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Fahrradmarkt wächst auch 2018 zweistellig

Der Aufschwung der Fahrradbranche in den vergangenen Jahren hat auch 2018 weiter angehalten: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Fahrräder und Zubehör im Wert von 4,18 Milliarden Euro umgesetzt. Treiber ist einmal mehr der E-Bike-Boom.

MAU Globus Fahrräder
Fahrräder und Zubehör stehen bei einigen Baumarktbetreibern als Sortiment hoch im Kurs.
Foto: BaumarktManager/MAU

Die Umsatzmarke von 4,18 Milliarden Euro hat das IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung ermittelt. Das Wachstum in der Fahrradbranche beträgt in Deutschland nach den vorliegenden Zahlen 15,8 Prozent. Das Plus habe die Branche abermals dem ebenfalls andauernden E-Bike-Boom zu verdanken, wie die Macher des neuen „Branchenfokus Fahrräder“ erklären. So steigt der Umsatz mit den Fahrrädern mit Elektroantrieb 2018 um knapp 24 Prozent.

„Ein solch langanhaltender Aufschwung ist bemerkenswert. Vor allem, weil im vergangenen Jahr neben dem alles überragenden E-Bike-Boom auch der Umsatz mit traditionellen Fahrrädern um glatte sieben Prozent zugelegt hat“, so Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln. Nachdem 2017 ein Auseinanderdriften von Absatz- und Umsatzentwicklung zu beobachten war, stieg 2018 auch wieder die Anzahl der verkauften Fahrräder um 8,6 Prozent. Ein Blick auf die Vertriebswege zeigt: Der Fachhandel kann seine Spitzenposition mit 59 Prozent der Anteile am Markt (vorerst) halten. An zweiter Stelle folgen mit einem überproportionalen Wachstum im vergangenen Jahr die Fachmärkte. Diese können insbesondere durch ihre große Fläche in Kombination mit einer hohen Beratungskompetenz punkten.

„Gerade jetzt wo der Markt wächst, sollten sich die Teilnehmer ihren Anteil sichern. Denn eins steht fest: Der Fachhandel behauptet seine Dominanz, wächst aber nicht so schnell wie großflächige Konzepte oder Internet Pure Player. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist das Personal – wer wachsen will, muss dieses Thema in Zukunft stärker in den Fokus rücken“, so Florian Schöps, Senior Consultant bei der BBE Handelsberatung. Deutliche Einbußen müssen SB-Warenhäuser und Baumärkte verkraften, die insgesamt nur fünf Prozent der Marktanteile verbuchen.

Die Studie Branchenfokus Fahrräder 2019 ist hier erhältlich.

28.05.2019