FSC-Qualität angeboten werden. Dafür wird überwiegend europäische Buche eingesetzt, die aus vorbildlicher und nachhaltiger Waldwirtschaft stammt und ausschließlich in Europa wächst. Im Bereich Kunststoff setzt Nespoli auf den Wertstoff Procyclen aus dem Hause Interseroh. Das Kunststoffgranulat wird durch ein spezielles Recyclingverfahren aus Hausmüll gewonnen. Jetzt entstehen aus Joghurtbechern und sonstigen Kunststoffabfällen ansprechende, umweltfreundliche Produkte wie Farbwannen und Abstreifgitter oder auch Haushaltsprodukte wie Kehrund WC-Garnituren. Nespoli wird dem Handel Produkte aus Procyclen als logische Konsequenz künftig mit der Auszeichnung Blauer Engel anbieten können. RED ? 3/16 55

59
Neue Produkte So läuft's wie geschmiert: Gartengeräte lieben „Super Plus“ Das ultimative Universaltalent für Ihre Geräte sollte in keinem Hobbygärtnerschrank oder Heimwerkerregal fehlen: Das Caramba Super Plus Premium Multiöl punktet mit Vierfachwirkung – als Rostlöser, Schmiermittel, Reiniger und Korrosionsschutz pflegt und schützt es maximal. Rost wird gelöst, korrodierte Muttern und Schrauben werden gelockert und ein Schutzfilm verhindert erneute Korrosion. Nebenbei schmiert und pflegt das vielseitige Spray bewegliche Metallteile und stoppt lästiges Knarren und Quietschen. Aber auch präventiv leistet das Öl Erstaunliches. Es verhindert Kriechströme und beugt Fehlfunktionen und Funktionsausfällen vor. Als Reiniger bewährt sich der Alleskönner, indem er im Nu Öl, Fett und Harzrückstände beseitigt. www.caramba.eu Filament-LEDs in matt und klar Die neuen LED-Filament-Lampen von Lightme sind von Glühund Halogenlampen kaum zu unterscheiden. Das Sortiment umfasst warmweiß (2.700 Kelvin) leuchtende E27-Classic-, E14- Tropfen- und -Kerzenmodelle mit klarem und mattem Glas von 250 bis 1.055 Lumen. Eine Klarglas-Classic mit 810 Lumen ist dimmbar. Hinzu kommen Kopfspiegellampen und eine goldgelb leuchtende Vintage-LED mit 2.500 Kelvin. Die Lampen erfüllen die Effizienzklassen A+ oder A++. Auf der Light + Building in Frankfurt (13.–18.03.2016) ist Lightme bei IDV in Halle 4.1 Stand H70 ausgestellt. www.lightme.eu 56 3/16 Tapetentrend 2016: Unbeschwerter Ethno-Chic Voyage ist wie eine Reise durch Farben und Formen fremder Kulturen. Klassische Folkloremuster präsentieren sich in modernem Gewand. Der Reiz des Exotischen kombiniert mit ursprüng lichen Traditionen und Handwerkskunst sorgt für Behaglichkeit und Ästhetik. Kombiniert mit dezentem Glanz und schicken Metalliceffekten erzeugen die Designs einen aktuellen Ethno-Chic, der nicht nur zum Vintage- oder zum natürlichen Wohnstil passt. Selbst puristische Einrichtungen erhalten so einen besonders individuellen Touch. www.erismann.de LEDs mit jedem Lichtschalter dimmen Die LED-Lampen Megaman 3-Step-Dimming werden mit jedem normalen Lichtschalter gedimmt; ein extra Dimmer ist nicht erforderlich. Das Licht kann von 100% Helligkeit auf 60 und 20% heruntergedimmt werden. Der Lichtschalter wird ein- und ausgeschaltet, bis das gewünschte Helligkeitsniveau erreicht ist. Die 3-Step-Dimming-LEDs gibt es als E27 Classic mit 810 Lumen (60-W-Ersatz) und als E14-Tropfen mit 470 Lumen (40-W-Ersatz). Auf der Light + Building in Frankfurt (13.–18.03.2016) ist Megaman in Halle 4.1. Stand H70 vertreten. www.megaman.de

60
Corporate Publishing Neueste Produktentwicklungen Nespoli bietet gleich zwei innovative und clevere Lösungen an, damit Malerwerkzeug nicht austrocknet. Bei der neuen FreshBox48 wird der Pinselkopf für mindestens 48 Stunden vor dem Austrocknen bewahrt. Die praktische Box dient auch als hochwertige Verkaufsverpackung. Mit Rollmatic ist dem Produzenten eine bahnbrechende Innovation gelungen. Die Markteinführung des neuen Farbrollerwechselsystems wird zeitnah erfolgen. Das patentierte Verfahren basiert auf einem innovativen, automatischen Mechanismus, der die Farbwalze durch einfachen Druck vom Farbrollerbügel löst. Die Hände bleiben sauber und die Rollmatic-Aufbewahrungsbox schützt die Farbwalze in einer Arbeitspause bis zu drei Wochen vor dem Austrocknen. www.nespoligroup.com Neue Designtürstopper „Steel“ Sie sind zeitlos schön im Design und funktionell bei geringer Größe: Die Serie „Steel“, drei neue Designmodelle aus der Türstopperkollektion von Wagner, machen sich gut in Haus und Büro. Ihr formschöner Korpus in gebürsteter Edelstahloptik ist mit einem stabilen Prallschutz kombiniert, der Tür, Wand und Möbel wirksam vor Schäden schützt. Alle Varianten der neuen Designtürstopper-Serie „Steel“ sind ab sofort erhältlich – als Ergänzung der Türstopperkollektion von Wagner im Regal, als Seitenbehang und