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Egger mit stabilem Jahresergebnis

Der Holzwerkstoffhersteller Egger kann sich im Geschäftsjahr 2019/20 über eine relativ konstante Entwicklung freuen. Der Umsatz und der Ertrag lagen zum Geschäftsjahresabschluss am 30. April 2020 auf Vorjahresniveau.

Egger Gruppenleitung
Die Egger Gruppenleitung mit Walter Schiegl, Thomas Leissing und Ulrich Bühler (v. l.).
Foto: Egger

„Mit unserer Geschäftsentwicklung von Mai 2019 bis März 2020 sind wir zufrieden. Auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie und der dagegen ergriffenen Beschränkungen haben wir rasch reagiert", erklärt Thomas Leissing, Sprecher der Egger-Gruppenleitung und verantwortlich für Finanzen, Verwaltung und Logistik. "Deren wirtschaftliche Effekte sind im Geschäftsjahr 2019/20 nur mit einem Monat enthalten." Insgesamt kann das Unternehmen für das Geschäftsjahr eine stabile Entwicklung berichten: Die Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von rund 2,83 Milliarden Euro (minus 0,4 Prozent zum Vorjahr) und ein EBITDA von etwa 424 Millionen Euro (minus  0,1 Prozent zum Vorjahr). Die EBITDA-Marge liegt gleich zum Vorjahr bei 15 Prozent. Die Eigenkapitalquote liegt mit 37,9 Prozent über dem Vorjahreswert (36,8 Prozent).

Investitions-Meilensteine

Rund 10.000 Mitarbeiter haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zu diesen Ergebnissen und zu einem neuen Höchststand an Produktionskapazität von 8,9 Millionen Kubikmeter Holzwerkstoffe und Schnittholz beigetragen. Ein Meilenstein war laut Unternehmen die Inbetriebnahme des Produktionsstandorts in Biskupiec, Polen. Und auch das noch laufende Greenfield-Projekt in Lexington (USA) – das erste Egger Werk in Nordamerika – werde planmäßig vorangetrieben, sagt Walter Schiegl, Gruppenleitung Produktion & Technik: „Auch wenn aktuell die Bedingungen durch die weltweite Corona-Pandemie und entsprechenden Reisebeschränkungen erschwert sind, rechnen wir dort mit der Inbetriebnahme der ersten Anlagen noch in diesem Kalenderjahr.“ Die Egger Gruppe befindet sich somit weiterhin in einer Phase sehr hoher Investitionstätigkeit und hat im Geschäftsjahr 2019/20 etwa 531 Millionen Euro investiert.  

Regional unterschiedliche Kriseneffekte

Nach einer positiven Geschäftsentwicklung in den ersten elf Monaten haben Effekte der Corona-Pandemie diese leicht gedämpft. Dabei kam es aufgrund der unterschiedlichen Ausbreitung des Virus und der national dagegen gesetzten Maßnahmen zu regionalen Unterschieden in der wirtschaftlichen Auswirkung, beschreibt Ulrich Bühler, Gruppenleitung Vertrieb & Marketing: „Wir haben sehr rasch auf die Krise reagiert. In erster Linie haben wir Maßnahmen zum Schutz unserer Mitarbeiter und Partner getroffen. Daneben war es unsere oberste Priorität, unseren Kunden auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Partner zu sein Wir sind stolz, dass wir sie durchgängig beliefern konnten.“ Die globale Präsenz und die jeweils regionale Rohstoffbeschaffung hätten sich als große Vorteile erwiesen. Daneben wurden verstärkt digitale Services und Kommunikationswege eingesetzt.

Während es also – über das gesamte Geschäftsjahr 2019/20 betrachtet – in Westeuropa zu Umsatzrückgängen kam, konnten die Umsätze in Mitteleuropa leicht und in den osteuropäischen, amerikanischen und Übersee-Märkten zum Vorjahr teils erheblich gesteigert werden.

31.07.2020