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FSC stellt Scanner zur Bestimmung von Holzarten vor

Das Forest Stewardship Council (FSC) hat in Kooperation mit dem US-Landwirtschaftsministerium eine neuartige Technik zur Identifikation von Holzarten entwickelt. Damit soll illegal geschlagenes Holz erkennbar sein. Die Technik namens „Xylotron“ wird auf der spoga+gafa präsentiert.

FSC Xylotron Holz Scanner
Schnelle, ortsunabhängige Prüfung: Xylotron ist nicht mal halb so groß wie eine Schreibtischlampe.
Foto: FSC

FSC setzt sein Programm für die Absicherung zertifizierter Lieferketten fort: Im Rahmen der spoga+gafa 2019 (1. bis 3. September in Köln) stellt die Nicht-Regierungsorganisation eine neue Technik vor: das sogenannte Xylotron. Die Technik nutzt als Scanner neuronale Netze und „Deep Learning“, um die Holzart einer Probe zu identifizieren. Das System vergleicht eine hochaufgelöste Nahaufnahme der Probe mit einem großen Satz an gespeicherten repräsentativen Bildern. Dieser Vergleich extrahiert „Merkmale“ unterschiedlicher Aspekte verschiedener Hölzer. Merkmale, die für das menschliche Auge normalerweise nicht erkennbar sind. Durch diesen Vergleich kann der Scanner laut FSC feststellen, um welche Holzart es sich bei der Probe handelt.

Xylotron sei „revolutionär, da es zum ersten Mal Labortests in die Praxis verlagert und es Unternehmen, Zollbeamten, Forschern und anderen Behörden ermöglicht, die Holzarten eines Produkts sofort und sehr genau zu identifizieren“, so die NGO. Und weiter: „Mit anderen Worten, es ermöglicht Unternehmen und Behörden, Hinweise auf potenziell illegal geschlagenes Holz und fehlerhafte FSC-Produkte vor Ort zu bekommen, da festgestellt werden kann, ob die Artenzusammensetzung eines Produkts mit den Produktangaben übereinstimmt.“ Ein Anwendungsbeispiel für den Handel wäre, angelieferte Holzkohle auf Holzarten zu testen.

Die Technik befindet sich derzeit in der Testphase. Eine Version des Gerätes wurde für den Test von Holzkohle adaptiert. Diese soll auf der spoga+gafa vorgestellt werden.

15.08.2019