Zweitplatzierungsdisplay. www.wagner-system.de Ein Akku für alle! Die Akkus des 18-Volt-ONE+-Systems von Ryobi passen zu mehr als 40 Elektrowerkzeugen und Gartengeräten – so viele wie bei keinem anderen Hersteller. Das spart Geld und schont die Umwelt. Kunden können zwischen zusammengestellten Sets wählen oder sich ihr individuelles Paket selbst konfigurieren. Passende Akkus werden mit einer Kapazität von 1,5 bis 5,0 Amperestunden angeboten. Eine preiswerte Erweiterung des Geräteparks ist später jederzeit möglich, weil zusätzliche Werkzeuge ohne Akku und Ladegerät angeboten werden. Die Akkus selbst basieren auf modernster Lithium-Ionen-Technologie, ausgestattet mit Akkuladestandsanzeige, Überlastschutz und der Intellicell-Einzelzellenüberwachung für eine längere Lebensdauer und erhöhte Leistungsfähigkeit. www.ryobitools.eu Anzeige markt manager Folgen Sie baumarktmanager jetzt auf Twitter! www.twitter.com/baumarktmanager

61
messe Heimtextil Fotos: Mau Viele Tapetenhersteller arbeiten mit einem Testimonial zusammen. Barbara Becker (li.), hier mit Dr. Frederik Rasch, hat in der Branche inzwischen ein bekanntes Gesicht. Start ins Messejahr Die Heimtextil hat bereits eine 40-jährige Tradition. Auch in diesem Jahr ist in Frankfurt wieder der Mittelpunkt für die Wohntextil- und Tapetenindustrie. Während viele Hersteller auf prominente Unterstützung für die Vermarktung ihrer Produkte setzen, geht ein Produzent nun einen anderen Weg. A.S. Création setzt bei dieser Heimtextil andere Akzente: Die Gummersbacher präsentierten u. a. die neue Tapeten- Akademie. 58 3/16 Die Heimtextil in Frankfurt am Main, internationale Leitmesse für Wohnund Objekttextilien, verzeichnete 2016 ein Aussteller- und Besucherplus. Über 69.000 Fachbesucher (2015: 67.861) und 2.866 Aussteller (2015: 2.723) aus aller Welt reisten vom 12. bis 15. Januar nach Frankfurt, um gemeinsam in ein wirtschaftlich aussichtsreiches Geschäfts- und Messejahr 2016 zu starten. Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, zeigt sich sichtlich zufrieden: „Die gesamte Welt des textilen Interior Designs war in Frankfurt zu Gast, das Plus bei Ausstellern wie auch Besuchern spricht für sich. Dabei zeigte sich, dass die positiven Wirtschaftsindikatoren die Gespräche zwischen den Anbietern und Einkäufern beflügelt haben. Die Heimtextil bestätigte damit eindrucksvoll ihre Position als weltweiter Branchentreffpunkt Nummer eins.“ Martin Auerbach, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Heimtextilien-Industrie, bestätigt: „Die Heimtextil 2016 hat bei uns einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Der selbstbewusste Auftritt unserer Mitglieder ist ein positiver Indikator für das Geschäftsjahr 2016. In vielen Gesprächen zeigten sich sowohl Aussteller als auch Besucher sehr zufrieden.“ Cristobal Montero Álvarez, Einkäufer bei Europas größter Warenhauskette El Corte Inglés, die auch verschiedene Baumärkte auf der berischen Halbinsel betreibt, unterstreicht die Bedeutung der Heimtextil aus Sicht des internationalen Handels: „Die Heimtextil ist für uns seit vielen Jahren die wichtigste Messe, wenn es um den Einkauf von Heim- und Haustextilien geht. Keine andere Messe bietet eine so internationale Ausstellervielfalt. Qualität und Preis der Anbieter auf der Heimtextil überzeugen uns. Besonders aufgefallen sind uns in diesem Jahr die neuen technischen Lösungen im Bereich Sonnenschutz.“ Was Wohntextilien angeht, waren für den Baumarktbereich insbesondere die Präsentationen von Albani, Schöner Wohnen und Gardinia hervorzuheben. Bei den Gardinen hält der Trend zum Digitaldruck an, außerdem dominieren florale Dessins hier die Szenerie. Im Bereich der Tapeten sind u. a. die Hersteller A.S. Création, Erismann, Marburger, Pickhardt & Siebert sowie Rasch vertreten. Auffällig ist, dass viele Tapetenhersteller mit einem Testimonial zusammenarbeiten, um ihre Kollektionen zu vermarkten. Rasch kooperiert bereits seit einigen Jahren mit Barbara Becker, Marburger mit der Deutschrock-Ikone Nena und Pickhardt & Siebert neuerdings mit dem Designer Guido Maria Kretschmer. A.S. Création arbeitet zwar auch mit namhaften Designern zusammen wie Lars Contzen und Michael Michalsky, das Gummersbacher Unternehmen stellt in Frankfurt jedoch seine neue Tapeten- Akademie in den Vordergrund. In Zusammenarbeit mit der IHK zu Köln bietet A.S. Création seit dem 1. Januar ein praxisnahes Seminarprogramm an, das von den Absolventen mit einem IHK-Zertifikat abgeschlossen werden kann. Eine sehr interessante Form der Weiterbildung von Verkäufern in den Baumärkten, weshalb die ersten beiden Seminartermine bereits ausgebucht sind. MAU ?

