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Hersteller suchen Handelspartner

Der Haushaltswarenmarkt weist interessante Wachstumssegmente auf, die der Baumarkthandel verstärkt für sich nutzen könnte. Die nützlichen Helfer rund um Küche und Hygiene glänzen immer wieder mit Neuheiten in Gestaltung und Funktion. Da kann es sich lohnen, die Sortimente auszubauen und attraktiver zu präsentieren.

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Dem Baumarktmunden wird nicht immer ein klar erkennbares Profil in Bezug auf Sortimentsbreite und Warenkompetenz gegeben. Neben Reinigungsartikeln findet er allerlei wie Kunststoffbehältnisse und Mülleimer.

Die Vertriebswege für Haushaltswaren sind mittlerweile stark diversifiziert: SB-Warenhäuser und LEH, Elektro-Fachmärkte mit „Weißer Ware“ und Sortiments-Fachhandel gehören dazu sowie in zunehmendem Maße die reinen Online-Händler. Der Markt macht insgesamt den Eindruck eines offenen, dynamischen Spielfelds, in dem die Claims nicht so fest abgesteckt sind.

Hier könnten Baumärkte sicherlich engagierter mitspielen und verstärkt profitieren – wenn sie es denn wollten. Mancher Markenhersteller sucht für seine intensiv beworbenen Produkte noch Handelspartner, die in ihrer Sortimentsplanung Platz freimachen können für Neues. Wer solchen Anbietern den Weg zum Kunden ebnet, wird als Partner geschätzt.
Ansonsten sind die Hersteller beim Absatz nicht ausschließlich auf den Handel angewiesen. Das deutet sich in einer Befragung des Beratungshauses Droege an. Demnach nutzt ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Hersteller von Haushaltswaren das Internet auch zum Direktvertrieb: 60 Prozent der Anbieter in diesem Sortimentsbereich verkaufen auch über eigene Webshops.

Gefragte Haushaltsgeräte

Nicht ganz einheitlich sind die Perspektiven der Hersteller für das laufende Jahr. Nach einer leichten Umsatzzunahme in 2012 ist die Kunststoff verarbeitende Industrie auch für 2013, speziell für die zweite Jahreshälfte, wieder auf Wachstum eingestellt. Der Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren meldet dagegen deutliche Umsatzrückgänge im Inland: Im ersten Vorjahres-Halbjahr bei Haushalts-, Küchen- und Tafelgeräten ganze 18 Prozent, bei Schneidwaren 13 Prozent.

Spürbar Rückenwind hat dagegen der Gerätesektor: Ein Umsatzvolumen von knapp 3,1 Mrd. Euro erzielte der Bereich Elektrokleingeräte in 2012, was ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Den größten Anteil daran haben Espresso-Vollautomaten gemeinsam mit den traditionellen Küchenmaschinen und rege nachgefragten Mundduschen.
Das Staubsauger-Segment legte hingegen nur leicht zu. Den Zugewinnen bei beutellosen Staubsaugern, akkugetriebenen Handstaubsaugern und Robotersaugern stehen Rückgänge in den Segmenten Handsauger, Nass- und Trockensauger sowie Bodenstaubsauger mit Beutel gegenüber.

Im Plus ist auch die Nachfrage nach Elektrogroßgeräten. Um 5,9 Prozent wuchs der Umsatz im Vorjahr auf rund 8,1 Mrd. Euro. Die positive Entwicklung bei Waschmaschinen, der umsatzmäßig bedeutendsten Warengruppe, spielt hier eine Rolle, genauso wie die steigende Nachfrage nach Wäschetrocknern. Der Trend geht hier zu Wärmepumpentrocknern und Modellen mit großen Beladungsklassen. Bei Kochherden gewinnt die Induktionstechnologie und damit das höherwertige Produktsegment weiter an Bedeutung, was wiederum ein Mehr an Umsatzpotential bedeutet. Bei den Mikrowellen werden dank steigender Verkäufe von teureren Einbau-Geräten ebenfalls positive Impulse für das Geschäft gesetzt.

Den ganzen Beitrag, unter anderem mit einigen Produkten aus dem Sortiment finden Sie in der Mai-Ausgabe des baumarktmanager. Eine Marktleiterumfrage haben wir in der iPad-Version dieses Heftes für Sie hinterlegt.

23.11.2017