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Spontankauf bei Haushaltsware

Müllbeutel, Bodenwischer und Putztücher braucht jeder und kauft jeder. Haushaltswaren werden häufig im Baumarkt besorgt, auch wenn fast jeder zweite Kauf spontan stattfindet.

Das Vileda Bodenwischsystem
Meist werden Haushaltsartikel spontan gekauft, wie z.B. das Vileda Bodenwischsystem.
Foto: Vileda

Die großen Haushaltsartikel der Branche werden laut Jan Heckenmüller aus dem VILEDA Category Management spontan gekauft. Wie ihre Bodenwischsystem. „In ca. 40 Prozent der Fälle, suchen die Kunden nicht explizit danach“, sagt er. Um solche Impulskäufe zu generieren sei eine gut sichtbare Platzierung im Rahmen von Promotionen hilfreich, so Heckenmüller. Das Unternehmen forciert – wie andere Haushaltssortimenter auch – dafür die Regalstirnseiten, die Kassenzonen oder andere Zweitplatzierungen für den Abverkauf zu nutzen.

Auf das schnelle Geschäft mit dem Haushaltsgerät im Baumarkt setzt auch Kärcher. „Produkte wie unser Fenstersauger WV werden spontan gekauft. Ebenso Verbrauchsmaterialien wie Reinigungsmittel und Mikrofasertücher“, erzählt Klaus Hirschle, Vertriebsleiter für den Einzelhandel. Daneben gebe es teurere Produkte, die bewusst angesteuert werden. Hierzu zählen bei dem Unternehmen insbesondere Dampfreiniger und Hartbodenreiniger.

Auch andere bekannte Hersteller wie Fackelmann, Wenko, Fakir und Leifheit findet man in deutschen Baumärkten. Manche halten gleich ein Sortiment für mehrere Kategorien bereit. Zum Beispiel Emsa: Nicht nur Blumenkübel, Gießkannen und Pflanzzubehör gehören zum Portfolio, sondern auch viele Haushaltswaren für die Küche, die man auf den ersten Blick nicht im Bau- und Heimwerkerläden vermutet. Dennoch: „Topseller-Produkte wie unsere Travel Mugs (Isolierbecher) für unterwegs oder unsere Clip & Close Behälter (Vorratsdosen) zum Frischhalten und Aufbewahren bieten wir impulsstark an“, sagt Robert Giesser, Produktmanager für Küchenwaren. „Für jede Jahreszeit kommen Produkte in die Baumärkte, die den Verbraucher zu spontanen Käufen anregen sollen“, erzählt er.

Anders sieht es bei der durch Staubsaugerbeutel bekannt gewordenen Marke Swirl der Firma Melitta Europa aus. Zwei Drittel der Produkte werden bewusst auf die Einkaufsliste gesetzt, verrät Bernd Lingelbach, Marketingleiter von Toppits und Swirl in Deutschland. „Spontankäufe sind eher die Ausnahme, können aber durch gezielte Platzierungen wie zum Beispiel Müllbeutel oder Brillenputztücher im Kassenbereich forciert werden“, sagt er.

Wer sich einen Mülleimer oder eine Haushaltsleiter kauft, weiß das als Hailo Kunde ebenfalls vor dem Baumarkt-Besuch. „Spontankäufe sind aber auch die Regel, da Aktionen in Zweitplatzierungen angeboten werden“, so Marketingleiterin Daniela Grumbach.

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30.06.2019

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