62
Corporate Publishing Platz da! Die Kunst des Kombinierens Große Marke auf kleiner Fläche. Auf der Heimtextil präsentierte Schöner Wohnen-Kollektion, wie die Trends der Redaktion im Baumarkt auf kleiner Fläche inszeniert werden können. Die aufeinander abgestimmten Farben, Stoffe und Teppiche finden für die Freifläche auf einer und für die Wandplatzierung auf einer halben Europalette Platz und präsentieren die Welt von Schöner Wohnen auf einen Blick. Praktisch: Dank einer Geckofolie kann das inspirierende Raumbild auf der Präsentationsfläche rückstandsfrei abgezogen werden, damit man flexibel und schnell immer wieder neue Trends abbilden und auf Kollektionswechsel reagieren kann. Schöner wohnen und verkaufen leicht gemacht. www.schoener-wohnen-kollektion.de Trendige Dessins und Innovationen von Gardinia Zahlreiche Neuheiten bei der Heimtextil: Den Ombré-Trend bringt Gardinia mit Plissees in Grün, Orange und Taupe in den Handel. Die Klassiker Hahnentritt und Fischgrät werden mit dezenter Farbgebung neu interpretiert. Weiß, Hellgrau und Taupe geben nun den Ton an. Optimalen Blendschutz bieten die neuen Screenstoffe von Gardinia: Der Magic Screen ermöglicht eine gute Sicht nach draußen, verhindert das Aufheizen des Raums und trägt zu einer angenehmen Raumatmosphäre bei. Eine klare Linienführung mit einstellbaren Lamellen verbindet die verspannte Aluminiumjalousie Easy move. Sie benötigt keine Schnüre oder keinen Stab, denn sie wird einfach mit zwei Bedienschienen direkt am Fensterflügel bewegt. www.gardinia.de Feine Filter und aufregende Aufhängungen für die Schöner Wohnen-Kollektion Licht oder Schatten? Jalousie oder Rollo? Metall oder Holz? Liedeco weiß, wie man lästige Sonnenstrahlen geschickt lenkt. Gemeinsam mit den Redakteuren von Schöner Wohnen hat der Profi nun für die Schöner Wohnen-Kollektion Feines fürs Fenster entwickelt, des Trends aufnimmt, dabei aber zeitlos ist. Das Besondere der Produkte: Sie sind aufeinander abgestimmt, überraschen mit technischen Know-how und vielen Details. Besuchern der Heimtextil 2016 wurde die Kooperation der beiden Wohnprofis bereits vorgestellt. Zu sehen gab es zeitgemäß interpretierte Farben und Strukturen, neue Formen und überraschend intelligente Technik mit smartem Bedienkomfort. Sonnenschutz, der in jungen und modernen, klassischen und eleganten, sachlichen und dekorativen Wohnwelten die Dunkelheit dosiert. www.liedeco.de 3/16 59

63
messe Domotex 2016 Foto: MAU Amorim will die Kraft der Marke ab diesem Jahr auch in den Baumärkten nutzen. Alle wollen Schöner Wohnen Die Domotex war nach der Heimtextil die zweite bedeutende Branchenmesse in diesem Jahr. Zwei Bodenbelagshersteller zeigten sich dort als neue Lizenznehmer der Heimwerkermarke „Schöner Wohnen“ – mit ganz unterschiedlicher Strategie. 60 3/16 An den ersten beiden Messetagen waren „gefühlt“ weniger Besucher als üblich in den Messehallen unterwegs. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass in Hannover am Samstag der Winter heftig einsetzte und den Verkehr zum Teil stark beeinträchtigte. Die Deutsche Messe Hannover sprach in ihrem Abschlussbericht jedenfalls von „einem der besten Ergebnisse in der Geschichte der Domotex“. Offiziell verzeichnete die Veranstaltung 1.441 Aussteller aus 59 Ländern und 45.000 Fachbesucher aus mehr als 100 Nationen. Die Hersteller waren größtenteils guter Stimmung. Die Laminatproduzenten erleben zwar derzeit kein signifikantes Wachstum, allerdings ist das ein Zustand, an den sich die Branche schon seit einigen Jahren gewöhnt hat. Der Markt in Deutschland schrumpft leicht von 69 Mio. auf 66 Mio. qm verkaufter Laminatfläche. Dafür sind die Vinylböden, die unter der Bezeichnung LVT, also Luxury Vinyl Tiles, vermarktet werden, auf dem Vormarsch. Genaue Zahlen hierzu liegen aktuell noch nicht vor. Die Produzenten dieser Böden berichten jedenfalls von gleichbleibend hoher bzw. steigender Nachfrage. „Designfußboden“ ist ebenfalls ein Begriff, der im Zusammenhang mit dieser Produktgattung genannt wird. Hier beschreitet das Unternehmen Egger einen neuen Weg. Dem Holzwerkstoffhersteller ist es gelungen, auf Holz basierende Böden mit den Eigenschaften kunststoffbasierter Designfußböden zu vereinen. Die Deckschicht des Bodens besteht aber im Gegenteil zum Vinyl aus TPU, kurz für thermoplastisches Polyurethan. Dieses Material zeichnet sich laut Egger u. a. durch wesentlich umweltverträglichere Eigenschaften aus. In Sachen Designtrends gibt es von der Domotex nicht viel Neues zu berichten: Eichedesigns bieten nach wie vor eine beliebte