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Eurobaustoff blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr

Die Baubranche und damit auch der Baufachhandel in Deutschland seien im ersten Halbjahr 2020 von den Auswirkungen der Corona-Pandemie weitgehend verschont geblieben. Das spiegle sich auch in den Halbjahreszahlen wider, die die Eurobaustoff als nach eigenen Angaben führende Baufachhandels-Kooperation in Europa im Rahmen eines Pressegesprächs am 15. Juli am Stammsitz in Bad Nauheim bekannt gab.

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Die drei Geschäftsführer blickten in Bad Nauheim auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr für die Kooperation zurück (v. l.): Jörg Hoffmann, Dr. Eckard Kern (Vorsitzender), und Hartmut Möller.
Foto: Eurobaustoff

„Mit einem Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum 2019 haben wir ein hervorragendes Ergebnis für die ersten sechs Monate erreicht“, betonte Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung, gegenüber der Presse. Insgesamt haben die 453 Gesellschafter an ihren 1.585 Standorten in den ersten sechs Monaten des Jahres damit ein Einkaufsvolumen von 3,63 Milliarden Euro in Bad Nauheim abgerufen.

Mit Blick auf die Entwicklung des Einkaufsvolumens im weiteren Jahresverlauf sagte Dr. Kern: „Wir können nicht abschätzen, wie das Ergebnis am 31. Dezember aussehen wird. Eine Pandemie hat keine Regeln, ist nicht berechenbar und lässt folglich auch keine seriöse Prognose zu“, relativiert er die Halbjahreszahlen. „Wichtig ist uns, dass wir ein gutes Polster aufgebaut haben, das uns beruhigt bis zum Jahresende blicken lässt. Das heißt nicht, dass wir uns auf dem Polster ausruhen wollen. Vielmehr werden wir dafür arbeiten, unsere gute Ausgangslage zu halten.“

Im Anschluss stellte Hartmut Möller als verantwortlicher Geschäftsführer sowohl für den Geschäftsbereich Einkauf als auch für die Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz zunächst die Entwicklung in den einzelnen Warenbereiche vor. Danach erzielte die Kooperation im Einzelhandels-Segment ein Plus von 15,4 Prozent. Insbesondere die Sortimente, die zur Verschönerung des Eigenheimes dienen, werden außergewöhnlich viel nachgefragt. Dazu zählen beispielsweise Farben, Holz im Garten und alle weiteren Gartensortimente. Im Fokus der Kunden stehen außerdem coronabedingt Produkte zum Infektionsschutz wie Masken oder Desinfektionsmittel.

Darüber hinaus stand der Juni mit der Mehrwertsteuersatz-Senkung unter einem besonderen Stern, wie Möller ausführte: „Mit hohem Aufwand musste in einem relativ kurzen Zeitraum über das gesamte Sortiment Preis- und Artikelpflege betrieben werden. Rechtzeitig zum 1. Juli waren alle Arbeiten erledigt und die Steuersenkung eins zu eins an die Kunden weitergegeben.“

Auswirkungen des Shutdowns werden im Einzelhandel in der Dienstleistung wahrgenommen. Planungs- und Beratungsleistungen der Kooperation werden noch verhalten abgerufen. Das Niveau früher Zeit habe dieser Kooperationsservice noch nicht wieder erreicht, hieß es dazu in Bad Nauheim.

Abschließend warf Möller noch einen Blick auf die bisherige Entwicklung der Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz. So sei es in den Nachbarländern zeit- und teilweise zu Baustellen-Schließungen gekommen und Baufachhandlungen hätten nur unter Auflagen weiterarbeiten können. Das habe sich natürlich im Umsatz niedergeschlagen. Vor diesem Hintergrund sehe auch die weitere Entwicklung in Österreich und der Schweiz nicht ganz so erfreulich aus wie in Deutschland. „Auch wenn das zweite Halbjahr sicherlich wesentlich besser läuft, machen sich die Baustellen-Schließungen aus den Monaten März und April stark bemerkbar. „Dieser Effekt wird nur sehr schwer bis zum Jahresende auszugleichen sein“, prognostizierte Möller.

16.07.2020

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