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Lieferung nach Hause, Bequemlichkeit und schneller Einkauf sind die Top Auslöser. (Quelle: Gruppe Nymphenburg)

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28. June 2017 | Teilen auf:

Gruppe Nymphenburg: DIY-Onlinekäufe nehmen zu

Obwohl der E-Commerce Kaufanteil bei DIY-Artikeln bislang noch „überschaubar“ ist, wird sich der Trend dorthin jedoch fortsetzen. Die Lieferung nach Hause, Bequemlichkeit und schneller Einkauf sind die Top Auslöser für einen Onlinekauf.

Laut Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) lag der Kaufanteil bei Bau- und Gartenmarktprodukten im Jahr 2016 gemessen am Umsatzvolumen der Baumärkte insgesamt bei 12,5 Prozent. Wie die Gruppe Nymphenburg nun in einer Studie ermittelt hat, wird sich der E-Commerce bis 2030 quer über alle Vertriebsstufen hinweg (inkl. B2B) zu einem wesentlichen Absatzkanal entwickeln und bei geschätzten 30 Prozent liegen – auch im DIY-Geschäft ist ein deutlicher Trend in Richtung Internethandel zu verzeichnen.

Gut informiert zum stationären Händler

Der Fokus der Studie liegt v.a. auf den Kategorien Gartenmaschinen und Gartenwerkzeuge (elektrisch und manuell), Maschinen und Werkzeuge (elektrisch und manuell), Leuchten, Lampen und Leuchtmittel sowie Garten und Pflanzen. Basisdaten wurden aber auch für die Kategorien Schrauben, Dübel und Nägel, Farben und Tapeten, Bodenbeläge und Fliesen sowie Bad und Sanitär erhoben.

Die gute Nachricht für den stationären Handel: Gartenmaschinen, Gartenwerkzeuge, Garten & Pflanzen, Schrauben, Dübel & Nägel sowie Farben & Tapeten werden Stand heute noch hauptsächlich stationär im Baumarkt gekauft , obwohl sich die meisten vorher online informieren und zumeist gut informiert zum stationären Händler kommen. Das Internet ist v.a. bei Leuchten schon heute ein sehr starker Channel, da die Auswahl an speziellen Leuchten oder auch Designstücken im Netz oftmals deutlich größer ist und diese kostengünstiger im Netz erworben werden können. In der Kategorie Bad und Sanitär sowie bei Fliesen und Bodenbelägen hat der Fachhandel nach wie vor eine große Relevanz.

Die Gründe für den Initialkauf von DIY im Internet sind vielfältig. Die Lieferung nach Hause, Bequemlichkeit und schneller Einkauf sind die Top Auslöser. Die Studie bestätigt, dass der stationäre Handel in vielen Punkten im Vergleich zu online nicht mithalten kann – daher sollten Baumärkte besser auf die Barrieren des Online Handels abzielen.

Stationärer Handel vs Online?

Der Wunsch, Produkte anzufassen und sie auch zu sehen, ist einer der Gründe, warum stationär gekauft wird. Dies gilt v.a. bei „Frische“-Produkten, nämlich Produkte aus dem Garten- und Pflanzenbereich. Enttäuschung, wenn genau diese Produkte dann keine hohe Qualität haben, wenn online bestellt und geliefert, ist vorprogrammiert. Dem Internet fehlen also eindeutig das haptische Erlebnis, das Anfassen und das Erleben der Ware. Am POS haben wir es heute leider noch zu oft mit einem „Verkaufspunkt“ statt mit einem „Kaufpunkt“ zu tun – die Ware sollte nicht einfach hingestellt, sondern attraktiv präsentiert werden. Ware erleben / erlebbar machen sowie Ware präsentieren sind nur zwei der vielen Ansatzpunkte für die stationären Baumärkte, die Barrieren des Online-Handels für sich zu nutzen

Die Untersuchung verschiedener KPIs (Key Performance Indices) zeigt, dass Online den stationären Handel in den meisten Dimensionen bereits überholt hat: Die Transparenz im Internet ist unschlagbar und schwer auszumerzen. Die Auswahl an Marken und Produkten, aber auch der Produktvergleich sowie die Preistransparenz sind wichtige Argumente, die für den Kauf von DIY im Internet sprechen. Einzig die Sicherheit beim Einkauf und die Qualität der Produkte ist stationär besser.

Die Studie kann über Julia Leithoff von der Gruppe Nymphenburg bezogen werden: j.leithoff@nymphenburg.de

zuletzt editiert am 25.06.2021