Optik, hinzu kommen einige Böden im sogenannten Used Look. Bei dem reichhaltigen Ausstellungsangebot waren natürlich auch einige Produkte für die Baumarktbranche zu entdecken: Die Firma Hornschuch zeigte beispielsweise den ganz neuen Vinyldielenboden „click & joy“, mit dem die Weißbacher den Sortimentsbaustein „floor“ weiter ausbauen wollen. Der elastische Fußbodenbelag ist besonders leicht und schnell zu verarbeiten. Der österreichische Leistenhersteller FN Neuhofer hatte wieder einen ganzen Strauß an Neuigkeiten dabei. Digitaler Direktdruck und digitaler 3-D-Druck sind die Innovationen, mit deren Hilfe die Oberflächen von Leisten und Profilen gestaltet werden. Die Firma Selit hat sich in den letzten Jahren als der Anbieter von Verlegeunterlagen für verschiedenste Fußböden etabliert. In Hannover stellte der Hersteller die neue Selitpro-Familie vor. Mit der sogenannten Twinfoam-Technologie könnten Spitzenwerte in allen bauphysikalischen Parametern wie beispielsweise Trittschall und Belastbarkeit erzielt werden. Für Furore sorgte Amorim auf der Domotex. Der portugiesische Korkbodenhersteller kündigte auf der Messe an, als neuer Lizenznehmer von Schöner Wohnen noch in diesem Jahr eine neue Korkbodenserie unter diesem Label in den Markt zu bringen. „Die Kollektionsbestimmung ist noch nicht ganz durch“, erklärte Deutschlandgeschäftsführer Tomas Cordes, „das wird aber in den nächsten drei bis vier Wochen abgeschlossen sein. Ich denke, Ende April kann die Ware auf der Fläche sein“, äußerte sich Cordes optimistisch. Andere Wege geht der neue Schöner- Wohnen-Lizenznehmer Associated Weavers (AW). Nachdem im vergangenen Jahr der deutsche Teppichbodenhersteller Vorwerk die Schöner-Wohnen-Lizenz abgetreten hat, versuchen nun die Belgier ihr Glück damit, allerdings vermutlich mit einer ähnlichen Strategie wie die Hamelner. Auf Anfrage von baumarktmanager wurde erklärt, man beliefere keine Baumärkte – direkt. AW zieht es also vor, die Kraft der Marke Schöner Wohnen nicht auf der Großfläche zu nutzen. Dies sei eine strategische Entscheidung, so das Unternehmen. Das Unternehmen BHK zeigte in Hannover u. a. die Produktserie „moderna soleon“. Dabei wird mithilfe der sogenannten Wood-Powder-Technologie ein Gemisch aus Holzfasern, mineralischen Stoffen und Melaminharz unter Druck und Hitze mit einer HDF-Trägerplatte verpresst. So entsteht eine homogene und außerordentlich widerstandsfähige Oberfläche, die die besten Eigenschaften der Materialien Stein und Holz in sich vereint. MAU ?

64
markt select Der neue Digitalkiosk für die Baumarktbranche ist online! manager Ihr Vorteil: Sie wählen im Archiv genau die Themen und Beiträge aus, die Sie interessieren. Und stellen so Ihr ganz individuelles Fachmagazin zusammen. Das umfangreiche Archiv mit seiner intelligenten Suchfunktion unterstützt Sie so bei Mark trecherchen, Personen- und Produktsuchen, Wettbewerbsbeobachtungen und vielem mehr. Jetzt testen: 3 € geschenkt! baumarktmanager Beiträge Magazin Versand Mit vielen Gratis-Inhalten! select In nur drei Schritten zu Ihrer individu ellen baumarktmanager-Ausgabe. auswählen. bestellen. als Sofort-Download oder gedruckt per Post. Ihr Gutscheincode: ZB315A www.baumarktmanager-select.de #/16 61

65
MESSE ZEUS Hagebau fasst Smart Home als Gesamtsortiment im Bereich Lampen und Leuchten zusammen. Neuentwicklungen und Expansionsstrategien Zum 13. Mal präsentierte sich der Hagebau Einzelhandel Anfang Februar auf der Zeusmesse in Köln. Insgesamt versammelten sich 240 Lieferanten auf der 12.000 qm großen Ausstellungsfläche. Neben Neuentwicklungen in der Warenpräsentation als auch den unterschiedlichsten Verkaufstechniken gab es Einblicke in die Expansionsstrategien. Foto: Hagebau Rund 3.100 Besucher aus den Gesellschafterkreisen und der Fachbranche, fanden sich zur Zeusmesse in Köln ein. Die Hagebau-Gruppe nutzte die Gelegenheit und stellte unter den Eigenmarken Casaya, Renova und Gartenkrone zwölf neue eigene Markenprodukte vor. Besonderes Augenmerk legte das Unternehmen auf die Living-Megatrends. Mit der Eigenmarke Mr.-Gardener-Grillshop, entwickelte die Hagebau ein neues Erlebniskonzept für die Vertriebsschiene Grillen. Eigenmarkengrills und Zubehörsortimente werden künftig auf einer Fläche zusammengeführt. Hierfür wird ein neuer Verkaufsbereich geschaffen. In der Abteilung Lampen und Leuchten präsentierte die Hagebau das Konzept des smarten Wohnens. Neben einzelnen Smart-Home- 62 3/16 Lösungen für Rollläden, Heizungsventile und Unterhaltungselektronik fasst das überarbeitete Elektro-Segment auch alle intelligenten Digitalprodukte zusammen. Hier bot das Unternehmen nicht nur einfache Plug-and-Play-Lösungen, sondern auch vertiefende Kompetenzartikel an. Eine weitere Neuheit die die Zeusmesse bot, war die Erweiterung der Haushaltswarenabteilung. Das Sortiment ergänzte die Hagebau sowohl um die Kernthemen Reinigen und Storage als auch um kleine Haushaltshelfer. Richtungsweisend in die Zukunft Neben den Messeneuheiten sprach das Unternehmen über ihre Zahlen und seinen Expansionskurs. 