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Ebay zahlt erstmals Dividende

Bei der Online-Handelsplattform ist das Weihnachtsgeschäft besser als erwartet gelaufen. Bei Anlegern kamen nicht nur die Zahlen gut an.

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Deutschland-Zentrale in Kleinmachnow vor den Toren Berlins 
Foto: BaumarktManager

Ebay hat im Weihnachts-Quartal die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen. Unter dem Strich habe im vierten Quartal ein Ergebnis von 763 Millionen Dollar gestanden nach einem Verlust von 2,6 Milliarden Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte der Online-Händler gestern nach Börsenschluss mit.

Im Vorjahr hatte eine milliardenschwere Steuerforderung zu Buche geschlagen. Der Umsatz kletterte um 6,3 Prozent auf 2,88 Milliarden Dollar. Die Kennzahlen des in San Jose ansässigen Unternehmens übertrafen die Erwartungen der Analysten. Im nachbörslichen Handel legten die Ebay-Aktien um vier Prozent zu. Zahlen für das Deutschland-Geschäft veröffentlicht Ebay nicht.

80 Prozent Neuware im Angebot

Das Handelsvolumen des Ebay-Marktplatzgeschäfts belief sich im vierten Quartal auf 23,2 Milliarden US-Dollar, der Marktplatz-Umsatz erreichte 2,3 Milliarden US-Dollar. Bei 80 Prozent der bei Ebay verkauften Artikel handelt es sich nach Unternehmensangaben um Neuware. Zudem teilte Ebay mit, erstmals eine Quartalsdividende (14 Cent je Anteilsschein) zahlen zu wollen. Ebay steht jedoch auch unter Druck von Investoren. Jüngst forderte der einflussreiche Hedgefonds Elliott Management, Beteiligungen wie die Ticketbörse StubHub und die Ebay Classifieds Group abzuspalten, zu der auch die deutschen Angebote Ebay Kleinanzeigen und mobile.de gehören.

Zuletzt hatten sich für Ebay die Investitionen in die Kundengewinnung ausgezahlt. Um mehr Kunden anzulocken und sich gegen die Konkurrenz von Amazon und Alibaba zu stemmen, startete Ebay diverse Initiativen und steckte Geld in die Produktentwicklung, Werbung und nutzerfreundlichere Internetseiten.

31.01.2019