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Hellweg: Semer wird Wohnbauträger

Die Baumarktkette Hellweg betritt ein neues Geschäftsfeld. Wie verschiedene Berliner Tageszeitungen berichten, steigt Reinhold Semer, Mehrheitseigentümer der Handelskette, jetzt dick ins Wohnungsgeschäft ein.

Hellweg Semer Baustelle Berlin
Reinhold Semer auf seiner Baustelle in Berlin
Foto: Wolf Lux

Übereinstimmend berichten die Berliner Bild-Zeitung, deren Ableger die Berliner Zeitung (B.Z.) sowie der Tagesspiegel, dass in Berlin, auf der Brache zwischen S-Bahn-Gleisen an der Yorckstraße und Bautzener Straße ein neues Wohnviertel entstehen soll. Auftraggeber: Reinhold Semer, Chef der Baumarktkette und Eigentümer dieses Grundstücks. Die Baugenehmigung wurde jetzt erteilt, in zwei Jahren sollen die sieben Blöcke mit insgesamt 296 Wohneinheiten stehen. Gegenüber dem Tagesspiegel äußerte Semer, er könne sich auch noch weitere Wohnungsbauprojekte vorstellen, wenn er nun erst einmal auf den Geschmack gekommen sei.

Die Planung war bis zuletzt umstritten. Anwohner forderten, das Areal zur Grünfläche zu erklären. 2.400 Quadratmeter seines Grundstücks gibt Semer als Grünfläche an den Bezirk ab. In dem Komplex soll neben Mietwohnungen, davon 45 geförderte, also zum Mietpreis von 6,50 Euro pro Quadratmeter, auch eine Kita entstehen. Außerdem sind Flächen für kleine Geschäfte und Gewerbetreibende vorgesehen, nebst Supermarkt. Und auch der Ökofaktor wurde berücksichtigt: Die Planungen sehen Solaranlagen auf den Dächern vor, die Strom für Wärmepumpen liefern. Außerdem werde die Abwärme der Abwasserleitungen nutzbar gemacht, wie das schon auf der anderen Seite der Yorckstraße auf dem Hellweg-Areal der Fall sei. Wie die Sprecherin der Baumarktkette, Catherina Tamler, betonte, handele es sich bei dem Projekt um eine Privatinvestition von Reinhold Semer, die nicht im Zusammenhang mit Hellweg stehe.

25.08.2016