2015 konnte die Hagebau ihren Nettoumsatz um 0,4% auf 6,09 Mrd. Euro steigern. Weitern Wachstum verspricht sich das Unternehmen 2016, durch den Ausbau der Märkte in Deutschland, das Digitalgeschäft sowie die Stärkung des internationalen Marktes. Im Bereich der Hagebaumärkte folgen insgesamt neun Neueröffnungen. Zusätzlich sucht die Kooperation weiter eigene Gesellschafter, die die restlichen 15 HEV- Märkte (Heimwerkermarkt Verwaltungs GmbH) im Großraum München übernehmen. Denn im November 2015 kaufte das Unternehmen die 17 HEV-Märkte und Anfang 2016 konnten bereits zwei an Gesellschafter veräußert werden. Die grundsätzlichen Strategien erklärt Kai Kächelein, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing: „Ein wichtiger Aspekt, um dem veränderten Kaufverhalten Rech-

66
nung zu tragen, ist die ständige Modernisierung und Überarbeitung unserer Verkaufsflächen. Die schwindende Kundenanzahl durch seltenere Besuche in den Verkaufsstätten muss durch innovative Flächenkonzepte und ein flächendeckendes Cross-Channel-Erlebnis in unseren Märkten entgegengewirkt werden.“ Dies gilt sowohl für die Großfläche als auch für das Kleinflächenkonzept Werkers Welt. Hier eröffnet Hagebau im März seinen 100. Markt in Walterhausen. Auch hier wurde Sortimentsstrukturen optimiert. Künftig gibt es noch mehr nahversorgerrelevante Produkte wie etwa Kfzund Fahrradzubehör, eine Holzabteilung mit Leimholz, Möbelbauplatten oder Bauholz. BHB-Kundenservicepreis Onlinehandel noch zu schwach Ein Wachstumsfeld, das noch verstärkte Zuneigung benötigt, ist der Onlinehandel, egal ob es sich nun um den Hagebau oder den Werkers-Welt-Onlinemarkt handelt. Denn der Anteil am Gesamtumsatz des Onlinehandels beträgt im Moment nur 2%. Die Kooperation will diesen aber bis 2020 auf 5% erhöhen. Sicher ist, dass das Joint Venture mit Otto bei der Umsetzung der Onlineshops weiter bestehen bleibt, so Kächelein. Zusätzliche Erweiterungen erfährt der grüne Bereich der Hagebau. Gartenund Motoristensparten werden ausgebaut und 2017 eröffnet ein solitärer Floraland-Standort. Zudem nehmen Floraland-Standorte Werkstätten für den Service von motorisierten Gartengeräten auf. Aktuell existieren bereits sieben von den vorerst zehn geplanten Märkten. International hat die Kooperation klare Pläne. In Österreich übernahm die Gruppe sieben ehemalige Baumax-Standorte. Fünf eröffneten bereits als Hagebaumärkte, die restlichen folgen im Laufe des Jahres. Doch nicht nur Österreich ist Ziel der Expansionspolitik, auch die Niederlande gehören dazu. Zum 1. Februar trat die BMN Bouwmaterialen B. V. als neue Gesellschafterin der Hagebau-Gruppe bei. Die rund 15 km südlich von Utrecht gelegene Firmenzentrale ist mit über 80 Standorten in den gesamten Niederlanden im Baustofffachhandel aktiv. Einzelhandel betreibt die Gruppe bis dato nicht. FF ? Erfurt mit neuer Frische In der letzten Ausgabe von baumarktmanager wurde über die Nominierten des BHB-Kundenservicepreises berichtet und in welchen Kategorien sie sich beworben haben. Nun kommt ein neuer Teilnehmer hinzu, der von der Jury des Kundenservicepreises nachnominiert wurde. Foto: Erfurt Neuer Look des Tapetenherstellers Erfurt Der Tapetenhersteller Erfurt bewarb sich neben Sakret, Kreienbaum und Fischer für den Bereich strategisches Gesamtmarketing. Das Unternehmen stellte in seinem Konzept den Markenrelaunch 2016 für den DIY-Bereich vor. Ziel ist die Modernisierung der Marke, die Konzentration auf Kernkompetenzen, die Erhöhung des Produktbekanntheits- und -verwendungsgrades als auch die Vereinfachung und Steigerung der Sortimentsstruktur und -kompetenz. Die bisherige Sortimentsstruktur wurde von zehn auf sieben Produktgruppen reduziert und es wurde eine Farbcodierung zur leichteren Identifikation gewählt. Das neue Tapetensortiment, Vliesfaser Maxx, bekam eine einheitliche Produktbezeichnung. Die Kartonagen wurden überarbeitet und neue Labels zur Aufmerksamskeitsverstärkung entwickelt. Für den POS wurde eine neue Palettenpräsentation entwickelt, sie bekam einen modernen Anstrich. Der neue Markenauftritt wurde durch Keyvisuals, Bewegtbild und Anzeigensujets unterstrichen. Zudem optimierte Erfurt sein Logo für das Web und im Netz präsentierte sich das Unternehmen durch einen neuen Auftritt der Website. Der neue Webauftritt besitzt ein Responsive Design und wurde zudem SEO-optimiert. Start der Umsetzungsstrategie war Juni 2015. ? 3/16 63

