zurück

Handel setzt Hygienemaßnahmen erfolgreich um

Bei der Umsetzung von Hygieneanforderungen während der Corona-Pandemie ist der Handel in Deutschland gut aufgestellt. Das ergab eine gemeinsame Befragung von EHI und Interessenverband German Council of Shopping Places.

Toom Cornona Warteschlange
Warteschlange vor dem Toom-Baumarkt in Bergheim bei Köln
Foto: BaumarktManager

„Wenn gut 80 Prozent aller Mitarbeitenden in den Ladengeschäften motiviert und engagiert die behördlich vorgeschriebenen Maßnahmen umsetzen, dann kann die Politik zu Recht darauf vertrauen, dass im Handel alles richtig gemacht wird. Damit ist eine weitere Voraussetzung bestätigt, die eine Begrenzung auf 800 qm Verkaufsfläche nicht mehr notwendig macht“, sagt Christine Hager, Vorstandsvorsitzende von German Council of Shopping Places, der Interessenverband der Handelsimmobilienwirtschaft.

Den Zugang zum Geschäft regulieren die meisten Handelsunternehmen über Hinweisschilder. Fast alle (93 Prozent) haben solche Displays implementiert. Weiterhin gibt ein großer Teil an (70 Prozent), die Erfüllung der Schutzmaskenpflicht zu kontrollieren. Mehr als die Hälfte der Befragten setzt zusätzliches Personal an der Tür ein, zum Beispiel um die Warteschlange zu regulieren. Mit der Einschränkung der Anzahl an Einkaufswagen oder -körben wird bei rund 60 Prozent der Unternehmen die Kundenzahl beschränkt. Eine Absperrung von Parkplätzen wird als Reglementierung eher nicht angewendet, mehr als 70 Prozent planen diese Maßnahme gar nicht.

Die Umsetzung einer automatischen Zählung der Kunden ist technisch anspruchsvoll: 12,6 Prozent haben mit der Umsetzung begonnen und weitere knappe 7 Prozent haben es teilweise beziehungsweise 26,6 Prozent weitgehend umgesetzt. Der größte Teil der Handelsunternehmen (46 Prozent) will sich damit gar nicht beschäftigen. Bei der Ausgabe von Schutzmasken ist sich der Handel nicht einig: 40 Prozent haben diese Maßnahme weitgehend umgesetzt, 30 Prozent haben das nicht vor, sehen vielmehr den Kunden in der Pflicht.

Click & Collect auf dem Vormarsch

Um die Sicherheit während des Einkaufs im Geschäft weiter zu erhöhen, sind die meist genutzte Maßnahmen Markierungen auf dem Fußboden als Hinweise (88 Prozent) und der Einsatz von Plexiglasscheiben an der Kasse (87 Prozent). Etwa ebenso häufig (84 Prozent) werden Reinigungs- und Desinfektionskonzepte deutlich angepasst sowie Hinweise zu bargeldlosen Zahlarten angegeben. Für knapp 68 Prozent heißt dies auch, dass Desinfektionsmittel in Form von Spendern im Geschäft für die Kundschaft bereitgestellt werden. Die Corona-Krise wirkt zudem bei Click&Collect-Konzepten als Beschleuniger: Etwa 43 Prozent haben mit der Umsetzung begonnen, zeigt die Befragung.

Die größte Uneinigkeit herrscht bei der Frage nach einer Änderung der Öffnungszeiten als Maßnahme, um das Einkaufen sicherer zu machen. Für 43 Prozent ist das kein Thema, über 25 Prozent haben diese Maßnahme aber weitgehend umgesetzt, 23 Prozent haben es teilweise umgesetzt und 2 Prozent beginnen erst mit der Umsetzung.

04.05.2020

BaumarktManager App: Immer auf dem neuesten Stand

+In eigener Sache+ Die neuesten News der Baumarktbranche in der Hand. Dann holen Sie sich die BaumarktManager App für Android oder IOS!

icon google playstore  icon Apple App store