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Grillhersteller Landmann ist insolvent

Deutschlands ältester Grillhersteller Landmann aus Osterholz-Scharmbeck hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen sucht händeringend nach Investoren.

Landmann
Auch Außenküchen gehören zum Portfolio von Grillanbieter Landmann, der nun Insolvenz anmeldete.
Foto: Landmann

Bereits am Montag hatte Landmann einen entsprechenden Insolvenzantrag gestellt. Wie es aus der örtlichen Presse heißt, möchte sich das 1966 gegründete Unternehmen mithilfe von Investoren neu und langfristig aufstellen. Zum Insolvenzverwalter der deutschen Hauptgesellschaft der Landmann-Gruppe wurde Dr. Malte Köster, Rechtsanwaltskanzlei Wilmerköster, bestellt.

Schon seit einiger Zeit befindet sich Landmann in einem Restrukturierungsprozess. Wie viele andere Grillhersteller auch suchte man in Osterholz-Scharmbeck nach einer Lösung, um sich ganzjährig am Markt zu positionieren und vom reinen Saisongeschäft unabhängiger zu machen. Zuletzt hatte Landmann bereits im September 30 Mitarbeiter aus seinem Lager am Stammsitz entlassen und dieses einer Fremdfirma überantwortet.

Landmann beschäftigt rund 200 Mitarbeiter

Von der nun angekündigten Insolvenz könnten rund 80 weitere Mitarbeiter in den deutschen Gesellschaften von Landmann betroffen sein. Etliche mehr darüber hinaus: Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 200 Mitarbeiter und ist in 35 Ländern auf vier Kontinenten vertreten. Der Umsatz lag zuletzt bei rund 60 Millionen Euro.

Aus der Historie heraus ist Landmann der älteste und zweitgrößte Anbieter von Grillgeräten im deutschen Markt. Besonders in Baumärkten war das Unternehmen in den 1960ern der Pionier im Segment Grillen. Was zunächst als reines Importgeschäft startete, ist über die Jahre zu einem breiten Business mit Angeboten vom Minigrill bis zur luxuriösen Aussenküche gewachsen.

03.11.2020