67
MESSE CHRISTMASWORLD Christmasworld lockt Aussteller und Besucher Die Messe Christmasworld verzeichnet ein Aussteller- und Besucherplus. Viele – auch internationale Einkäufer für die Baumarkt- und Gartenbranche – waren in Frankfurt. Neu: ein Markt für frische Blumen und Pflanzen. Das Thema Weihnachten zieht Aussteller wie Besucher kräftig an. Zur Messe Christmasworld reisten mehr als 37.000 Besucher aus 114 Ländern nach Frankfurt am Main. Darunter fast 22.000 aus dem Ausland. Dies entspricht einem Plus von 3,5%. Insgesamt präsentierten 966 Aussteller aus 45 Ländern ihre Produktneuheiten – ein Zuwachs von 6% verglichen mit dem Vorjahr. „Die Christmasworld ist mit mehr Ausstellern und einem abermals deutlichen Besucherplus ein absolut zuverlässiges Zugpferd der internationalen Dekobranche für die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Sie positioniert sich klar als Leitmesse für Dekoration und Festschmuck für alle Marktteilnehmer“, so Geschäftsführer Detlef Braun. Die Aussteller waren mit dem Messeverlauf zufrieden, wie die Ergebnisse der Ausstellerbefragung offenbaren. 78% der Aussteller zeigen sich außerordentlich zufrieden bis zufrieden mit der Erreichung ihrer Messebeteiligungsziele. Außerdem gaben die Befragten sehr gute Noten für die Besucherqualität, die Anzahl der Neukontakte und die Erreichung unterschiedlicher Besucherzielgruppen sowie für das Orderverhalten Strahlende Gewinner bei der Aktion „Bester Vor weihnachtlicher Gartenmarkt“ 64 3/16 Fotos: Messe Frankfurt während der Messe. Hamid Yazdtschi, Geschäftsführer Gilde-Gruppe: „Der Vorteil der Christmasworld liegt in ihrer punktuellen Ausrichtung auf Weihnachten und Feste. Die Facheinkäuferstruktur stimmt: Wer kommt, der ordert.“ Auch die Besucher mögen die Messe. 95% der Befragten geben an, dass sie ihre Messebesuchsziele erreicht haben. Das größte Interesse der Fachbesucher aus aller Welt lag mit 64% auch in diesem Jahr bei der Weihnachtsund Adventsdekoration, gefolgt von der saisonaler Dekoration und Geschenke (43%), Floristenbedarf und Gartendekoration (25%) sowie Visuelles Merchandising und Licht (24%). John Herbert, Geschäftsführer der European DIY-Retail Association (Edra), bestätigt die Attraktivität der Messe für Händler aus dem Ausland: „Jedes Jahr kommen mehr Einkäufer für Baumärkte und große Verbrauchermarktketten aus dem Ausland nach Frankfurt. Hier finden sie die richtigen Anbieter, die deren großvolumige Nachfrage nach neuen Produkten bedienen können.“ Ganz neu auf der Christmasworld wurde ein Produktbereich für frische Blumen und Pflanzen eingeführt. Möbel- und Dekorationshandel sowie Floristen und Gartencenter konnten erstmals vorkonfektionierte Frischblumenprodukte direkt von den Blumenproduzenten ordern. „Kunden verlangen immer mehr nach einer fertig inszenierten Dekorationswelt – nämlich Deko und Pflanze kombiniert. Wir freuen uns, dass die Christmasworld stärker in diesen Bereich investiert“, sagt Dennis Bunnik, Geschäftsführer von Bunnik Creations. Die Christmasworld wird 2017 den neuen Produktbereich Floradecora mit frischen Blumen und Pflanzen in der Halle 11.1 einführen. Partner sind Green Team Consultancy und 2Dezign. Zahlreiche Awards für herausragende Dekoideen und Konzepte wurden auf der Messe vergeben. Der Wettbewerb Weihnachtlicher Gartenmarkt ging bereits in die vierte Runde. Partner und Fachjurymitglieder sind der Verband Deutscher Gartencenter e. V. (VDG) und die Publikationen baumarktmanager und markt in grün aus dem Verlag Siegfried Rohn sowie die Titel „Florieren“ und „Gplus“. Insgesamt 52 Gartencenter, Baumärkte und Floristikfachgeschäfte aus der Region Deutschland, Österreich und Schweiz präsentierten auf der Kampagnenplattform ihre weihnachtlichen Dekorationen und Aktionen für die schönste Zeit des Jahres. Sieger des Publikums ist das Gartencenter Schlößer aus Moers. Sieger der Fachjury in der Kategorie Gartencenter sind das Gartencenter Brockmeyer aus Halle/Westfalen (Deutschland) und die Gärtnerei van Oordt aus Stäfa (Schweiz). Sieger der Fachjury in der Kategorie Baumarkt sind: Eisen Knorr aus Weiden (Deutschland), Coop Bau und Hobby aus Wettingen (Schweiz) und Hagebaumarkt Grissemann aus Zams (Österreich). Red ?

