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GfK: Konsumklima trotzt Konjunkturschwäche

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im August ein gemischtes Bild. Während die Anschaffungsneigung zunimmt, verliert die Einkommenserwartung leicht. Die Konjunkturerwartung erleidet dagegen deutlichere Einbußen.

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Foto: GfK

Die globale Konjunkturschwäche, Handelskonflikte sowie nicht endende Diskussionen um den Brexit setzen auch den Konjunkturaussichten der Verbraucher mehr und mehr zu. Das sind die wesentlichen Erkenntnisse der GfK-Konsumklimastudie für August 2019.

Der Indikator Konjunkturerwartung verliert im August 8,3 Zähler und rutscht damit auf -12,0 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt vor mehr als sechseinhalb Jahren, im Januar 2013, mit -12,5 Punkten gemessen. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres bedeutet das ein Minus von mehr als 30 Zählern.

Nach dem Zuwachs im Vormonat erleidet die Einkommenserwartung im August wieder leichte Einbußen. Der Indikator verliert 0,7 Zähler und weist nun 50,1 Punkte auf. Sowohl mit der Entwicklung als auch dem hohen Niveau stellt er seine überaus große Stabilität unter Beweis. Dies belegt auch die Tatsache, dass im Vergleich zum Vorjahr nur ein geringes Minus von einem Zähler zu verzeichnen ist.

Nach den deutlichen Verlusten im Vormonat erholt sich die Anschaffungsneigung im August. Nach einem Plus von 2,5 Zählern klettert der Indikator auf 48,8 Punkte. Nach wie vor ist das Niveau als überaus zufriedenstellend zu bezeichnen, wenn auch im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres ein Minus von knapp sechs Punkten zu Buche steht.

Damit trotzt die Konsumneigung, ebenso wie die Einkommenserwartung, der gegenwärtigen konjunkturellen Abwärtsspirale. Risiken für die Konsumlaune könnten vor allem durch eine zunehmende Angst vor Jobverlust entstehen. Deshalb wäre es für eine stabile Binnennachfrage wichtig, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt stabil bleibt.

Für September zeigt das Konsumklima einen unveränderten Wert von 9,7 Punkten. Trotz des konjunkturellen Gegenwindes bleibt das Konsumklima damit auf einem guten Niveau stabil. Somit sind die Voraussetzungen gegeben, dass die Binnennachfrage ihrer schon mehrfach angesprochenen Funktion als wichtige Stütze der gegenwärtig schwächelnden Konjunktur in den kommenden Monaten nachkommen kann. Sollte allerdings der Arbeitsmarkt künftig an Stabilität einbüßen und ein spürbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit drohen, müsste auch die Konsumkonjunktur einen deutlichen Dämpfer hinnehmen.

28.08.2019