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HDE: Gesetzliche Testpflicht für Unternehmen „nicht der richtige Ansatz“

Die Diskussion über die Einführung einer Testpflicht bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisch. Um umfassende Tests durchführen zu können, müsse zunächst die Verfügbarkeit von Corona-Tests sichergestellt werden.

Corona Virus Covid Test
Corona-Test
Foto: Pixabay

„Viele Handelsunternehmen engagieren sich freiwillig und bieten ihren Mitarbeitern schon jetzt kostenlose Corona-Tests an. Doch sie sind darauf angewiesen, dass Tests in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Derzeit herrsche am Markt „allerdings ein Mangel an Corona-Tests“. Zudem komme es bei der Auslieferung bestellter Tests häufig zu erheblichen Verzögerungen. Hier stoße nicht nur das Engagement der Unternehmen an seine Grenzen, sondern auch die diskutierte Testpflicht.

„Auch eine Testpflicht räumt die Probleme in der Lieferbarkeit der Tests nicht aus“, stellt Genth fest. Zudem seien „zahlreiche rechtliche und organisatorische Fragen hinsichtlich einer etwaigen Verpflichtung ungeklärt. Sollten Unternehmen dennoch zu Tests verpflichtet werden, bräuchte es zwingend eine ausdrückliche Beschränkung auf die unkomplizierteren Selbsttests sowie auch umfassende Erstattungsansprüche wegen der dadurch anfallenden Kosten.“

Viele Nicht-Lebensmittelhändler befänden sich pandemiebedingt in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage und könnten den finanziellen Aufwand nicht dauerhaft alleine stemmen. Zudem müsse die Schaffung kostenintensiver Doppelstrukturen verhindert werden. Genth: „Man sollte über eine bessere Verzahnung von Tests in Unternehmen und den für Privatpersonen kostenlosen Bürgertests nachdenken.“

01.04.2021

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