68
Ihre DIY-Dienstleister print – online – mobile Buchen Sie Ihren crossmedialen Eintrag in der Rubrik von baumarktmanager – Sie können jederzeit einsteigen! Ja, bitte veröffentlichen Sie einen Eintrag: Leistungsbausteine: print: 12 × Veröffentlichung im Heft baumarktmanager online: parallel 12 Monate Präsenz auf baumarktmanager.de plus Verlinkung zu Ihrer Homepage mobile: parallel Präsenz in den E-Magazinen und den Tablet-Versionen Konditionen: Paket-Preis € 1.260,00 zzgl. MwSt. Jeder weitere Rubrikeintrag € 630,00. Keine automatische Verlängerung. Buchen: Ja, ich buche einen Eintrag in der Rubrik Dienstleister zum Preis von € 1.260,00 Ja, ich buche einen weiteren Rubrikeintrag zum Preis von € 630,00 zusätzlich Technische Daten: Logo im JPG-, EPS-, Tiff- oder PDF-Format mit 300 dpi (print-Logo) und 72 dpi (online-Logo), 49 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Zeile Rückfax 0221 5497-6343 Firma Zeile 1 Zeile 2 Zeile 3 Zeile 4 Zeile 5 Zeile 6 Wunschrubrik Logo Einrichtungs- und Umbauservice Ihr Dienstleister! persönlich · effizient · nachhaltig Nonnenstraße 44 04229 Leipzig Telefon: +49 341 870635-20 Fax: +49 341 870635-21 E-Mail: info@comotus.com Web: www.comotus.com Marktforschung Strategieberatung IFH Köln Information, Research und Consulting für Handel im digitalen Zeitalter. Dürener Str. 401 b 50858 Köln Telefon: 0221 943607-0 E-Mail: info@ifhkoeln.de Web: www.ifhkoeln.de POS-Technologie Permaplay Media Solutions GmbH Aschmattstraße 8 76532 Baden-Baden Telefon: +49 7221 702222-1 Fax: +49 7221 702222-9 E-Mail: info@permaplay.de Web: www.permaplay.de Strategie- und Vertriebsberatung Suberg Strategy Consultants GmbH Uhlandstr. 5 80336 München Telefon: 089 809120-84 Fax: 089 809120-87 E-Mail: info@suberg-strategy.de Web: suberg-strategy.de Dienstleistungen + Serviceangebote f. Baumärkte Spezialisten für Großprojekte am Point of Sale Cervantesstraße 95–97 09127 Chemnitz – Adelsberg Telefon: 0371-267911-0 Fax: 0371-267911-29 E-Mail: mail@modulconcept.de Web: www.modulconcept.de POS-Technologie 20-20 Technologies GmbH Software für den PoS Franz-Lenz-Strasse 3 49084 Osnabrück Telefon: 0541 3550-0 Fax: 0541 3550-199 E-Mail: salesde@2020spaces.com Web: www.2020spaces.com Rechtsberatung Kompetente Beratung im Arbeitsrecht, Handelsrecht, IT-Recht und Wettbewerbsrecht Kontakt: RA Marc Oetzel, LL.M. Telefon: 0221 860770 E-Mail: info@strundenpartner.de Web: www.strundenpartner.de Verkaufsförderung Oechsle Display Systeme GmbH Postfach 1149 89336 Leipheim Telefon: +49 8221 2798-0 Fax: +49 8221 2798-27 E-Mail: info@oechsle.de Web: www.oechsle.de 3/16 65

69
Foto: MAU Im nächsten Heft baumarktmanager 4/2016 Foto: Alpina Smart Home Im Grunde hat Smart Home hat seine Pionierzeit schon hinter sich gebracht, wie einige fortgeschrittene Systemlösungen zeigen; jetzt geht es eher um die Etablierung der entsprechenden Errungenschaften im Massenmarkt. Klima, Schließ- und Sicherheitstechnik, Küchenund Reinigungsgeräte aus einer Hand gesteuert – das ist die Vision. Wie weit können Do-it- Yourselfer diese Vision bereits in Eigenleistung verwirklichen, vielleicht sogar mit „steckerfertigen“ Gesamtlösungen? Oder etwas anders formuliert: Was bieten Baumärkte in Sachen Heimautomation? Elektroinstallation, Lampen und Leuchten Bis 2020 werden laut Philips bereits rund 75% des Beleuchtungsmarktes von LEDs bestimmt. Dass sich innovative Lampen- und Leuchtesortimente in vielen Baumärkten zu interessanten Umsatzbringern entwickelt haben, bestätigt auch unsere aktuelle Marktleiterumfrage. Demnach geben 43% der befragten Markt leiter an, dass sie in den zurückliegenden Monaten Umsatzsteigerungen um bis zu 5% verzeichnen konnten. 