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GfK meldet stabile Verbraucherstimmung im Mai

Die Stimmung der Verbraucher zeigt sich im Mai 2019 nur wenig verändert. Die Einkommenserwartung legt leicht zu, während Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung geringe Einbußen hinnehmen müssen.

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Foto: GfK

Die Talfahrt der Konjunkturerwartung setzt sich auch im Mai fort. Allerdings hat das Tempo deutlich nachgelassen. Nach einem vergleichsweise geringen Minus von 1,3 Zählern sinkt der Indikator auf 1,7 Punkte. Binnen zwölf Monaten hat die Konjunkturerwartung damit knapp 32 Punkte verloren.

Im Gegensatz zu den schwächelnden Konjunkturaussichten zeigen die Einkommenserwartungen der Verbraucher weiter eine überaus große Stabilität auf einem ohnehin schon sehr hohen Niveau. Der Indikator gewinnt 0,9 Punkte und weist nun 57,7 Punkte auf. Auch im Vorjahresvergleich ist ein Plus von fünf Zählern zu verzeichnen. Damit hat sich die Schere zwischen Konjunktur- und Einkommenserwartung weiter geöffnet. Der Einkommensindikator profitiert in erster Linie von einem exzellenten Arbeitsmarkt. So hat die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2019 um 1,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal zugelegt. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes sind gegenwärtig 44,9 Millionen erwerbstätig, so viel wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Die starke Nachfrage nach Arbeitskräften führt zudem dazu, dass auch die Einkommen der Beschäftigten deutlich zulegen. Davon können auch die Rentner profitieren, denn die Entwicklung ihrer Einkünfte orientiert sich an der Lohnentwicklung.

Anschaffungsneigung gibt Gewinne wieder ab

Im Gegensatz zu den Einkommensaussichten muss die Anschaffungsneigung im Mai moderate Einbußen hinnehmen. Nach einem Minus von 2,6 Zählern weist der Indikator nun 50,5 Punkte auf. Damit muss er einen Teil der im Vormonat verzeichneten Zuwächse wieder abgeben. Das anhaltend hohe Niveau der Anschaffungsneigung belegt, dass die Konsumlaune der Verbraucher nach wie vor ungebrochen ist. Dies ist angesichts der generellen gesamtwirtschaftlichen Verunsicherung eine überaus positive Nachricht. Dieser Optimismus ist sicherlich zu einem wesentlichen Teil auf die stabile und gute Arbeitsmarktlage zurückzuführen.

Konsumklima geht leicht zurück

Für Juni zeigt das Konsumklima einen Wert von 10,1 Punkten und damit 0,1 Punkte weniger als im Mai. Trotz des leichten Rückgangs zeigt sich das Konsumklima nach wie vor von seiner positiven und stabilen Seite. GfK geht nach wie vor davon aus, dass die realen privaten Konsumausgaben im Jahr 2019 um etwa 1,5 Prozent zunehmen werden. Die Binnennachfrage wird eine wichtige Stütze der Konjunktur sein. Damit das auch künftig so bleibt, ist es notwendig, dass die Verunsicherung durch den Handelsstreit mit den USA und die Diskussionen um den Brexit nicht weiter zunehmen. Sollte es dennoch dazu kommen, wäre das ein Dämpfer für das Konsumklima und die aktuelle Prognose wäre sicherlich nicht zu halten.

28.05.2019