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Fischer und Obi testen Verkaufsroboter

Dübelhersteller Fischer hat im vergangenen Jahr das neue Produktprogramm „Ganz ohne Werkzeug“ in den Handel gebracht. Nun testet das Unternehmen zusammen mit Handelspartner Obi einen Verkaufsroboter, der am PoS die Produkte den Kunden näher bringen soll.

Fischer Verkaufsroboter INGO
Der Verkaufsroboter von Fischer im Einsatz im Freiburger Obi-Markt
Foto: Fischer

„Ich bin gespannt, wie die Aktion verlaufen wird. Am brennendsten interessiert mich: Wie reagieren die Kunden darauf, von einem Roboter beraten zu werden? Passiert schließlich auch nicht alle Tage“, sagte Alexander Pickl, Leiter des Obi-Marktes in Freiburg. Der Verkaufsroboter wurde testweise zur Beratung der „Ganz ohne Werkzeug“-Produkte bei Obi eingesetzt. In der Datenbank des Bewegungsautomaten wurden alle wichtigen Fakten zu den werkzeuglosen Befestigungslösungen gespeichert. So erklärte dieser den Kunden die Eigenschaften der Produkte.

Mit dem Verkaufsroboter soll es Fischer gelingen, die Aufmerksamkeit der Kunden direkt am Point of Sale auf sein neues Konzept und Sortiment speziell für Heimwerker zu lenken. Natürlich ist ein solches Gerät Blickfang für die Kunden. Das schräg nach oben gerichtete Display soll an ein menschliches Gesicht mit zwei Augen erinnern. Hinter der Fassade steckt die Technologie „Care-O-bot 4“, der Prototyp eines interaktiven Roboters, den das Fraunhofer IPA entwickelt hat. Auf dieser Basis stellt die Firma Mojin Robotics, eine Ausgründung des Fraunhofer IPA, Servicerobotik-Lösungen her und führt sie weiter in die Zukunft. Die Roboter können dabei beispielsweise als Berater für Heimwerker im Baumarkt eingesetzt werden. Dazu lassen sich alle Fakten über bestimmte Produkte oder den Baumarkt in der Datenbank abspeichern.

Das Produktprogramm „Ganz ohne Werkzeug“ ist aktuell in bundesweit rund 480 DIY-Märkten und auch im deutschen Fachhandel vertreten. International gibt es das Sortiment bereits in Österreich, Frankreich und Brasilien. In diesem Jahr sollen die Märkte in Spanien, Großbritannien und Italien folgen. „Es ist wichtig, Markteinführungen wie unsere werkzeuglosen Befestigungslösungen mit ansprechender Verkaufsunterstützung und originellen Marketingaktionen für unsere Handelspartner zu begleiten“, sagt Produktmanager Jens Zimmerlin. „So gelingt es, die Aufmerksamkeit für die Produktleistungen zu erhöhen – mit positiven Auswirkungen auf den Absatzverkauf der Händler und letztlich auch eigenen wirtschaftlichen Erfolg.“

31.05.2019