17% sprechen sogar von Zuwächsen zwischen 5 und 10%. Können da die Produkte aus dem Sortiment Elektroinstallation mitziehen? Sonderthema: Aktionswaren zur Fußball-EM Auf den ersten Blick scheint die Fußball-EM ein Marketing-Elfmeter für Baumarktzulieferer zu sein. Doch das Engagement bei sportmedialen Großereignissen ist auch eine Gratwanderung. Mit teilweise geringen Möglichkeiten, sich zu differenzieren, besteht die Gefahr, im allgemeinen Fußballtaumel unterzugehen. Andererseits: Das Umfeld ist bei der EM günstiger als bei einer WM. Es ist sehr viel leichter, das Thema Fußball in den Mittelpunkt zu stellen, ohne offizieller Uefa-Sponsor oder -Unterstützer zu sein. Foto: MAU Impressum Redaktion: Holger Externbrink (Ex) (Chefredaktion (v.i.S.d.P.)), Klaus Mauelshagen (MAU) Fabian Forer (FF) Grafik und Herstellung: Satz+Layout Werkstatt Kluth GmbH, Erftstadt Redaktionsassistenz: Hildegard Frank, 0221 5497-299 red.baumarktmanager@rohn.de Verlagsbüro Ost: Dr. Joachim Reinholdt, Schwarzenbergstr. 11, 83026 Rosenheim, Telefon + Telefax 08031 230596, Mobil 0172 6646218 vbreinholdt@arcor.de Assistenz Corporate Publishing: Sabine Katte, 0221 5497-324 Kundenservice: Maike Braun, 0221 5497-291 Telefax 0221 5497-349 service@rohn.de Bezugspreise: baumarktmanager erscheint 12-mal jährlich Inland: 176,00 Euro (inkl. MwSt.) Ausland: 209,00 Euro (inkl. MwSt.) Einzelheft: 18,50 Euro (inkl. MwSt.) Digital only Abo: 159,99 (inkl. MwSt.) Digital Einzelheft: 15,99 (inkl. MwSt.) Unverbindlich empfohlener Preis Kontrolle der Auflagenhöhe: Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern ISSN 1865-3324 Anzeigenverkaufsleitung: Verena Thiele, 0221 5497-362 anz.baumarktmanager@rohn.de Anzeigenverkauf: Kathrin v. Bismarck, 0221 5497-265 Anzeigenassistenz: Christina Steinruck, 0221 5497-343 Anzeigendisposition: Nicola Grunwald, 0211 5497-334 Anzeigenvertretungen: Generalvertretung Italien: PUBLIZETA di Annette Piepenburg Via Fausto Coppi, 8 40033 Casalecchio di Reno (BO) Tel. +39 051 593330 Fax +39 051 19901265 Cell (I) +39 328 8048852 Mobil (D) +49 1578 8189463 E-Mail: publizeta@katamail.com annette.piepenburg@katamail.com Anzeigenpreise: Preisliste Nr. 44, vom 1.1.2016 Grundpreis je einspaltiger mm 5,50 € Verlag: Verlag Siegfried Rohn GmbH & Co. KG, Stolberger Straße 84, 50933 Köln Postfach 41 09 49, 50869 Köln, Telefon 0221 5497400, Telefax Redaktion 0221 5497-278, Telefax Anzeigen 0221 5497-268, info@rohn.de Internet: www.baumarktmanager.de www.rohn.de Geschäftsführer: Holger Externbrink, Dr. Christoph Müller Druck: Kliemo Printing, B-4700 Eupen Das Werk einschließlich seiner Texte ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Ein Unternehmen der Rudolf Müller Mediengruppe 66 3/16

70
Besuchen Sie die 10. Kölner Gespräche 14. September 2016 im RheinEnergieSTADION Köln SAVE THE DATE: Jetzt Platz auf dem Treffpunkt der Bau- und Gartenmarktbranche sichern! Infos und Reservierung unter www.baumarktmanager.de/koelner-gespraeche Eine Marke des Verlags Siegfried Rohn

71
Die Farbexperten GROSSE MEDIA-OFFENSIVE FÜR FEINE FARBEN! Auf allen Kanälen: die erste Premium-Dispersionsfarbe im DIY-Segment. Die Kampagnenmechanik führt den Kunden gezielt in Ihren Markt: 1. Aktivierung durch reichweitenstarke Kampagne in TV, Print und online 2. Deutschlands größte Beratungsaktion – mit Versand von über 1 Mio. Farbkarten an die Zielgruppe 3. Aktions-Website mit Online-Suchfunktion nach stationären Händlern April/Mai 2016: ca. 134 Mio. Kontakte * * Zielgruppe: Erwachsene 14+ alpina-feine-farben.de Start im April 2016. Jetzt bevorraten und profitieren!